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  • Naja, nehmen wir z.B. einen Satz wie den folgenden: "Statt der unendlichen Differenzierung unter Karajan und Abbado wurden nun immer öfter Lautstärkerekorde aufgestellt, ohne dass sich ein interpretatorischer Mehrwert ergab." Ich finde, so eine Aussage ist einfach sehr pauschal und wird einer Ära von 16 Jahren nicht gerecht. Auch bei Karajan und Abbado war nicht alles unendlich differenziert, und dass Rattle grundsätzlich immer lauter hat spielen lassen, würde ich auch nicht unterschreiben.

  • Hier rechnet Uwe Friedrich vom Deutschlandfunk nach 16 Jahren final mit Simon Rattle ab (und watscht auch gleich noch Daniel Barenboim ab, das ist wohl ein Kollateralschaden). Unterhaltsam zu lesen, wenn auch arg pauschal zugespitzt und es greift wohl meiner Meinung nach doch zu kurz, Rattle als reines "Markettinggenie" abzutun.

  • In diesem Video-Interview gibt Gabor Tarkövi bekannt, dass er plant, zum 1. September 2019 seine Solo-Trompeter-Position bei den Berliner Philharmonikern zugunsten einer Professur an der UdK aufzugeben. Sein Kollege Tamas Velenczei hat schon vor längerer Zeit angekündigt, dass er mit Ende dieser Spielzeit an die 2. Trompete zurücktreten wird. Damit stehen die Philharmoniker vor der Aufgabe innerhalb der nächsten zwei Jahre gleich beide Solo-Trompeter-Positionen neu besetzen zu müssen. Im verlink…

  • Danke für den Einblick in deine Arbeitsweise! Sehe ich das richtig, dass du immer Systeme für alle Stimmen schreibst, auch wenn dann natürlich manche Stimmen auf manchen Seiten durchgehend pausieren?

  • Die Sopranistin Patricia Janečková gewann 2010 im Alter von 12 Jahren bei einer slowakischen Fernseh-Casting-Show und wurde dann eine Weile aggressiv als die neue Crossover-Sensation vermarktet. Eine 16-jährige vor einem Rentnerpublikum mit "Meine Lippen, die küssen so heiß" auftreten zu lassen, finde ich allerdings erstens ziemlich geschmacklos, und zweitens grob stimmschädigend. Die heute 18-jährige scheint sich aber ihre Stimme bisher trotz allem nicht ruiniert zu haben und träumt nun nach ei…

  • Eine Frage kam mir beim Anhören: Hast du das Stück eigentlich direkt am Computer komponiert oder am Klavier oder am Schreibtisch mit Bleistift und Radiergummi?

  • Ein wunderbares Interview mit Christa Ludwig: http://webpaper.nzz.ch/2017/03/12/kultur/Q1HRK/nie-wieder-saengerin?guest_pass=47a59d69bf%3AQ1HRK%3A427f432e6a9a62c360df3d8e8ad10e1c792e59b7 Die Ludwig teilt in alle Richtungen aus, aber mit viel Charme und nimmt sich auch selbst nicht aus. Meine Lieblingszitate: "[Fritz Wunderlich] war damals ein dummer Junge voller blöder Spässe: Wir sangen irgendeine Messe, und er hatte sich eine Orangenschale zwischen die Zähne gequetscht wie die Kinder in der Sc…

  • Interessant fand ich den Vergleich zum vorletzten Sylvesterkonzert der Berliner. Damals spielte Menahem Pressler das Mozart-Konzert KV 488. Technisch-pianistisch war das ganz sicher nicht in der Trifonov-Liga. Einige Stellen fand ich beim erneuten Hören regelrecht ärgerlich, da habe ich mich schon gefragt, warum Pressler sich das immer noch antut. Aber dann gab es eben auch ein paar Momente, gerade im langsamen Satz, die mich wirklich berührt haben, und die hatte ich dieses Jahr nicht in dem Maß…

  • Neben dem Abendtaschen-kompatiblen Format haben E-Book-Reader auch noch den entscheidenden Vorteil, dass sie selbst bei Bayreuther Beleuchtungsverhältnissen funktionieren. Der Platznachbar freut sich dann gleich mit über die zusätzliche Beleuchtung beim Bonbonauswickeln und ggf. Absuchen des Fußbodens (im Falle von unerwarteten Unfällen bein Bonbonauswickeln). Im Falle von E-Book-bewaffneten Zuschauern in den vorderen Parkett-Reihen freuen sich auch die Sänger über zusätzliche Einsätze, wenn der…

  • Lotte Lehmann

    Konrad Nachtigall - - Sänger

    Beitrag

    Zitat von Honoria Lucasta: „Anders ist es bei textlich wirklich festgelegten Liedern oder Zyklen - so sehr ich z.B. Christian Gerhaher schätze, Frauenliebe und -leben muß ich von ihm nicht hören... “ Also, ungeachtet der Tatsache, dass ich die Gedichte von Frauenliebe und -leben für einige der schwächsten halte, die Schumann vertont hat (der allerdings ansonsten mMn einen ganz herausragenden literarischen Geschmack hatte, anders als viele andere von mir geschätzte Komponisten), würde ich mir ein…

  • Lotte Lehmann

    Konrad Nachtigall - - Sänger

    Beitrag

    Zitat von FairyQueen: „Und Lotte Lehmann war eine Generation älter, also wahrscheinlich in noch konservativeren Verhältnissen. [...] Ich glaube gerne, dass die angeblichen Mânner-Zyklen es zu Schuberts und Müllers Zeiten auch von Frauen gesungen wurden und ich weiss , dass Schumann und Schubert nichts nur nichts dagegen hatten sondern sie sogar Sängerinnen gewidmet haben. Das ändert aber nichts am falsch verstandenen konservativen Habitus mancher Musikhochschule bzw Professoren in den 50iger 60i…

  • Die "Süßlichkeit" wird natürlich durch die Orchesterfassung noch betont. Ursprünglich ist das Werk ja quasi als Liederabend mit verteilten Rollen vertont - man kann es mit 8 Sängern und Klavier prima aufführen (SSAATTBB), und ich ziehe diese Fassung derjenigen für Chor und Orchester bei weitem vor. Ein Requiem im engeren Sinne ist die Pilgerfahrt natürlich nicht, aber um doch noch den Bogen zurück zum Thread-Thema zu finden, die Schlussapotheose mit der Himmelfahrt der Rose würde auch in einem R…

  • Habe seit kurzem einen neuen Favoriten abseits des Standardrepertoires (wenn auch schon weiter oben erwähnt, Capriccio entgeht halt nix...): Schumann op. 148 in dieser Aufnahme. Hat irgendeiner der hier zahlreich vertretenen Schumann-Fans das Werk schon einmal live gehört?

  • Zitat von zabki: „Bei "Es ist vollbracht!" vs. "Es ist vorbei!" kann ich das allerdings nicht ganz sehen - auch bei Goethe sagt Mephisto Es ist vollbracht!" - komischerweise, fast als hätte er sich im Augenblick vergessen - der Chor korrigiert dann quasi Es ist vorbei!, worauf Mephisto dann noch etwas über das Nichts räsoniert . Bei Schumann echot der Chor Es ist vollbracht!, es sind nicht mehr die Lemuren, sonder ein allgemeingültiger Chor. “ Gemeint war: Bei Goethe ist Mephistos "Es ist vollbr…

  • Zitat von zabki: „wüßte gern, ob's dem/der einen oder andern so erging wie mir, daß ich erst durch Schumanns Komposition einen Zugang zu Goethes Text gefunden habe. “ Ich würde sagen, dass ich erst durch Schumanns Komposition einen Zugang zu Schumanns Text gefunden habe. Schumanns Text hat ja mit Goethes Text nur noch bedingt etwas zu tun. Na gut, er ist fast wörtlich übernommen, aber erstens gibt es Abweichungen an ganz entscheidenden Stellen (z.B. "Es ist vollbracht!" vs. "Es ist vorbei!"), un…

  • Zitat von Mauerblümchen: „Wie wäre es mit seiner fantastischen Differenzierung im piano- und mezzoforte-Bereich? Ja, gewiss, er hatte wohl die gewaltigste Stimme des letzten Jahrhunderts für Wagner, aber sein Piano finde ich noch beeindruckender. “ Dem will ich nicht widersprechen - Melchior konnte wie wenige andere Piano singen. Nun hat auch ein Windgassen schöne Piano-Momente in seiner Siegfried-Interpretation - aber bei dem klang das für mich immer danach, dass er Piano singen musste, um durc…

  • Zitat von gioachino: „Glaube ja nicht, Newbie69, der Tonträger mit Melchior als Siegmund habe einen Sprung : Sein " Wälseruf" dauert tatsächlich 17 Sekunden, eine Ewigkeit, verglichen mit 7 Sekunden ( Klaus Florian Voigt) und knapp 11 Sekunden ( Jonas Kaufmann ), um zwei heutzutage gefeierte Tenöre zu nennen. Aber das nur nebenbei.... “ Wobei man doch sehr geteilter Meinung sein kann ob 17 Sekunden lange Wälserufe an dieser Stelle musikalisch angemessen sind. Zweifellos ist diese circensische Ei…

  • Die Bayreuther Festspiele geben bekannt: Evelyn Herlitzius als Isolde bei den Bayreuther Festspielen 2015 Die Leitung der Bayreuther Festspiele freut sich, dass KS Evelyn Herlitzius kurzfristig die Partie der Isolde in der Neuinszenierung „Tristan und Isolde“ bei den Bayreuther Festspielen 2015 übernimmt. Ihr Debüt bei den Bayreuther Festspielen gab Evelyn Herlitzius 2002 mit der Brünnhilde im „Ring des Nibelungen“, die sie auch in den Jahren 2003 und 2004 sang. 2006 und 2007 kehrte sie als Kund…

  • Zitat: „ Der Satz als solcher sollte einen natürlich nicht dazu verleiten, leichte Spielbarkeit mit musikalischer Qualität zu verwechseln..“ Leichte Spielbarkeit alleine ist sicher noch keine musikalische Qualität, aber Angemessenheit der Mittel ist schon ein Qualitätsmerkmal. Anders gesagt: Wenn ein Komponist für sein Werk vier Helikopter benötigt, dann sollte er schon etwas wesentliches zu sagen zu haben, was diesen Aufwand rechtfertigt. Zitat: „ man komponiert (oder sollte zumindest...) was m…

  • Zitat: „ Über neue Mitglieder wird meines Wissens beim Probespiel und nach der Probezeit gemeinsam (Orchester plus Chefdirigent mit besonderem Gewicht) abgestimmt, “ Das mit dem besonderen Gewicht stimmt so für die Philharmoniker nicht. Die sind tatsächlich das meines Wissens nach einzige Orchester, wo jedes Mitglied bei Neueinstellungen und Entscheidungen über "tenure" genau eine Stimme hat, und der Chef-Dirigent auch nicht mehr als das: Eine von über 120 Stimmen. Das dass Orchester dieses Priv…

  • Ich lege mich dann jetzt auch fest: Harnoncourt wird es nicht. Aber Furtwängler auch nicht! Und sobald dann heute weißer Rauch aufsteigt, werde ich es schon immer gewusst haben.

  • Die Latte für den Don Carlo in Düsseldorf ist nach der mMn sehr gelungenen Christof Loy Inszenierung jedenfalls sehr hoch gelegt. Der Don Carlos in der fünfaktigen französischen Fassung war damals eine Sensation - auch musikalisch mit einer fulminanten Jeanne Piland als Eboli und Boris Statsenko als Posa. Warum man jetzt zu der traditionelleren vieraktigen italienischen Form zurückkehrt, erschließt sich mir nicht. Für mich persönlich war gerade diese Aufführungsserie ein Augenöffner, der mir zei…

  • Ich muss zugeben, dass ich ein persönliches Problem mit Andrew Lloyd Webber habe. Ich gestehe ihm zu, dass er eine eingängige Melodie schreiben kann, was meiner Meinung nach schon nicht wenig ist für einen Komponisten. Ich denke, dass er auch weiss, was man einer menschlichen Stimme zumuten kann und was nicht, aber er hat ganz offensichtlich kein Problem damit, Stimmen gezielt zu verschleissen. Damit meine ich jetzt nicht Partien wie den Jesus in Jesus Christ Superstar - das ist an der Grenze de…

  • Zitat von ChKöhn: „Zitat von Konrad Nachtigall: „Ich nehme an, diesen Rabatt gibt es nur für Hochschullehrer and Musikhochschulen, oder?“ Glaube ich nicht, auf der Website der DCH steht: Zitat: „Als StudentIn oder SchülerIn bis zum Ende des 35. Lebensjahres oder MusiklehrerIn erhalten Sie besonders günstige Konditionen. Schicken Sie eine offizielle Bestätigung Ihres Status an discount@digitalconcerthall.com. “ "Musiklehrer" müssten ja auch solche an allgemeinbildenden Schulen und Musikschulen so…

  • Zitat: „ Ich habe gerade mein Jahresabo verlängert und dabei sogar noch einen Hochschullehrer-Rabatt von 30 % bekommen. “ Ich nehme an, diesen Rabatt gibt es nur für Hochschullehrer and Musikhochschulen, oder?

  • Das Ticket wird automatisch eingelöst, sobald man das erste Konzert anschaut. Bei Aktions-Codes kann es allerdings sein, dass das Ticket nach einer gewissen Zeit abläuft.

  • Zitat: „ Hier sehe ich als sehr bedenklich das amerikanische Kultursystem, in dem die Kunst in erster Linie von privaten Spendern finanziert wird. Auf den Punkt gebracht: Kunst für Reiche von Reichen, mit Künstlern, die sich an die Regeln zu halten haben. . Der Vorwurf, dass private Spender Druck auf das TSO ausgeübt hätten, tauchte auch im Fall Lisitsa auf, wurden aber dementiert. Ich will nicht behaupten, dass es tatsächlich so war, aber die Gefahr sehe ich grundsätzlich in dem kulturellen Sys…

  • Zitat von Felix Meritis: „Mir ist jeder Künstler, der bei so einer Propagandaschlacht mitmacht, suspekt. Egal, welche Seite. Das ist einfach niveaulos.“ Das ist sicher eine sympathische Einstellung - aber rechtfertigt "Niveaulosigkeit" eine Ausladung? Die Gefajr, dass die Bühne bei einem Konzert unmittelbar zu Propaganda-Zwecken missbraucht wird, besteht ja im vorliegenden Fall eher weniger. Oder sollte man "suspekten" Künstlern grundsätzlich keine Bühne geben, weil ihre Berühmtheit ja der schle…

  • Zitat von ThomasBernhard: „Dass sich Bayreuth mit Nikitin keinen Hakenkreuzskandal ins Haus holen wollte, ist nachvollziehbar. Die von manchen geforderte Ausladung Gergievs aus München (aus politischen Gründen versteht sich) ist in Deutschland umstritten, ich fände die Ausladung falsch.“ Das sehe ich ähnlich - nur: Das ist ja gerade mein Punkt. Es gibt Ausladungen, die sind nachvollziehbar, und solche die sind es nicht. Ich denke, dass auch ein politisch naiver Mensch mit einem losen Mundwerk ei…

  • Zitat: „ Immerhin sind sich hier mehr oder weniger alle einig, daß mit politischen Äußerungen der Künstler begründete Konzertabsagen nicht gut gefunden werden. Ist doch schon mal was, das weitere ausdifferenzieren der sonstigen Differenzen sollten wir uns hier sparen...“ Wie war das noch mit Nikitin und seiner Ausladung von den Bayreuther Festspielen wegen seines (übermalten) Hakenkreuz-Tattoos? Und wie war das in München mit Gergiev? Soweit ich mich erinnere wurden in beiden Fällen Ausladungen/…

  • Zitat: „ nun hoffe ich nur, dass die Stimme des Sohnes mir so gut gefällt wie die des Vaters“ Christoph Pregardien gehört - gerade im Liedbereich - zu meinen absoluten Lieblingssängern. Das Timbre von Julian ist dem seines Vaters extrem ähnlich (es gibt Aufnahmen, wo man die beiden kaum unterscheiden kann), wenn auch derzeit noch etwas weicher und mit etwas weniger Metall. Technisch ist er meines Erachtens noch besser als sein Vater (der ja durchaus immer wieder mal Höhneprobleme hatte). Trotzde…

  • Der klassische "Diss-Track" schlechthin ist für mich Beckmessers verunglücktes Ständchen im 2. Akt der Meistersinger. Alle negativen Klischees über italienischen Belcanto werden da vorgeführt und von Sachs auseinandergenommen: Eine Gesangslinie, die konsequent an der Textbetonung vorbei gesetzt ist, und von einem primitiven Um-ta-ta begleitet wird, ein Sänger, der sich in Verzierungen verliert und darüber jedes Maß verliert, ein belangloser Text, endlose Melismen usw. Und wenn Master Richard dan…

  • Nachtrag: Auf der Website des WEDO heisst es (die Sache mit Spanien ist wohl den Sponsoren geschuldet und eigentlich eher unerfreulich): Zitat: „Eligible applicants: - To be a national or have a background of any of the Arab countries of the Middle East (Egypt, Jordan, Palestine, Lebanon, Syria etc.), Israel or Spain. That is, that any of their blood relatives, up to the second degree, are passport holders of any of the aforementioned countries. - “

  • Ursprünglich war ja die Idee, je 50% israelische und 50% palästinensische Mitglieder zu haben. Das hat sich aber soweit ich weiß schnell als nicht realisierbar herausgestellt, da gerade für Palästinenser aus dem Gaza-Streifen die Situation immer schwieriger wurde. Wie genau die Zusammensetzung heute ist, weiß ich nicht, aber ich habe gehört, dass man wohl mit Musikern aus anderen arabischen Ländern "aufgefüllt" hat - was ja immer noch ein enormes Signal darstellt. Dass man da jetzt Leute aus Fra…

  • Entschuldigung für die Thread-Nekromantie, ich bin zufällig über deine längst verjährten Aussagen gestolpert als der Thread mal wieder nach oben gespült wurde. Meine Äußerungen sind nicht persönlich gemeint, im Gegenteil habe den Eindruck, dass deine damaligen Ausführungen durchaus weit verbreitete Vorstellungen über den Nahen Osten darstellen. Da wollte ich es mir nicht nehmen lassen, einmal ein paar Dinge klarzustellen. Auf welche Widerstände hier jede noch so kleine Versöhnungsgeste trifft, i…

  • Zitat: „ Sollte der Konzertplan auf der HP des WEDO vollständig sein, wäre das ein peinliches Ergebnis. Ständig Konzerte in den großen Konzertsälen der Welt, aber in Israel oder arabischen Staaten? Teilweise nicht ein einziges pro Jahr!“ Selbstverständlich kann ein Orchester mit israelischen Mitgliedern (noch dazu mit dezidiert politischer Botschaft) nicht in einem arabischen Land auftreten, da israelische Staatsbürger in arabischen Staaten grundsätzlich keine Einreisegenehmigung erhalten. Daran…

  • Dem stimme ich allerdings zu. Dann wüsste man z.B., das Wagners Schrift von 1880 den Titel "Religion und Kunst", und nicht etwa "Kunst und Religion", trägt. Ein kleiner, aber feiner Unterschied.

  • Zitat: „ Tatsache ist jedenfalls, dass Wagner mit seinem Parsifal das Ziel, welches er in seiner Schrift "Kunst und Religion" beschrieben hat, nämlich die Schaffung einer neuen Religion aus der Musik verfolgte.“ Nun, wenn das also eine "Tatsache" ist, dann kann ich wohl nichts dagegen sagen. Ansonsten würde ich das für groben Unfug halten, aber ich will ja keine Tatsachen in Frage stellen.

  • Zitat: „ Wenden wir uns doch mal dem zentralen Anliegen des Werkes, nämlich der Religion zu.“ Für wen ist denn dir Religion das zentrale Anliegen im Parsifal? Für Wagner? Für seine Zeigenossen? Für uns heute? Für mich jedenfalls nicht. Genauso gut könnte man sagen, beim Ring stünde die nordische Götterwelt im Zentrum. Es gibt im Parsifal ein Fülle von Themen, die ich viel interessanter finde als die religiöse Komponente, z.B.: Der gescheiterte Versuch einer Männergesellschaft sich von allem Weib…

  • Zitat: „ Die antisemitische Symbolik ist eben keine, die irgendetwas mit jüdischer Kultur zu tun hat“ Mh, das ist mir zu hoch. Dass sich in Wagners Werken reaktionäre, anti-kapitalistische, chauvinistische, militaristische, faschistische und anti-rationalistische Tendenzen nachweisen lassen, will ich nicht bestreiten. Antisemitismus ist aber für mich etwas spezifischeres, das sich eindeutig gegen die jüdische Kultur und nur diese (und nicht etwa gegen alles Fremde, Nicht-Deutsche, "Unwerte" oder…