Komponisten über Komponisten - ein kleines Zitateraten

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    • Waldi schrieb:

      Kleiner Nachtrag: Also ich finde die prominente Übersetzung des Verdi-Zitats wesentlich getreuer und auch angemessener
      Na ja, ich wollte auch nicht Franz Werfel - von dem die von Philbert zitierte Übersetzung nach meiner Erinnerung stammt - korrigieren, sondern nur diese sehr bekannte vermeiden...
      Bernd

      Fluctuat nec mergitur
    • Zwielicht schrieb:

      Inhaltlich würde das Zitat aber mein Bild von Schönberg ins Wanken bringen
      Schickes Rätsel :sofa1: !!!


      Ich hab keinen blassen Schimmer um wen und was es gehen könnte , aber da ist so einiges am Wanken, oder?

      zB das hier macht mich stutzig:

      "Was die Leute im allgemeinen als Melodie ansehen, ist eine musikalische Phrase, die in Intervallen, Rhythmen und Stil nicht neu ist. " Eigentlich ist diese Aussage doch inhaltlich Quark. Ausser es geht um Neue Musik? Da könnte man sie ja noch halbwegs verteidigen.

      Und das hier:

      "Was kann im Verknüpfen von Melodien auf vollkommen verständliche und wohlklingende Art weitergehen als B am Schluss des y?"
      Seltsamer Satzbau......stimmt doch irgenwie vorne und hinten nicht.

      Sind das mit die Gründe, warum Dein Bild von Schönberg ins Wanken käme? (Mit anderen Worten, A ist bei Dir nicht so beliebt? )
    • Es handelt sich um die Äußerung eines Komponisten in einem bestimmten historischen und musikhistorischen Kontext. Ich kann sie intellektuell nachvollziehen, "Quark" erkenne ich hier nicht. Meine Meinung dazu tut nichts zur Sache. Schönberg kommt mE als Autor nicht in Frage (er ist es auch nicht), weil ein Teil des Zitats inhaltlich seinen sonst geäußerten Anschauungen widerspricht.

      :wink:
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    • Oper ohne Melodik könnte entweder Wagner (B) ab ca. Tristan? (x) oder irgendwas späteres im Stile eines "durchgehenden Accompagnato" sein. Oder gäbe es etwas früheres, worauf das passen könnte?
      Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
      (B. Pascal)
    • Ich hätte eher auf den "Siegfried" getippt wegen

      Zwielicht schrieb:

      letzteres Teil eines größeren Werkzusammenhangs
      Gruß
      MB

      :wink:

      (Nachtrag:

      Also B = Wagner, x = Der Fliegende Holländer, y = Siegfried, C = Bellini?)
      "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
    • Kater Murr schrieb:

      Oper ohne Melodik könnte entweder Wagner (B) ab ca. Tristan? (x) ...

      :thumbup: Genau, fehlende "Melodik" war ein Vorwurf, der nicht selten den späteren Wagner traf. Das Werk x ist allerdings nicht der Tristan.

      Aber Wagners y sollte jetzt nicht mehr schwer zu erraten sein. Die Stelle, von der A spricht, ist doch recht markant und bekannt... PS: "Teil eines größeren Wekzusammenhangs" nicht wie Oper als Teil einer Tetralogie (wie von MB erwogen), sondern wie ... als Teil einer Oper.

      :wink:
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    • Ok, das ist mir schon alles klar: Wir sollten nicht den Inhalt hinterfragen.
      Meine Denke war, dass der „Quark“ auf den Komponisten A deuten könnte.

      „ Eine musikalische Phrase, die in Intervallen, Rhythmus und Stil nicht neu ist?“ Das wäre doch dann geklaut.
      Es ist mir schon klar, dass gemeint war, dass die Leute immer erstmal was gewohntes hören wollen. Aber so wie es hier ausgedrückt wird, ist es seltsam. Wenn das nämlich alles nicht neu sein darf, dann wäre die betreffende Melodie Ton für Ton geklaut. Das wüsste doch ein Komponist und würde es deshalb nicht so sagen. Ironisch hört es sich aber auch nicht an.
      Naja, egal. Mich macht es weiterhin stutzig.

      Da bin ich ja mal gespannt, wer das wann gesagt hat. :D
    • Zwielicht schrieb:

      Rosamunde schrieb:

      „ Eine musikalische Phrase, die in Intervallen, Rhythmus und Stil nicht neu ist?“ Das wäre doch dann geklaut.
      Es ist mir schon klar, dass gemeint war, dass die Leute immer erstmal was gewohntes hören wollen.
      In etwa so. Das finde ich nicht missverständlich.
      Nein , nicht missverständlich. Sondern es erscheint mir im Zusammenhang nicht besonders fachmännisch.

      Ich bin gespannt!

      :wink:
    • Waldi schrieb:

      Mahler an Strauss???
      Nein, das ist leider die falsche Spur. Mahler war zur Zeit des Zitats schon lange tot.

      A ist nicht einfach zu erraten, obwohl leidlich bekannt. Er laviert ein wenig, scheint mir.

      Aber y, Leute... ;) Wo schichtet Wagner denn drei Melodien/Themen geradezu ostentativ übereinander?

      :wink:
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    • Zwielicht schrieb:

      Drei Melodien sind etwa die Grenze dessen, was ein Ohr im Durchschnitt aufnehmen und verfolgen kann.

      Diesen Satz habe ich so oder so ähnlich schonmal gelesen, obwohl ich den gesamten Rest des Zitates nicht kenne. Dennoch bin ich ziemlich sicher, zu wissen, wer A ist. Mein Klavierlehrer hat sich damals gewundert, warum es in dem Werk As, über das wir uns unterhielten, zwar dreistimmige, aber keine vierstimmigen Fugen gibt, woraufhin ich dieses Zitat parat hatte. :) Mein Klavierlehrer mochte die Auffassung As allerdings nicht teilen...
    • Zwielicht schrieb:

      Was kann im Verknüpfen von Melodien auf vollkommen verständliche und wohlklingende Art weitergehen als B am Schluss des y?
      Ich rate:

      B = Mozart y = Finale des Ersten Akts des Don Giovanni?
      Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)