Beiträge von Aranea

    Mein Lieblingskomponist lebt noch : Robert Fripp


    Ich hätte nu eine Frage an ihn : Mr. Fripp, dürfte ich vielleicht für das nächste King Crimson Konzert das Set bestimmen, alle meine Lieblingslieder einbauen und sie selber singen?
    Hach. :rolleyes:

    Ich denke, die Chancen der Kinder ebenfalls berühmt zu werden,sind genauso groß wie die Bereitschaft der Eltern, sie zu lehren, die Flamme der Begeisterung- und der Freude am Schaffen zu nähren. Für was auch immer. Um ihnen dann, wenn die Zeit gekommen ist,die Freiheit zu geben ihren eigenen Weg zu gehen und sie ggf. zu unterstützen.
    Ich hoffe, daß dies nicht zu allgemein ist, aber meiner Meinung nach ist die Entwicklung zum größten Teil von der frühen Prägung abhängig. Klar kann es auch eine Bürde sein, im Schatten des Ruhmes berühmter Eltern aufzuwachsen. Die beste Medizin dagegen sind ein gesundes Selbstbewusstsein und ein vertrauens- und liebevolles Verhältnis zu seinen Erzeugern.

    Was ein "gutes Buch" ausmacht ist schwer zu fassen .
    Ja, das Leben ist zu kurz, die Zeit ist kostbar und die Tatsache, daß wir niemals alle Bücher werden lesen können,die publiziert wurden, könnte uns traurig machen.
    Auf Nummer Sicher beim Einsatz kostbarer Lebensenergie,so dachte ich, geht man bei den altbewährten Meistern(Kafka in diesem Falle)leider fand ich mich nach der Lektüre in einem muffig dusteren Gefühlskeller wieder, in den mich die Sprachkunst gelockt hatte und dauerte eine Weile bis ich mich wieder berappelt hatte. Schreck! was hatte ich nur mit meiner knappen Lebens(Lese)zeit angestellt? Zurück an der Sonne wagte ich mich als altes Nordlicht an Thomas Mann: welche Sprachgewalt ! Das war so gewaltig, daß ich beinahe jeden seiner verschachtelten Sätze 3 x lesen musste um das Gefühl zu haben, auf Level zu bleiben. Oh Mann- watt war ich fertig hinterher. Dabei sollte man sichs doch nicht zu schwer machen in seiner kostbaren (Frei) Zeit. Eigentlich. Oder? Als näxtes : Goethe. Das war schon eher was . Ein echter Meister. Wort- fein-und scharfsinnig.Und dabei so zeitlos. Immer wieder gerne. Als meine Kinder mir eines Morgens beim Frühstück allerdings sagten, ich würde in letzter Zeit so komisch reden, dachte ich, daß ich mich vielleicht mal wieder ins hier und jetzt begeben sollte.
    Mir fehlt ehrlich gesagt auch der Ehrgeiz gewisser Leute, die sich auf Teufel komm raus so viele der großen und alten Klassiker reinziehen um dann hinterher damit ihren Status in gewissen Kreisen heben zu können. ;+)
    Las dann "der Schatten des windes" von Carlos Ruiz Zafon. Ein Tolles Buch. Gut angelegte Lebenszeit dachte ich und las danach seinen Roman "Marina". Bäääh, was für ein Splatter. Schlecht geräumt habe ich davon und das bescherte mir einige unausgeschlafene Tage mit dementsprechender Laune.(meine Familie hatte auch was davon,ich glaube ich hab ihnen ein bisschen ihrer kostbaren Lebenszeit versauert.)
    Ja, es ist riskant, zu lesen. Jedes Buch eine Pandorabüchse, denn Empfehlungen sind ja auch nur bedingt tauglich. Am ehesten noch die von Lesern meines Vertrauens, (wie Fairy Queen schon bemerkte).
    Habe ich gelernt, daß das mit der kostbaren Lebenszeit schwer kalkulierbar ist und tu das, was ich immer mache, wenns unberechenbar wird : ich lasse mich treiben. Vorbei an einem Überangebot von Literatur aller Art. Manchmal ist es ein Titel, der mich anmacht, manchmal ein Cover, manchmal eine Empfehlung, oder eine Besprechung im Radio. Manches lese ich atemlos durch, manches bedächtig, manches lege ich erstmal wieder weg, weils grade nicht zum Leben passt um es dann irgendwann weiterzulesen. Ich habe auch schon Bücher getroffen, die ich angelesen habe um dann festzustellen, daß ich meine Aufmerksamkeit nicht weiter an sie verschwenden will.
    Manchmal setze ich Bücher aus.
    Auf Fenstersimsen, In leeren Einkaufswägen, Sonnigen Parkbänken, Taxis und Bussen. Manchmal, weil sie so nett waren, manchmal in der Hoffnung, jemand anders möge mehr mit ihnen anfangen können als ich.
    Allen habe ich gewünscht, daß sie einen Menschen wie mich treffen, der sich erstmal vorbehaltlos auf sie einlässt.
    Nein, die guten Bücher sind nicht alle schon geschrieben worden. Die meisten werden wahrscheinlich noch geschrieben.(vorausgesetzt, die Menschheit existiert lange genug).
    Lieber Florian, danke für Deine Tipps, ich hab grad nix zum lesen und werde ihnen nachgehen.
    Gute Nacht
    Sonja

    ...hab grad auf Anhieb keine 10 für die Liste parat,was aber an dieser Stelle nicht fehlen darf :
    Peter Gabriel für Martin Scorceses Film "the last temptation of Christ" (einfach nur genial!! :juhu: )
    Miles Davis für Louis Malles "Fahrstuhl zum Schafott"
    ? für Cotton Club
    ? für Quentin Tarrantinos "from duk till dawn"
    Jasmin Tabatabai &Co für "Bandits"