Beiträge von Erzherzog

Vom 28. Januar 2022, 13.30 Uhr bis 03. Februar 2022, 13:30 Uhr findet die 12. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme ab Freitag hier zu registrieren. Die Freischaltungen erfolgen im Laufe des Freitags, wir bitten dann um etwas Geduld.

    Adam Fischer und das Danish chamber Orchester mit Beethoven

    Die neue Gesamtaufnahme der Beethovensinfonien ist einfach grossartig, sehr temporeich, sehr dynamisch von ungeheurer Rhythmischer Wucht, sehr durchhörbar, sehr spannend, eine echte Bereicherung der Beethoven Interpretationen, so habe ich es noch nicht gehört. Für mich die neue Referenzaufnahme, sie hat all ihre Preise wirklich verdient. :spock1:

    was moderne Interpretationen angeht, so stehe ich denen generell sehr offen gegenüber wie auch ausgefallenen Interpretationen, zB finde ich die Kopatschinskaja mit dem Violinkonzert und der Kreutzersonate sehr spannend und interessant.
    Bei den Sinfonien zB finde ich gerade die HIP Aufnahmen sehr spannend und ziehe sie manchen anderen vor.


    Ich denke so kann man das nicht diskutieren, ich kann nicht rüberbringen was ich konkret meine, man müsste es direkt am Hörbeispiel diskutieren, aber das geht ja leider nicht

    mir gefällt das Quatuor Ébène nicht

    Ich habe heute im Radio Beethovens op 127 vom Quatuor Ébène gehört und muss sagen ich bin nach dem vielen Lob was man so gehört hat enttäuscht Mein bevorzugtes Quartett ist das Alban Berg Quartett. Ich fand das Quartett op 127 klang völlig anders als ich es im Ohr habe, anders kann natürlich auch Interessant und spannend sein, aber in diesen Fall war ich total enttäuscht, Vom A B ist es viel interessanter spannender ausdrucksvoller intensiver. Leider bin ich nicht in der Lage die Unterschiede von beiden Aufnahmen zu verbalisieren. :versteck1: Es klang irgendwie rhythmisch und von der Artikulation und Melodielinie völlig anders m E weit weniger kraftvoll weniger intensiv irgendwie schwammig weit weniger prägnant, (besonders beim Scherzo und da beim Trio und der grossen Steigerung am Ende des Schlussatzes)
    Kann mir vielleicht ein Fachmann, Geiger oder Cellist, sagen woran es genau liegt dass die beiden Aufnahmen so verschieden sind wie man die unterschiedliche Spielweise definieren kann. Als totaler musikalischer Laie bin ich nicht dazu in der Lage, kann nur mein Empfinden dazu wiedergeben, es ist sehr unbefriedigend wenn man die Unterschiede nicht definieren kann. :alte1:


    Vielen Dank

    August Halms Musik/Kunstverständnis und sein Beethoven und Brucknerbild

    als totaler musikalischer Laie, ja musikalisch völlig theorielos erzogener Mensch - aber leidenschaftlicher Beethoven und Musikfan - wage ich mich dennoch immer wieder auf das Feld der Musikwissenschaft und bin so jetzt auf das Beethovenbuch von August Halm gestoßen, das ich unheimlich spannend und interessant finde, obwohl ich manches hörend kaum nachvollziehen kann, da ich nie Musikunterricht hatte und nie ein Instrument gelernt habe nicht einmal singen. Mich wundert, dass ich noch nie auf eine Diskussion des Halmschen Beethoven- und Musik/Kunstverständnisses gestoßen bin. Kennt jemand von Euch das Buch oder zumindest Halms Überlegungen? Vielleich ist er ja bei Brucknerfans bekannter in der Beethovenliteratur bin ich kaum auf Erläuterungen zu Halm gestoßen, selbst im Beethovenlexikon und Handbuch etc wird nicht einmal der Name erwähnt, auch in Revolution im Konzertsaal finde ich ihn nicht, nur Geck bringt ein Zitat von ihm, aber nicht aus dem Beethoven-Buch. Hat jemand von Euch, die ihr ja meist auch Musikpraktiker seid, etwas interessante oder eine dezidierte Meinung zu sagen? Es würde mich sehr interessieren

    der Bericht ist wohl für das Internet neu aufbereitet, aber die Diagramme sind wohl nicht drin.


    Für Interessenten, ich habe den Bericht als pdf mit den Diagrammen
    und selbst ein EXCEL angelegt mit den Sinfonien, Klaviersonaten, den Streichquartetten und den Diabelli-Variationen von ca 10-12 Interpreten und ihren Zeiten
    erreichbar unter Ulrich.voelkening bei t-online

    Ich möchte noch einmal für alle Interessenten die an Tempofragen interessiert sind auf die oben erwähnte Studie hinweisen, da ich sie inzwischen gelesen habe und auch der Meinung bin, dass sie sehr interessantes zum Thema enthält ,so werden Einspielungen über den Zeitablauf von 1920 bis heute untersucht und Entwicklungstendenzen etc aufgezeigt. Zudem sollen da auch noch weitere Studien zu dem Thema durch geführt werden.
    Eine Untersuchung zu Tempi bei Beethoven gibt es hier


    Heinz Loesch und Fabian Brinkmann
    Tempomessungen in Klaviersonaten Ludwig van Beethovens
    vollständig abgedruckt hier:
    "https://www.sim.spk-berlin.de/_tempomessungen_bei_beethoven_1317.html"
    das ist die Bibliothek des staatlichen Institutes für Musikforschung Berlin, die Seite scheint nicht immer erreichbar zu sein, vielleicht nur zu Bibliothekszeiten?

    Eine Untersuchung zu Tempi bei Beethoven gibt es hier


    Heinz Loesch und Fabian Brinkmann
    Tempomessungen in Klaviersonaten Ludwig van Beethovens
    vollständig abgedruckt hier:



    "https://www.sim.spk-berlin.de/_tempomessungen_bei_beethoven_1317.html"


    Ich versuche verzweifelt an die Musikkonzepte 77 mit dem Kolisch-Artikel zu kommen schon 2 mal hat man es mir kurzvorher weggekauft
    sonst ist es nicht mehr im Netz zu finden.


    Hat es vielleicht jemand von Euch doppelt oder brauch es nicht mehr. Ich würde es gerne abkaufen

    korrektur

    Ich meinte natürlich nicht dass Du etwas behauptest, sondern die Behauptung die durch die Presse geht und immer mal wieder aufgestellt wird.
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    Ja, würde mich auch mal sehr interessieren wie seriös das ist, letztlich wäre das optimale aber wenn jemand mal alle von Kolisch benannten Beethovenwerke mal mit dem entsprechenden Tempo spielen würde dass man sich selbst an Hand der Klangbeispiele ein Bild machen kann, deshalb mein Versuch Kolisch Einspielungen zu bekommen.
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    und natürlich allen vielen Dank für die Tipps zu Einspielungen

    einfach Klasse die ideale Kampfansage an alle oberflächlichen Kitschversionen
    :spock1:
    kannst du mir ne Info schicken wenn du mal im Rhein/Main Gebiet auftrittst
    Habe mir auch anderes angehört, deine Musik macht einfach Spass.
    Es gibt gerade im Kleinkunstbereich so viele tolle Sachen die leider wenig bekannt sind.
    ich wünsche Dir jedenfalls noch sehr viel Erfolg :verbeugung1: :verbeugung1: :clap: :clap:

    Bitte um Infos

    Da hier nach Einspielungen mehrerer Beethoven-Quartette, nicht nur von op. 135, gefragt ist, wurde dieser Beitrag mit den zugehörigen Antworten hierher verschoben. Braccio


    Ich habe mir gerade die Musikkonzepte mit dem Kolisch-Artikel bestellt und suche jetzt nach Einspielungen der Quartette mit dem Kolisch-Quartett, im gesamten Internet habe ich nichts gefunden nur Schönberg und Schubert.
    Weiss jemand von Euch ob es Einspielungen gibt und wo man die bekommen kann oder hat selber welche und würde MP3-Kopien davon weitergeben?
    Oder welche Quartette kommen den Überlegungen Kolischs was Tempo und Spielweise angeht am nächsten?


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    Zu den Blüten der Beethovenrezeption:
    Hier mal ein Zitat zu einem recht abstrusen Diskussionsbeitrag aus dem Beethovenjahr 1970


    Eine adäquate Interpretation beispielsweise von Beethovens Violinkonzert käme einer Kampfansage an die katpitalistische Klassengesellschaft gleich.
    Hansjörg Pauli in Beethoven 70 (S- Fischer 1970) S. 30

    viel neues erfahren

    Ich als absoluter Beethoven-Freak habe im Beethovenjahr einiges neue erfahren.
    So gibt es im POP-Museum in Gronau eine Ausstellung "Ludwig lebt"
    und im Beethovenhaus Bonn "Zündstoff Beethoven" (Rezeptionsdokumente aus der Paul Sacher Stiftung) die beide einen hervorragenden höchst informativen lohnenswerten Katalog haben.
    Die beide zeigen wie sehr Beethoven bis in die heutige Zeit wirkt, letzterer auf moderne Komponisten (Schönberg bis Ligety und Lachenmann)
    und ersterer auf die POP-Musik z.B. Wolff Hoffmann und die Band ACCEPT (Heavy metal, sie spielen u.a. in Wacken) W Hoffmann der wirklich gute Beethovenbezüge in seiner Musik hat und selbst ein begeisterter Freund Beethovenscher Musik ist.
    Man sieht, Beethoven hat uns auch heute noch sehr viel zu sagen.


    Beide Ausstellungen werden 2021 noch besuchbar sein. Gronau Ende März bis Oktober, zu Bonn kann ich nichts genaues sagen.


    Aber ich denke das interessanteste sind die Kataloge mit hervorragenden Artikeln


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    nicht aus den Katalogen, aber trotzdem
    Zu den Blüten der Beethovenrezeption:
    Hier mal ein Zitat zu einem recht abstrusen Diskussionsbeitrag aus dem Beethovenjahr 1970


    Eine adäquate Interpretation beispielsweise von Beethovens Violinkonzert käme einer Kampfansage an die katpitalistische Klassengesellschaft gleich.
    Hansjörg Pauli in Beethoven 70 (S- Fischer 1970) S. 30

    Ich muss doch auch garnicht bezahlen und in ein Konzert gehen Ich kann auch Radio hören und da gibt es viele Angebote durch viele Sender.
    Ich jedenfalls habe mit ca 15 Jahren durch das Radio zu klassischer Musik gefunden (das zufällige Hören eines klassischen Musikstücks reichte). In meinem gesamten Umfeld gab es niemand der für mein Interesse Verständnis hatte und trotzdem habe ich mit immer grösserer Begeisterung klassische Musik gehört. Ich war sogar JUSO mit Begeisterung für klassische Musik.
    Jeder kann also auch ohne Geld jederzeit Zugang zu Musik aller Art finden-

    Agthe, Carl Christian

    Ein Komponist der in der Mozartzeit am Hof des Fürsten zu Anhalt-Bernburg in Bernburg und Ballenstedt bis 1797 lebte und arbeitete- Er schrieb Opern Sinfonien und Konzerte und wurde wie Mozart nur 35 Jahre alt. Ich weiss leider auch nicht mehr als das was man dazu in Wikipedia findet.
    Gestern habe ich in einem Konzert seine Sinfonie Nr. 11 gehört und war sehr angetan.
    Wer an einer CD mit Sinfonien des Komponisten interessiert ist siehe meinen Beitrag in Aktuelles und Nachrichten ...Siehe hier

    C. Ch. Agthe: Der Mozart des Harz hat 220. Todestag - Dazu CD der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie

    Die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie Schönebeck veröffentlicht eine CD mit Sinfonien von Carl Christian Aghthe, den manche auch als Mozart des Harz bezeichnen. :clap: :top:
    Die CD wird am 1.12.17 präsentiert.
    Er wurde wie Mozart nur 35 Jahre alt und schrieb Opern Sinfonien Konzerte etc Er wirkte am Hof des Fürsten zu Anhalt-Bernburg, gestorben heute vor 220 Jahren (27.11.1797)
    siehe auch Wikipedia.
    Ich habe gestern im Konzert in Bernburg eine der Sinfonien gehört (Nr. 11) und denke, dass es sehr schöne Musik ist.
    Wer die CD - die auf 1500 Exemplare limitiert ist - haben möchte muss sie dort bestellen.
    Mitteldeutsche Kammerphilharmonie gGmbH
    Tischlerstrass 13.a
    39218 Schönebeck (Elbe)