Komponisten über Komponisten - ein kleines Zitateraten

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    • Die "himmlische Länge" - Schumann hat genau diesen Begriff noch einmal in einer weiteren Bemerkung über Schuberts Neunte gebraucht, wenn ich mich nicht irre - war der nahe liegende Schlüssel zur Lösung des Rätsels.

      Ich hatte leider erst einmal das Vergnügen, beim Spielen dieser Sinfonie im Orchester zu sitzen, und das auch nur an der 2. Oboe. Aber selbst an dieser ansonsten oft sehr undankbaren und heiklen Stimme hat das mir das Werk beim aktiven Musizieren sehr viel Freude bereitet - die Längen wirken tatsächlich himmlisch....selbst auf Orchestermusiker :D ...... :thumbsup:

      Wenn ich darf, überlege ich mir in den nächsten Tagen (ohne allzu großen Stress) ein neues Rätsel.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Ja, die "himmlische Länge" hat Schumann dann in seinem (ich glaube:) 1840 veröffentlichten Artikel über die C-Dur-Symphonie in der "Neuen Zeitschrift für Musik" gelobt und mit ihm entscheidend zur Verbreitung des Werks beigetragen.
      Das Briefzitat habe ich der kleinen Schubert-Monographie von Fingernagel/Scheutz (2006) entnommen.
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      Homo sum, ergo inscius.
    • Ich mache es dann auch mal ziemlich einfach:

      A schreibt an B über C und seine Gattin: "Die Freude an den Menschen wird bedeutend geschmälert, ja kann ganz unmöglich werden, durch den Komponisten. Ich wollte auch noch mit diesem fertig werden, wenn ich ihn nur bisweilen allein hätte. Aber nun ist immer die Frau dabei, und man weiß wirklich nicht, woher die nötigen Redensarten nehmen....durch das Requiem von C ist auch wohl auf Dein Gesicht keine Entzückung gekommen!? Ich weiß ihm kein Wort über das trostlose Stück zu sagen."

      Wer war A, wer war B, wer war C (und wer war C´s Frau)?

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Naja, so einfach ist das nicht! Also ein Schuß ins Blaue:

      C = Verdi ?

      Wobei ich Verdis Requiem nicht trostlos finde, aber ich heiße ja auch nicht A. :D

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • arundo donax schrieb:

      Wer war A, wer war B, wer war C (und wer war C´s Frau)?
      Ich weiß es, will Euch aber den Spaß am Raten nicht verderben. Deshalb nur ein kleiner Tipp: Trotz der heftigen Kritik von A an C wurde letzterem zu Ehren im Jahre 2004 ein internationale Gesellschaft gegründet, aber leider 2017 wieder aufgelöst. Übrigens wird der Nachname von C meistens auf der falschen Silbe betont.
      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
      "Mir nicht."
      (Theodor W. Adorno)
    • Versuch: A hat sich über die Anwesenheit der Gattin Cs geärgert. C hat sich aber nicht über die Anwesenheit der Gattin As geärgert. Aus einem ziemlich schlichten Grunde. Bin ich damit auf der richtigen Spur?

      :whistling:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
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      Helmut Lachenmann
    • Gurnemanz schrieb:

      Versuch: A hat sich über die Anwesenheit der Gattin Cs geärgert. C hat sich aber nicht über die Anwesenheit der Gattin As geärgert. Aus einem ziemlich schlichten Grunde. Bin ich damit auf der richtigen Spur?
      Könnte sein, dass Du auf der richtigen Spur bist, obwohl sich A nicht wirklich über die Anwesenheit der Gattin Cs geärgert hat. Im Zitat klingt es zwar so, als ob, aber.....

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Weil es ums Raten geht und Italien ausgeschlossen ist: C = Josef Gabriel Rheinberger?

      Gruß Benno
      Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)
    • Ich taste mich weiter vor. Möglicherweise habe ich A, C und dessen Gattin schon im Blick. Meine Anspielung oben bezog sich darauf, daß A unverheiratet war, C also gar nicht in der Lage war, sich über As Gattin zu ärgern, alldieweil keine existierte. Mir scheint auch, daß A eigentlich sogar mit Cs Gattin befreundet war.

      Aber ich versuche es mal mit B. Gestern bin ich bei anderweitigen Recherchen auf einen Philosophen gestoßen, der den Neukantianern zugerechnet wird und in Marburg tätig war. er komponierte auch und war mit A (wenn ich ihn richtig identifiziere) bekannt; dieser riet ihm, B, aber wohl davon ab, die Komponistenlaufbahn einzuschlagen. Stattdessen wurde B (wenn es denn B ist, von dem ich hier rede) dann Philosophieprofessor. Auch nicht schlecht.

      Paßt das alles?

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
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      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Nein, lieber Gurni, B war kein Philosophieprofessor, sondern eine Frau. Daß A unverheiratet war, stimmt. Auch deutet manches darauf hin, daß A für Cs Frau einiges empfand, möglicherweise sogar mehr als Freundschaft. Sie hat übrigens auch ein bißchen komponiert.
      :D :D :D
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      Homo sum, ergo inscius.
    • man wird etwas auf die falsche Fährte gelenkt, dass A was gegen die Frau von C haben könnte. Das ist ganz und gar nicht so.
      Alle vier waren und blieben miteinander befreundet und haben sich musikalisch vielfältig ausgetauscht. Das Problem für A war nur, dass er mit den Kompositionen von C nicht glücklich wurde (zurecht, wie auch ich finde...).
    • Weniger bekannte Komponisten mit Requiem? C = Franz von Suppé (aber den betont doch niemand wie Suppe?!)

      Die Anwesenheit der Frau muss man wohl so verstehen, dass dadurch mehr höfliche Zurückhaltung bei der Kritik angesagt war, oder?
      Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
      (B. Pascal)
    • Irgendwie krieg ich Schumann nicht aus dem Kopf, soll ja nicht der unterhaltsamste Gesprächspartner gewesen sein, und sein Requiem ist jetzt auch nicht so das Hauptwerk...
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht