Suchergebnisse

Suchergebnisse 1-40 von insgesamt 1.000. Es gibt noch weitere Suchergebnisse, bitte verfeinern Sie Ihre Suche.

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Zitat von thomathi: „Nikolaus Bachler zum Intendanten der Salzburger Festspiele “ Wohlgemerkt: der Salzburger Osterfestspiele. Diese haben nichts mit den großen Salzburger Festspielen im Sommer (und deren kleinem Ableger an Pfingsten) zu tun - außer dass sie eben auch in Salzburg stattfinden. Die Osterfestspiele dauern nur 8-9 Tage und beschränken sich auf eine Opernproduktion (zwei Aufführungen) sowie eine Reihe von Konzerten. Sie sind bekanntlich eine Schöpfung Karajans und wurden lange überwi…

  • VERDI: Falstaff - Kommentierte Diskografie

    Zwielicht - - Oper

    Beitrag

    Zitat von Braccio: „Übersetzt Du auch andere Fremdsprachen? “ Ja, aber Amfortesisch ist meine Spezialität. Qualifikation: mehrjähriges Fernstudium in Foren und Auslandsaufenthalt im Gralsgebiet. Wenn die Moderation schon mal da ist - könntet Ihr vielleicht den Beitrag von Amfortas und die sich darauf beziehenden Postings in den Falstaff-Diskographie-Thread verschieben? Der hier: VERDI: Falstaff - Kommentierte Diskografie Wie b-major ja schon angemerkt hat, hatte Rideamus seinerzeit bewusst zwei …

  • VERDI: Falstaff - Kommentierte Diskografie

    Zwielicht - - Oper

    Beitrag

    Zitat von Armin Diedrich: „Gibts das auch in verständlich? “ Bittesehr: Ich habe bei Youtube einen Stereo-Livemitschnitt des Falstaff unter Leitung von Lorin Maazel gefunden, der ausgesprochen vital und präsent klingt: youtube.com/watch?v=qFuYBULEpZs Das Orchester spielt gleichermaßen entspannt und intensiv, filigran und locker, ohne dass die schwermütigen Elemente der Oper zu kurz kämen. Dieser Stil erinnert an den Livemitschnitt unter Muti. Freunde des Gesangsstils von Fischer-Dieskau (weniger…

  • Ich dachte immer, jeder der sich auf den Rücken eines Pferdes setzt und sich dann ohne Zweck, mit interesselosem Wohlgefallen irgendwie fortbewegt, treibt Pferdesport. Aber dass Beethoven schon mit dem Fahrrad gefahren ist, zeigt, wie stark er noch in seinen letzten Lebensjahren dem Fortschritt verbunden war. Ich sehe ihn bildlich vor mir, mit seiner Draisine laut fluchend durch die Pfützen der Dorfstraße von Gneixendorf radelnd...

  • Zitat von Hudebux: „Oder sah er es einfach als wünschenswertes Verkehrsmittel? “ Naja, Beethoven schreibt immerhin: "öfter reiten und überhaupt weite Exkursionen machen, da dies so gute Wirkung auf mich hat, besonders was man Luftveränderung nennen kann". Mozart hat ja zeitweise auch ein Pferd besessen, was Wolfgang Hildesheimer zu großer Verblüffung Anlass gab (sinngemäß: Kann man sich Mozart auf einem Pferd vorstellen?).

  • Aus der Abteilung unnützes Wissen: Michael von Erdelyi berichtet in seinem Standardwerk Beschreibung der einzelnen Gestüte des österreichischen Kaiserstaates, nebst Bemerkungen über Hornviehzucht, Schafzucht und Ökonomie (1827), dass Erzherzog Rudolph in Mähren ein Gestüt zur Pferdezucht betrieben hat. Immerhin! Aber auch Beethoven war dem Pferdesport nicht abgeneigt. Auf einem Skizzenblatt notierte er am 8.10.1810: "In der Hofzeitung vom 6. October 1810 sind eine Menge interessanter Landhäuser …

  • Zitat von Felix Meritis: „dass Rudolph standesgemäß auf einem Esel reiste “ Wie Jesus? Dann hätte Beethoven die Missa solemnis gleich à la Bruckner "dem lieben Gott" widmen können.

  • Zitat von Felix Meritis: „Zwielichts erste These kann ich widerlegen, denn als gelernter Österreicher erkenne ich in dem Pferd einen Haflinger, eine kaltblütige Rasse, die zum Ziehen von Wägen und Fuhrwerken genutzt wird. “ Gut, dann hat der Haflinger vielleicht die Kutsche abgehängt, in der Erzherzog Rudolph sich jetzt frierend in seinen Mantel hüllt.

  • Zitat von bratwurst: „Wegen der großen Nachfrage gibt es zwei zusätzliche Vorstellungen: 11.11. und 30.12. “ Beachtlich, wenn man bedenkt, dass bei der Premiere viele Plätze (bestimmt ein Drittel - obwohl ja schon der Chor viel Raum einnimmt) nicht besetzt waren. Was zeigt, dass dieses Werk auch bei einer, nunja, nicht optimalen Realisierung ein Publikumserfolg werden kann.

  • Ist Erzherzog Rudolph abgeworfen worden? Oder irrt er jetzt verwandelt als Pferd durch die niederösterreichische Steppe? (Kein hässliches Cover, aber ein rätselhaftes...)

  • Zitat von Braccio: „Jedenfalls ist diese Symphonie doch die erste, die mit einem langsamen Satz und noch dazu in einer emotionalen Katastrophe endet, oder? “ Soweit ich sehe, ja. Mahlers Dritte (mit langsamem, eher "verklärendem" Satz am Ende) kommt wenige Jahre später. Ein paar Jahre früher (1886/88) gibt es Draesekes dritte Sinfonie (Symphonia Tragica), mit deutlich "tragischem" Ende, allerdings in der Form eines schnellen, monumentalen, brucknerhaft resümierenden und Themen übereinandertürmen…

  • Allein der einsame Tamtamschlag nach der finalen Katastrophe des vierten Satzes ist in der Musiksemantik des 19. Jahrhunderts ein deutliches Todessymbol, verstärkt noch durch den kurzen kadenzierenden Posaunenchoral danach. In die Falle, das biographisch auf Tschaikowskys bevorstehenden Tod zu beziehen, muss man dagegen nicht unbedingt tappen.

  • Eben gehört

    Zwielicht - - Musik: Erfahren

    Beitrag

    Zitat von Mauerblümchen: „Und nochmal mit El Klemp. Richard Strauss: Tod und Verklärung op. 24 Philharmonia Orchestra Otto Klemperer Fand ich sehr gelungen. Transparent auch in den dichtesten Passagen, nie den Überblick verlierend, schöne Tempodramaturgie, wie aus einem Guss. So ich mag das Werk. Erschien mir verwandt mit der natürlich noch besser klingenden Honeck-Lesart. “ Die ersten zwei Drittel finde ich bei Klemperer auch sehr gelungen, aber der postume Teil... Scheint mir gleich am Anfang …

  • Zitat von Doc Stänker: „Hallo! Der "Major" hat ja schon darauf hin gewiesen, dass Klemperer im Laufe seiner Karriere ca 7 verfügbare Einspielungen hinterlies. Davon sind die meisten Live, so eine aus dem Jahre 1957 mit dem Concertgebouw Orchestra, die deutlich spritziger ist als die aus dem Studio von 1960. Till war zu der Zeit, 1956 1957 Bestandteil seines Standardrepertoires, daher gibt es Aufnahmen aus Turin, Berlin und eben Amsterdam. Ich kenne nicht viel von Strauss, weil ich ihn und seine …

  • Zitat von Felix Meritis: „Trotzdem ändert das nichts an der Tatsache, dass eine dem Publikum vertraute Tonsprache, die ihre etablierten Assoziationsmuster hat, dazu genutzt wird, um eine Handlung darzustellen “ Eine Tonsprache, die sich "etablierter Assoziationsmuster" bedient, ist doch aber nun wirklich kein Strauss'sches Spezifikum. Das sind klangliche Topoi oder wie auch immer man das benennen will - ein prägendes Merkmal von Musikgeschichte. Getragene und/oder drohende Posaunenklänge stehen …

  • Zitat von Felix Meritis: „Der drohende Ton des Gerichts erinnert an den Komtur “ Klar, die Gerichtsszene erinnert an Mozarts Don Giovanni - ein musikalisches Zitat, das u.a. zur Reflexion über die Ähnlichkeit der (außerhalb der Gesellschaft stehenden) Figuren Don Giovanni und Till Eulenspiegel anregt. Das ist etwas völlig anderes als die bloße Wiederholung einer "Formel".

