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  • Und Wahlwerbespots von Melitta, Fruchtzwerge oder der SPD oder ein Film wie "Iron man", den man als propagandistisch einordnen könnte, könnten aber Kunst sein? Weil relativ harmlose Propaganda oder für die "richtige Seite"? Liegt das daran, dass man ein Interesse hat, das rechtliche Privileg der Kunstfreiheit (bzw. im anderen Thread Meinungsfreiheit) für Propaganda nicht anwenden zu müssen? Das ist m.E. zweitrangig, weil es immer Grenzfälle geben wird, die gibt es auch ohne politische Dimension,…

  • Abgesehen davon, dass ich eh genug Einspielungen haben, sind es leider vier Punkte, die für mich gegen Goebels sprechen: moderne Instrumente, Querflöte statt Oboe in #3, zweisätzige Chimärenversion von #6 (das ist zwar die Druckfassung, aber eben eine besonders irre zusammenhanglose Kopplung, die mutmaßlich der Verleger von zwei Einzelsätzen vorgenommen hat) und als überflüssige Zugabe das unechte zweite F-Dur-Konzert (statt was attraktiveres wie das Alexanderfest-Konzert).

  • Es ging aber doch viel zu sehr um die aufgesetzte PC-Message, die mit dem fade abgearbeiteten und transparenten Fall dann gar nichts zu tun hatte. Es wurde ja nicht einmal ernsthaft als falsche Fährte gelegt, dass die Homosexualität des Opfers irgendwie fallrelevant wäre, es wurde zwar ständig darüber gesprochen, aber es war irrelevant. Und das comic relief Potential des neuen lahmen Assistenten hat man anscheinend auch abgearbeitet, daher gab es diesmal viel Gebrülle, weil er so lahm war und au…

  • Der heutige Tatort war ein Tiefpunkt, was einiges heißen mag, da sich die lohnenden Folgen immer rarer zu machen scheinen. So was von platt, langweilig, alle (langweiligen) Informationen doppelt und dreifach, typischerweise wusste der Zuschauer alles längst, bis die Ermittler drauf gekommen sind. Und denkt bei der "Message" niemand mal kurz nach? (Versteckter Text)

  • Gibt es außer dem vorliegenden Thread keinen zu Bachs Klavier/Cembalokonzerten oder bin ich nur zu blöd, den zu finden?

  • Das gab es praktisch nicht. Die homosexuellen (päderastischen) Beziehungen im antiken Griechenland waren "lebensphasenbezogen". Sie bestanden nahezu? durchweg zwischen Männern und Heranwachsenden (ca. 14-20jährigen, grob zwischen Pubertätsbeginn und Vollbart). Von allen erwachsenen Männern wurde normalerweise erwartet, dass sie neben bzw. nach solchen päderastischen Beziehungen heirateten und Nachwuchs zeugten. Eine exklusiv homosexuelle Neigung war ebensowenig "vorgesehen" wie eine entsprechend…

  • "Heterosexuell" wurde vor der entsprechenden Konzeptualisierung der Homosexualität genausowenig als "Identität" verstanden. Auch ein "Normalo" konnte straucheln und schändlichen und widernatürlichen Versuchungen erliegen. Aus verschiedenen heute oft schwer nachvollziehbaren Gründen wurde manches deviante Sexualverhalten mehr oder minder toleriert oder relativ milde, "Sodomie" dagegen oft sehr scharf verurteilt. Aber nichts davon konstituierte eine Identität. (Das kann ja jeder halten, wie er möc…

  • Eben gewälzt

    Kater Murr - - Literatur: Lesen

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    Naja, ich hatte mit der Politik nicht angefangen, nur ein simples Beispiel dafür gegeben, auf welche Art heute antidemokratische Elemente völlig selbstverständlich sind und eben nicht auf irgendwelchen "Extremen" (bei neuheidnischen Metalbands oder so) zu verorten. Wie man das bewertet, ist wieder eine ganz andere Sache. Natürlich kann man das gut finden (wie es ja auch richtig ist, dass nicht mit Zweidrittelmehrheit demokratisch entschieden werden können sollte, das restliche Drittel der Bevölk…

  • Eben gewälzt

    Kater Murr - - Literatur: Lesen

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    Naja, naiv wäre doch gerade zu meinen, dass Parallelen exakt sein müssten. Wie Adorno sinngemäß sagte, er fürchte nicht den Faschisten, der wie ein Faschist aussieht, sondern den in der Maske des Demokraten. Man muss von oberflächlichen Ähnlichkeiten (etwa spezifisch germanische Mythologie statt Fantasy-Neuheidentum oder was weiß ich) abstrahieren. Und sogar von den politischen Richtungen. Wahrscheinlich sind die schon lange offen diskredierten Strömungen die weniger gefährlichen. Der heutige To…

