Beiträge von Babayaga

    Völlig OT - oder auch: Metaebene ...

    Seit Anbeginn lese ich den Thread, ohne persönlich irgendetwas Substanzielles beitragen zu können. Aber Eure Unterhaltung weckt in mir Zweierlei: erstens die Bestätigung, dass auch in fortgeschrittenem Alter :huh: eine (Wieder)Belebung von Musizierwünschen noch drin ist: bei mir wird aktuell das Klavier gestimmt. :thumbup:
    Und ganz auf anderer Ebene: mein erster Bewunderer (Ja - er mich, nicht umgekehrt - das war neu) war OBOIST! Harald war der Star des Schulorchesters (ich sängerisch unterwegs) - und ich gebe zu: die Ständchen, die er mir auf seinem Instrument brachte, waren wirklich bewegend ..... dass die vermutlich auch schwer waren, entnehme ich jetzt, Jahrzehnte später ... diesem Thread. Mit klingt noch das Nasal-Klagende in den Ohren, abgelöst von Auffordernd-Tänzerischem. War nachhaltig, wie man sieht!
    Dies gedacht als Ermunterung :juhu: aller AnfängerInnen! Oboe wirkt - auf Herz, Hirn und Gemüt! :thumbup:
    LG, Babayaga.

    Da käme ich jeweils ins Grübeln!
    Weil ich bei interpretatorischem Hören dieses Trauermarsches auf Anspielungen, Zitate, Querverweise in den jeweils eigenen Werken der Komponisten, ihrer Zeitgenossen und Vorbilder suchen würde. Weil ich unterscheide zwischen einem "Wow, das ist toll! Und gefällt mir! Und berührt mich!" (oder auch: "Verschreckt mich!") und dem vertieften Hören einer Komposition. Die mir (soweit mir das möglich ist) den künstlerischen Gehalt erst wirklich erschließt.
    Und damit sind wir bei der - ganz anderen - Frage: woran erkenne ich denn "den besten Trauermarsch aller Zeiten"? Oder anders gefragt: gibt es "Qualität als solche"? Und wer legt die Kriterien fest? Und kann es sein, dass sich die Anschauungen darüber auch mit den Zeiten - also auch mit/ parallel(?) den gesellschaftlichen und/oder politischen Phasen - verändern? Finde ich eine spannende, aber eine neue Frage!
    LG, Babayaga.

    """Noch mehr könnten wir es uns erlauben, Kunstwerke aus dieser Zeit primär auf ihren künstlerischen Gehalt hin zu betrachten und sie nicht mehr auf Grund ihres Zweckes, auf Grund der hinter ihnen stehenden Intention abzuwerten.""" (Fettdruck durch mich)

    An dem Punkt möchte ich einfügen, dass sehr wohl etwas ändert, ob ich einen Trauermarsch als Ausdruck von des Komponisten eigener (aktueller oder irgendwann gefühlter) Trauer betrachte - oder als Metapher für das Geschehen um ihn herum, ob ich einen Marsch als rhythmische Darstellung von positiv betrachtetem Kämpfertum höre - oder als Hinweis auf kriegerische Machenschaften im eigenen Lande ... Das sind zwei Beispiele, die ich in Erinnerung habe aus der Einführungsmoderation einer Schostakowitsch-Symphonie - Wiedergabe im Rundfunk. Ich kann dazu mangels ausreichender Sachkenntnis inhaltlich nichts sagen, doch betrachte ich die unterschiedlichen Interpretationen nicht als Abwertung, sondern als Versuch, sich dem Werk (und dem Komponisten) zu nähern. Also für mich durchaus ein Teil des künsterlischen Gehalltes!

    LG, Babayaga.

    Zugriffe?!

    Lieber Peter,

    derzeit wird nicht verlangt, dass ich selbst xtausendmal zu-greifen muss - ich darfs also bei jeweils einem (oder so) Klick pro "Streif(en) -Licht" belassen. Und damit kann ich auch SEHR GUT leben!
    Die andere Frage ist: willst Du Dir selbst eine Winterpause gönnen? Steht Dir ja angesichts der Mehrfach-Belastung durchaus zu! Dann gehe in die Höhle und tauche mit Jahreswende wieder auf.
    ABER: Du wirst nicht verhindern könne, dass wir Dich - resp. Deine Spezial-Beleuchtungen - hier vermissen! Wenn Du das verantworten kannst :sev: ??

    Mit lieben Grüßen,

    Babayaga - die sich mit :fee: soooooooooooooooooo toll getroffen fühlt ....

    Zitat

    Millionen von Schwiegermütter kann man damit erfolgreichst beschenken.

    Hmmm.........

    - Ich, u.a. Schwiegermutter, frage mich: Lautet mein geflüsterter Satz "Den hätte ich gerne als Schwiegersohn"? Der so Dargestellte wäre mir (also höchstpersönliche Meinung) dafür nicht wirklich jung und (rein optisch ...) auf Dauer familienerhaltungungstauglich genug. :pfeif:
    Oder unterstellt mir mein präsumtiver Schwiegersohn: "Ich träume von verpaßten Gelegenheiten"? Nun denn - mein Typ wäre es nicht (auch nicht gewesen). Wenn auch fraglos ein attraktiver Mann.
    Oder zeigt mir der schenkende Schwiegersohn seinen exquisiten Geschmack? Nur dann, wenn er damit wirklich meinen Sänger-Favoriten findet - dann gelungen.
    Oder - was der Nachsatz unterstellen will- setzt mein lieber Schwiegersohn meinen Geschmack quasi automatisch in die Ecke "triefend"? ;( Dann hätten wir ein Problem. Ein echtes!

    Aktuelles Fazit: ich stelle die Eignung als Weihnachtsgeschenk im fämiliären Kreis in Frage. (Und das bezieht sich jetzt ausschließlich auf diese Diskussion -gehört habe ich die CD noch nicht.) :fee:

    In meinen dunkelsten Stunden - als ich an Sterbebetten von allernächsten Menschen saß - hätte ich Musik nicht ausgehalten. Weil die immer noch Leben bedeutet hätte. Oder Bewegung. Oder Hoffnung. Oder Trost. Oder sonst etwas für mich Positives. Und das war in diesen Stunden nicht existent.

    Anders die "nur verdunkelten" Stunden: da ist Mozart immer richtig, Requiem einschließlich. Und als Gegenpol: Orff - Schostakowitsch - Schmusemusik der Pop-Szene.

    Und natürlich die "heimlich abgedunkelten" Stunden, in denen frau leiden möchte- Dvorcak "Aus der neuen Welt" ....! Oder Schumann´s Kammermusik . . das Thema ist ausbaufähig für viele Stunden.

    Und last but not least: die "Stunden der Dämmerung". Für mich Schubert-Zeit (z.B.Wanderer-Fantasie, Streichquartette), oder eine Zeit für ganz was anderes: "Franui" (http://www.franui.at/).

    LG, Babayaga.

    PS: was mich selbst irritiert: ich bin mit Bach quasi großgeworden, habe Jahrzehnte seine Musik gesungen- und jetzt stelle ich fest: am Tage x wäre es nicht SEINE Musik - gibt mir Anlass zum Nachdenken.

    Und ich ergänze: ist es nicht wunderbar, dass wir ab und zu den Kritikaster in uns einfach in die Auszeit schicken und "genießen"? Und Musik "von Herz zu Herzen geht"?
    Ich finde es toll, von der "Provinz" (in der ich in D auch lebe!) eine bewegte Rezension zu lesen: nicht alles in der Musikwelt wird auf dem Highlight-Boden entschieden - für eine Menge Menschen war vermutlich DAS ein Musik-Erlebnis.
    Auf einige weitere ...!

    Mal einfach assoziativ: ein weibliches (linkes) und ein männliches Bein - Strumpfband und Abendsocken - es soll sich wohl um das Thema: "Geschlechter-Reigen höfisch" handeln. Sozusagen "Sex sells" auf straußisch ... (was bekanntlich auch nicht immer funktioniert hat!). Und für die angebotene Musik nicht so wirklich paßt.
    Potenzieller Zielkäufer: bislang noch opernunkundig - und es ist zu vermuten: nach versehentlichem Kauf der CD auch kein Fan.
    Es wäre danach interessant zu erfahren, welche Einflußmöglichkeiten die Interpreten auf die Covergestaltung haben. Denn die sind im vorliegenden Fall ja nicht ganz unbekannt ...

    Ich habe im Elternhaus die Mischung aus "Klassik väterlicherseits" und "Tanzmusik aller Art mütterlicherseits" mitbekommen, selbst als Jugendliche beim Klavierspielen und Singen den "klassischen Teil" zunächst zwangsläufig häufiger im Ohr gehabt. Sobald ich alleine wohnte, kam die rockige Zeit - heftig und fast ausschließlich ... bis ich in den Dreißigern die Kurve ins gezielte Hören (hier im Rheinland WDR 3 + eigene Vorräte) fand.
    Jetzt freue ich mich an "Oldies, but Goldies" .... und manchem Jazz, doch das Hauptohrenmerk liegt bei der sog. E-Musik.
    (Mein Einstiegsalter auf der Skala einzufügen ist mir allerdings leider nicht gelungen!)

    Lieber GGould,

    auch ich bin Neuling - deshalb ganz vorsichtig mit einer Antwort: Deiner "Zitat"-Vorgabe kann ich einfach nichts so Bewegendes, Neues, Außergewöhnliches oder schlicht Persönliches entnehmen, dass ich daraus irgendeinen Autor auch nur vermuten könnte. Heißt: so, wie Du den Inhalt zusammenfasst, könnte das aus einem Interview mit Hildegard von Bingen, E.T.A Hoffmann, J.Cage oder auch N. Harnoncourt sein ... ( bitte nicht wörtlich in die Hausarbeit übernehmen .;-))

    Vielleicht fällt Dir ja noch der Kontext ein - das würde es den Frühergeborenen erleichtern. Die sich ansonsten freuen, einem Studiosus offenbar über die Google-Funktion hinaus Hilfestellung geben zu dürfen ...!

    Bis denne - Babayaga.

    Nach dem originalen Hörgenuß

    Die Lieder haben´s in sich!
    Ich erlebte sie am Wochenende in Berlin erstmalig, dargeboten von Kulmann/Weigle/Berliner Konzerthausorchester - und ich bin fasziniert.
    Sommer bietet nichts "ganz Neues" im Sinne von "noch nie dagewesen ..." - doch mit einer Stimme, die mächtig Umfang, Volumen und Spannkraft braucht, baut er Stimmungen, Fragestellungen und Existenzaussagen über/ um den Orchesterpart. Und nimmt damit seine "Zeitgenossen" im weitesten Sinne (Strauß, Wagner, Mahler) zwar mit hinein, doch hätte ich bei einer entsprechenden Frage nicht gewagt, Einen zu nennen: also doch ein Neuer/ ein Anderer!
    Die Interpretation von Elisabeth Kulmann ist einfach richtig - als hätte Sommer ihr die Lieder in die Kehle komponiert. Sie verfügt über die Bandbreite der Oktaven wie der Timbres, macht aus dem (wahrlich nicht literarisch wertvollen) Text der Dichterin das Musikalisch-möglichste und ist sich mit Sebastian Weigle darin einig.
    Da ich eine Life-Musik-Liebhaberin bin, hoffe ich auf weitere Gelegenheiten. Und habe schon mal vorgeschlagen, den frühen Lebensraum der Dichterin im Rheinland anzusteuern ...

    u.a. off topic

    Lieber Peter,

    jetzt habe ich erneut zum falschen Zeitpunkt die Daumen gedrückt. Allmählich interessiert mich ein Studium, bei dem die Prüfungen "wegen Handwerkern" (wo legen die eigentlich Hand an?!) verschoben werden - und der Prüfling in der Zwischenzeit Gelegenheit für Rezensionen aller Art findet... ?(

    Daneben: die Musik von Philip Glass habe ich in einer Aufführung der Oper " Satyagraha" kennen und schätzen gelernt. Das Kreisen um elliptische Brennpunkte - vom Bonner Beethovenorchester packend interpretiert - fand ich spannend und in gewisser Weise zur Meditation anregend. Gibt es irgendwo auf den Capricciosi-Seiten etwas dazu?

    Neblige Grüße aus dem Rheinland,

    Babayaga.

    Oper aus der Entfernung

    Ich hatte mich -als sehr seltene Fernseherin - auf die Übertragung gefreut, wollte sie mit dem m.E. nach passenden Glas Weißwein "zelebrieren" - und: war enttäuscht! Ich gebe Peter recht, was einzelne gesangliche Leistungen anlangt. Doch mir fehlte der große Bogen, der Spannungsaufbau, die Aufforderung zum Dabeibleiben. Und ich frage mich, woran das lag: Inszenierung zu sehr als "Nummernstücke in Reihung"? Personenführung und Bühnenbild zu statuarisch? Kamerablicke lediglich auf SängerInnen-Konterfei - nicht auf "Bühnengeschehen" (wenns denn überhaupt eines gab ...)? ODER ist das einfach eine Oper, die den lebendigen Musikzauber braucht, um (mich) mitzureißen?
    Im Ergebnis kämpfte ich mit dem Schlaf ... und das lag nicht an der steirischen Scheurebe (= Sämling 88). Mein persönliches Fazit: die nächste "Ariadne" wieder auf der Bühne!

    ... und schon wieder ein Treffer ....

    Wir haben offenbar einen gleichgestimmtem Hang zur "entzückenden Romanze" - danke auch für diese Filmvorstellung!
    Ob Dich jetzt allerdings die inneren Bilder dazu so verwirrt haben oder die offensichtlich frühmorgens beginnende Lernerei, oder ob der "Julianische Kalender" in Wien die Fastenzeit anders legt als im Rheinland - hier ist jedenfalls ganz sicher der Aschermittwoch am 22. Februar. Der 29. wird zwar auch gefeiert, aber nur von wegen Schaltjahr ... (Und für Dich ist dann die Prüfung bereits eine Woche vorüber! Was dann Anlass für einen selbstgeschenkten Blumenstrauß wäre).
    Ich freue mich schon auf die nächste Kinostunde! Wünsche ansonsten weiterhin gute Nerven,
    Babayaga.