  • Zitat von Felix Meritis: „mit allgemein bekannten musikalischen Formeln, die jeder wiedererkennt “ Welche sollen denn das im Till genau sein? Und wo genau wären sie schon so häufig vorgekommen, dass sie "jeder" gleich wiedererkennt? Zitat von Felix Meritis: „Vorwurf der Kindermusik “ Der Vergleich mit den genannten Werken von Prokofiev und Britten ist schon deshalb absurd, weil das Werk von Strauss musikalisch eben nicht episodisch angelegt ist, sondern eine komplexe Form (gespeist aus der ständ…

  • Zitat von Felix Meritis: „Dass es sich nicht nur um Aneinanderreihung von "banalen Handlungsfetzen" handelt, müsste hingegen noch diskutiert werden. “ Habe ich bereits diskutiert. Zitat von Felix Meritis: „Ich habe den Tiefsinn des Werks “ Viel Spaß beim Tauchen nach dem ewigen deutschen Tiefsinn...

  • Eigentlich finde ich ja, dass sich im Lauf des Threads einiges an Diskussionsstoff über Charakteristika, Rezeption, unterschiedliche Bewertung (und natürlich auch Aufnahmen) des Werks angesammelt hat, den man ergänzen oder zu dem man Stellung nehmen könnte.

  • Eben gehört

    Zwielicht - - Musik: Erfahren

    Beitrag

    Gerade über Kopfhörer am PC, durch ein Versehen für einige Sekunden simultan: Christian Lindner zur Hessenwahl und Marjana Lipovsek/Philadelphia Orchestra/Sawallisch mit "Im Treibhaus" aus Wagners Wesendonck-Liedern in der Henze-Orchestrierung. Jetzt nur noch das Treibhaus.

  • Elektro-Doping im Opernhaus

    Zwielicht - - Aufführungspraxis

    Beitrag

    Zitat von Knulp: „und sich eben nicht so dumm geäußert hat wie oben dargestellt “ Darüber kann man sich streiten. Fakt ist, dass Weikl nur auf der Grundlage der Rezeption audiovisueller Übertragungen von Aufführungen die Behauptung aufgestellt hat, dass in diesen Aufführungen elektroakustisch verstärkt würde. Weikl schließt ausschließlich aus der ihm ungünstig erscheinenden Körperhaltung oder Positionierung von Sängern, dass man vom Gesang der derartig plazierten Sänger im Haus selbst ohne Verst…

  • Ich war bei dem besprochenen Konzert dabei und kann bezeugen, dass die Zweite von Brahms gespielt wurde . Außerdem versichere ich, dass weder die ersten 41 bzw. ca. 55 Takte des Kopfsatzes noch die ersten 22 Takte des Finales von Petrenko als eine "langsame Einleitung" interpretiert wurden, sondern von Anfang an ein - in beiden Sätzen vergleichsweise zügiges - Grundtempo herrschte (möglicherweise mit geringen Modifikationen, aber dafür lege ich nach zwei Wochen nicht mehr meine Hand ins Feuer). …

  • Elektro-Doping im Opernhaus

    Zwielicht - - Aufführungspraxis

    Beitrag

    Aus der Presseschau hierher zitiert, weil es eh um diesen Thread geht: Zitat von brunello: „Die uralte Diskussion über Mikros in Opernaufführungen wird jetzt im Zusammenhang mit Aussagen von Bernd Weikl (für die Jüngeren unter uns: ein einstmals durchaus hörenswerter Bariton) in einem österreichischen Online- Kulturforum exhumiert. onlinemerker.com/forum/onlinem…eikl-und-mikrophonierung/ “ Bernd Weikl, der ja in den letzten Jahren durch so manche Absonderlichkeit aufgefallen ist, hat sich in let…

  • Zitat von Knulp: „Die Frage beantwortend, weshalb mir das Werk keine Freude bringt, läuft es wohl darauf hinaus, dass die Musik für mich auf eine bloße musikalische Bebilderung von sehr schlichten Handlungsfetzen hinausläuft “ Das ist ja einer der gebräuchlichsten und auch ältesten Vorwürfe gegen Strauss' Symphonische Dichtungen. Ich stimme ihm aus zwei Gründen nicht zu. Erstens bewerte ich die zweifellos vorhandene und wichtige programmatische Ebene anders. Eine Formulierung wie "bloße Bebilder…

  • Aufführungsgeschichte des Vorspiels

    Zwielicht - - Oper

    Beitrag

    In den Rätselthread "Komponisten über Komponisten" habe ich eine Passage aus einem Brief eingestellt, den Clara Schumann am 31.3.1859 an Johannes Brahms geschrieben hatte: In Wien hörte ich einmal Lohengrin und begreife gar zu gut, wie solche Oper die Menschen betört. Das Ganze ist voller Romantik und fesselnder Situationen, und zwar so, daß selbst der Musiker auf Augenblicke die greuliche Musik vergißt, obgleich mir Lohengrin im ganzen erträglicher als Tannhäuser, in dem er sich an Greueln ersc…

  • Kempe fand ich beim Wiederhören sehr gut: pointiert und bissig, aber auch elegant. Keine lautstarke Effektparade wie bei Solti, sondern überlegt aufgebaut und gesteigert, z.B. in der Philisterszene oder der langen, programmatisch nicht näher definierten Episode vor der Gerichtsszene. Nicht jedes Forte wird zum Fortissimo. Die "schattenhafte" Episode klingt durch zurückgenommenes Vibrato der Streicher angemessen fahl, der Anfang des Epilogs wird anders, etwas zurückhaltender phrasiert als der Be…

  • Zitat von Doc Stänker: „Und wer Mahler UND Strauss mag (für mich ein Unding), der wird wohl auch mit Sinopoli warm werden. “ Nein, tut mir leid. Ich mag Mahler und Strauss, aber Sinopolis Aufnahmen sagen mir in der Regel wenig. Seine Schumann-Zweite mit den Wienern finde ich allerdings packend, gerade die bohrende Intensität der Steigerungen des Hauptthemas im Adagio.

  • Zitat von Braccio: „Hast Du denn einen klaren Favoriten für den Till? “ Meine Vorlieben wechseln zu oft und dann purzeln alte Referenzen , ist mir in letzter Zeit öfters passiert. Ich habe das Stück zum erstenmal in der Kempe-Aufnahme von einer Eterna-LP gehört, die mir mein Vater ca. 1981 als Geschenk aus der DDR mitgebracht hatte... Vielleicht lege ich das gute Stück heute mal wieder auf den Plattenteller. Sonst fliegen hier noch ein paar Aufnahmen rum, die ich hören könnte. Geht ja schneller …

  • Die gezeigten und empfohlenen Aufnahmen mit Klemperer und Solti habe ich mir jetzt mal wieder angehört. Ich finde beide nicht ideal. Solti und das CSO, wie zu erwarten, hypervirtuos, die Temposteigerungen sehr schnell angehend (Steigerung des Hornthemas am Anfang, Liebesszene), pointiert, wirbelnd, überdreht, aber oft auch sehr laut. Beim Prozess gegen Till nimmt Solti das Tempo raus und lässt das schwere Blech dröhnend aufspielen wie zum Jüngsten Gericht. Klemperer ist hier partiturgetreuer, sp…

  • Zitat von kunnukun: „wie schön Schumanns Zweite, vor allem der dritte Satz, ist “ Dieser Meinung war auch Johannes Brahms, siehe hier.

  • Zitat von Kater Murr: „Naja, dass es auch zahlreiche Ungekürzte gibt, ändert nichts daran, dass von den 20 bekanntesten und meistempfohlenen Aufnahmen vermutlich 18-19 gekürzt sind. “ Was aber allenfalls etwas über die philologische Unbekümmertheit und die grassierende Traditionsfixiertheit bei solchen Empfehlungen aussagt. Insgesamt kann man an der steigenden Anzahl der ungekürzten Aufnahmen sehen, wie die philologische Sorgfalt in den letzten ca. 30 Jahren deutlich zugenommen hat (vergleichbar…

  • Zitat von Gurnemanz: „Übrigens habe ich eben festgestellt, daß sich bei mir keine einzige Aufnahme des Konzerts findet “ Sehr bedenklich. Zitat von Gurnemanz: „Aber ich denke, ich kann damit leben. “ Noch bedenklicher.

