Beiträge von Diabolus in Opera

    War Joe Hisaishi eigentlich jemals für den Filmmusik-Oscar nominiert?


    Soweit ich weiß nicht, aber er scheint lt. Wiki im Juni 2013 immerhin von der Academy eingeladen worden zu sein, selbst Mitglied des Entscheidungsgremiums zu werden. Ich kenne Hisaishi hauptsächlich wegen seiner Anime-Soundtracks für Hayao Miyazaki ("Castle in the Sky", "Princess Mononoke", "Spirited Away"), da hat er großartige Sachen komponiert.

    Also ich habe ja "Gravity" auch gesehen, aber heute und auch damals kann ich mich eigentlich gar nicht an die Musik erinnern, scheint mir wie bei den meisten Filmmusiken ohne viel Aufhebens am Gehörgang vorbei gegangen zu sein. Unverständlich für mich, dass der gewonnen haben soll.


    Tja so unterschiedlich können die Eindrücke sein! Mich hat der Score schon im Film begeistert, die Art wie Score und Soundeffekte mit einander verschmelzen und eine grandiose Audiokulisse schaffen, die man bei allem Augenspektakel nicht vergessen sollte. Besonders gefallen mir die beiden Vocalise-Stücke "Shenzou" ("http://www.youtube.com/watch?v=gZRQmcQK6Lk") und "Gravity" ("http://www.youtube.com/watch?v=kJU4Hx388mI"). Höre ich in den letzten Wochen ein ums andere mal. Für mich ein absolut verdienter Oscar ... :thumbup:



    Danke für den Tipp, Michael! Saugut! :juhu:

    Ich bin äußerst stolz, in Besitz des wohl ersten Tondokuments der Menschheit zu sein:



    Auf der Rückseite (die Rückseite bei Amazon ist merkwürdigerweise nicht ganz identisch mit der meinigen, obwohl die Vorderseite identisch ist) ist zu lesen: "Recording: May-Juni 1796 & December 1797". Wow, und auch noch in Stereo! :faint:
    Nur komisch, dass die Tontechnik Anfang des 20. Jahrhunderts anscheinend wieder einen Rückschritt machte ...


    Gefällt mir von der Musik auf jeden Fall besser als seine "Undine" ...

    Vor ein paar Tagen gingen ja wieder die Oscar-Nominierungen raus, here we go:


    BEST ORIGINAL SCORE:


    - John Williams für The Book Thief
    - Steven Price für Gravity
    - William Butler und Owen Pallett für Her
    - Alexandre Desplat für Philomena
    - Thomas Newman für Saving Mr. Banks


    BEST ORIGINAL SONG:


    - "Alone, yet not alone" aus Alone Yet Not Alone - Bruce Broughton und Dennis Spiegel
    - "Happy" aus Dispicable Me 2 - Pharerell Williams
    - "Let it go" aus Frozen - Idina Menzel, Kristen Anderson-Lopez und Robert Lopez
    - "The Moon Song" aus Her - Karen Lee Orzolek und Spike Jonze
    - "Ordinary Love" aus Mandela - U2


    Williams bekommt ihn sowieso wieder nicht, deshalb werde ich diesmal für Steven Price die Daumen drücken. Der Score zu "Gravity" zwar ziemlich gut.

    Das mit dem Gemälde erinnert mich an einen der Endkämpfe aus "Ocarina of Time", wo der böse Ganondorf aus unterschiedlichen Gemälden kommt und im nächsten Gemälde verschwindet.


    Stimmt, jetzt wo Du es erwähnst entsinne ich mich auch wieder ... "Ocarina of Time" halte ich für das bislang beste Zelda-Spiel (wobei ich nicht alle gespielt habe). Es gibt ja auch einen Port von "OoT" für 3DS, den werde ich mir irgendwann auch noch mal besorgen.

    Hab ja schon ewig kein aktuelles Spiel mehr gezockt, damit ist jetzt Schluss! Vor wenigen Tagen erschien der neue Zelda-Teil "A Link between Worlds" für den 3DS. Gerade zum ersten Mal eingelegt ...



    Bin gespannt, der 3D-Effekt ist auf jeden Fall schon mal ziemlich cool ... also größte Neuerung hat Link diesmal die Möglichkeit, sich als zweidimensionales Gemälde in Wände zu morphen und damit neue Wege zu erschließen. Aber soweit bin ich noch nicht ... ;+)


    Tja, mittlerweile habe ich das Spiel durch und möchte an dieser Stelle eine kurze Einschätzung geben.


    Zunächst einmal kann man sagen, dass Nintendo allen eingefleischten Zelda-Fans eine gehörige Portion Nostalgie mit "A Link between Worlds" beschert hat, insbesondere denjenigen, die 1991 (bzw. 1992 in Europa) den SNES-Teil der Serie "A Link to the Past" gezockt haben, jenen Teil, der das Zelda-Franchise so richtig als Kult-Serie etabliert hat. Grafik und Struktur der Oberwelt erinnern frappierend an den einstigen Klassiker und auch viele der genialen Melodien von Koji Kondo sind wieder mit von der Partie. Man fühlt sich auf Anhieb heimisch. Die grandiose Qualität des Soundtracks (auch wenn große Teile daraus lediglich neu arrangiert sind) ist auf jeden Fall schon ein Merkmal, das "ALbW" von den beiden Nintendo DS-Vorgängern "Phantom Hourglass" (2007) und "Spirit Tracks" (2009) abhebt. Konnten diese Zelda-Teile mit einigen (durchaus reizvollen) Innovationen in Sachen Spielmechanik aufwarten, so war die Musik eine ziemliche Enttäuschung, die sich für mich sogar unmittelbar im Spielspaß niederschlug, es fehlte einfach etwas. "ALbW" hält sich nun mit spieltechnischen Innovationen einigermaßen zurück, wobei es ein Fehler wäre, den Teil lediglich als lieblose Neuauflage von "A Link to the Past" abzutun. Denn zum einen sind sämtliche Dungeons (also die von der Oberwelt aus zugänglichen Verliese, durch die man sich jeweils bis zum Endgegner puzzeln und kämpfen muss) im Gegensatz zur Oberwelt komplett neu designt, zum anderen gibt es zum ersten Mal die coole Funktion, mit der Spielfigur als 2D-Gemälde in Wände zu schlüpfen und damit ansonsten unerreichbare Abschnitte zu betreten. Und auch ansonsten gibt es noch eine Handvoll kleinerer Neuerungen. Wie bei "A Link to the Past" gibt es eine Art Parallelwelt ("Schattenwelt"), die vom Grunddesign der Ursprungswelt Hyrule entspricht, jedoch im Detail anders ist. Durch Portale ist es möglich, zwischen den Welten zu wechseln, was auch nötig ist, um alle Aufgaben zu lösen. Manche Bereiche sind nur durch geschickten Wechsel zwischen den Welten zugänglich. Die Story ist das übliche (Prinzessin Zelda wird entführt, Link muss sie mit Hilfe des Triforce - eine Art "Ring"-Äquivalent - retten) mit einer kleinen, aber nicht uninteressanten Variation: Der Kidnapper Yuga verwandelt seine Widersacher in Gemälde, die er sammelt. Ein klarer Fall des beliebten Typus "fanatischer Kunstsammler". :D In diesem Zusammenhang ist dann auch die Möglichkeit, sich selbst für kurze Zeit in ein Wandgemälde zu verwandeln, ein inhaltlicher Anschluss ... Bei einem der Endgegner muss diese Fähigkeit übrigens auf sehr witzige Weise zur Anwendung gebracht werden: Man muss sich dort im richtigen Moment in den Schild des Kontrahenten morphen, der sich dann im nächsten Augenblick verblüfft umschaut und den Schild dabei so hält, dass man in seinem Rücken wieder aus dem Schild herausmorphen und ihm von hinten eins überbraten kann. 8+) (Hier ist es in einem Let's Play zu sehen: "http://youtu.be/xgt8PVo0zHg?t=13m16s")
    Grafisch erinnert "ALbW" vom Stil her stark an "A Link to the Past", wobei die Optik natürlich - dem technischen Fortschritt sei Dank - um einiges detaillierter ist. Besonders in einigen Dungeons kommt zudem der autostereoskopische 3D-Effekt des 3DS auf eindrucksvolle Weise zur Geltung, es gibt verblüffende Tiefeneffekte zu bestaunen.


    Fazit: Ein fantastisches Zelda-Abenteuer alter Schule mit brilliantem Spieldesign, herrlichem Soundtrack und packender Atmosphäre - da verzeiht man, dass es recht wenig Neuerungen im Gameplay gibt und es in mancher Hinsicht eher "back to the roots" ist. Die Morph-Funktion ist allerdings ein tolles neues Feature.


    Hier gibt es einen Trailer zum Spiel: "http://www.youtube.com/watch?v=-qTtHH9uCnw"

    Da geht es mir genauso wie dir!


    Die Frage ist, meinst du, dass du MUSIKALISCH nichts damit anfangen kannst, und/oder auch inhaltlich? Ich finde diese vielen Verwirrspiele irgendwie unnötig, und das Ende ist echt scheußlich (inhaltlich), Schlussterzett hin oder her!


    Auch wenn ich ein gutes Libretto schätze, primär geht's schon erst mal um die Musik. Und da konnte mich der "Rosenkavalier" bislang nicht begeistern. Zum Glück hab ich mir dann irgendwann "Salome" und "Elektra" vorgenommen, sonst hielte ich Strauss noch heute für einen, äh, kleingeistigen Opernidioten oder wie sagt man das?