Beiträge von Severina

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    Ein schönes 3. Adventwochenende wünsche ich Euch! :sev:
    Die Frage 12 war für mich maßgeschneidert, die wusste ich auf Anhieb!
    Hier also mein Tipp:
    Auch hier gibt's eine literarische Vorlage von einem europäischen Insulaner, diesmal aber nicht vom ollen Willie. Es ist wieder einmal das alte Problem: Wenn die Männer sich kloppen, muss die Frau die Rechnung bezahlen ;+)
    lg Sevi :wink:

    [quote='Mina',index.php?page=Thread&postID=43056#post43056]Hallo Severina!
    Also konnte ichm icht trotz Rotwein noch klas ausdrücken! ;+)
    Ich habe früher eine zeitlang...ähhh...dorten mitgelesen, und ich kann mich an eine Aussage zum "Werther" erinnern. Es sei der erste Werther gewesen, so die Schreiberin, dem sie gelgaubt habe, daß er eine Kugel in der Brust hat. Ich glaube, das warst du oder Fairy. Spätestens da habe ich bitterlich bereut, nicht mein ganzes Hab und Gut verkauft und mir Opernticket und Bahnkarte nach Wien besorgt zu haben.


    Jo, das war ich :sev: Werthers Tod war eine Sternstunde des Bühnenspiels - da stimmte einfach alles, jede Bewegung, jeder Blick, jeder Tonfall, und zum ersten Mal wirkte es nicht völlig hirnrissig, dass jemand mit einer Kugel in der Brust noch eine Viertelstunde singt. So und nicht anders musste es sein, und ich weiß, dass ich diese Sterbeszene nie wieder aus meinem Kopf kriegen werde und RV als Werrther für mich immer das Maß aller Dinge sein wird.
    Als Nemorino hingegen hat er mich von allen seinen Rollen am wenigsten überzeugt - da ist immer noch ein anderer das Maß aller Dinge für mich (Nö, nicht der Tenorino, sondern einer, der schon lange nicht mehr singt ;+) ). Das heißt natürlich nicht, dass er es schlecht macht, aber er ist halt nicht "mein" Nemorino.
    lg Severina :wink:

    Liebe Mina,
    ich bin zwar nicht Fairy ;+) , aber ich verstehe perfekt, was Du meinst, das ist kein bisschen wirr :sev: Am meisten tun mir ja die Leute Leid, die vor jeder Vorstellung einen halben Meter CDs zum Werk abarbeiten, dann mit dem "perfekten Klang" im Kopf in die Oper kommen und hinterher erklären, dass diese Sänger da ja nur ein schwacher Abklatsch von X,Y und Z wären. Die totale Hingabe eines Villazón, der sich jedesmal buchstäblich um Kopf und Kragen singt, so völlig in seiner Rolle aufgeht, dass er beim Schlussapplaus oft erst aus einer Art Trance zu erwachen scheint, spüren diese bedauernswerten "Experten" scheinbar überhaupt nicht. Dafür hören sie aber exakt, dass der Romeo den Spitzenton im Duett nicht ausgesungen hat, und das ist natürlich entscheidend, denn Alfredo Kraus hatte diesen Ton immer, und absolut perfekt, und überhaupt......
    Dass es bei einer Liveaufführung um etwas anderes als um kalte Perfektion, um makellos exekutierte Töne geht, löst bei diesen Leuten nur ungläubiges Kopfschütteln aus.
    Ganz ehrlich, Villazóns erster Werther im Vorjahr war sängerisch ein Parforceritt, der nicht nur mich schmerzte, aber er war Werther mit jeder Faser seines Seines, nie klang die Verzweiflung echter, nie ist ein Werther unpathetischer, aber trotzdem so zu Herzen gehend gestorben - und da soll man dann sagen: "Das war nix, weil......"????? Nein, nein, und nochmals nein! :shake: :shake: :shake:
    lg Severina :wink:

    Liebe Mina, ich freue mich serh, dich mal wieder hier zu lesen! :angel:
    Das Zitat könnte von mir sein, mir geht es genauso, denn die Genannten geben/gaben sich ganz und gar und brennen an beiden Enden. Wie schön, dass Du eine verwandte seele in Sachen Gesang bist!!!!!! :kiss:


    Liebe Sevi, du musst am 22.3. vorher eine Reisenkanne Tymian-Ingwer-Honig-Tee trinken, damit Du im Akkord Bravo schreien kannst- für mich mit!!!!!
    Bei "Una furtiva lagrima" bin ich ja ganz und gar weggeschmolzen... gut dass wir hier unter uns sind, sonst ginge jetzt sicher wieder eine ganz schrecklch Diskussion los....... :o:


    F.Q.


    Äh, ich setz mich jetzt vorsichtshalber gleich unter den Sessel :hide: , aber bei einem gewissen Tenorino war meine Schmelzwasserpfütze noch viiiiiiel größer :hide:
    Aber am 22. März wird vermutlich der Zuschauerraum komplett geflutet werden und am nächsten Tag muss man die bewusste Oper ansetzen, die Dir bei Ridis Adventrätsel just nicht einfällt, damit XY endlich einmal authentisch "Il mare! Il mare!" besingen kann. ;+) :D
    lg Sevi :wink:

    Liebe Mina,
    was youtube betrifft, sprichst Du mir aus der Seele - das muss für Sänger der reinste Horror sein! Auch ein Di Stefano wird so manchen schwarzen Tag gehabt haben, aber das tangierte eben nur ein Häufchen Leute vor Ort, während heute jeder kleinste Fehler dokumentiert und binnen kürzester Zeit rund um den Erdball gejagt wird. Und bei der nächsten Vorstellung lauern dann 1700 Hyänen im Publikum und fragen sich, ob er's heute bringt. Da braucht man als Sänger Nerven wie Drahtseile, um diesem Druck standzuhalten. Und ich denke, dass auch die angeblich so leichtfertige Absagerei, die man den heutigen Sängern immer wieder vorwirft, damit zusammenhängt. Früher ging man halt das Risiko eher ein, trotz einer Indisposition aufzutreten, aber heute blamiert sich ein Sänger nicht nur vor ein paar Hundert Zuschauern, sondern dank youtube vor der ganzen interessierten Opernwelt - da würde ich auch absagen, wenn ich mich nicht 100%ig fit fühle. Ich gestehe, dass ich daher nur äußerst selten bei youtube herumsurfe, weil man erstens oft nicht weiß, unter welchen äußeren Bedingungen diese Aufnahmen entstanden sind, und weil ich auch gar nicht in der Lage bin, eine Stimme an Hand einiger Schnipsel mit oft fragwürdiger Tonqualität zu beurteilen.
    Ach ja - natürlich leihe ich Dir gerne einen halben Daumen! ;+)
    lg Severina :wink:

    [quote='Mina',index.php?page=Thread&postID=43032#post43032][quote='FairyQueen',index.php?page=Thread&postID=42375#post42375]
    .
    Wie auch immer, ich weiß jetzt schon, daß ich am 22. die Daumen wie blöde drücken werde, obwohl ich nicht mal dabei sein kann. Ist schon krank, sowas :shake: :rolleyes:
    Ich wünschte, ich hätte mir einen krisenfesteren Lieblingstenor ausgesucht, aber wie sagt Joni Mitchell: "Comes love, nothing can be done". :mlol:



    Liebe Mina,
    Nö, gar nicht! Ich erinnere mich an enthusiastische Jugendtage, wo ich mitten in der Nacht aufkrabbelte, um dem damaligen Tenor meines Herzens die Daumen zu drücken, weil er gerade an der MET mit Belmonte debutierte. Und in Zeiten ohne youtube - für heutige Generationen unvorstellbar - habe ich nie erfahren, wie er eigentlich gesungen hat.... Du befindest Dich also hier in allerbester Gesellschaft! :sev: :sev: :sev:
    Und am 22. März werde ich an der Reeling hängen (= Galeriestehplatz) und wahrscheinlich einem Herzinfarkt nahe sein vor lauter Mitzittern...
    lg Severina :wink:

    Liebe Fairy,
    Nummer 9 ist eine Lieblingsoper von mir und hat außerdem eine Capriccia zu ihrem Nick inspiriert!!