  • Zitat von Kater Murr: „aber fast immer gekürzt “ Zitat von Gurnemanz: „Ist die mit Steinbacher die einzige ohne Striche, oder gibt es da noch mehr? “ Bevor hier noch Legenden produziert werden: Auf dieser Seite kann man nachschauen, wer das Konzert ungekürzt aufgenommen hat. Es sind grob geschätzt fast die Hälfte der Aufnahmen, jedenfalls mehrere Dutzend. Einige Geiger/innen, die außer Steinbacher das Konzert ungekürzt und ohne Auer-Varianten geben: Belkin, Bell, Benedetti, Chung (mit Dutoit/Mon…

  • Zitat von Kater Murr: „Die Kürzungen betreffen anscheinend nur das Finale. Wobei ich mir beim Kopfsatz nicht ganz sicher bin. Auer hat jedenfalls den Violinpart bearbeitet, teils angeblich "griffiger", teils aber auch noch spektakulärer gemacht. “ Ich habe jetzt mal den Kopfsatz in der Heifetz/Reiner-Einspielung angehört und in der Partitur (aus der sowjetischen Tschaikowsky-Gesamtausgabe von 1947; bei IMSLP) mitgelesen: Soweit ich sehe, gibt es nur eine Kürzung - sie betrifft nicht den Geigenpa…

  • Zitat von zabki: „genaue Auskunft könnte nur die Wagner-Gesamtausg. geben - leider nicht in meiner Reichweite “ Bei mir steht zuhause die (neue) Eulenburg-Studienpartitur, die den Text und Notentext der Gesamtausgabe wiedergibt. Da guck ich nachher mal rein. Zitat von Amfortas09: „Freunde! Seht! Fühlt und seht ihr's nicht? “ Zitat von Amfortas09: „Richtig verständlich kommt ertrinken, versinken mir nicht rüber “ »Freunde! Seht und fühlt ihr's nicht?« ist eine rhetorische Frage. Ganz wie die Jimi…

  • Die Piano-Spitzentöne sind bei Kaufmann manchmal wirklich Glückssache, wobei ich das mit der Bruststimme erzeugte, intonationsreine, fast knabenhafte (gewissermaßen "entsühnte") fis auf Blumen beim Karfreitagszauber sehr schön finde. Exzellent gelungen scheint mir aber die ganze Passage Amfortas, die Wunde: wie oft hört man hier rhythmisch ungenaues Singen, nur Annäherungswerte an die notierten Tonhöhen (z.B. bei den isolierten Tönen auf Hier, hier!) und schlechte Diktion. Kaufmann ist hier ziem…

  • Zitat von Amfortas09: „Für mein externen Tablett-Speicher hab ich aus Archiv.Org eine olle Libretto-Ausgabe von Carl Waack mit Notenbeispielen. Da stehts auch so drin. “ Hab jetzt nur Online-Libretti gecheckt. Du hast Recht: Bei einer Hoffmann & Campe-Ausgabe von 1971 (bei gutenberg.org) steht auch "starben" bei Tristan und "stürben" bei Isolde. Tristan ist schon näher am Tod als Isolde, die das zunächst nur als Möglichkeit erwägt - so könnte man spintisieren. Aber ob man diese Spiralen gerade i…

  • Zitat von Amfortas09: „Habt ihr eine Erklärung, warum bei Tristan "starben" und Isolde "stürben" steht ? “ Interessanterweise nur in der Partitur, nicht in den gängigen Libretto-Ausgaben (jedenfalls, soweit ich sehe). Aber schon vorher wird mit sterben/stürben ein richtiger Eiertanz aufgeführt - das Thema Konjunktiv im Tristan scheint doch ein größeres zu sein. Am irritierendsten Tristans Verse: Stürb' ich nun ihr, der so gern ich sterbe... bei der ich eigentlich Indikativ und Konjunktiv austaus…

  • Zitat von zabki: „Zitat von Amfortas09: „Sehr strange das Konjunktiv-Säht. “ würde ich als Verstärkung der Frage verstehen: ists denn möglich, kann es sein, daß ihr nichts säht? “ Dafür spricht auch eine Parallele im dritten Akt, allerdings in umgekehrter Reihenfolge (erst Indikativ, dann Konjunktiv). Als Tristan fieberhaft Isolde erwartet, fragt er Kurwenal erst: Siehst du sie? Siehst du sie noch nicht? Es folgt die Vision der auf wonniger Blumen lichten Wogen herannahenden Isolde - vage schon …

  • Zitat von Amfortas09: „Wer sind denn aber dann diese „Freunde“ ? “ Gute Frage. Vielleicht alle Menschen...? So im Sinne von Beethovens "Oh Freunde, nicht diese Töne"? Zitat von Amfortas09: „Sehr strange das Konjunktiv-Säht “ Finde ich auch cool. Wobei das "säht" ja bald durch "seht" ersetzt wird, als ob sich Isolde ihrer Sache allmählich sicherer würde.