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  • Mendelssohn Bartholdy: Elias

    Felix - - Vokalmusik

    Beitrag

    Ist eigentlich noch jemandem aufgefallen, dass der Chor "Wohl dem, der den Herren fürchtet" eine deutliche Ähnlichkeit mit dem sehr bekannten englischen Weihnachtslied "Hark! The Herald Angels Sing" hat, dessen Melodie ebenfalls aus der Feder von Mendelssohn stammt?

  • "Und hier mögen wohl in Allen jene luftigen Bilder lebendig werden, bei denen die Jugendphantasie so gern verweilt, jene Sagen von dem Leben tief unten im Wellengrund, voll schießender Fische mit Goldschuppen, voll Perlen in offenen Muscheln, voll vergrabener Schätze, die das Meer dem Menschen genommen, voll smaragdener Schlösser, die thurmhoch über einander gebaut u. s. w. (…)“ So schrieb Robert Schumann 1835 in einer Rezension zu Felix Mendelssohn Bartholdys op. 32, „Das Märchen von der schöne…

  • Mendelssohns 2. Trio ist mein absolutes Lieblingswerk der Kammermusik. Ich habe es sicher schon hunderte Male gehört und kriege trotzdem nie genug davon (ähnlich geht es mir mit der "Italienischen" oder dem Violinkonzert). Auffällig finde ich die enorme Ähnlichkeit mit dem 1. Trio. Der "Bauplan" des Trios, also die Satzreihenfolge und die einzelnen Sätze sind formal nahezu identisch. Bei so viel thematischem Einfallsreichtum macht das aber gar nichts. Zitat von Trichomonas musicalis: „Negativbei…

  • Großartige klassische Gitarristen der jüngeren und/oder sehr jungen Generation, die mir jetzt so spontan einfallen, sind: Zoran Dukic (*1969) (okay, der ist schon etwas älter, wurde bisher aber glaube ich noch nicht genannt) Jorge Caballero (unglaublich, der Mann sprengt alle Grenzen der Gitarre, Yamachita 2.0) Marcin Dylla (*1976) Goran Krivokapic (*1979) Lukasz Kuropaczewski (*1981) Thibaut Garcia (*1994) (sehr jung, tolle Bühnenpräsenz, spielt unglaublich musikalisch) Gruß, Felix

  • Zitat von Felix Meritis: „Zitat von Felix: „Wenn mir etwas wirklich zu lang ist, dann Bruckner. Und der ist ja wohl auch eher episodenhaft und blockartig in der Themenbehandlung. “ Absolut. Deswegen höre ich Bruckner kaum. Mahler übrigens auch nur selten, und zwar genau aus demselben Grund. “ Dann haben wir ja wohl eigentlich einen ähnlichen Geschmack, wenn ich noch die Liebe zu Mendelssohn mit einbeziehe. Mich wundert nur, dass du Tschaikowsky als ähnlich lang und episodenhaft wie Bruckner oder…

  • Zitat von arundo donax: „Um mich zu wiederholen (mein Beitrag auf der 1. Seite dieses Threads liegt ja schon lange genug zurück ) : Für meinen Geschmack handelt es sich bei dem Klaviertrio um ein Gipfelwerk der Gattung und vielleicht um Tschaikowskys beste Komposition. Die Sinfonien bin ich mittlerweile ziemlich leid, um das 1. Klavierkonzert mache ich einen ebenso großen Bogen wie um "Romeo und Julia", aber an dem Trio kann ich mich nicht satt hören. Bei diesem op. 50 passt alles zusammen, der …

  • Zitat von maticus: „Zitat von Felix Meritis: „Was mich stört sind diese unendlich langen Sätze, denen ich nicht folgen kann bzw. will und die für mich in Episoden zerfallen. “ Naja, was ist mit Mahler? Schubert? maticus “ Das sehe ich genau so. Es gibt ja auch sehr lange Sätze von Brahms, Bruckner oder Mahler. Ich persönlich finde, man kann im Vergleich zu diesen Tschaikowsky in der Regel am einfachsten folgen. Ich liebe z.B. viele Werke von Brahms, habe aber zu einigen erst nach mehrmaligem Hör…

  • Zitat von Ingo Richter: „Klar, man hört bei ihm nach meiner Meinung nach oftmals so etwas wie einen Aufschrei einer vom eigenen Lebenswandel gequälten Persönlichkeit. Besonders deutlich empfinde ich das bei seiner "Pathetique" - was für ein passender Titel ... für mich DAS Werk von ihm Auch seine Fünfte fasziniert mich sehr. Auch eine sehr emotionale Musik. “ Ich finde die Fünfte und Sechste auch gleichermaßen beeindruckend. Die 5. ist mit dem die ganze Sinfonie durchziehenden "Schicksalsmotiv" …

  • Habe mich gerade einmal grob durch diesen Thread gelesen und bin schon etwas verwundert, dass Tschaikowsky hier von vielen so kritisch gesehen wird. Ich hatte immer das Gefühl, Tschaikowsky sei ein Komponist, der sowohl Laien als auch fortgeschrittene Hörer klassischer Musik gleichermaßen anspricht. Ich persönlich halte ihn in jedem Fall für einen großen Komponisten. Natürlich ist seine Art zu komponieren oftmals sehr direkt und plakativ, aber das ist beispielsweise bei Dvorak nicht anders. Es f…

  • Zitat von Waldi: „Nein, Beethoven ist es natürlich nicht, der ist auch früher gestorben. Kleine Hilfe: Der Name eines der Gesuchten beginnt aber mit B. “ Ich tippe auf Berlioz als den Sterbenden. Er ist Franzose und seine Persönlichkeit passt meines Wissens zu den angesprochenen "wunderlichen Erfahrungen und Erinnerungen".

  • Zitat von Areios: „ Und da kann man wirklich hören, dass Mendelssohns vielgeschmähte "oberflächliche Glätte" ein Produkt von laufender Selbstkritik und Verbesserung darstellt. "Die einsame Insel" ist kein schlechtes Werk - aber um wie viel zwingender ist doch die Endfassung, um wie viel perfekter durchgearbeitet, um wie viel bruchloser die Übergänge! Mendelssohn hat über weitere Strecken die Rhythmik nach dem Vorbild des Hauptthemas vereinheitlicht, so dass eine gleichförmigere Wellenatmosphäre …

  • Zitat von putto: „Weshalb ja die Frage ist, inwiefern der Historismus bei Mendelssohn/Brahms spezifischer historistisch ist und deshalb so genannt wird, also "Historismus der besonderen Art" mit der bewusst miteinkomponierten Distanz wahrscheinlich. Diese würde ich bei Haydns op. 20 nicht annehmen. So wie es immer alle möglichen Einflüsse gibt, "Folklorismus" und "Exotismus" aber nochmal etwas Besonderes bedeutet. “ Ich denke, die Bach- und Beethovenverehrung der Romantiker ist tatsächlich eine …

  • Zitat von Mauerblümchen: „Ich stelle eine Gegenbehauptung auf: Wir lieben Brahms nicht, weil er gewisse technische Aspekte von Bach übernommen hat, sondern weil er die weitergedacht und in sein eigenes integriert hat. Es ist die Synthese, nicht der Bachanteil. Und die Synthese ist Brahms eigene Leistung. “ Und das hat Mendelssohn nicht getan? Er war doch der erste, der eine Synthese aus historisch-barocken Elementen mit romantischem Ausdruck verknüpft und das in viele seiner Werke integriert hat…

  • Zitat von Mauerblümchen: „Zitat von Felix: „Warum müssen denn MB und Schumann unbedingt neue Formen erfinden, um als große Komponisten zu gelten? “ Vielleicht, weil neue Inhalte auch neuer Formen bedürfen? Schumann hat dies im lyrischen Klavierstück m. E. gezeigt - keine Sonatenhauptsatzform nach Haydnschem Vorbild, nirgends ... “ Wo erfindet denn Brahms in seinen Sinfonien groß angelegt neue Formen? Er nimmt im großen und ganzen die alten Formen und füllt sie mit neuem Inhalt. Mendelssohn tut d…

  • Zitat von philmus: „Zitat von Felix Meritis: „Ich würde eben sagen, dass Mozart und Beethoven "im Durchschnitt" besser sind. “ hm. nach was für Kriterien noch mal? was Mozart, Beethoven, Schubert (und natürlich auch Haydn) leichter zu bewundern macht, scheint mir, daß sie die Formen, an denen sich die späteren "bewähren" sollten, erst mal geschaffen bzw in eine erste Blüte getrieben haben.Den Ausdruck "besser" finde ich schwierig, auch wenn ich dem Gefühl dahinter folgen kann - die Aufgabe, vor …

  • Zitat von Mauerblümchen: „... und hätte Brahms je behauptet, er könne wegen MB keine Sinfonie und kein Streichquartett schreiben? Da gab es doch einen anderen Grund. “ Ich finde den Vergleich einfach unfair. Wer hat denn später über Brahms gesagt, er könne wegen ihm keine Sinfonie mehr schreiben? Beethoven ist einfach kein Vergleich. Er ist neben Bach die Ikone der abendländischen Musik. Das liegt natürlich in erster Linie an dem, was er geschaffen hat. Aber auch an seiner Biografie, an seinem W…

  • Zitat von Felix Meritis: „Das wollte ich schon lange mal machen, bin aber nciht dazugekommen, v.a. weil ich hier besonders elaborat einleiten wollte. “ Dann hoffe ich mal, dass meine Threaderöffnung halbwegs deinen Ansprüchen gerecht wurde. Ich finde auch, es ist definitiv eines seiner gelungensten und beeindruckendsten Werke.

  • Zitat von Felix Meritis: „Bei Mendelssohn fehlen da auf jeden Fall - bereits nach Ansicht Wagners! - die Konzertouvertüren. Das Violinkonzert geht mit der Kadenz in der Mitte des Kopfsatzes auch neue Wege. Für Orgelliebhaber sind auch die Orgelsachen von herausragender Bedeutung. Bezüglich Streichquartette: wie gesagt, das 2. und 6. gehören heute zu den am häufigsten gespielten Streichquartetten. “ Das sehe ich genau so. Gerade der außermusikalische Einfluss in den Konzertouvertüren ist doch rel…

  • Unglaublich aber wahr: Ich als Neuling im Forum musste mich schon sehr wundern, dass es bisher noch keinen Thread zu einer der schönsten Konzertouvertüren der Musikgeschichte gibt. „Die Hebriden“ oder „Die Fingalshöhle“ von Felix Mendelssohn Bartholdy gehört heute sicher zu seinen am regelmäßigsten aufgeführten Orchesterwerken und ist ein wichtiger Vorläufer der reinen Programmmusik. Am 7. August 1829 besichtigt der junge Felix Mendelssohn Bartholdy gemeinsam mit dem mit ihm befreundeten Dichter…

  • Zitat von Kater Murr: „Überhaupt sollte man vielleicht nicht unterschlagen, dass bei Schumann und Liszt auch ohne Antisemitismus eine ganze Reihe (Vor)urteile bestehen und besonders noch bis vor nicht allzu langer Zeit bestanden. Es ist ja nicht, dass die durchweg und mit dem gesamen Oeuvre so anerkannt wären wie Beethoven oder Mozart. “ Aber woran liegt das? Ist es eventuell der spezifische Zeitraum (Biedermeier), in dem diese Komponisten gewirkt haben? Auf Schumann und Mendelssohn trifft das j…

  • Zitat von Felix Meritis: „Zitat von Gurnemanz: „Zitat von Mauerblümchen: „Die Klaviertrios von MB finde ich genial! Kein Vergleich mit Schumann. “ Inwiefern das? Mir erscheinen sowohl Mendelssohns als auch Schumanns Klaviertrios gleichermaßen genial; einen Niveauunterschied höre ich da nicht. Aber Du offensichtlich schon? “ Dem würde ich mich anschließen. Obwohl mir Mendelssohn näher ist, stehen Schumanns Beiträge zur Gattung, vor allem die ersten beiden, denen Mendelssohns wohl um nichts nach. …

  • Zitat von Scherzo: „ich konnte die Geringerschätzung von MB noch nie nachvollziehen. Aber ist man da mittlerweile in der Bewertung nicht weiter? Oder anders gefragt: gibt es heute noch zeitgenössische Musikwissenschaftler und dergleichen, die explizit MB unter seinen damaligen Komponistenkollegen "in die zweite Reihe stellen"? “ Ohne da ein Experte zu sein oder den völligen Überblick über alle musikwissenschaftlichen Beiträge zu haben, denke ich, man kann sagen, dass MB unter Musikwissenschaftle…

  • Da Felix Mendelssohn Bartholdy einer meiner absoluten Lieblingskomponisten ist, las ich über mehrere Tage verteilt diesen Thread mit großem Interesse. Nach dieser Lektüre verspüre ich nun einen großen Drang, meine Gedanken zu diesem großen Komponisten in einem zugegeben sehr ausführlichen Beitrag mit euch zu teilen. Ich empfinde die Musik Mendelssohns schon immer als äußerst erfrischend, lebendig und schwungvoll. Für mich ist in vielen seiner Werke das Element des Sturm und Drang vorherrschend. …