Suchergebnisse

Suchergebnisse 1-40 von insgesamt 1.000. Es gibt noch weitere Suchergebnisse, bitte verfeinern Sie Ihre Suche.

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Es war beim Sacre ja nicht das gesamte Publikum der Meinung, es handle sich nicht um Kunst. Einen prominenten Unterstützer hatte er jedenfalls: Debussy.

  • Zitat von bustopher: „Sie war allerdings auch seit dem ausgehenden Mittelalter ein klassisches Bettelinstrument und als solches mit fahrenden Musikanten assoziiert. Letztere standen ausserhalb der etablierten Gesellschaft - und damit wären wir bei Müllers Leiermann und sein Ausgestossen-Sein “ Im Wesentlichen ging es mir genau darum. Bettler in den vergangenen Jahrhunderten waren keine angenehme optische Erscheinung und man sah ihnen das Ausgestoßensein an. Im Übrigen denke ich nicht, dass der L…

  • Zitat von zabki: „in der berühmten großen Weihnachtskrippe von Salzillo in Murcia gibts eine erschütternde Figur eines blinden Drehleierspielers, der in völlig zerlumpter Kleidung ein zwar etwas billig wirkendes Instrument spielt “ Ja, das ist ziemlich genau das Bild, das ich bei diesem Lied vor dem inneren Auge habe. Und auch hier wieder das völlige Fehlen von Wärme: der Leiermann steht auf dem Eis.

  • Zitat von zabki: „Das Instrument des Leiermanns war allerdings ein völlig anderes als der Leierkasten (ein Orgelinstrument, also Blasinstrument letztlch), sondern eine "Drehleier", also ein Streichinstrument. “ Das stimmt wohl. Allerdings ist auch die Drehleier ein Instrument, das kaum große Fertigkeiten erfordert und praktisch von jedem gespielt werden kann. Wie kamen denn die Bettler an die Drehleiern? Vielleicht so wie später (?) an die Leierkästen, als milde Gabe durch wohltätige Stellen als…

  • Hier ist wohl nicht der Platz für ein Sexualitätsseminar, aber queer heißt nicht "schwul", sondern kann alles mögliche sein, das nicht dem propagierten Ideal des menschlichen Sexuallebens entspricht. Und ob dieses seinerseits der menschlichen Natur entspricht, oder eine kulturelle Ausformung darstellt, lasse ich mal dahingestellt.

  • Zitat von Soprano: „dass die Oper per se queer sei “ Fragt sich, ob nicht überhaupt der Mensch "queer" wäre, würden nicht zahllose gesellschaftliche Normen auf ihm lasten.

  • Also für mich war der Leiermann immer eine Art Aussätziger, ein Repräsentant des Unheils. Mit Leierkästen sind ja in früheren Zeiten v.a. Kriegsversehrte oder andere, denen das Schicksal übel mitgespielt hat, durch die Lande gezogen. Man hat zwar Mitleid mit solchen Menschen, aber man wendet sich mit Grausen ab, möchte mit diesem Aspekt des Lebens nicht konfrontiert werden. Die Hunde knurren. Ansonsten spüre ich in der Winterreise v.a. Entfremdung von den Menschen heraus (wobei die winterliche L…

  • Zitat von Caesar73: „Tatsächlich? Spannend! Ist zwar offtopic - aber was ist denn darüber bekannt? “ Nicht viel, da das Autograph (fertiggestellt bzw. fertigskizziert wurde nur der erste Satz) leider verschollen ist. Der Mendelssohnforscher Larry Todd schreibt, das Werk wäre für Antonio Piatti geplant gewesen. Dieser sah immerhin nach eigener Aussage einiges vom Entwurf.

  • Ich habe es mir jetzt mal ohne Partitur angehört und bin beeindruckt von dem Stück. Für meine Ohren handelt es sich um eine Fortsetzung des Stils, v.a. in puncto Motivik, vom Lobgesang (d.h. natürlich des Kopfsatzes!) aber mit noch mehr symphonischen Grandeur. Genaueres nach Mitlesen in der Partitur (aufgefallen ist mir z.B. ein chromatisches, aufsteigendes Motiv).

  • Lieber Gprengel, mir war das tatsächlich bekannt! Auch ein begonnenes Cellokonzert müsste irgendwo schlummern. Dein Projekt finde ich toll und ich werde auch bald reinhören!

  • Grieg hat in den letzten zehn Lebensjahren nicht mehr viel komponiert, aber mit seinen Slåtter op. 72 ein völlig neues Kapitel des Ethnizismus geöffnet. Für mich daher höchstens ein Wackelkandidat.

  • Zitat von putto: „Weitere Lexikonmeinungen: Cherubinis Requiem von 1836 eine "kirchenmusikalische Spitzenleistung schlechthin" -> kein Kandidat Spohr verliert im Laufe seines Schaffens an Originalität, die Tendenz zur "Veredlung" funktioniert nur in "niederen" Gattungen -> Kandidat “ Bei Spohr kann man zumindest sagen, dass er das selbst auch so empfand. Cherubini ist auch wegen seiner hochoriginellen Streichquartette aus seiner Spätzeit absolut kein Kandidat.

  • Zitat von Symbol: „Wohlgemerkt: als "Höhepunkte", nicht als "die Höhepunkte" (das ist ein wichtiger Unterschied)! "Cosi" und "Zauberflöte" gehören m. E. zu Mozarts besten Opern, das Klarinettenkonzert und das letzte Klavierkonzert zu den Spitzenwerken im Bereich seiner Instrumentalkonzerte, und das Requiem ist sicherlich eine seiner bedeutensten geistlichen Kompositionen. “ Kein Einwand meinerseits! Ich habe etwa die Kritisiererei am 27. KK noch nie verstanden. Die Durchführung des ersten Satzes…

  • Zitat von Symbol: „Ich würde sogar soweit gehen, in Mozarts Spätwerk kein einziges schwaches Werk auszumachen, sondern im Gegenteil diese Stücke als Höhepunkte seines Schaffens einzustufen. (Wir haben bisher übrigens auch noch das Klarinettenkonzert unterschlagen.) “ Das kann man natürlich so empfinden, wobei ich persönlich dem nicht folgen kann.

  • Ja, wobei die Zauberflöte ja auch gerne kritisiert wird. Das ist allerdings nicht meine Meinung - ich habe auch nichts gegen die späten Kammermusikwerke, im Gegenteil.

  • Zitat von Mauerblümchen: „Die Frage ist vielleicht eher, was "Alterswerk" bedeuten soll. Kann man bei Mozart und Schubert von einem "Alterswerk" sprechen? “ Die Bezeichnung hier im Thread ist ja "Spätwerk", eine Bezeichnung, die man nicht mit "Alterwerk" gleichsetzen muss. Allerdings würde ich bspw. die c-Moll Messe keineswegs als Spätwerk bezeichnen, denn sie entstand 1782. Auch bei den letzten drei Symphonien, (die ja auch nicht bedeutender sind als die früher entstandene Prager) entstanden dr…

  • Zitat von Kater Murr: „Gegen die Abgrenzung von Beethovens Spätwerk wird auch niemand anführen, dass zwischen 1814 und 1818 ja nur 4 Jahre sind und es einige Werke (wie op.101) gibt, die man so oder so einordnen könnte. “ Bei Beethoven gibt es in der Spätphase aber deutliche stilistische Veränderungen, v.a. durch die weitaus größere Rolle, die der Kontrapunkt in den Werken einnimmt, bedingt. Bei Bach kann ich so etwas eben nicht wirklich erkennen, denn bspw. die h-Moll Fuge aus dem WTKI ist abso…

  • Zitat von Kater Murr: „Zitat von Felix Meritis: „Was war dann mit "eine Art Höhepunkt" gemeint? “ Ungefähr ebenso gut/zentral/bedeutend wie die Höhepunkte vorher. Jedenfalls keineswegs "schwach", "problematisch" oder auch nur "guter Durchschnitt". Wenn das nicht der Normalfall wäre, fiele es kaum so schwer schlagende Beispiele für Zabkis Frage zu finden. “ Hätte Eclittico einfach "Höhepunkt" geschrieben, wäre meine Interpretation auch eine solche gewesen. "Eine Art Höhepunkt" impliziert für mich…

  • Was war dann mit "eine Art Höhepunkt" gemeint?

  • Haydns Pariser Symphonien oder die SQ op. 33 kein Höhepunkt? Mozarts KV 491 oder die Haydn gewidmeten Quartette kein Höhepunkt? Tristan kein Höhepunkt? Rigoletto kein Höhepunkt?

  • Zitat von Ecclitico: „Während es bei der U-Musik fast normal ist, dass das Alterswerk eine Art Höhepunkt darstellt. Zumindest bei den ganz Großen (Haydn, Mozart, Beethoven, Verdi, Wagner, etc.) “ Außer bei Beethoven kann man das mMn bei all den Genannten bezweifeln.

  • Heute habe ich bewusst die KK Nr. 11 und 12 (übrigens in der herrlichen Aufnahme von Christian Zacharias mit dem Kammerorchester Lausanne) hintereinander gehört und fand frappierend, wie unterschiedlich sie doch sind. Die Nr. 12 (KV 414) ist schon durch und durch ein mozartsches KK - so wie wir es lieben, mit berückenden Themen und jener unnachahmlichen Leichtigkeit, aber das elfte scheint mir noch ein Zwischenwerk zu sein. Die typischen mozartschen Klavierpassagen sind schon da, aber die Themen…

  • Dem würde ich zustimmen. Schon die Oberonouvertüre ist genial.

  • Zitat von Kater Murr: „Bei Bach wechseln die Schwerpunkte ja sehr deutlich mit den Anstellungen: Fast alle Nicht-Tasten-Instrumentalmusik ist aus der Köthener Zeit, die Masse der Vokalmusik aus den ersten 10 Jahren in Leipzig usw. Da kann man schon recht plausible Phasen finden und gegen Ende bleiben praktisch nur noch die eher theoretischen Tastenwerke übrig. “ Naja, so klar finde ich das eben nicht. So sind für meine Ohren die Gambensonaten stilistisch von den Sonaten BWV 1014-1019 nicht so kl…

  • Wobei man sagen muss, dass im 20. Jahrhundert natürlich nicht wenige Komponisten bewusst ihren Stil gewechselt haben. Hindemith, Bartók, Schönberg und Strawinsky - und auch weniger führende wie Prokofjew - haben in bestimmten Phasen ihrer Karrieren begonnen, anders zu komponieren. Nur ist das nicht unbedingt (außer vielleicht bei Strawinsky) mit einem Spätstil gleichzusetzen.

  • Zitat von Kater Murr: „Letzteres ist außer in Extrem- oder Modellfällen sowieso meistens eine starke Idealisierung, aber manchmal passt es schon ganz gut, manchmal eigentlich gar nicht. “ Meiner Meinung nach gibt es relativ wenige Komponisten, auf die das so recht zutrifft. Auch bei Bach bin ich nicht sicher, denn als extremes Interesse für Kontrapunkt könnte man ja bereits das WTKI sehen. Auch die Orgelwerke entstanden ja eher früh, während manche spätere Werke wie die Gambensonaten den Kammerm…

  • Zitat von Kater Murr: „Den Seriellen/12tönern war aber auch der mittlere Bartok nicht modern genug, selbst wenn er nicht als "kleiner Modernok" verspottet wurde. Die "Altersmilde", bedingt wohl auch durch die schwierige Situation in Amerika ist zwar nicht zu überhören, aber der Bekanntheit der Werke hat das ja keinen Abbruch getan; tatsächlich waren bis in die 60er das Konzert f. Orchester und das 3. Klavierkonzert ziemlich sicher die beliebtesten Werke des Komponisten. Bartok wäre aber damit vi…

  • Zitat von zabki: „aber das dritte Klavierkonzert finde ich ein Meisterwerk und ein ganz tolles Beispiel, wie ein scheinbar gefällig-entgegenkommendes Klangbild mit schärfstem Stift und sicherster Hand gezeichnet sein kann. “ Das finde ich allerdings auch! Wobei ich hier das KfO und das KK3 als Früchte desselben Baumes ansehe.

  • ad Gurnemanz: Ich schrieb ja nur, ich könne die Argumentation nicht nachvollziehen. Für mich ist das Konzert für Orchester ein gewaltiges Meisterwerk, das ich immer wieder mit Begeisterung höre. Die ästhetische Position Boulez' ist daher für mich nur von theoretischem Interesse. Mit Leibowitz hab ich mich zugegebenermaßen noch nicht beschäftigt.

  • Das Klischeebeispiel in der musikwissenschaftlichen Betrachtung war ja Mendelssohn, dessen kompositorischen Leistungen aus der zweiten Lebenshälfte nur noch ein Schatten derer aus seiner ersten Lebenshälfte gewesen sein sollen. Das war für mich immer schon schwer nachzuvollziehen, wird aber heutzutage ohnehin kaum mehr behauptet. Ein weiterer Kandidat wäre Bartók, bei dem manche - etwa Boulez - seinem Spätwerk ein geringeres Maß an Kreativität und Energie konstatieren. Auch das kann ich nicht na…

  • Stimmen die zu früh schwiegen

    Felix Meritis - - Sänger

    Beitrag

    Uusitalo scheint noch regelmäßig in Finnland als Liedsänger aufzutreten. Seine internationale Karriere dürfte er beendet haben. juhauusitalo.com

  • Zitat von Quasimodo: „Dennnoch: Sprechen wir hier nicht von außerordentlich seltenen Fällen? “ Das denke ich auch. Bis auf das Gehuste (und bei Opern Gezische), habe ich selten etwas wirklich störendes erlebt. Eine Ausnahme waren während einer Aufführung von Mendelssohns Schottischer zwei dauerquatschende Besucher hinter mir. Als ich mich schließlich mit finsterem Blick umdrehte, musste ich die Präsidentin der Salzburger Festspiele mit ihrem (in Österreich sehr bekannten) Vater entdecken. Da mus…

  • Zitat von Sadko: „Ich weiß, aber das Hauptproblem ist ja nicht der Unterricht an sich (das kommt auf den Lehrer an, inwiefern er Autorität ausstrahlt, und welche Klasse man erwischt), sondern die Pausen. Da ist der Lärmpegel sehr hoch. “ Wirklich? Bei uns gab es pro Stockwerk eine Lehrkraft als Gangaufsicht, der Rest der Lehrer hat während der Pausen Kaffe getrunken und/oder Zigaretten geraucht. Ich glaube, die (Gymnasial)LehrerInnen sind in dieser Hinsicht sehr deutlich näher bei den erwähnten …

  • Zitat von Sadko: „Ja, das ist, wie ich finde, eine schöne ausgleichende Position! Lehrer bewundere ich übrigens dafür, dass sie es aushalten, den ganzen Vormittag einem hohen Lärmpegel ausgesetzt zu sein. Ich denke, wer in einen leisen Büro sitzt, kann sich die Bedingungen, unter denen Lehrer ihre Arbeit erledigen, schwer vorstellen. “ Schon witzig, wie sich der schulische Alltag in den letzten 20 Jahren gewandelt hat! Zu meiner Zeit war es unter Androhung von ernsthaften Konsequenzen verboten, …

  • Zitat von adriano: „Mein Freund Francesco d'Avalos (1930-2014) war ein steinreicher Aristokratiker, so konnte er alle seine ASV-Aufnahmen 100% finanzieren, die hätten damals diese Summen nicht auftreiben können für Gesamtaufnahmen von Brahms, Martucci und Clementi - und dies noch mit dem Philharmonia Orchestra “ Ah, das ist wirklich erhellend. Ich hatte mich immer schon gefragt, weshalb das Philharmonia so eine Nischeneinspielung wie die Clementisymphonien macht. Inzwischen gibt es schon ein paa…

  • Das deckt sich eigentlich nicht mit meinen Beobachtungen. Es gibt Leute, die wiederholt reden während der Aufführung und auf einen Zischen hin höchstens ein paar Minuten lang ruhig sind. Dann geht der Zyklus wieder los. Besser wäre es, wenn ein in der Nähe sitzender Zuhörer eingreifen würde.

  • Zitat von Quasimodo: „Felix hat wohl den Ironie-Smiley vergessen ... “ Nope, 0 Ironie. Natürlich soll man nicht flüstern. Aber ich verstehe nicht, inwiefern dieses Gezische, das noch wesentlich lauter ist, hilfreich sein soll.

  • Zitat von diskursprodukt: „Und außerdem machen die Alten mit ihren Bonbonpapierchen, ihrem Geröchel und ihren fiepsenden Hörgeräten den meisten Krach und meinen dann noch - groteskerweise! - flüsternde Kinder auszischen zu dürfen, um im nächsten Gespräch zu bedauern, dass ja kaum junge Menschen kommen!) “ Ja, diese Zischer sind doch die Durchgeknalltesten (wobei ich hier keine Alterstendenz feststellen kann). Sobald irgendjemand murmelt oder flüstert, zischen Sie im ganzen Saal vernehmlich herum…

  • Eben gehört 2018/2019

    Felix Meritis - - Musik: Erfahren

    Beitrag

    Liebes Mauerblümchen, das deckt sich absolut mit meinem Eindruck vom Spiel der Klenkes!