Komponisten über Komponisten - ein kleines Zitateraten

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    • Komponisten über Komponisten - ein kleines Zitateraten

      Jetzt ist es mal an mir, ein Rätsel in unsere kleine Welt zu geben.

      Die Spielregeln sind schnell erklärt: Der Rätselsteller präsentiert ein Zitat, in dem ein Komponist sich über einen anderen Komponisten äußert. Wer zu wissen glaubt, wer sich hier über wen äußert, schreibt es hier hinein, nennt also beide Namen.

      Der erfolgreiche Rater darf dann selbst ein Zitat nach gleichem Muster anbieten. Sollte er (oder sie, ich mach's mir hier einfach) keins haben oder nicht wollen, sagt er's und wer dann zuerst kommt, übernimmt's.

      Wichtig: Das Zitat muß gesichert sein, die Quelle muß, wenn die Lösung heraus ist, angegeben werden.

      Komponisten über Komponisten: Da ist die Musikgeschichte voll der Kollegenschelte, Gehässigkeiten könnten ganze Bücher füllen (und tun es vermutlich auch).

      Hier aber ist als Einstieg etwas Freundliches:
      Niemand hat so zart und tief das Beste in uns angerührt; seine absichtslose, von verknöcherten Formeln freie Kunst ist einzigartig und wird es bleiben.
      Wer hat dies geäußert und wen hat er gemeint? Sollte niemand es erraten, werde ich das Zitat erweitern (es gibt noch ein paar Sätze drumrum).

      Viel Spaß beim Raten!
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
      Künstler und Schwein gelten erst nach dem Tode etwas.
      Max Reger
    • Hallo Gurni,

      eine schöne Idee, das!

      Bei dem Zitierten wundert man sich ja beinahe, dass er überhaupt freundliche Worte über Kollegen zu finden vermochte.

      Der Gelobte entstammt dem slawischen Kulturkreis, n'est-ce pas?

      Cheers,

      Lavine (der nicht weiter miträt) :wink:
      "You gotta grab'em by Debussy" (DJ Trump)
    • arundo donax schrieb:

      ....während der Lobpreisende ganz im Westen Europas beheimatet ist....
      und als "Monsieur Croche" bekannt ist ;+)

      Auch ich überlasse anderen das Weiterraten...

      Michel
      Es gibt kaum etwas Subversiveres als die Oper. Ich bin demütiger Diener gegenüber diesem Material, das voller Pfeffer steckt. Also: Provokation um der Werktreue willen. (Stefan Herheim)
    • Lieber Eccentric und lieber Hupenschnitzer,

      Ihr seid alle Beide offensichtlich gut ausgeschlafen!! Dabei dachte ich, daß das Zitat noch ziemlich nichtssagend ist.

      Daß Ihr anderen Rater/innen noch eine Chance läßt, finde ich sehr anständig. Sollte ich bis heute abend, sagen wir, so um 18 Uhr, hier keinen weiteren Lösungsversuch finden, werde ich das Zitat ergänzen. Der Westler hat über den Ostler noch mehr gesagt.

      Oh, ich sehe, der Schräge Vogel ist auch dabei! Schnell noch eine weitere Regel: Googeln streng verboten! ;+)
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
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      Max Reger
    • Gurnemanz schrieb:

      Googeln streng verboten! ;+)
      Deswegen halte ich auch erst Mal die Klappe :hide: weil ich mir diese Information auf unredliche Weise beschafft habe :D . Auf Nachfrage könnte ich das Zitat aber in Originalsprache liefern...
      Es gibt kaum etwas Subversiveres als die Oper. Ich bin demütiger Diener gegenüber diesem Material, das voller Pfeffer steckt. Also: Provokation um der Werktreue willen. (Stefan Herheim)
    • Lieber Michel, unredlich hast Du natürlich nicht gehandelt: Nach dem Prinzip der Rechtsstaatlichkeit müssen Gesetze erst verkündet werde, bevor deren Befolgung eingefordert werden kann. ;+)

      Auf Dein Angebot, das Original zu liefern, komme ich gern zurück - wenn es so weit ist. :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
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      Max Reger
    • Eigentlich hätte ich spontan auf Debussy getippt - zum einen, weil ihn Gurnemanz verehrt und zum anderen, weil das Zitat irgendwie auf Debussy passen würde. Allerdings würde der von Général Lavine angesprochene Kulturkreis ("slawisch") nicht dazu passen.

      Ich bin gespannt und lasse mich überraschen. Übrigens habe ich nicht "gegoogelt", weil es sonst keinen Spass macht.

      :wink:

      Roger
      "Ich brauche keine Musikkritiker"
      (Gennadi Roshdestwenskij)
    • Général Lavine schrieb:

      Hallo Roger,

      soweit ich weiß, hat sich Monsieur Croche über alle möglichen Komponisten geäußert, nicht aber über Debussy.

      Cheerio
      Ich habe Deinen Hinweis zwar verstanden ;+) , aber ich fürchte, dass ich aufgrund der Vielzahl slawischer Komponisten passen muss um eine Hyperinflation von Namensnennungen zu vermeiden.

      Vielleicht gibt es ja noch einen kleinen Hinweis, z.B. ob der Komponist noch zu Lebzeiten von "Monsieur Croche" gelebt hat. Aber selbst dann wird es schwer...

      :wink:

      Roger
      "Ich brauche keine Musikkritiker"
      (Gennadi Roshdestwenskij)
    • Roshdestwenskij schrieb:

      Vielleicht gibt es ja noch einen kleinen Hinweis, z.B. ob der Komponist noch zu Lebzeiten von "Monsieur Croche" gelebt hat. Aber selbst dann wird es schwer...


      Der Komponist starb zu einer Zeit, als "Monsieur Croche" es noch nötig hatte, mit Nadeshda von Meck durch die Weltgeschichte zu reisen, um ihren Kindern Klavierunterricht zu erteilen. Ich hoffe, Gurni nimps mir nicht übel, dass ich hier so viele Hinweise gebe :hide:
      "You gotta grab'em by Debussy" (DJ Trump)
    • Le Merle Bleu schrieb:

      arundo donax schrieb:

      ....während der Lobpreisende ganz im Westen Europas beheimatet ist....
      und als "Monsieur Croche" bekannt ist ;+)

      Auch ich überlasse anderen das Weiterraten...

      Michel
      also Debussy


      den Rest rate ich dann mal: Tschaikowski mochte er nicht, also vielleicht Rimski-Korsakow und wenn der nicht: Mussorgski

      ????


      Gruß
      Henning
      Stattdessen sind Sie Knall und Fall mitten im Unterricht vom Gymnasium abgegangen.
      GULDA: Ja, ich hab' gesagt, Herr Professor, darf ich aufs Klo, und bin nicht wiedergekommen. Ich glaub', es war in der Mathematikstunde .
      Warum sind Sie nicht in der Pause gegangen?
      GULDA: Das wär' ja fad gewesen. Keiner lacht. Die Tür ist eh offen. Ich wollte schon, daß es prickelt.
    • Général Lavine schrieb:

      Roshdestwenskij schrieb:

      Vielleicht gibt es ja noch einen kleinen Hinweis, z.B. ob der Komponist noch zu Lebzeiten von "Monsieur Croche" gelebt hat. Aber selbst dann wird es schwer...


      Der Komponist starb zu einer Zeit, als "Monsieur Croche" es noch nötig hatte, mit Nadeshda von Meck durch die Weltgeschichte zu reisen, um ihren Kindern Klavierunterricht zu erteilen. Ich hoffe, Gurni nimps mir nicht übel, dass ich hier so viele Hinweise gebe :hide:
      Handelt es sich um einen russischen Komponisten? Dann würde dazu entweder ein komponierender Naturwissenschaftler passen oder ein Alkoholkranker, der etwas über Bilder in einer Ausstellung komponiert hat.

      Ansonsten muss ich wirklich passen...

      :wink:

      Roger
      "Ich brauche keine Musikkritiker"
      (Gennadi Roshdestwenskij)
    • Debussy über Mussorgski

      Liebe Rätselfreunde,

      Ihr habt es ja schon herausgefunden, auch wenn Roger noch etwas verwirrt zu sein scheint - herzlichen Dank für Eure Mühen!

      Ja, Claude Debussy ist es, der hier Modest Mussorgski rezensiert, einen Komponisten, über den er sich stets mit Anerkennung und Bewunderung äußert, besonders über dessen Boris Godunow. Hier geht es allerdings um ein anderes Werk: Debussy, auch als Musikkritiker (gern hinter der Maske des von ihm erfundenen Monsieur Croche) recht aktiv, war am 30.03.1901 Zeuge der französischen Erstaufführung des Liederzyklus Kinderstube durch Marie Olénine, am Klavier begleitet von Alfred Cortot. Der von mir zitierte Satz gehört zu einer generellen Betrachtung über Mussorgski; seine Rezension beginnt mit ein paar biographischen Angaben und endet mit einer lobenden Beschreibung von Werk und Interpretation.

      Hier ein etwas ausführlicherer Auszug:
      Niemand hat so zart und tief das Beste in uns angerührt; seine absichtslose, von verknöcherten Formeln freie Kunst ist einzigartig und wird es bleiben. Nie hat eine so verfeinerte Sensibilität sich so einfach auszudrücken vermocht; es ist, als schaute man dem Tanz eines neugierigen Wilden zu, der bei jedem Schritt, den ihm sein Gefühl eingibt, die Musik entdeckt. Die Frage nach irgendeiner Form stellt sich nicht mehr, oder diese Form ist jedenfalls so vielschichtig, daß sie sich unmöglich mit den bestehenden, man könnte sagen: gesetzlich verordneten Formen in Einklang bringen läßt; das Ganze setzt sich zusammen aus kleinen, aufeinanderfolgenden Wendungen, die durch ein geheimnisvolles Band und die Gabe lichtvoller Hellsicht miteinander verbunden sind, und empfängt von daher seinen Halt. Manchmal erklingen auch Empfindungen an voll dunkler Vergangenheit und bebender Unruhe, die das Herz vor Bangigkeit erschauern lassen.
      Sichtbar wir hier vielleicht auch, daß der Jounalist Debussy hier ästhetische Bekenntnisse des Komponisten Debussy andeutet, wenn er die "gesetzlich verordneten Formen" negativ anklingen läßt.

      Der General hat übrigens recht: Die russische Mäzenin Nadeschda von Meck unterstützte nicht nur Tschaikowski, sondern auch den damals noch jungen Franzosen.

      Meine Quelle: Claude Debussy, Monsieur Croche. Sämtliche Schriften und Interviews, hrsg. von François Lesure, Reclam/Stuttgart 1982, S. 31 (La Revue blanche, 15.04.1901)

      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
      Künstler und Schwein gelten erst nach dem Tode etwas.
      Max Reger
    • Ich habe dieses Zitat noch nie gehört, ich rate also einmal völlig ins Blaue hinein: Diese Beschreibung klingt sehr nach Wagner, nach dem "Genuss" seiner Werke haben sich doch viele Zeitgenossen in genau dieser Richtung geäußert. Könnte es zum Beispiel Tschaikowsky gewesen sein? Der war 1876 bei der Uraufführung des Rings in Bayreuth dabei und hat sich geradezu entsetzt geäußert. Andererseits: "Konzerte" klingt eher nach Instrumentalmusik...
      Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde
    • Cherubino schrieb:

      Diese Beschreibung klingt sehr nach Wagner [...]
      In die Richtung hätte ich auch vermutet, den Herrn (?) mit den zerschnittenen Ohren würde ich eher im Österreichischen orten... Rate allerdings ebenfalls auf Geratewohl. Jetzt hoffe ich, daß es falsch ist, damit es noch ordentlich weitergeht!
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
      Künstler und Schwein gelten erst nach dem Tode etwas.
      Max Reger