    Nummer 6 enthält eine Arie, die auch in einer anderen (bekannteren) Oper dieses Komponisten vorkommt. Dort werden darin die verschiedenen Nationalitäten durch den Kakao gezogen, hier geht es dagegen um Hochprozentigeres. Die Titelfigur ist übrigens eine weitere Paraderolle für den von uns so geschätzten Tenorino. ;+)


    lg Sevi :wink:

    Gibt es für die Nummer 11 wieder einen Schlauch zum Draufstellen ?
    (Das ist doch sicher wieder einmal ein Musical oder ähnliches, wenn man die Formulierung mit dem "jüngsten" Ensemble liest.)


    Ja, aber der ist schon besetzt! :D Dafür ist bei Frage 8 endlich der Groschen gefallen :jub: Ich hatte dieses Werk von Anfang an in Verdacht, aber mangels Libretto schienen mir Ridis Vorgaben nicht so richtig zu passen.....
    lg Severina :wink:

    Liebe Flosshilde,
    naja, in einem Land, wo auch "Harry Potter" auf dem Index steht, gilt wohl auch Signora Dantes Inszenierung als "jugendgefährdend", obwohl ich das genauso wenig nachvollziehen kann wie Du.
    Was Du zu Don Josés Herkunft schreibst - seine Sehnsucht nach der "heilen Welt" der Mutter - finde ich völlig richtig, nur sehe ich den Bezug zur Kirche nicht. Generell läuft jeder Regisseur, der die Praktiken der katholischen Kirche kritisiert, bei mir offene Türen ein, aber gerade die "Carmen" bietet sich dafür in meinen Augen nicht wirklich an. Ausgebeutete und unterdrückte Frauen kann man thematisieren (und zwar noch viel deutlicher, als das in Mailand der Fall war), aber die "Ausbeuter" sind hier eindeutig nicht die Kirchenoberen. Dieser Ansatz ist für mich ziemlich an den Haaren herbeigezogen, dabei bietet das Werk genügend Möglichkeiten für Sozialkritik, die wesentlich einleuchtender wären als die von Frau Dante aufgegriffenen. "Carmen" ist doch eine Geschichte über Außenseiter, denn im Grunde ist auch Don José von Anfang an einer: Er ist nicht ganz freiwillig bei der Armee, fühlt sich fremd unter den Soldaten, sehnt sich nach der Heimat und der Mutter usw. Seine "Liebe" zu Micaela entspringt für mich aus einem Gefühl der Sentimentalität, sie verkörpert für ihn - wie Du ja auch ganz richtig feststellst - ein Stück Heimat.
    Die Micaela in dieser Inszenierung ist wirklich nur eine "Briefträgerin", denn sie sehnt sich nur nach einem himmlischen Bräutigam, nicht nach einem realen. Damit verliert diese Szene aber nicht nur jedes erotische Prickeln, sondern auch ihren Sinn - es existiert eben kein Gegenpol zu Carmen, keine Alternative, denn von einer Verbindung ihres Sohnes mit Micaela träumt hier nur die Mutter.
    Mir hat in Zürich die "Umkehrung" sehr gut gefallen, dass dort Micaela die Aktive war, die eine Verbindung mit José anstrebt und ihn regelrecht verführen will, während er vor so viel handfester Sinnlichkeit zunächst in Panik gerät. Erst Carmen gelingt es dann, den Mann in ihm zu wecken.


    Tja, über den Herrn Schrott werden wir uns wohl nicht einig ;+) , denn ich sehe in ihm absolut keine glaubhafte Alternative zu Don José. Weder in seiner Stimme, noch in seinem Spiel erkenne ich auch nur einen Hauch von Erotik, so wenig verführerisch hat das Torerolied in meinen Ohren noch nie geklungen. (Abgesehen von den stimmlichen Defiziten, die dabei schmerzhaft zu Tage treten) Ehrlich gesagt hatte ich den Eindruck, für Erwin Schrott war diese Rolle nur eine lästige Verpflichtung, der er sich mit möglichst wenig Aufwand entledigen wollte. Zumindest kann ich mir seine doch deutlich zur Schau gestellte Lustlosigkeit nicht anders erklären. (Ich habe ihn nämlich schon ganz anders erlebt, als wirklich einsatzfreudigen und temperamentvollen Schauspieler - im Vergleich dazu grenzte sein Verhalten als Escamillo schon beinahe an Arbeitsverweigerung! :D )


    lg Severina :wink:


    PS: Neugierige Frage: Bist Du oft in der Züricher Oper?? (Bei Deinem Avatar geht mir das Herz auf :sev: )

    Liebe Kristin, nur weil die Gattin zur Weltspitze gezählt wird, muss der Prinzgemahl noch lange nicht auch Weltspitze sein. ;+) :whistling:
    Für mich ist er das ebenfalls eindeutig nicht, weder stimmlich noch sonstwie auch wenn er gut als Leporello rüberkam.
    Bei Alagna kann man evtl hoffen, dass ihm vielleicht die überstandene Trennung von Angela Gheorghiu evtl Auftrieb gegeben hat? ?(
    In einem Interview das ich neulich gelesen habe, freut er sich jedenfalls, nun endlich abends keine Rechenschaft mehr ablegen zu müssen und viel weniger unter Druck zu stehen. Was immer das bei einem Tenor heissen soll.....
    Aber ganz ehrlich, was ich in letzter Zeit (einschliesslich der Skandal-Aida) von ihm gehört habe, ist von Weltspitze meilenweit entfernt.


    F.Q.


    Liebe Fairy,
    leider kommt diese Trennung um einige Jahre zu spät :stumm: - jetzt ist Alagnas Stimme so ramponiert, dass nicht mehr viel zu retten ist. Ich leide jedenfalls jetzt schon, denn unser künftiger Direktor ist Alagnafan...... :o:
    lg Sevi :wink:

    Liebe Sevi, gottseidank bist du wieder da. :kiss: Wir müssen uns unbedingt zusammentun, denn ich wusste die Frage 8 auf Anhieb und das ist kein Wunder, denn das ist die allergrösste Liebe unseres Mr Riddle und müsste aus historischen Gründen eigentlich auch die Capriccio-Nationalhymne sein.
    Ich bin jedenfalls von Rideamus zu diesem Werk einstens mit grossem Erfolg missioniert worden- in aller Öffentlichkeit- alles klar?


    Dafür weiss ich sonst gar ncihts mehr, wobei es mir bei den Waffen irgendwie dumpf dämmert, aber bei der 6 und 7 noch immer keinen Schimmer. :cry:


    F.Q.


    Liebes Schwesterherz,
    Nr. 6 ist ein eher unbekanntes Werk eines seeeeeehr bekannten Komponisten, der zu meinen Lieblingen zählt. Ridi scheint auch eine Vorliebe dafür zu haben, denn es taucht nicht zum ersten Mal in seinen Rätseln auf :sev:


    Nr. 7 kennst Du auf jeden Fall!! In konventionellen Inszenierungen kommt darin ein ganz bestimmtes Wasserfahrzeug vor, das wiederum mit Deiner Lieblingsstadt in Verbindung zu bringen ist. ;+) )


    Dafür bin ich bei Frage 8 inzwischen auf der Leitung festgewachsen :schaem: Irgendein Lieblingswerk unseres großen Rätselmeisters muss mir wohl entgangen sein...
    lg Sevi :wink:

    lieber Bernd,
    da bin ich ganz bei Dir - ich finde Buhrufe während einer Aufführung absolut indiskutabel und vor allem respektlos den Sängern gegenüber, und auch ich bin der Meinung, dass das sehr mäßige musikalische Niveau der PR diesem Umstand geschuldet war. Wenn man zur üblichen Premierennervosität gegen eine von Anfang an spürbare feindselige Stimmung (die man auch am Radio deutlich mitbekommen hat) im Publikum ansingen muss, braucht es wohl Nerven wie Drahtseile, um in diesem Kampf zu bestehen. Und besonders Erika Sunnegardh hat ihre Nerven hörbar weggeschmissen, denn während der GP war ihre Stimme natürlich auch (zu??) klein, aber sauber geführt und der Spitzenton am Ende der Wahnsinnsszene gelang tadellos.
    Der Rezensent der NZZ schreibt, dass die Störaktionen von der Galerie ausgingen, und ich kann mir lebhaft vorstellen, aus welcher Ecke das kam. Diese Typen haben schon Tage vorher in einem gewissen Forum (Nicht Tamino!!!) Stimmung gegen "dieses Gör" Vera Nemirova gemacht und ihrer zweifelhaften Ideologie (die dort nicht nur geduldet, sondern sogar gefördert wird...) ungeniert Ausdruck verliehen.
    lg Severina :wink:

    Lieber Bernd,
    es gibt halt Inszenierungen, die sind wirklich nicht sonderlich gelungen, und diese zähle ich dazu - ich bin schon sehr neugierig, wie es Dir gefällt!! :sev: Dabei finde ich die Publikumsreaktionen nicht nur unfair den Sängern gegenüber, sondern auch wirklich lächrlich, denn an der Regie von Vera Nemirova ist absolut nichts, was diese Aufregung rechtfertigen würde. Die Story wird ohne jede Verfremdung erzählt, nichts ist gegen die Musik gerichtet, ganz im Gegenteil, die Musik wird oft in (überflüssige) Gags umgesetzt. Hier will die Nemirova wohl ihren Meister Konwitschny imitieren, leider verfügt sie (noch) nicht über dessen Format. Dass sich meine Begeisterung in Grenzen hält, liegt nicht daran, dass die Regie zu weit, sondern dass sie zu wenig weit gegangen ist und alles irgendwie im Ansatz stecken bleibt. Interessant finde ich die völlig unübliche Charakterisierung des "mörderischen Liebespaares", deshalb wurde wohl auch die Lady so völlig gegen den üblichen Stimmtypus besetzt, was das Publikum wohl ganz besonders erregte. Aber insgesamt könnte man aus "Macbeth" halt wesentlich mehr machen als diese ziemlich eindimensionale Inszenierung, die zwar mit einigen Szenen punkten, aber keinen Spannungsbogen halten kann.
    Diese Idee mit dem Tablett als Spiegel, das in der 2. Hexenszene wieder aufgegriffen wird, fand ich genial - leider habe ich bei meiner Rezension ganz vergessen, das zu erwähnen. Erst diese Kritik hat mich wieder daran erinnert. (Leider verfüge ich nicht über Alvianos fotographisches Gedächtnis, ich kann mir beim ersten Mal nie alle Details merken :schaem: )
    lg Severina :wink:

    Ob es klug ist, in der Endprobenphase für den Berliner Onegin, in dem er ja als Lenski angesetzt ist (26.März) auch noch einen Abstecher nach Wien zu machen ? Oder erhofft er sich, von der (zu erwartenden) Begeisterung in Wien eine psychische Unterstützung für Berlin ?


    Genau das isses, würde ich sagen! :sev: :sev: :sev: :sev:
    lg Severina :wink:

    Ich nehme mal naiverweise an, dass der Mann kein Harakiri Kandidat und auch nciht total verblödet ist und ausserdem Stimmcoachs und Ratgeber hat.
    Natalie Dessay wurde auch schon totgesagt und singt nun nach mehreren Stimmkrisen und OPs serh erfolgrecih und vergnügt im Belcanto-Fach weiter.
    Mir sind im übrigen rein hörender und serh eigensüchtigerweise- und ich weiss schon welchen Empörungssturm ich damit auf mich ziehe- Sänger lieber,die kurze Zeit wirklich zum Steineerweichen singen als solche die mich jahrzehntelang total kalt lassen.
    Natürlich wünsche ich Rolando Villazon eine lange und gesunde aktive Opern- Karriere, aber wenn er eben -wie die Callas- der Typ ist, der an beiden Enden brennt, dann ist das so und man sollte froh sein, dass ein solcher Ausnahmetenor unter uns war und sang.
    Mich hat er mehrere Male auf der Bühne total begeistert und bewegt und unter dem Blickwinkel, dass früher oder später sowieso alles vergänglich ist, genügt mir das.


    F.Q., die schon mal einen Helm aufsetzt wg der Prügel..... :hide: 8+)


    Liebe Fairy,
    Leider scheint Villazón ziemlich beratungsresistent zu sein, das ist ja das Problem. Was mich als Erstes skeptisch machte, als er noch großartig bei Stimme war, war seine Antwort auf die Frage, ob und welchen Gesangslehrer er habe. Da meinte er ganz forsch, so etwas brauche er nicht, er kennte seine Stimme am besten. Da wurde mir ganz anders, denn ich kenne ehrlich gesagt keinen Sänger, der seine Stimmtechnik etc. nicht regelmäßig überprüfen ließe.
    Was Natalie Dessay betrifft, so hat die nach ihrer OP nach ihren eigenen Aussagen ein Jahr lang kein Wort gesprochen und zwei nicht gesungen - RV hatte seine OP im Sommer und will im März, also nicht einmal ein Jahr danach, schon wieder auftreten.
    Aber wie Du sagst, er kann nicht anders, und auch sonst bin ich ganz bei Dir: Auch mir ist eine kurze Karriere des "alten" Rolando lieber als ein neuer, der noch 30 Jahre auf Mittelklasseniveau dahindümpelt.
    lg Severina :wink:

    Ich bin auch ziemlich erschrocken, als ich die Comebackankündigung für den 22. März gelesen habe, denn so sehr ich mich freue, diesen Ausnahmekünstler endlich wieder erleben zu dürfen - das kommt viel zu früh :shake: :shake: Aber wer RV kennt, weiß, dass er ohne Bühne nicht leben kann, dafür riskiert er wohl lieber einen dritten Absturz.....
    Natürlich hat Brunello recht, dass ein kleineres Haus klüger wäre für einen Neubeginn, andererseits war mir klar, dass Villazón ebenso wie nach der ersten Krise seine "Auferstehung" an der WSO feiern wird. Es herrscht eben eine besondere "Liebesbeziehung" zwischen ihm und dem Wiener Publikum, hier fühlt er sich sicher und weiß, dass er notfalls auf einer Sympathiewelle ins Ziel getragen werden wird (wie schon im Jänner 2008) und 1700 Daumen gedrückt sein werden - und das wird er dringend brauchen, fürchte ich....
    Warum er nicht Romeo singt? Nun, der steht in dieser Saison nicht auf dem Spielplan. Rolando war ja ursprünglich für die "Carmen" im Mai 2010 vorgesehen gewesen, die er dann wegen seiner OP absagte, dieser "L'elisir" stand nie auf seinem Terminplan und ist wohl ein Entgegenkommen von Holender, damit er eben an der WSO seinen ersten Gehversuch wagen kann.
    lg Severina :wink:

    Amici!!!
    Nach meiner Forumsabstinenz steige ich nun wieder ins Rätselgeschehen ein und rufe "Aiuto!!!
    Frage 6 und 7 waren mir ziemlich schnell klar (positive Bestätigung von unserem Rätselmeister ist schon da), bei 9 bin ich mir relativ sicher, aber zu 8 erhellt nicht einmal der Schimmer einer Idee das Dunkel :cry: :cry: :cry:
    lg Severina :wink:

    RE: KORNGOLD, "Die Tote Stadt" Oper Frankfurt,5.Dez.2009

    Und sollte die viel gelobte Wiener „Tote Stadt“ (irgendwo) wieder auf dem Spielplan stehen,werde ich mir diese auch ansehen.


    Ich hoffe,ich hab´ den Bericht halbwegs hingebracht,denn einfach war das für mich nicht.Dazu habe ich viel zu wenig Erfahrung mit dieser Opernrichtung.



    Liebe Grüße


    yago[/quote]


    Lieber Yago,
    das würde ich Dir ganz dringend empfehlen, denn unsere Willy-Decker-Inszenerung ist wunderbar! (Und meist singt auch KFV)
    Deinen Bericht hast Du ganz prima hingekriegt! :klatsch:


    Nur eine kleine Warnung: "Lulu" ist musikalisch schon ein anderes Kaliber als die "Tote Stadt", auf Schmachtfetzen wie "Glück, das mir verblieb...." wartest Du dort vergeblich ;+)
    lg Severina :wink: