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  • PUCCINI: Turandot - welches Finale?

    Areios - - Oper

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    Lieber Peter, das Berio-Finale kann man hier nachhören: youtube.com/watch?v=iPblqEspFEw Ich hoffe, dass du es trotz deiner langjährigen Alfano-Prägung genießen kannst. Mir hat es damals 2002 bei der Übertragung aus Salzburg nicht auf Anhieb gefallen, aber ich finde mittlerweile, es gewinnt bei mehrmaligem Hören sehr. Ich möchte zum Berio-Finale bei Gelegenheit noch mal ausführlicher schreiben, jetzt nur als Antwort auf Wolframs Fragen: Sowohl Alfano als auch Berio (und übrigens auch bereits Pucc…

  • PUCCINI: Turandot - welches Finale?

    Areios - - Oper

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    Ich habe für "andere Lösung" gestimmt. Warum? Das Grundproblem des Finales ist natürlich, wie allbekannt, ein psychologisches, das Puccini und seine Librettisten nicht zu lösen imstande waren, weil sie das Trauma der Prinzessin zwar selbst geschrieben und in Musik gesetzt haben, aber nicht verstehen konnten. Der überlieferte Text und die Skizzen spiegeln noch die Macho-Idee wider, dass Calaf die hysterische Prinzessin ja zur Vernunft ficken könnte. Das klang zwar in den 1920er Jahren weit wenige…

  • PUCCINI: Turandot - welches Finale?

    Areios - - Oper

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    Liebe Amaryllis, das Alfano II/Toscanini-Finale kann man natürlich landläufig überall hören, die beiden anderen Finali (Alfano I und Berio) sind aber auch relativ einfach auf Youtube zu finden. Die erste Aufnahme von Alfano I war meines Wissens diejenige von Josephine Barstow 1990 mit Lando Bartolini als Calaf und John Mauceri als Dirigent; ich weiß gar nicht, ob es mittlerweile weitere gibt: Das Finale von Luciano Berio wurde von Riccardo Chailly 2004 aufgenommen, mit Eva Urbanová als Turandot …

  • Sängerschicksale

    Areios - - Sänger

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    Zitat von Wolfram: „Bzgl. Valentina Nafornita würde ich vielleicht das Wort 'schauderhaft' nicht verwenden und manches auch anders formulieren, sie allerdings auch nicht an die 'Staatsoper' verpflichten. Ich kannte sie vorher überhaupt nicht, habe mir nun einige Sachen angehört und muss sagen, dass ich ihre Stimme v.a. völlig uninteressant finde, technische Probleme mal außenvorgelassen. Weder im 'Pasquale' noch in der 'Rusalka' kommt für mich irgendetwas rüber. Das ist nett, bemüht, aber doch b…

  • PUCCINI: Turandot - welches Finale?

    Areios - - Oper

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    Liebe Capricciosi! In letzter Zeit hab ich mich wieder etwas mehr mit Puccinis letzter, in vieler Hinsicht sehr faszinierender Oper beschäftigt. Und da ist natürlich eine ganz zentrale Frage das Problem des unvollendeten Finales. Puccini hat dazu ja nur zwei wirklich umfangreiche Skizzen hinterlassen (der Beginn von Calafs "Principessa di morte" bis "No, il bacio tuo mi da l'eternità!" und dann Calafs "Mio fiore mattutino" mit dem Offstage-Frauenchor, der mich immer an Zandonais "Francesca da Ri…

  • PUCCINI: Turandot - Kommentierte Diskographie

    Areios - - Oper

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    Turandot und Liù sind natürlich total komplementäre Frauenrollen, aber ich bin mir nicht sicher, inwieweit man das stark stimmlich differenzieren kann: Liù ist äußerlich schwach, verfügt aber über eine große und unbeugsame innere Stärke, Turandot hat sich nach außen mit einem Panzer umgeben, ist dahinter aber sehr verletzlich und fragil. Von den Arien ist aber "In questa reggia" eher zurückhaltender als "Signore ascolta" und "Tu che di gel sei cinta", Turandot muss eigentlich viel mehr Pianissim…

  • PUCCINI: Turandot - Kommentierte Diskographie

    Areios - - Oper

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    Zitat von Wolfram: „Zitat von Areios: „die Partie der Turandot hat ja unter Sopranistinnen einen ziemlich üblen Ruf ("tötet die Soprane", etc.), und wirklich überzeugende Turandots auf der Bühne sind tatsächlich dementsprechend selten. Mir ist aber ehrlich gesagt nicht ganz klar, woran das liegt, oder präziser gesprochen: was an der Partie das besonders Mörderische ist “ Ich denke, dass es die unangenehm hochliegende Tessitura der Partie ist. Ständig muss sie da oben herumsegeln, v.a. auch in de…

  • Patricia Petibon - die Kompromisslose

    Areios - - Sänger

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    Zitat von Wolfram: „Danach gab es eine Arie aus 'Alcina' (alles auf YouTube), die mich extrem fesselte ob der emotionalen Intensität. “ Ihre Interpretation von "Ah! mio cor, schernito sei!" ist wirklich großartig und hochemotional, ich führe sie auch immer wieder gerne zu Gemüte. Sie hat die Arie schon auf ihrem Barock-Album "Rosso" eingesungen, aber live aus Aix-en-Provence (und ein paar Jahre reifer) ist sie noch besser. Die Aufführung gibt es auch auf DVD: Liebe Grüße, Areios

  • Patricia Petibon - die Kompromisslose

    Areios - - Sänger

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    Zitat von Rideamus: „Das klingt eigentlich gut und konsequent. Was die Violetta betrifft, so hoffe ich jedoch, dass sie beobachtet, wie schwer sich Nathalie Dessay damit tut. Außerdem hoffe ich nach wie vor, dass sie die Olympia nicht abgibt, so dass sie zusammen mit Minkowskioder bel noch die maßstäbliche Realisierung con LES CONTES D'HOFFMANN in den drei Frauenrollen der Kaye.Keck - Fassung einspielen kann. Am besten natürlich auf einer DVD in einer Inszenierung Laurent Pellys, aber man soll j…

  • Zitat von Soprano: „Die Formulierung lautete "Liebe und Partnerschaft". Interessant, dass du zweimal zitierst und dabei zweimal das Wort Liebe wegstreichst. Dass eine offene schwule Partnerschaft nur durch gesellschaftliche Rahmenbedingungen möglich ist, ist doch eine Binse! Das Argument muss nicht immer und immer wieder neu angeführt werden. Das hat mittlerweile jeder kapiert. “ Mir scheint doch, ich gebe seit Beginn der Diskussion nur Binsenweisheiten von mir, mich wundert, dass die so kontrov…

  • Oje, wir reden hier wirklich ganz massiv aneinander vorbei. Lieber Soprano, deine Alltagserfahrungen sind so auch nur innerhalb eines konkreten kulturellen und gesellschaftlichen Kontextes möglich. Und dieser Kontext war noch vor 150 Jahren eben ein gänzlich anderer. Deshalb sind heutige Alltagserfahrungen auf das 19., 18., 17. etc. Jahrhundert nicht so ohne weiteres übertragbar, das gilt für alle Lebensbereiche. Und auch Symbole und Chiffren haben sich gewandelt und müssen aus den Vorstellungen…

  • Zitat von Soprano: „Zitat von Areios: „Es fehlt das Konzept einer sexuellen Orientierung, auch wenn es das Begehren natürlich gegeben hat. “ Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass es das Konzept eines schwulen Rollenvorbilds früher nicht gegeben hat. Ich würde das allerdings unbedingt davon abgrenzen wollen, gleichgeschlechtliches Begehren an sich als ein Konzept zu bezeichnen “ Ist es aber. Also in der abstrahierten Form als "gleichgeschlechtliches Begehren an sich". Vor ca. 1850 existi…

  • Zitat von Soprano: „Zitat von Areios: „Weil es das Konzept der Homosexualität gar nicht gab und Künstler nicht darstellen konnten, was als Konzept nicht existierte “ Zitat von Areios: „Hm, ich denke, man muss hier zwischen homoerotischem oder homosexuellem Begehren, das heutige Regisseure in ein Werk hineinlesen (können) - aus Sicht der Performance grundsätzlich berechtigt, auch wenn es vom Urheber nicht bewusst so beabsichtigt war - und tatsächlich bewusst gestaltetem homoerotischem oder homose…

  • Hm, ich denke, man muss hier zwischen homoerotischem oder homosexuellem Begehren, das heutige Regisseure in ein Werk hineinlesen (können) - aus Sicht der Performance grundsätzlich berechtigt, auch wenn es vom Urheber nicht bewusst so beabsichtigt war - und tatsächlich bewusst gestaltetem homoerotischem oder homosexuellem Begehren in Opern unterscheiden. Und meine These wäre, dass es von letzterem tatsächlich nicht allzu viel gibt. Der "gay subtext" existiert wohl in der Mehrzahl der Fälle nur in…

  • Oha, ich bin nur ein paar Plätze entfernt von dir gesessen (in der Mitte, direkt neben Dshamilja Kaiser am Anfang ). Ich hab mich zwar grundsätzlich sauwohl gefühlt, aber akustisch war es nicht immer ganz ideal - besonders der Schlussgesang der Penthesilea, der sehr frontal ins Publikum gesungen wurde, da war ich exakt im Rücken der Sängerin und dementsprechend schwer erreichbar für den Wohlklang, den sie verströmte. Liebe Grüße, Areios

  • Was die Vorstellung von Opern aus Frauenhand betrifft, so hatte ich in letzter Zeit zwei weitere Begegnungen, eine auf CD, eine live: Peggy Glanville-Hicks' letzte Oper "Sappho", zu ihren Lebzeiten nie aufgeführt, leidet für mich vor allem an einem sehr skurrilen Libretto, das die Dichterin als alternde reiche Societylady zeigt, die sich schon lange von der Dichtkunst losgesagt hat. Taucher finden im Meer eine Steininschrift, die behauptet, Sapphos Ehemann Kreon sei in Wirklichkeit ihr Vater. Es…

  • Liebe Capricciosi! Dieses Phänomen gibt es nicht nur auf der Opernbühne, sondern in allen Bereichen, notabene etwa den Naturwissenschaften, wo schon im Mittelalter und bis weit ins 18. Jh. ziemlich selbstverständlich Frauen arbeiteten. So bekam etwa Laura Bassi 1776 den Lehrstuhl für Experimentalphysik an der Universität Bologna, nachdem sie das Fach dort als Privatdozentin bereits jahrzehntelang in Forschung und Lehre vertreten hatte. Sie war als einzige Lehrstuhlinhaberin (die Berufung von Mar…

  • Lieber Palestrina, jetzt hatte ich zuerst wenig Zeit zu antworten und dann ist der Thread in den Hintergrund gerückt, entschuldige! Das Buch versammelt diverse Essays zum Thema Operngeschichte und Operngesang (das Inhaltsverzeichnis: Warum Oper? - Oper medial - Prima la musica, poi le parole - Das Singen - Der weite Weg zur Oper - Opernstädte - Große Stimmen - Maestro Toscanini - Oper für Erwachsene: Simon Boccanegra) mit zahlreichen Anekdoten über Sänger/-innen, Dirigenten, Komponisten und Inte…

  • Zitat von Gurnemanz: „ Ein Versuch, zugegeben etwas holzschnittartig: Ariane, die selbstbewußte Frau, dringt in die Burg des Patriarchen Blaubart ein, um dessen in Verliesen schmachtende Frauen zu befreien. Diese aber entscheiden sich letzlich dafür, unter ihrem Herren weiterzuleben: Der Emanzipationsversuch scheitert (obwohl Blaubart, der in der ganzen Oper gerade mal fünf Minuten zu singen hat, nicht gerade der schreckliche, angsteinflößende Unterdrücker mehr ist, im Grunde ist er am Ende). Je…

  • Beim Versuch, genau zwanzig Duette auszuwählen, hab ich übrigens einige rankenswerte Terzette gefunden (teilweise schien mir da die Auswahl sogar leichter als bei den Duetten)... Liebe Grüße, Areios

  • Zitat von Sadko: „Lieber Areios! Danke für diesen (schon überfälligen) Eröffnungsbeitrag. Ich habe diese Oper, die mir vorher völlig unbekannt war, im April 2018 in Graz einmal gehört und habe das Gesamtpaket sensationell gefunden. Die Musik hat mich gepackt (obwohl französische Opern normalerweise nicht zu meinen Favoriten zählen), die Sänger (Manuela Uhl, Iris Vermillion) haben mir sehr gut gefallen, und die Inszenierung (von Nadja Loschky) habe ich ganz ausgezeichnet gefunden. Hier kann man e…

  • Liebe Capricciosi! Ich wollte ja schon lang mal, wenn ich mehr Zeit habe, einen Eröffnungsbeitrag zu dieser Oper schreiben; Zeit habe ich immer noch nicht, aber damit eine Diskussion in Gang kommen kann, werfe ich wenigstens einmal ein paar dürre Zeilen hin: Paul Dukas' einzige Oper, uraufgeführt 1907 an der Pariser Opèra-Comique, hat von Komponistenkollegen und Dirigenten hohes Lob erfahren. Begeistert äußerten sich u.a. so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Fauré, Schönberg, Berg, Messiaen,…

  • GLASS, Philip: The Fall of the House of Usher

    Areios - - Oper

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    Liebe Capricciosi! Anlässlich der Aufführung in Innsbruck schrieb ich: Zitat von Areios: „Liebe Capricciosi! Bei Brittens Gothic Opera "The turn of the screw" wird ja häufig bedauert, dass die beiden Geister im Vergleich zu Henry James' Novelle viel zu lebendig und real dargestellt werden, was der Schauergeschichte viel von ihrer Wirkung nehme. Im Fall von Philip Glass' "The Fall of the House of Usher" (uraufgeführt 1988) ist es genau umgekehrt: Während Edgar Allan Poe sich - leider! - nicht sch…

  • Zitat von Areios: „Liebe Capricciosi! Man möge mir nachsehen, dass ich mich gleich wieder zu Wort melde, aber ich möchte, nachdem im Rigoletto-Thread die weibliche Hauptperson schon kontrovers diskutiert wurde, hier mit einer Betrachtung über Maria Boccanegra anschließen. Sie gehört für mich nämlich zu den spannendsten und faszinierendsten Frauengestalten Verdis, wenn nicht der Oper überhaupt, und es ist bezeichnend für diese politische Oper, dass sogar Maria Boccanegra, eine (nicht mehr ganz) j…

  • Zitat von Quasimodo: „Zitat von Areios: „20. Weill: Die Dreigroschenoper: "In einer Zeit, die nun vergangen ist" (Jenny, Macheath) “ Warum der ? Ist bei mir auch auf der Liste, wird es aber wohl nicht unter die Top 20 schaffen! “ Ich dachte mir, es ist vielleicht eine ungewöhnliche Wahl. Aber andererseits ist es nicht nur die beste Melodie der Oper (nur die unmittelbar vorangehende "Ballade von der sexuellen Hörigkeit" kommt vielleicht nahe ran), sondern es ist eigentlich auch ein ganz klassisch…

  • Zitat von Antracis: „StartschwierigkeitenAm Anfang stand der Misserfolg. Der Simon Boccanegra, den Verdi als Auftragswerk für das Teatro La Fenice in Venedig komponierte, fiel in der Uraufführung am 12. März 1857 gnadenlos durch. Weitere Aufführungen an anderen Häusern besserten die Lage nicht wirklich, und das Werk sollte für über 20 Jahre von der Bühne verschwinden. Über die Gründe für die Ablehnung seitens Publikum und Kritik hat sich, dass bezeugen Briefwechsel, Verdi intensiv die Karten gel…

  • Liebe Capricciosi, nach etwas Nachdenken: 1. Zandonai: Francesca da Rimini: "E Galeotto dice" (Francesca, Paolo) 2. Monteverdi: Il ritorno d'Ulisse in patria: "Sospirato mio sole" (Penelope, Ulisse) 3. Janácek: Jenůfa: "Odešli. Jdi také." (Jenůfa, Laca) 4. Offenbach: Les Contes d'Hoffmann: "Ton ami dit vrai !" (Giulietta, Hoffmann) 5. Massenet: Don Quichotte: "Ô mon maître, ô mon grand !" (Sancho, Quichotte) 6. Verdi: Simon Boccanegra: "M'ardon le tempia... - Piango, perchè mi parla" (Boccanegra…

  • Zitat von Areios: „Jetzt ist die Aufführungsserie leider zu Ende - es waren aber alle Termine ausverkauft und es war nach der Premiere Anfang November schwierig, überhaupt noch an Karten zu kommen. Vielleicht könnte sich ja eine Wiederaufnahme nächste Saison rechnen? “ Tja, so schnell können Wünsche erfüllt werden: Das Landestheater Innsbruck hat zwei zusätzliche Termine im März angesetzt, 7.3. und 16.3.: "https://www.landestheater.at/produktion/the-fall-of-the-house-of-usher" Hingehen lohnt sic…

  • Liebe Capricciosi! Bei Brittens Gothic Opera "The turn of the screw" wird ja häufig bedauert, dass die beiden Geister im Vergleich zu Henry James' Novelle viel zu lebendig und real dargestellt werden, was der Schauergeschichte viel von ihrer Wirkung nehme. Im Fall von Philip Glass' "The Fall of the House of Usher" (uraufgeführt 1988) ist es genau umgekehrt: Während Edgar Allan Poe sich - leider! - nicht scheut, Lady Madeline in seiner Kurzgeschichte als reale Gestalt aus Fleisch und (viel) Blut …

  • Zitat von Mauerblümchen: „Cool! Ohne die meisten Stücke zu kennen: Man spürt die Handschrift, und sie ist gut! Prima Konzept. “ Danke fürs Lob! Da die Strauß-Gesamtaufnahmen des Marco-Polo-Labels derzeit auf Youtube anscheinend vollständig (?) verfügbar sind, kann man alle Stücke, auch die sehr unbekannten, leicht nachhören bzw. überhaupt neue Strauß-Werke kennenlernen. Liebe Grüße, Areios

  • Liebe Capricciosi, ich hab bei meinem Programmentwurf den Jahresregenten Josef Strauß zum willkommenen Vorwand genommen, im zweiten Teil endlich mal einen wirklichen Josef-Strauß-Schwerpunkt zu programmieren. Johann bekommt dafür den ersten Teil, gerahmt von zwei zugegeben leichtgewichtigen Stücken des zweiten Jahresregenten Beethoven. Ich hab lange über eine der Ouvertüren nachgedacht, aber ich finde jetzt eigentlich die Lösung, zwei Beethoven-Stücke zu programmieren, die wirklich gut zur Strau…

  • Liebe Capricciosi! Nach dem Wiener Neujahrskonzert ist natürlich vor dem Wiener Neujahrskonzert, und weil gerade intensiv über das just vergangene diskutiert wurde, kam mir die Idee zu einem kleinen Spiel: Ihr seid der Programmverantwortliche der Wiener Philharmoniker und müsst dem Dirigenten des nächstjährigen Neujahrskonzert (also Andris Nelsons) ein vernünftiges Programm einreden. Welche Werke setzt ihr darauf? Wie gelingt euch die notwendige Balance zwischen Altem, Neuem, Beliebtem, Seltenem…

  • Gelten solche leicht vampirigen Gestalten wie Lady Madeline in Debussys und Glass' Vertonungen von Poes "Untergang des Hauses Usher" auch? Liebe Grüße, Areios

  • Zitat von Kater Murr: „Interessant, dass bei Amazon noch eine seinerzeitige Stereoplay-Kritik zitiert wird, die Muti 1993 als eher unidiomatisch, allerdings besser bei den "schnelleren" Stücken, nicht den großen Walzern, sieht. "Ein geborener Strauß-Dirigent ist er nicht. Die feinen Rückungen, Akzente, ohne die Strauß nicht Strauß wird, sind seine Sache nicht." “ Das widerspricht nun allerdings meiner Wahrnehmung eklatant. Es wäre interessant, was derselbe Rezensent zu Thielemann 2019 sagt... Li…

  • Zitat von putto: „Das ist ja ein erfreulich konkreter Einwand, wobei ich mich freilich frage, ob das mit der Beschleunigung sein muss resp. zu Straussens Zeiten so gemacht wurde. “ Keine Ahnung. Aber zur heutigen Erwartungshaltung an eine Strauss-Interpretation gehört es dazu (weniger die Beschleunigung an und für sich, sondern der tänzerische Schwung, der damit erzeugt wird). Und in Thielemanns Interpretationen war das tänzerische Element schon sehr sublimiert. Gerade bei den "Transactionen" - …

  • Zitat von andréjo: „Zitat von Sandra: „Von "feinen Tempovariationen" war "absolut nichts zu spüren"? Das muss ein anderes Konzert gewesen sein. “ Ganz genau! Ich habe die Agogik als sehr wienerisch, als sehr Strauss-typisch empfunden. Und wer - könnte aber sein, dass dies nicht hier geschehen ist - Thielemann klischiert als "preußisch-zackig" charakterisiert, muss in noch einem anderen Konzert gewesen sein. “ Dem kann ich mich nun allerdings nicht anschließen. Ich habe gerade noch mal die "Trans…

  • Jetzt ist ja wieder Jahresanfang, also Arien- (und Chor-)Rankingzeit! Liebe Grüße, Areios

  • Zitat von Mauerblümchen: „Auch von meiner Seite ein ganz herzliches Dankeschön an Amaryllis! Immer wieder spannend, wie es ausgeht ... jetzt muss ich mich wohl doch mal der Trojaner befleißigen ... Gruß MB “ Du wolltest dich doch schon im vergangenen Jahr und dem Jahr davor mal den Opern von Janácek und Britten widmen...

  • Zitat von Talestri: „Zitat von Quasimodo: „Es wurden gar so wenige nicht genannt (38), die meisten aber nur ein- oder zweimal: “ Danke Quasimodo, das ist eine sehr interessante Liste. “ Das zeigt wohl auch, dass in der neueren Musik die Kanonbildung noch nicht so abgeschlossen ist. Obwohl natürlich - Britten, Poulenc, so Zeug ist eigentlich schon annähernd kanonisiert, innerhalb eines erweiterten Repertoires. Aber bis es sich in Lieblingsopern durchschlägt, dauerts vielleicht einfach noch. Vor z…

  • Liebe Capricciosi, ich hatte den Eindruck, die Programmauswahl war auf Thielemanns Händchen mit schwerblütiger deutscher Romantik (bzw. auf die Marke Thielemann, wenn ihr so wollt) zugeschnitten, und dementsprechend war das Ergebnis eigentlich sehr interessant. Tatsächlich war es kein "klassisches" Wiener Neujahrskonzert mit Charme, Eleganz und Lebenslust, sondern eher eine seriöse Angelegenheit. Trotzdem war da viel Schönes in den Stücken, die sich für Thielemanns Lesart eigneten, Dinge wie Hel…