  • Dass die Vulgärvarianten einer hundert Jahre alten Pseudo- oder gutmütiger formuliert Protowissenschaft (der Freudschen Psychoanalyse) heute zu Binsenweisheiten geronnen sind, halte ich für bestenfalls ambivalent. Ebenso deren Anwendung auf alle möglichen Kulturerzeugnisse (ich frage mich, welchen Erkenntnisgewinn man sich von einer Anwendung der Phrenologie des 19. Jhds. auf griechische Statuen oder der antiken Säftelehre auf moderne Kochkunst versprechen würde...). Aber das ist hier nun wirkli…

  • Zitat von Soprano: „Zitat von Kater Murr: „Wenn ein männlicher Opernliebhaber "eigentlich unbedingt gay" sein muss, “ Wen zitierst du da? Hat hier niemand behauptet “ Hier nicht. Ich zitierte den New Yorker Kollegen aus der Anekdote von Wieland. Bzgl. der Freundespaare ist das hier OT, aber es gibt praktisch keine Literatur der letzten 3000 Jahre, die nicht auf "gay subtext" untersucht worden ist (und wie schon andeutet wurde, wer suchet, der findet, ebenso wie vor 70 oder 90 Jahren überall freu…

  • Also ich sehe hier leider eher die Verfestigung von Klischees. Wenn ein männlicher Opernliebhaber "eigentlich unbedingt gay" sein muss, ein Fußballer unbedingt straight (und bei der Fußballerin wieder andersrum), wenn es extra Opern/Museums/Stadtführer usw. für Frauen, Homosexuelle, über 60 oder unter 20jährige gibt, ist doch die Botschaft gerade nicht, dass solche Merkmale so egal wie die Augenfarbe oder die Lieblingsfarbe sein sollten. Wenn man Freundschaften nicht mehr ohne sexuellen Unterton…

  • Jeden Tag ein Streichquartett

    Kater Murr - - Musik: Erfahren

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    Bei den Spieldauern muss man bei diesem Werk allerdings aufpassen bzw. nachhören, da der Trackwechsel zwischen 3 und 4 manchmal unterschiedlich gesetzt ist, also nicht unbedingt exakt bei Einsatz des Allegro molto, sondern manchmal schon vorher. (Ich habe mindestens eine CD, bei der das der Fall ist). Und Wdh. im Kopfsatz kann weggelassen werden, aber die sollte bei allen neueren Aufnahmen dabei sein.

  • Eure absolute Lieblingsoper

    Kater Murr - - Oper

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    Salieri war immerhin einer der einflussreichsten LEHRER seiner Generation mit mehr prominenten Schülern als irgendeiner der großen Klassiker. Ist allerdings nicht unbedingt direkt mit der Qualität seiner Kompositionen verknüpft. (Beckenbauer war vermutlich ein besserer Spieler als Trainer, Löw ist ganz sicher ein besserer Trainer als er Spieler war.)

  • Eben geglotzt

    Kater Murr - - Film etc. - Werke

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    Meiner Erinnerung nach fand ich den Grundplot der 5. Wire-Staffel extrem unplausibel, geht eher in Richtung Satire. D.h. ich fand daran am besten, was noch mit den "alten" Charakteren geschieht, nicht die Presse-Haupthandlung. Ich habe die Serie allerdings nie wieder gesehen, d.h. seit ca. 10 Jahren nicht. GoT ist überhaupt kein Vergleich. Das ist dagegen ziemlich flacher Mist, geadelt durch eine spektakuläre Ausstattungsorgie und ein paar gute Schauspielerleistungen. Verschlechtert gegenüber de…

  • Eben geglotzt

    Kater Murr - - Film etc. - Werke

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    Ich fand die erste Staffel schon so problematisch, dass ich die Serie mehrere Jahre lang komplett boykottiert habe. Leider ist die zweite fast noch schlechter (die komplette Änderung der mysteriösen "House of the Undying"-Episode in flachen Schrott vielleicht der Tiefpunkt). Irgendwann habe ich dann doch nachgegeben und peu a peu bis zu Tyrions Flucht geguckt und den Rest eher nicht mehr, um nicht total gespoilert zu werden. @Garcia. Die Buchserie ist weit besser als 08/15 Fantasy. Das will aber…

