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  • Sängerschicksale

    Areios - - Sänger

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    [offtopic] Lieber Wolfram, falls du die Oper näher kennenlernen willst, was sich m.E. unbedingt lohnt (ich halte sie für Massenets Meisterwerk, nirgends war der alte Franzose so farbig, melodiös und vielschichtig), gibt es hier einen Thread dazu. Und die insgesamt für den Einstieg überzeugendste Studioaufnahme scheint mir (trotz gewisser Schwächen in der Titelrolle) diese hier zu sein, jetzt auch mit anderen hervorragenden Aufnahmen (Manon und Werther mit de los Angeles/Legay bzw. Gedda, Don Qui…

  • Sängerschicksale

    Areios - - Sänger

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    Zitat von Wolfram: „Zitat von Areios: „Von ihr stammt jedenfalls die nach meinem Kenntnisstand beste existierende Aufnahme der Arie "Dis-moi que je suis belle" aus Massenets "Thais": “ Ich weiß nicht, wann die Aufnahme entstanden ist. Jung war sie zu der Zeit wohl allemal. Mir fällt nur auf, dass sie höhere Töne immer wieder ein wenig 'anschleift', will sagen, dass sie nicht sofort den richtigen Ton trifft, sondern sich 'hocharbeitet'. Aber, wie oben schon gesagt, was für ein Talent! “ Eine spät…

  • Zitat von Sadko: „Dass Turiddu und Lola was miteinander haben, ist für mich eigentlich sonnenklar, darüber hab ich nie nachgedacht. (in der Wiener Inszenierung von Ponnelle zeigt sich Turriddu ganz zu Beginn auf Lolas Balkon; wenn ers schafft, springt er dann von dort auf die Bühne). “ Ich kann eigentlich weder im Text noch in der Musik irgendwelche Anhaltspunkte dafür erkennen, dass die beiden wirklich was miteinander haben. Es mag ja sein, dass Turiddu ihr Haus umschleicht und vor ihrem Balkon…

  • Liebe Capricciosi, weil ich gerade einen recht rezenten Live-MItschnitt von der Wiener Staatsoper mit Elina Garanca als Santuzza sehe und höre, ist mir aufgefallen, dass es noch keinen allgemeinen Thread zu dieser beliebten Oper hier gibt. Ich muss gestehen, für mich ist "Cavalleria rusticana" ein bisschen wie der von Zynikern sprichwörtlich gemachte Autounfall: Ästhetisch unbefriedigend, aber man kann nicht nicht hinsehen. Mascagnis Musik ist dramatisch packend, wo sie nicht schön ist, und betö…

  • Lieber Bustopher, du verdrehst meine Aussagen. Ich habe nie behauptet, dass man im Deutschen ALLES ausdrücken könne, sondern gerade darauf hingewiesen, dass es sich um eine Frage der Wissenschaftstradition handelt. In meinem Fach kann man in englischer Sprache sehr gut englische Literaturwissenschaft (nicht auf die Sprache der untersuchten Texte, sondern auf Fragestellung und Methodik bezogen) und in deutscher Sprache deutsche Literaturwissenschaft treiben (und in französischer französische, in …

  • Sprache, Wissenschaft und Qualität

    Areios - - Literatur: Lesen

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    Zitat von maticus: „Zitat von Areios: „double-blind peer review “ Gibt es das tatsächlich in den Geisteswissenschaften? Und funktioniert das dann? Ich kann mir das kaum vorstellen. “ Das wird in den Geisteswissenschaften in den letzten Jahren sehr stark forciert und gilt bei universitätspolitischen Entscheidungsträgern als Goldstandard. In Österreich fließen eigentlich fast nur noch double-blind peer reviewed Publikationen in die Kennzahlen zur Performancebewertung ein, Deutschland ist bei diese…

  • Sprache, Wissenschaft und Qualität

    Areios - - Literatur: Lesen

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    Liebe Capricciosi! Ich (Literaturwissenschaftler) publiziere ebenfalls auf Englisch und auf Deutsch, formuliere gleich in der jeweiligen Sprache (also so, wie Bustopher sich das idealiter vorstellt) und habe ebenfalls die Erfahrung, dass man eben nicht in jeder Sprache gleich gut über jeden Sachverhalt schreiben kann. Meine englischsprachigen Aufsätze haben zwangsläufig den Schwerpunkt eher auf cultural studies und breiteren Themen, sprachliche Detailanalysen funktionieren auf Deutsch viel besse…

  • Ich wiederhole mich auch mal (mein Beitrag auf Seite 1 liegt auch schon lang genug zurück): Ich höre Tschaikowski eigentlich auch eher selten, aber mit einer großen Ausnahme: "Eugen Onegin" ist eine der von mir meist gehörten Opern, die mir auch nie langweilig werden. Die gehört einfach zu den Opern, wo für mich alles zusammenstimmt, Text, Handlung, Figurenpsychologie, Musik. Insbesondere auch so eine perfekte Abmischung der Affekte, da gibt es große hochemotionale Leidenschaft, verhangene Melan…

  • In der gleichstufigen Stimmung ändern sich natürlich zwischen den Tonarten die Tonabstände der Tonleiter nicht; sehr wohl ändert sich aber mit unterschiedlichen Tonarten und damit verbunden veränderter Tonhöhe merklich die Klangfarbe der Instrumente. Und für einen Normalhörer, dessen Gehör nicht besonders gebildet ist, mögen diese Unterschiede vielleicht sogar auffälliger sein, als die Frequenzdifferenzen der Intervalle. Nicht umsonst hat ein Klangfarbenfanatiker wie Hector Berlioz noch im 19. J…

  • Zitat von Gurnemanz: „Ich nehme den Titel "Operntelegramm" mal fast wörtlich und teile nur mit “ Da schließe ich mich mal an und teile nur mit, dass ich am 30. 1. 2020 eine Aufführung von Camille Saint-Saens: Samson et Dalila am Tiroler Landestheater Innsbruck gehört habe. Tatsächlich nur gehört, denn es handelte sich um eine konzertante Aufführungsserie. Nun mag man ja jeden Bühnenbildner verstehen, der sich den einstürzenden Neubauten des dritten Akts verweigert, aber ich finde, gerade bei die…

  • Die Frau im Gedicht hat doch niemanden „betrogen“; sie ist vom Ex schwanger, den sie (angeblich) nicht geliebt hat, hat jetzt ein neues Glück gefunden und Angst, dass das Kind ihr neues Glück zunichte macht; der Mann liebt sie und ist bereit, das Kind anzunehmen (was damals keine Selbstverständlichkeit war, siehe Jenufa). Oder lese ich da was falsch? Nach heutigem Verständnis eigentlich kein Ding, aber um 1900 in manchen gesellschaftlichen Kreisen wohl noch ein Liebesbeweis. Liebe Grüße, Areios

  • Liebe Capricciosi! Ich liebe die "Hebriden"-Ouvertüre auch heiß und innig. Es handelt sich auch um ein Stück, bei dem man den Entstehungsprozess besonders gut nachvollziehen kann - von der ersten Skizze (eine Klavierreduktion mit Instrumentierungsangaben, die Felix seiner Schwester noch von den Hebriden aus schickte), über die Erstfassung "Die einsame Insel" bis hin zur endgültigen, mehrfach überarbeiteten Fassung. Die Erstfassung lässt sich - gemeinsam mit der Erstfassung der "Schottischen" - h…

  • Zitat von Kater Murr: „@Gurnemanz: Chorwerke sind meinem Eindruck nach größtenteils wichtiger im Laienmusizieren als im internationalen Konzertbetrieb. Weder bei Schubert noch bei Schumann, Mendelssohn, Brahms oder Reger habe ich den Eindruck, dass die öffentliche Rezeption oder der Status der Komponisten von ihrer ziemlich bis sehr bedeutenden Chormusik bestimmt wird “ Da ist mal wieder das grundlegende Problem, dass man als Komponist mit einem Fokus auf Chormusik nach 1750 nicht mehr berühmt w…

  • Zitat von Felix: „Zu den Sinfonien: Hier wurde öfter der Eindruck erweckt, die „Italienische“ sei seine letzte große Sinfonie. Dabei ist die „Schottische“ seine späteste und für die meisten Musikwissenschaftler auch die reifste, in sich geschlossenste und romantischste seiner Sinfonien. Leider wird der erste Satz mMn oft fürchterlich verschleppt, obwohl der Kopfsatz ein bewegtes Allegro ist, dass ein für MB typisches schwungvolles Hauptthema besitzt.Wenn ich die chronologische (!) Reihenfolge se…

  • Zitat von Mauerblümchen: „Über zehn Jahre ist der letzte Beitrag her. Als Anreißer (?) hier der Schlusschor des Weihnachtsoratoriums von J. S. Bach: Nun seid ihr wohl gerochen Gruß MB “ "gerochen" wäre natürlich als Stärkung für "rächen" nicht regelkonform, wenn es es nicht schon gäbe. Es muss also wohl rächen - rich - gerachen (< hängen) heißen. Neue Aufgabe: Hatten wir "antworten" schon? Liebe Grüße, Areios

  • Ich habe die Aufführung jetzt in der Mediathek gehört und gesehen und finde die Inszenierung nicht so furchtbar. Das Konzept ist anscheinend aus dem Antonia-Akt entwickelt, wo ja auch schon bei Offenbach insinuiert wird, dass Hoffmann nicht nur lautere Motive haben könnte, Antonias Gesangstalent zu fördern. Es passt aber doch auch zum Olympia-Akt, denn Olympia ist doch nichts anderes als eine Kunst-Künstlerin, designt um ein Star zu werden. Und natürlich auch zur Stella-Rahmenhandlung. Und da di…

  • Aus dem Théâtre de la Monnaie in Brüssel gibt es derzeit (wie lange?) die Produktion, in der Patricia Petibon die vier Geliebten Hoffmanns singt, zum Nachschauen und Nachhören: youtu.be/BsG6L7xrbP4?list=RDBsG6L7xrbP4 Musikalische Leitung: Alain Altinoglu Regie: Krzysztof Warlikowski Hoffmann: Eric Cutler La Muse/Nicklausse: Michèle Losier Le conseilleur Lindorf/Coppélius/Le docteur Miracle/Le capitaine Dapertutto: Gábor Bretz Stella/Olympia/Antonia/Giulietta: Patricia Petibon Ich habs noch nicht…

  • 0. Bruno Walter und Kathleen Ferrier? Liebe Grüße, Areios

  • VERDI - NABUCCO - Va pensiero

    Areios - - Oper

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    Zitat von Philbert: „Seltsamerweise sorgt Nabucco immer für ausverkäufte Opernhäuser ... “ Aber weil den Leuten die Oper tatsächlich so gut gefällt oder weil die Oper so einen berühmten Namen hat und in jedem zweiten Kreuzworträtsel auftaucht? Ich habe jedenfalls gerade bei Nabucco schon mehrfach enttäuschte Bekannte erlebt (ja, anekdotische Evidenz, ich weiß...), die nur gelegentlich mal in die Oper gehen, sich dann für Nabucco entschieden haben, weil man das halt dem Namen nach kennt, und die …

  • VERDI - NABUCCO - Va pensiero

    Areios - - Oper

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    Sie langweilt mich einfach zu Tode wie keine zweite Oper. Ich könnte schwören, dass Nabucco viereinhalb Stunden dauert, weil ich mich danach immer fühle, als würde ich gerade aus dem Parsifal herauskommen; dabei vergeht die Zeit einfach nur halb so schnell, wenn Abigaille und Zaccaria dazu singen. Und dabei bin ich langjähriger Opern-Aficionado, da möchte ich nicht wissen, wie es Neulingen mit diesem Stück ergeht. Man benötigt m.E. schon einiges an Vorbildung, um mit dieser Ästhetik überhaupt et…

  • Carmen mag ich eigentlich aus verschiedenen Gründen sehr gerne, auch wenn sie meistens leider eher als Anhäufung von Spanien-Klischees denn als intelligente Opéra comique gegeben wird, und schwache Oper ist das sicherlich keine. Aber Nabucco wäre tatsächlich die Oper meiner Wahl, die ich einem Opern-Neuling empfehlen würde, wenn ich sicherstellen wollte, dass der die nächsten zwanzig Jahre kein Opernhaus mehr von innen sehen will. Liebe Grüße, Areios

  • Man sollte grundsätzlich damit anfangen, worauf man Lust und woran man Interesse hat; das können die berühmtesten Werke sein (wie es wohl oft vorkommt), diejenigen, die gerade im Konzert gegeben werden (wie es wohl auch oft vorkommt), oder auch die chronologisch ersten, weil man sich für die Anfänge und Entwicklung eines Komponisten interessiert. Tatsache ist allerdings schon, dass die ersten Sinfonien im Konzertleben eher eine untergeordnete Rolle spielen; oft zu Unrecht. Mendelssohns erste Sin…

  • Dann will ich auch mal ran, die erste Hälfte (die hohen Ränge) sind eher Alltime-Favoriten, die zweite Hälfte eher Newcomer, die ich z.T. heuer zum ersten Mal erlebt habe: 1. Janácek: Z mrtvého domu 2. Dukas: Ariane et Barbe-Bleue 3. Offenbach: Les Contes d'Hoffmann 4. Monteverdi: Il ritorno d'Ulisse in patria 5. Massenet: Thais 6. Verdi: Simon Boccanegra 7. Janácek: Vec Makropulos 8. Tschaikowski: Eugen Onegin 9. Zandonai: Francesca da Rimini 10. Szymanowski: Król Roger 11. Schoeck: Penthesilea…

  • Jonas Kaufmann

    Areios - - Sänger

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    Liebe Capricciosi! Jonas Kaufmann macht mit leichter Muse weiter: Die neue Platte ist der Stadt Wien und damit der Operette und dem Wienerlied gewidmet. Kongenial begleitet von den Wiener Philharmonikern unter Ádám Fischer liefert Jonas Kaufmann da ein erstaunlich stilsicheres Album ab. Es ist nicht alles 100%ig perfekt, aber mir fällt gerade kein einigermaßen international aktiver Sänger ein, dem ich es zutrauen würde, das Wienerische in seiner etwas saccharinösen Ausprägung der 50er und 60er J…

  • Liebe Capricciosi! Jetzt kann man die eigene Programmzusammenstellung mit der tatsächlichen vergleichen: Neujahrskonzert 2020 Carl Michael Ziehrer: Ouvertüre zu "Die Landstreicher" Josef Strauß: Liebesgrüße. Walzer, op. 56 Josef Strauß: Liechtenstein-Marsch, op. 36 Johann Strauß (Sohn): Blumenfest-Polka. op. 111 Johann Strauß (Sohn): Wo die Citronen blüh'n. Walzer, op. 364 Eduard Strauß: Knall und Fall. Polka schnell, op. 132 -- Pause -- Franz von Suppé: Ouvertüre zu "Leichte Kavallerie“ Josef S…

  • Joseph HAYDN: Stabat mater Hob:XXbis

    Areios - - Vokalmusik

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    Liebe Capricciosi! Heute steht Joseph Haydns 1767 komponiertes "Stabat mater" im Schatten seines oratorischen Spätwerks, für die Zeitgenossen und Haydn selbst war es hingegen sein kirchenmusikalisches Hauptwerk, mit dem er den Durchbruch als seriöser Komponist feierte und das sich schon vor dem Erstdruck 1782 in händischen Abschriften (rund 180 sind noch erhalten) wie ein Lauffeuer über den süddeutschen, später auch den nord- und mitteldeutschen Raum verbreitete. Johann Adolph Hasse lobte es seh…

  • Cool muss auch die konzertante/halbszenische Aufführung mit Christian Gerhaher als Pelléas und Magdalena Kozená unter Simon Rattle 2015 in Berlin gewesen sein. Das Ende des dritten Aktes gibts auf Youtube: "https://www.youtube.com/watch?v=KY9vA_oz_ak" Liebe Grüße, Areios

  • Mir gehts wie Philbert, eine Opernaufführung muss mich mitreißen und emotional berühren. Wie die Kostüme und das Bühnenbild aussehen, ist mir da grundsätzlich mal völlig egal. Freilich kann es bei verfremdenden Inszenierungen auch mal passieren, dass Musik, Text und Bühnenhandlung so weit auseinanderklaffen, dass für mich keine mitreißende Gesamtkunstwerkserfahrung mehr möglich ist, aber das kommt immer auf den Einzelfall an und lässt sich nicht verallgemeinern. Liebe Grüße, Areios

  • Sind Interpreten Sklaven?

    Areios - - Aufführungspraxis

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    Also abgesehen einmal von der Frage, ob eine Aufführung der Hammerklaviersonate auf einem modernen Flügel überhaupt eine Aufführung der Hammerklaviersonate sein kann, scheint mir dieses ontologische Problem zur Abwechslung mal ein brauchbares Anwendungsgebiet für platonische Ideenlehre zu sein. Die Interpretationen haben sozusagen (vielleicht in unterschiedlichem Ausmaß) an der Idee der Hammerklaviersonate teil, ohne aber mit ihr ganz ident zu sein. Die Idee der Hammerklaviersonate existierte na…

  • Zitat von Felix Meritis: „Ist es nicht eher andersrum? Der Tod wird als lüsternes Monster beschrieben, das wie ein Triebtäter auf junge Körper scharf ist? Nicht vergessen: damals war die Kindersterblichkeit unfassbar hoch und der Tod von Kindern eine der alltäglichsten Dinge, die nichtdestoweniger für die Menschen erschütternd waren. Die Dämonisierung des Tods scheint da logisch. “ Ja, diese Deutung ist m.E. sehr sinnvoll und befriedigend, weil sie die sexuelle Gewalt, die im Gedicht liegt, aner…

  • Liebe Capricciosi! Ich bin auch der Meinung, dass sexueller Missbrauch im Hintergrund des "Erlkönig" steht, sogar wenn Goethe und sein zeitgenössisches Publikum das möglicherweise noch gar nicht richtig erkennen oder einschätzen konnten. Der Satz "Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt, und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!" lässt m.E. an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Alle anderen Deutungen haben das Problem, dass sie diese Aussage erst einmal wegerklären müssen. Das …

  • PUCCINI: Turandot - welches Finale?

    Areios - - Oper

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    Lieber Peter, das Berio-Finale kann man hier nachhören: youtube.com/watch?v=iPblqEspFEw Ich hoffe, dass du es trotz deiner langjährigen Alfano-Prägung genießen kannst. Mir hat es damals 2002 bei der Übertragung aus Salzburg nicht auf Anhieb gefallen, aber ich finde mittlerweile, es gewinnt bei mehrmaligem Hören sehr. Ich möchte zum Berio-Finale bei Gelegenheit noch mal ausführlicher schreiben, jetzt nur als Antwort auf Wolframs Fragen: Sowohl Alfano als auch Berio (und übrigens auch bereits Pucc…

  • PUCCINI: Turandot - welches Finale?

    Areios - - Oper

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    Ich habe für "andere Lösung" gestimmt. Warum? Das Grundproblem des Finales ist natürlich, wie allbekannt, ein psychologisches, das Puccini und seine Librettisten nicht zu lösen imstande waren, weil sie das Trauma der Prinzessin zwar selbst geschrieben und in Musik gesetzt haben, aber nicht verstehen konnten. Der überlieferte Text und die Skizzen spiegeln noch die Macho-Idee wider, dass Calaf die hysterische Prinzessin ja zur Vernunft ficken könnte. Das klang zwar in den 1920er Jahren weit wenige…

  • PUCCINI: Turandot - welches Finale?

    Areios - - Oper

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    Liebe Amaryllis, das Alfano II/Toscanini-Finale kann man natürlich landläufig überall hören, die beiden anderen Finali (Alfano I und Berio) sind aber auch relativ einfach auf Youtube zu finden. Die erste Aufnahme von Alfano I war meines Wissens diejenige von Josephine Barstow 1990 mit Lando Bartolini als Calaf und John Mauceri als Dirigent; ich weiß gar nicht, ob es mittlerweile weitere gibt: Das Finale von Luciano Berio wurde von Riccardo Chailly 2004 aufgenommen, mit Eva Urbanová als Turandot …

  • Sängerschicksale

    Areios - - Sänger

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    Zitat von Wolfram: „Bzgl. Valentina Nafornita würde ich vielleicht das Wort 'schauderhaft' nicht verwenden und manches auch anders formulieren, sie allerdings auch nicht an die 'Staatsoper' verpflichten. Ich kannte sie vorher überhaupt nicht, habe mir nun einige Sachen angehört und muss sagen, dass ich ihre Stimme v.a. völlig uninteressant finde, technische Probleme mal außenvorgelassen. Weder im 'Pasquale' noch in der 'Rusalka' kommt für mich irgendetwas rüber. Das ist nett, bemüht, aber doch b…

  • PUCCINI: Turandot - welches Finale?

    Areios - - Oper

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    Liebe Capricciosi! In letzter Zeit hab ich mich wieder etwas mehr mit Puccinis letzter, in vieler Hinsicht sehr faszinierender Oper beschäftigt. Und da ist natürlich eine ganz zentrale Frage das Problem des unvollendeten Finales. Puccini hat dazu ja nur zwei wirklich umfangreiche Skizzen hinterlassen (der Beginn von Calafs "Principessa di morte" bis "No, il bacio tuo mi da l'eternità!" und dann Calafs "Mio fiore mattutino" mit dem Offstage-Frauenchor, der mich immer an Zandonais "Francesca da Ri…

  • PUCCINI: Turandot - Kommentierte Diskographie

    Areios - - Oper

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    Turandot und Liù sind natürlich total komplementäre Frauenrollen, aber ich bin mir nicht sicher, inwieweit man das stark stimmlich differenzieren kann: Liù ist äußerlich schwach, verfügt aber über eine große und unbeugsame innere Stärke, Turandot hat sich nach außen mit einem Panzer umgeben, ist dahinter aber sehr verletzlich und fragil. Von den Arien ist aber "In questa reggia" eher zurückhaltender als "Signore ascolta" und "Tu che di gel sei cinta", Turandot muss eigentlich viel mehr Pianissim…

  • PUCCINI: Turandot - Kommentierte Diskographie

    Areios - - Oper

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    Zitat von Wolfram: „Zitat von Areios: „die Partie der Turandot hat ja unter Sopranistinnen einen ziemlich üblen Ruf ("tötet die Soprane", etc.), und wirklich überzeugende Turandots auf der Bühne sind tatsächlich dementsprechend selten. Mir ist aber ehrlich gesagt nicht ganz klar, woran das liegt, oder präziser gesprochen: was an der Partie das besonders Mörderische ist “ Ich denke, dass es die unangenehm hochliegende Tessitura der Partie ist. Ständig muss sie da oben herumsegeln, v.a. auch in de…

  • Patricia Petibon - die Kompromisslose

    Areios - - Sänger

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    Zitat von Wolfram: „Danach gab es eine Arie aus 'Alcina' (alles auf YouTube), die mich extrem fesselte ob der emotionalen Intensität. “ Ihre Interpretation von "Ah! mio cor, schernito sei!" ist wirklich großartig und hochemotional, ich führe sie auch immer wieder gerne zu Gemüte. Sie hat die Arie schon auf ihrem Barock-Album "Rosso" eingesungen, aber live aus Aix-en-Provence (und ein paar Jahre reifer) ist sie noch besser. Die Aufführung gibt es auch auf DVD: Liebe Grüße, Areios

  • Patricia Petibon - die Kompromisslose

    Areios - - Sänger

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    Zitat von Rideamus: „Das klingt eigentlich gut und konsequent. Was die Violetta betrifft, so hoffe ich jedoch, dass sie beobachtet, wie schwer sich Nathalie Dessay damit tut. Außerdem hoffe ich nach wie vor, dass sie die Olympia nicht abgibt, so dass sie zusammen mit Minkowskioder bel noch die maßstäbliche Realisierung con LES CONTES D'HOFFMANN in den drei Frauenrollen der Kaye.Keck - Fassung einspielen kann. Am besten natürlich auf einer DVD in einer Inszenierung Laurent Pellys, aber man soll j…