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  • Je, nun… Ich glaube, dass man sehr wohl Dummheiten machen oder sagen bzw. schreiben kann. Ein Hinweis auf diese Möglichkeit scheint mir zu sein, dass es die deutsche Sprache ohne weiteres möglich macht, diesen Vorgang zu benennen und zu beschreiben. (Und alle anderen Sprachen, von denen ich nähere Kenntnis habe, auch.) Aber hier ist natürlich nicht der Ort, diese Frage zu diskutieren, zumal die Diskussion auch wenig einbringen würde. Lassen wir es also dabei.

  • [...] Selbst das Bergsteigen ist nicht zwangsläufig und unbedingt mir diesem paranoiden Drang nach Höchstleistungen gekoppelt. Das ist eine Erscheinung, die sich erst mit dem flächendeckenden Sieg des neoliberalen Denkens durchgesetzt hat. Aber auch sonst ist das Komponieren natürlich kein Sport und auch nicht das Bewältigen von aufgefundenen und auf sich selbst beschränkten Herausforderungen. Kein Komponist, der etwas Dauerhaftes zustande bringt, denkt in dieser sportlichen Weise: "höher, schne…

  • Sicher denkt ein Komponist auch mal an seine Nachwirkung. Das tun übrigens nicht nur Komponisten, auch nicht nur Künstler, sondern alle Menschen. Es kann auch sein, dass ein Komponist mit dem Blick auf seine Nachwirkung komponiert: "Heute versteht mich niemand, aber meine Zeit wird kommen." Nur ist das ja eine andere Sache. Hier ging es um die Frage, ob Mendelssohn als bedeutend angesehen werden kann, obwohl er in keiner Gattung etwas geschaffen hat, was diese Gattung vorangebracht hat, und mögl…

  • Themenwechsel

    Polonius - - Komponisten

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    Vielleicht ist es sinnvoller, sich von diesem Gealber einem substanzielleren Thema zuzuwenden, das hier gestreift wurde. Es wurde festgestellt, dass sich Komponisten bei ihrem Komponieren durchaus auch dafür interessieren, die Gattungen weiterzuentwickeln. (Mendelssohns Mittelmäßigkeit zeigt sich dann darin, dass er das angeblich nicht getan hat.) Mich würde interessieren, ob das wirklich so ist, oder ob solche Gedanken nicht eher der nachträglichen, vom Schaffensprozess abgelösten Reflexion ang…

  • Zitat von Ecclitico: „Die Wortklauberei, die hier betrieben wird (zum Thema Sinfoniker), ist bezeichnend. Das hat man nur nötig, wenn es sonst nichts Substanzielles gibt.Fassen wir zusammen:Eine geniale Sinfonie entstand 1833. MB war damals 24. Ein großer Sinfoniker hätte in den nächsten 14 Jahren weitere bedeutende Sinfonien folgen lassen. MB: Nix.Das Thema Sinfonie ist damit erledigt. “ Diese Aussage ist einfach unfassbar dumm und ignorat. Wer hat denn festglegt, wie viele Sinfonien man schrei…

  • Zitat von Ecclitico: „Sobald du aufhörst, den Unwissenden zu spielen, werden dir locker 10 Komponisten einfallen, welche die Gattung "Sinfonie" entscheidend vorangebracht haben.“ Aber hier war die Frage, welcher Komponist erklärt hat, dass er der größte Sinfoniker aller Zeiten werden will. Du beanwortest eine andere, was nicht besonders sinnvoll ist. Die Antwort auf die Frage, die tatsächlich gestellt wurde, ist ja klar: Vermutlich hat das kein Komponist von sich gesagt oder für sich geplant.Jed…