  • Eben geglotzt

    Kater Murr - - Film etc. - Werke

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    Die Fernsehserie ist so gekürzt und hektisch, dass mich wundert, wie Leute, die die Bücher nicht kennen, da überhaupt durchblicken. Von der Ausstattung natürlich toll gemacht und einige Schauspieler sind auch sehr gut (etwa Joffrey, der sadistische Blonde, der Ende der ersten Staffel den Thron besteigt). Ein bißchen viel auf Sex und Blut fokussiert. Die ersten drei Bücher gehören wohl schon zu besten Fantasy der letzten Jahrzehnte, danach gehts deutlich bergab (es fehlt dem Autor an einem guten …

  • Eben geglotzt

    Kater Murr - - Film etc. - Werke

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    Da ich die wohl vergebliche Hoffnung hege, dass irgendwann mal die restlichen Bücher (ich hatte die Reihe einige Monate, bevor die Verfilmung begann, gelesen) erscheinen werden und ich von der Serie eh nicht so begeistert war, habe ich sie etwa beim Stand Ende des 3. Buches (ganz genau kann ich es nicht sagen, die beiden grausamen Hochzeiten und das Verfahren Tyrions habe ich noch gesehen) die Fernsehserie abgebrochen. Zwar ist es nahezu unmöglich, den Spoilern zu entgehen, aber gesehen habe ich…

  • Natürlich gab es "Bildungsbürger" im 17.+18. Jhd. selbst wenn der typische erst dem 19. entstammen mag. Z.B. die Professoren der Universitäten, die Gymnasiallehrer, Beamte/Juristen, Ärzte, Pfarrer, selbst ein prekärer Schreiberling/Journalist wie Matthias Claudius war ein Bildungsbürger. Und auch nichtakademisch geprägte Kaufleute usw. (also eher "Besitzbürger") waren oft durchaus bildungsbeflissen. Ein bißchen später (1820er/30er), aber in der Paganini-Episode in "Florentinische Nächte" macht s…

  • Que será, será. hora incerta. Mal wieder jemand, von dem ich gar nicht wusste, dass sie noch lebte... Neulich (Ostern rum) North by Northwest gesehen und dabei auch an den Mann, der zuviel wusste gedacht und sich drüber unterhalten. (Nach längeren Pausen tendieren diese beiden, sich bei mir im Kopf zu vermengen, ähnlich wie "Charade" und "Arabeske" und die meisten Bond-Filme mit Roger Moore ebenfalls)

  • Habe vor ein paar Tagen nochmal op.33 komplett mit dem Cuarteto Casals angehört (allerdings ohne Vgl. mit einer anderen Interpretation) und was ich oben etwas kritisch anmerkte, sollte nicht zu negativ verstanden werden. Das ist ohne Zweifel eine Spitzenaufnahme und sehr empfehlenswert, nur mir stellenweise ein bißchen eindimensional auf Schlankheit und Tempo getrimmt. Gerade bei dem (für mich) Spitzenwerk op.33/3 ist mir nicht nur der Kopfsatz zu hektisch, sondern auch der "verhangene" Charakte…

  • Eben gewälzt

    Kater Murr - - Literatur: Lesen

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    Dostojewskij echte Verzweiflung und tiefe Spiritualität mit dem geschmäcklerischen Pseudo-Buddhismus von Siddharta in einem Topf tut mir schon etwas weh, nicht zu reden von der packenden Dramatik der Romane. Wobei ich Dostojewskij auch seit Jahren nicht mehr gelesen habe und das meiste auch schon ca. 17-22, aber etliches schon mehrfach und auch noch mit Ende 20 (vor "gut 10 Jahren" ) nochmal, so dass ich eigentlich nicht glaube, einer jugendlichen Schwärmerei zum Opfer gefallen zu sein. Auch wen…

  • Eben geglotzt

    Kater Murr - - Film etc. - Werke

    Beitrag

    Ich habe "The Wire" zwar seit knapp 10 Jahren? nicht gesehen, aber damals war ich auch sehr angetan. Wobei die 5. Staffel deutlich abfällt. Eine Sache, worüber man sich danach wundert, ist, dass die USA noch so stabil sind, wie sie anscheinend sind.

