Komponisten über Komponisten - ein kleines Zitateraten

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    • Felix Meritis schrieb:

      Also ich meine gelesen zu haben, dass sich Brahms recht despektierlich über Herzogenbergs Kompositionen auch gegenüber dessen Frau äußerte (steht in irgendeinem Booklet von cpo), nicht gerade zu ihrer Begeisterung wohlgemerkt.
      Das wäre eine mögliche Erklärung für das Zitat des Rätsels. Brahms könnte aus Freundschaft zum Ehepaar von Herzogenberg bemüht gewesen sein, dass sich solche für alle Beteiligten unguten Szenen nicht wiederholen. Mit der Konsequenz dass er im konkreten Fall (Requiem) gar nichts sagen konnte.

      Zu Woldemar Bargiel, meiner Meinung nach ein wesentlich talentierterer Komponist als von Herzogenberg, wenn auch in der Tonsprache ganz konservativ: Bar-gi-el
      ...richtig, als wäre er ein Erzengel. Seine Partiturspielübungen sind allerdings teuflisch schwer: Übertragungen von Bachchorälen für vier transponierende Instrumente, mit teils haarsträubenden Kombinationen.
      :wink: Khampan
    • Ich habe einiges von Bargiels Kammermusik (Streichoktett, Klaviertrios) und finde diese sehr ansprechend. Überhaupt mag ich einige der deutschen Komponisten aus dieser Zeit sehr gerne (Volkmann, Reinecke, Kiel, Rheinberger, auch den knorrigen Draeseke).
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Neues Rätsel

      So, jetzt ein ziemlich schwieriges Rätsel, obwohl beide Komponisten sehr bekannt sind. Ganz kleiner Tipp: das Zitat ist ursprünglich nicht auf Deutsch.

      Komponist A über Komponist B:

      "B ist einer meiner Lieblingskomponisten. Ich habe mir eine fotografische Abbildung der Partitur seiner X-Ouvertüre herstellen lassen. Ein genial instrumentiertes Stück. Ich liebe B's Y-Konzert, seine Kammermusik, seine Klavierwerke, seine Opern. Welche Tragik, dass dieser Künstler zu Tode geärgert wurde. Weshalb hört man seine Musik so selten?"

      Wer sind A und B?

      Nur als Extraaufgabe (da kaum lösbar, wenn man`s nicht weiß): Welche Werke sind X und Y?
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Ich habe keine Ahnung. Aufgrund Deines Avatars tippe ich bei B auf Felix Mendelssohn Bartholdy.

      Na?

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • mal so ins Blaue hinein:

      A = Strawinsky ?
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • Felix Meritis schrieb:

      Das stimmt! Was hat Dich auf die Spur gebracht?
      eine Zeit, in der Fotokopien möglich, aber nicht gängig sind, die Wertschätzung der Instrumentation, dein Hinweis, irgendwie der Stil ...
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • Dann tippe ich für B auf Weber. Strawinsky hat ihn sehr geschätzt. Opern, Konzerte, Klaviermusik, Kammermusik: würde passen. X ist dann irgendeine von den Ouvertüren, Y müsste dann das Fagott-Konzert sein, weil es Klavier- und Klarinettenkonzerte jeweils zwei gibt, im Zitat aber von "dem" Konzert die Rede ist.
      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
      "Mir nicht."
      (Theodor W. Adorno)
    • Kommt mir auch bekannt vor. Es könnte allerdings sogar sein, dass Stravinsky das Konzertstück für Klavier und Orchester meint, da das lange Zeit nicht ganz zu Unrecht das beliebteste Konzertwerk Webers gewesen sein dürfte.
      Falls es nicht Weber ist, dann Tschaikovsky. Aber dass Stravinsky den sehr geschätzt hat, ist allgemein bekannt.
      Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
      (B. Pascal)
    • ChKöhn schrieb:

      Dann tippe ich für B auf Weber. Strawinsky hat ihn sehr geschätzt. Opern, Konzerte, Klaviermusik, Kammermusik: würde passen. X ist dann irgendeine von den Ouvertüren, Y müsste dann das Fagott-Konzert sein, weil es Klavier- und Klarinettenkonzerte jeweils zwei gibt, im Zitat aber von "dem" Konzert die Rede ist.
      Volltreffer! Auch Fagottkonzert stimmt. Bei der Ouvertüre handelt es sich um die Turandotouvertüre.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Kater Murr schrieb:

      Kommt mir auch bekannt vor. Es könnte allerdings sogar sein, dass Stravinsky das Konzertstück für Klavier und Orchester meint, da das lange Zeit nicht ganz zu Unrecht das beliebteste Konzertwerk Webers gewesen sein dürfte.
      Falls es nicht Weber ist, dann Tschaikovsky. Aber dass Stravinsky den sehr geschätzt hat, ist allgemein bekannt.
      Ja, Tschaikowsky wäre sehr offensichtlich gewesen und hätte gepasst.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Eine Rätselfortsetzung würde ich gern ChKöhn oder wem auch immer überlassen und mich ggf. später mal wieder einschalten.
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • zabki schrieb:

      Eine Rätselfortsetzung würde ich gern ChKöhn oder wem auch immer überlassen
      Ok, also ein neues Rätsel.

      Komponist A schreibt über Komponist B:
      "Vor zwei Jahren stand ich an Bs Grab (...). Die weiße Marmorplatte, die das Grab deckt (...), das wildwachsende Gras auf diesem Teil des Friedhofs und die vielen kleinen Eidechsen, die über das Gras huschten oder unbeweglich in der Märzsonne verharrten - alle diese Eindrücke verwoben sich mit meinen Gedanken an diesen dort endgültig ruhenden Menschen B. Er hatte mir mit seiner Musik schon in meinen Jugendjahren einen Weg der Wahrheit gezeigt und hat später auch in persönlichen Begegnungen die Kraft zum eigenen Bewusstwerden gestärkt. Als Bs Lebensweg abgeschlossen war und damit sein Gesamtwerk endgültig wurde, von diesem Moment an leuchtet dieses Werk als eine der ganz wenigen ganz großen elementaren Kräfte vor dem Hintergrund unseres verworrenen und dunklen Jahrhunderts."

      Wer ist A, wer ist B?
      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
      "Mir nicht."
      (Theodor W. Adorno)
    • Felix Meritis schrieb:

      Hm, Wikipedia verriet mir, dass sich Strawinsky in Venedig begraben ließ, und Google zeigt mir auf dem Friedhof San Michele Marmorplatten. Also rate ich mal: A ist Strawinsky.
      A war der vor der Marmorplatte, B der dadrunter. Aber ansonsten stimmt's!
      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
      "Mir nicht."
      (Theodor W. Adorno)