  • So etwas ist natürlich auch immer Geschmackssache. Aber mir gefällt das wirklich gar nicht. Ich bin übrigens nicht ganz so überrascht, denn ich finde die Neumann-Einspielungen durchaus unterschiedlich. Mal ganz wunderbar ("Saul") manchmal einfach langweilig ("Susanna"). Die hier gehört m. E. zu den langweiligen. Das erinnert mich an ein Konzert vor rund 30 Jahren, wo ich das Stück gehört habe und danach erst einmal 20 Jahre lang keine Lust mehr hatte, damit in Berührung zu kommen, bis ich zufäll…

  • Zitat von Maurice: „Ich habe mich heute Morgen auch für einen "Bedeutungslosen" entschieden.Er ist tatsächlich kaum auf dem CD-markt vertreten,gefällt mir aber auch in der Interpretation sehr gut : [...]“ Das ist ja eine Überraschung! Ich hatte den Namen noch nie gehört (die Mannheimer Schule ist allerdings auch nicht mein Gebiet). Aber das scheint ja nicht nur mir so zu gehen. Ich bin ganz fassungslos vor Staunen. Wie kann es sein, dass so ein Komponist so unbeachtet bleibt? Oder ändert sich da…

  • Eben gehört - 2013/14

    Polonius - - Musik: Erfahren

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    Zitat von Maurice: „Ich habe mich heute Morgen auch für einen "Bedeutungslosen" entschieden.Er ist tatsächlich kaum auf dem CD-markt vertreten,gefällt mir aber auch in der Interpretation sehr gut : 510UvSdOGUL._SX450__PJautoripBadge,BottomRight,4,-40_OU11__.jpg Ernst Eichner : 4 Sinfonien - l'arte del mondo/Werner Ehrhardt VG,Maurice :) “ Das ist ja eine Überraschung! Ich hatte den Namen noch nie gehört (die Mannheimer Schule ist allerdings auch nicht mein Gebiet). Aber das scheint ja nicht nur …

  • Zitat von Agravain: „Oho! Da haben wir ja wieder einmal etwas für den Vorbestellzettel. Agravain“ Das stand auch auf meinem. Und ist inzwischen da: Leider sehr, sehr enttäuschend. Die Sänger sind bestenfalls durchschnittlich, der Chor geht so, die Interpretation lasch, schwunglos und letztlich langweilig. Das gilt natürlich nicht durchgehend, schöne Stelle gibt es, aber insgesamt wird man nach Anhören dieser Ausnahme nicht auf den Gedanken kommen, eines der schönsten Werke des 18. Jahrhunderts g…

  • Eben gehört - 2013/14

    Polonius - - Musik: Erfahren

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    Zitat von Peter Brixius: „Beim Suchen nach der Aufnahme, die ich im Rahmen der Menelssohn-Box habe, sah ich, dass es eine Reihe hochkarätiger Einspielungen gibt, darunter eine von Brautigam, die mich interessiert.“ Die Einspielung mit Brautigam kann ich wärmstens empfehlen (übrigens auch die der Beethoven-Sonaten). Ich kenne keine andere, die so überwältigend eindrucksvoll wie diese in jedem Takt zeigt, was für Juwelen diese kleinen Stücke sind. Wir haben nun zwar gelernt, dass Mendelssohn kein …

  • Zitat von Ecclitico: „Bruckner hat sich spezialisiert. Franck ist weniger bedeutend als MB.“ Sagt wer? Kraft welcher Wassersuppe? Zitat von Ecclitico: „Ihr, bzw. der Zeitgeist, widersprecht euch übrigens teilweise. Einerseits gilt es als uncool, nur das absolut beste anzustreben und zu würdigen. Andererseits gilt es gleich als Majestätsbeleidigung, wenn man feststellt, dass MB offensichtlich nicht der beste Sinfoniker alller Zeiten werden wollte.“ Seltsam! Ich habe nicht den Eindruck, dass sich …

  • Zitat von Yorick: „Im Grunde ist doch alles klar: M-B ist ein großer Komponist, aber kein ganz großer. “ Wann und von wem ist das doch gleich festgelegt worden? Mir ist diese wichtige Information im Moment entfallen. Darf ich um Hilfe in meines Geistes Schwachheit bitten? Und noch eine besorgte Frage: Steht es sehr schlimm um mich, wenn ich von diesen drei Feststellungen nur einer zustimmen kann? (Nämlich der, dass er ein großer Komponist war, nicht aber der, dass er kein ganz großer war, und au…

  • Dazu müsste man jetzt eine Partitur hernehmen. Ich habe nicht viel mehr als diesen ausgehaltenen Akkord in Erinnerung, der eben weder tonal noch atonal ist. Wobei mir jetzt bei genauerem Nachdenken scheint, dass es auch gewisse Bewegungen gibt, aber die Harmoniefolge ist meiner Ansicht nach auch nicht tonal, wenn es auch vornehmlich Dur-Akkorde zu sein scheinen. Aber genauer könnte ich das nur mit der Partitur in der Hand sagen. Da ich das Stück nicht besonders mag (mir kommt es etwas einfältig …

  • Zitat von Gurnemanz: „ Z. B. hier: Charles Ives: The Unanswered Question.“ Wobei noch zu diskutieren wäre, ob dieses Stück als tonal bezeichnet werden kann. Ein ausgehaltener Dur-Akkord reicht da ja nicht aus. Was dazu gespielt wird, gehört weder in diese Tonart, noch scheint es einer anderen Tonart anzugehören, sondern basiert wohl auf ganz eigenen Tonleitern. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema.

  • Zitat von putto: „ Es ist "durch und durch tonal, ich kann's hören aber nicht beweisen", ist jetzt aber auch nicht gar so ideal. “ Auch diese Aussage ist zwar richtig, aber in diesem Zusammenhang irrelevant. Ich habe nämlich keineswegs geschrieben, dass ich es nicht beweisen kann. Geschrieben habe ich vielmehr, dass es Stellen gibt, wo das Gehör ganz klar Auskunft über den tonalen Zusammenhang gibt, dessen analytischer Nachweis aber deutlich schwerer zu erbringen ist.

  • Zitat von putto: „Tja, wenn jemand atonale Musik verwendet, heißt das noch lange nicht, dass die Musik als Ganzes atonal ist. “ Das ist richtig. Nur ist nicht jede richtige Aussage auch in jedem Falle relevant. Gerade Binsenweisheiten wie diese haben oft ein Relevanzproblem. In diesem Falle passt die Aussage einfach nicht, denn in die "Salome"-Musik ist durch und durch tonal, weshalb es nicht sein kann, dass es "viel atonale Musik" darin gibt, denn in einem Musikstück, das durch und durch tonal …

  • Zitat von Cherubino: „Dass die Musik zur "Salome" nicht atonal ist, ist klar. Es behauptet auch niemand etwas anderes.“ Zitat von merkatz: „Strauss verwendet hier sehr viel atonale Musik, allerdings löst er sie oft auch immer in einen wohlklingenderen Akkord auf.“

  • Zitat von Yorick: „ Ich habe das Gefühl, man weigert sich nur; die Bedeutung M-Bs angemessen zu erden und in den korrekten Kontext seiner zuweilen bedeutenderen Zeitgenossen zu stellen; weil sich eben Wagner so um die Rezeption "verdient" gemacht hat. So nach Art einer späten Rehabilitation; nach dem Motto, auf keinen Fall dürfe Wagner im Nachhinein Recht behalten, nicht einmal ein kleines bisschen.“ Eine wirklich infame Unterstellung. Chapeau! Wobei die Infamie darin liegt, dass man nun wählen …

  • Zitat von Yorick: „Zweitens habe ich selbst gesagt, dass es reine musikalische Urteile gar nicht geben kann. “ Das übersteigt mich nun. Wie kann man gleichzeitig sagen, dass es rein musikalische Urteile nicht geben kann, und fordern: Zitat von Yorick: „beispielsweise Wagners rein musikalische Urteile und Befunde für sich zu sezieren und einzubetten in die Kontroverse der Zeit.“ Wenn es keine rein musikalischen Urteile geben kann, kann auch keiner auf die Idee kommen, rein musikalische Urteile zu…

  • Zitat von Yorick: „so dass man gar nicht auf die Idee käme; beispielsweise Wagners rein musikalische Urteile und Befunde für sich zu sezieren und einzubetten in die Kontroverse der Zeit. “ Es gibt in Wagners »Juden-Broschüre« schlechterdings kein »rein musikalisches« Urteil und auch keinen »rein musikalischen« Befund, wenn es um Mendelssohn geht, sondern lediglich hasserfüllte (und demzufolge auch erschreckend dumme) Angriffe auf einen selbstgebastelten Popanz. (Das betrifft Meyerbeer natürlich …

  • Zitat von Cherubino: „ Für mich sind natürlich nicht "dissonant" und "wohlklingend" Gegensätze (die Schönheit entsteht bei vielen Arten von Musik ja aus dem gekonnten Umgang mit Konsonanz und Dissonanz) sehr wohl aber "atonal" und "wohlklingend". “ Das kann man aber nur gegenüberstellen, wenn einem an einer sachlichen Diskussion nicht gelegen ist, sondern lediglich an geschmäcklerischer Polemik. Denn der Gegensatz zu»atonal« kann logischerweise nur »tonal« sein (oder nicht-tonale Musik, die wir …

  • [Die folgenden 11 Beiträge habe ich von Die letzte Aufführung der "Salome" von Richard Strauss im Staatstheater Darmstadt hierher verschoben, weil sie sich nicht mit der Aufführung in Darmstadt, sondern dem Werk selbst befassen. :gurni: Gurnemanz] Zitat von andréjo: „Ich hab jetzt nicht nachgesehen, wer das wie in welchem Kontext so behauptet hat - wird nicht so wichtig sein und vermutlich auch falsch verstanden oder wenig sinngemäß zitiert. “ Die besagte Stelle ist diese: Zitat von merkatz: „St…

  • Um bei dem Verfahren ein brauchbares Ergebnis zu erzielen, muss man aber einen riesenhaften Bildschirm haben. Da ist es, glaube ich, erheblich billiger, ein paar Euronen in ein entsprechendes Programm zu investieren. Allerdings sind das nicht so ganz wenige Euronen, und der Einarbeitungsaufwand ist auch nicht unbeachtlich. Wenn man also nur gelegentlich ein paar wenige Seiten umschreiben muss, ist das älteste Hilfsmittel immer noch das beste und billigste: Notenpapier und Schreibgerät (es muss j…

  • Es gibt praktisch keine abendländische Musik, die vom »Hang zu Dissonanzen« frei wäre. Das liegt u. a. daran, dass tonale Musik ohne Dissonanzen gar nicht funktionieren kann. Und die Häufung von Dissonanzen ist nicht für die Romantik oder Spätromantik spezifisch. Der Komponist, der mir immer als erstes einfällt, wenn es um die Vorliebe für zahlreiche und ausgefallene Dissonanzen geht, ist Monteverdi. Aber Bach, Mozart, Beethoven sind in dieser Hinsicht auch keine Kostverächter. (Mit Bachs Sohn C…

  • Es gibt praktisch keine abendländische Musik, die vom »Hang zu Dissonanzen« frei wäre. Das liegt u. a. daran, dass tonale Musik ohne Dissonanzen gar nicht funktionieren kann. Und die Häufung von Dissonanzen ist nicht für die Romantik oder Spätromantik spezifisch. Der Komponist, der mir immer als erstes einfällt, wenn es um die Vorliebe für zahlreiche und ausgefallene Dissonanzen geht, ist Monteverdi. Aber Bach, Mozart, Beethoven sind in dieser Hinsicht auch keine Kostverächter. (Mit Bachs Sohn C…

  • [Die folgenden vier Beiträge sind Kopien aus der Besprechung einer Aufführung der Salome in Darmstadt. Die allgemeine Diskussion über Dissonanzen, Wohlklang, (A)tonalität usw. paßt hier wohl besser. :gurni: Gurnemanz] Zitat von merkatz: „Zitat von Charlotte von Lengefeld: „Doch die Musik, speziell der Gesang kam mir seltsam dissonant vor.“ Naja, ist sie ja auch oft! Strauss verwendet hier sehr viel atonale Musik, allerdings löst er sie oft auch immer in einen wohlklingenderen Akkord auf. “ Das i…

  • Zitat von merkatz: „Zitat von Charlotte von Lengefeld: „Doch die Musik, speziell der Gesang kam mir seltsam dissonat vor.“ Naja, ist sie ja auch oft! Strauss verwendet hier sehr viel atonale Musik, allerdings löst er sie oft auch immer in einen wohlklingenderen Akkord auf. “ Das ist eine interessante Beobachtung! Aber darf ich fragen, welche Stellen der "Salome"-Musik atonal sind? Mir ist bisher gar keine bekannt, aber das kann daran liegen, dass ich das Stück nicht so gut kenne.

  • Ich fand "Apostoloff" auch ganz wunderbar. Noch viel, viel cooler und wtiziger als den "Molvanien"-Reiseführer, zu dem es den perfekten literarischen Anhang bildet, so wie Sarrazins zu Recht berühmtes Buch den passenden Prolog. Von solchen Büchern brauchen wir unbedingt noch ganz viele, weil wir sonst leicht vergessen könnten, wie toll wir sind und wie blöd alle, die nicht nach unseren Standards leben und denken. Und das wäre ja schade, denn außer dieser löblichen Arroganz haben wir ja nicht vie…

  • Das Buch bleibt

    Polonius - - Literatur: Lesen

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    Ja, das hätte ich auch empfohlen. Wobei das nicht immer reicht. Wenn die grundlegenden Informationen fehlen, muss man sich die St beschaffen, sonst kommt man zu so seltsamen Fehlurteilen. Oder sollte das etwa heißen, dass Bauern auch früher wenig historische Texte gelesen haben, und es deshalb völlig in Ordnung ist, wenn es Studenten heute auch nicht können? Dann wäre es ja sicher auch in Ordnung, wenn sie Analphabeten wären, denn nur die allerwenigsten Menschen konnten früher lesen und schreibe…

  • Das Buch bleibt

    Polonius - - Literatur: Lesen

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    Ich verstehe leider weder den Zusammenhang noch den Sinn dieser Sätze. Beim letzten meine ich zwar den Sinn zu erfasst zu haben, kann es aber nicht recht glauben, weil ich mir nicht denken kann, welche Absicht dahinter stecken könnte, wenn jemand so offensichtlichen Unsinn äußert.

  • Das Buch bleibt

    Polonius - - Literatur: Lesen

    Beitrag

    Ersetze "Vorwurf" durch "Einwand" und schon ist es klarer. Obwohl es auch so unmissverständlich war. Was die Banalität betrifft, die Du da anführst: Wenn jemand diesen usammenhang herstellt und meint, damit etwas gesagt zu haben, ist das tatsächlich albern. Aber was hat das mit mir zu tun? Ich habe das nicht geschrieben, wie Du merken wirst, wenn Du nachliest.

  • Das Buch bleibt

    Polonius - - Literatur: Lesen

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    Da hast Du aber sehr idyllische Vorstellungen von dem, was in den Studiengängen so Realität ist. Schau Dich mal ein bisschen an den geisteswissenschaftlichen Fakultäten um, da wirst Du Dich aber wundern. (Von Jura, BWL oder Informatik wollen wir mal gar nicht erst anfangen. Und vom Leben außerhalb der Universitäten, das es ja auch gibt, schon gleich gar nicht. Hast Du einen Fernseher?) Zitat von Succubus: „Glaubst du das wirklich? “ Nein. Würde ich so nicht sagen. Ich muss ja nicht glauben, was …

  • Das Buch bleibt

    Polonius - - Literatur: Lesen

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    Ich bestreite nicht, dass eBooks wie Software behandelt werden. Ich bestreite lediglich, dass das begründbar ist. Natürlich kann ich die Hersteller nicht hindern, mir das Buch einfach wieder wegzunehmen, wenn sie es technisch können. Aber das ändert nichts daran, dass dieser Zustand vollkommen unbefriedigend ist und keine Zukunft hat. Da aber das Buch (egal ob gedruckt oder elektronisch) ohnehin keine Zukunft hat, weil über kurz oder lang Texte, die länger als Twitter-Häppchen sind und mehr als …

  • Das Buch bleibt

    Polonius - - Literatur: Lesen

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    Das ist zwar eine hübsche Erklärung, ändert aber nichts an dem geäußerten Unbehagen. Denn es ist egal, ob mir das Buch oder das Recht es zu lesen entschädigungslos entzogen werden kann. Letzteres kann man zwar hübscher verpacken, und da es dem Verfahren bei Software entspricht, wirkt es auch irgendwie total super cool, aber wem das nichts bedeutet, dem ist damit nicht geholfen. Und natürlich besteht ein erheblicher Unterschied zwischen Software und einem Buch. Software ist ein Werkzeug zur Herst…

  • Zitat von putto: „Aber womöglich habe ich noch nie eine Volksliedbearbeitung von ihm gehört.“ Das ist auch nicht nötig. Darüber urteilen kann man auch so.

  • Zitat von putto: „ Es geht bei der Betrachtung Bartóks als wichtigen Komponisten, der gemeinsam mit Strawinsky um 1910 eine neue Art des Umgangs mit folkloristischem Material begründet hat, sicher nicht um ein paar Volksliedbearbeitungen, sondern um "den eigentlichen Bartók", der das folkloristische Material ja nicht als Reliquie präsentiert, sondern sich von ihm inspirieren lässt. Sein Umgang mit der Folklore wird dabei als seriöser herausgestrichen, was eine Art der Wertung ist, die ich als Ge…

  • Dass Geschischichtsschreibung in erster Linie das Abgeben von Geschmacksurteilen sei, ist mir vollkommen neu. Man lernt doch wirklich nie aus. (Manches kann man aber auch getrost gleich wieder vergessen.) Bei der Aussage, um die es hier geht, handelt es sich allerdings keineswegs um eine Geschmacksaussage. Es geht um zwei grundsätzlich verschiedene Konzeptionen beim Umgang mit folkloristischem Material. Die eine (im 19. Jahrhundert allgemein übliche) schmilzt das folkloristische Material in die …

  • Hätte ich gewusst, dass es lediglich um Geschmackssachen geht, hätte ich mich gar nicht eingemischt. Aber das klang vor Tische etwas anders. Zitat: „ und außerdem sind die Volksmelodien selbst tonal und passen zu einem stark dissonanten Begleit-Umfeld keinesfalls besser als zu einem funktionsharmonischen.“ Ich finde "mir persönlich gefällt das nicht" klingt irgendwie anders. Aber sei’s drum. Einen Bauern, der rumänische Volkslieder darbietet, kann ich nicht vermitteln, aber die Volkslieder, die …

  • Gemach, gemach! Auch wenn man Legenden zerstören will, sollte man das auf rationaler Basis und sine ira et studio unternehmen, sonst setzt man sich dem Verdacht aus, dass man nur eine große Lippe riskieren will. Zunächst sie Phase, in der Strawinsky folkloristisches Material verwendet hat, ist sehr früh zu Ende. In dieser Zeit (und noch lange danach) hat der eindeutig und unüberhörbar tonal komponiert. Atonale, zwölftönige oder serielle Werke schrieb er erst sehr viel später. Der fällt hier also…