  • Dann gib mal ein paar Beispiele. Routine findet man, wenn jemand mal etabliert ist, auch schon in mittleren Schaffensperioden (und m.E. weit eher dann, weil mehr geschrieben wird). Wie eben Händel und Rossini jedes Jahr zwei bis drei Opern, wovon natürlich viele Stücke oder auch ganze Opern eher Routine waren, aber praktisch gleichzeitig mit den anerkannten Meisterwerken. Oft ist es doch im Gegenteil so, dass im Alter jemand es sich eher leisten kann, auf das zu konzentrieren, was ihm wichtig is…

  • Für ein Alterswerk muss ein Komponist überdies auch alt geworden sein. Von Spätwerk im besonderen Sinne würde ich auch eher sprechen, wenn es eine Art Zäsur oder Stilveränderung oder wenigstens eine Veränderung des Fokus gibt. Also Beethoven klar, Verdi vielleicht auch, Brahms und Bach in schwächerem, aber noch erkennbarem Maße, Haydn oder Bruckner dagegen nicht. Die haben von Nuancen abgesehen einfach so weiterkomponiert wie vorher, aber die späteren oder in fortgeschrittenem Alter geschriebene…

  • Beim Italienischen weiß ich es nicht, aber Französisch (und Latein) waren im 18. und 19. Jhd. so wie heute Englisch. Mindestens eins von beiden konnte jeder ab der mittleren Mittelschicht einigermaßen verstehen. Italienisch dürfte nicht zuletzt der Musik und Kunst wegen und auch aufgrund der Bildungsreisen (Grand Tour, aber das ist dann schon eher Oberschicht) auch relativ verbreitet gewesen sein. Italienische Musiker und Musiklehrer waren in 18. Jhd. in ganz Europa verbreitet, warum sollten nic…

  • Eben gewälzt

    Kater Murr - - Literatur: Lesen

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    Ich hatte Middlemarch letztes Jahr auf englisch auf dem Kindle begonnen und bin bei 10% steckengeblieben, obwohl mir Stil und Charakterisierung gut gefallen haben. Das Problem war wohl erstens, dass in der Fremdsprache ein ohnehin eher langatmiges Buch noch "länger" wird und dass mir auch der historische Hintergrund (die sozial/politischen Differenzen bzgl. dieser Reform?) völlig fehlt. Das Dumme ist, dass ich nun vermutlich nochmal neu beginnen müsste... In den letzten Wochen habe ich einige mi…

  • Zitat von Gurnemanz: „Eben gefunden: Zitat von https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/picasso-ausstellung-der-mensch-ist-nur-einmal-alt-16173746-p2.html: „Als über Siebzigjähriger verfügt Picasso über eine Routine, die keine Probleme mehr fürchten muss. Doch gerade das kann seinerseits zum Problem werden. Was einem gar zu leicht von der Hand geht, kann auch im Resultat leicht an Gewicht verlieren. Kunst, bemerkte schon Nestroy, ist, wenn man’s nicht kann, denn wenn man’s kann, ist es ja ke…

  • Dukas hat in seinen letzten gut 20 Jahren praktisch nichts mehr komponiert und wohl auch zahlreiche Werke vernichtet. Dass Leute kaum noch etwas komponieren, aber noch relativ lange leben und unterrichten o.ä., gibt es häufiger.

  • Zitat von putto: „Eingeschränkt auf Komponisten, die mindestens 60 geworden sind, blieben: “ Rossini abgegrenztes Alterswerk, das kaum mit den Hauptwerken vergleichbar ist, daher schon ein Kandidat, aber wegen des Genrewechsels auch nicht so ganz plausibel. Berlioz ein eher spätes Hauptwerk (Trojaner), Faust so in der Mitte, der Rest eher früh, vielleicht ein Kandidat? Liszt Spätwerk, das lange (oder immer noch) eher unpopulär, aber zumindest teilweise bei Insidern geschätzt wird Offenbach Haupt…

  • Zitat von zabki: „M.W. war doch im 19. Jahrhundert die Vorstellung (Spitta), Bachs Kantatenschaffen habe in der Leippziger Zeit eine "Reifung" zu vermeintlich "späten" Choralkantaten durchgemacht. Die neuere Chronologieforschung ergab dann was völlig anderes - Bach hat sich in seinen ersten Leipziger Jahren einen ordentlichen Vorrat geschaffen, und dann das Kantatenkomponieren so ziemlich eingestellt (die m.W. späteste datiertbare Kantate von Bach ist ja etwas überraschend - die Bauernkantate (1…

  • Wenn es bei Komponisten, die sehr viel schrieben, neben herausragenden Spätwerken auch mal ein nicht herausragendes gibt, ist das noch lange keine kontroverse Beurteilung des "Spätwerks". Bei Mozart ist das aufgrund seiner Jugend eh schwierig. Aber es völlig egal, ob eine tendenziell "altmodische" Auftrags-Seria, kontrovers beurteilt wird, solange es daneben die Zauberflöte u.a. "späte" Werke gibt, die keinen "Niedergang" plausibel erscheinen lassen. Bei Wagner ist m.E. nur Parsifal spät i.e.S. …

  • Zitat von putto: „Naja, ich sehe die Tendenz eigentlich fast überall: Aufstieg vom gesichtslosen Frühwerk zur wichtigsten Phase, nachher (leichtes) Nachlassen. Je nachdem wie weit der Aufstieg geführt hat, ist der Abschluss dann auch unterschiedlich toll im Vergleich zu anderen Komponisten. Dein "guter Durchschnitt" ist mE irreführend, wenn Du damit nicht den Durchschnitt des Schaffens des gerade betrachteten Komponisten sondern den Gesamtdurchschnitt meinst, den es gar nicht gibt (was alles wir…

  • Zitat von Felix Meritis: „Zitat von Kater Murr: „Bei Bach wechseln die Schwerpunkte ja sehr deutlich mit den Anstellungen: Fast alle Nicht-Tasten-Instrumentalmusik ist aus der Köthener Zeit, die Masse der Vokalmusik aus den ersten 10 Jahren in Leipzig usw. Da kann man schon recht plausible Phasen finden und gegen Ende bleiben praktisch nur noch die eher theoretischen Tastenwerke übrig. “ Naja, so klar finde ich das eben nicht. So sind für meine Ohren die Gambensonaten stilistisch von den Sonaten…

  • Zitat von Felix Meritis: „Was war dann mit "eine Art Höhepunkt" gemeint? “ Ungefähr ebenso gut/zentral/bedeutend wie die Höhepunkte vorher. Jedenfalls keineswegs "schwach", "problematisch" oder auch nur "guter Durchschnitt". Wenn das nicht der Normalfall wäre, fiele es kaum so schwer schlagende Beispiele für Zabkis Frage zu finden.

  • Zitat von Philbert: „Zitat von Kater Murr: „Mir ist übrigens noch jemand mit "dekadenten" späteren Werken eingefallen: C.M. v. Weber. Die beiden späten Opern haben sich als "nicht zu retten" erwiesen, der Freischütz bleibt der eindeutige Höhepunkt “ Das Problem von Oberon liegt nicht in der Musik, sondern in Genre der englischen Oper. Es hat schon mehrere erfolgreiche Produktionen davon gegeben (eine sah ich unter der Leitung Gardiners in Zürich). Meine Lieblings-Aufnahme ist ein Live aus Antwer…

  • Zwischen "revolutionär" und "gut" wird ja durchaus unterschieden. Zabki hob wohl darauf ab, dass man häufig das Oeuvre eines Künstlers als Steigerung zu einem Höhepunkt oder einem Hochplateau wahrnimmt. Interessanterweise oft ohne die kulturhistorische Phase der "Dekadenz", sonst würden Spätwerke wohl nicht so selten als schwach oder problematisch eingestuft. Haydns späte Werke sind wohl kaum so revolutionär wie einige frühe um 1770, aber niemand würde sie als schwächer ansehen, sowohl die letzt…

  • Bei Bach wechseln die Schwerpunkte ja sehr deutlich mit den Anstellungen: Fast alle Nicht-Tasten-Instrumentalmusik ist aus der Köthener Zeit, die Masse der Vokalmusik aus den ersten 10 Jahren in Leipzig usw. Da kann man schon recht plausible Phasen finden und gegen Ende bleiben praktisch nur noch die eher theoretischen Tastenwerke übrig. Bei Brahms gibt es insofern ein ganz gut abgegrenztes "Spätwerk", dass er sein op.111 selbst als Abschluss gedacht hatte. Alles danach kann man wohl fraglos spä…

  • Bei Bartok gibt es aber immerhin die Emigration als auch biographische Zäsur und eine halbwegs korrespondierende Phaseneinteilung, die dann so etwas wie ein "Spätwerk" abgrenzen lässt, scheint nicht völlig abwegig. "Kontraste" ist auch nicht so richtig mild, aber ingesamt finde ich die Tendenz schon plausibel (wobei sie schon eher einsetzt, das 5. Quartett ist auch milder als das 3. usw.). Bei Mendelssohn wäre ein ähnliches Vorgehen m.E. extrem künstlich, nicht nur, aber auch wegen des frühen To…

  • Den Seriellen/12tönern war aber auch der mittlere Bartok nicht modern genug, selbst wenn er nicht als "kleiner Modernok" verspottet wurde. Die "Altersmilde", bedingt wohl auch durch die schwierige Situation in Amerika ist zwar nicht zu überhören, aber der Bekanntheit der Werke hat das ja keinen Abbruch getan; tatsächlich waren bis in die 60er das Konzert f. Orchester und das 3. Klavierkonzert ziemlich sicher die beliebtesten Werke des Komponisten. Bartok wäre aber damit vielleicht tatsächlich ei…