Klebe, Giselher (1925-2009), leidenschaftlicher Wunsch nach Klarheit

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    • Der Jüngste Tag, Neuinszenierung am Landestheater Detmold

      Musikalische Leitung: Lutz Rademacher
      Inszenierung: Jan Eßinger
      Premiere am 7.2.2020, 19.30 Uhr
      weitere Aufführungen am 9.2., 28.2., 14.3., 8.4., 18.4., 8.5., 4.6.
      Kaffee/Wein/Bier vor oder nach der Aufführung auf Anfrage bei mir.

      landestheater-detmold.de/de/pr…/der-jungste-tag/37608897
      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
      "Mir nicht."
      (Theodor W. Adorno)
    • eine echte Überraschung für mich!

      etwas irritierend die Angabe für die Vorlage "NWDR 1950" als Sendedatum. In der Kolisch-Diskographie, die in dem Band "Die Lehre von der musikalischen Aufführung in der Wiener Schule", hrsg. v. Markus Grassl u. Reinhard Kapp, Wien 2002, wird als Uraufführung angegeben Darmstadt 1.6.1955 (offenbar durch Kolisch). Nun, vielleicht zählt die Rundfunkproduktion nicht als Aufführung. Habe leider nicht das Material um rauszukriegen, wann die Sonate komponiert wurde.

      hier gibts noch eine Einspielung mit Jenny Abel auf yt:

      youtube.com/watch?v=d6WNTSO1j8I

      Nostalgie-Feeling kann ich gut nachvollziehen!
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • Die beiden Solo-Violinsonaten hat Eckhard Fischer auch auf dieser CD eingespielt:



      zabki schrieb:

      etwas irritierend die Angabe für die Vorlage "NWDR 1950" als Sendedatum. In der Kolisch-Diskographie, die in dem Band "Die Lehre von der musikalischen Aufführung in der Wiener Schule", hrsg. v. Markus Grassl u. Reinhard Kapp, Wien 2002, wird als Uraufführung angegeben Darmstadt 1.6.1955 (offenbar durch Kolisch).
      1950 kann nicht stimmen: Das Autograph ist (laut Klebe-Werkverzeichnis von Michael Rentzsch) datiert mit "Berlin-Frohnau / Januar - März 1955". Davor steht übrigens noch Klebes Kommentar: "Diese Sonate entstand unter dem starken Eindruck, den Josef Haydns Sinfonie Nr. 92 - Oxford Sinfonie genannt - in mir hinterlassen hat." Die Uraufführung spielte Rudolf Kolisch am 1. Juni 1955 bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik.

      Siehe auch giselherklebe.de/werkverzeichnis und

      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
      "Mir nicht."
      (Theodor W. Adorno)
    • ChKöhn schrieb:

      1950 kann nicht stimmen
      danke! vielleicht hats der yt-Einsteller ja mit der Sonate für Violine u. Klavier von 1950 verwechselt.
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • ChKöhn schrieb:

      Musikalische Leitung: Lutz Rademacher
      Inszenierung: Jan Eßinger
      Premiere am 7.2.2020, 19.30 Uhr
      weitere Aufführungen am 9.2., 28.2., 14.3., 8.4., 18.4., 8.5., 4.6.
      Kaffee/Wein/Bier vor oder nach der Aufführung auf Anfrage bei mir.

      landestheater-detmold.de/de/pr…/der-jungste-tag/37608897
      Die Premiere ist vor einer Stunde zu Ende gegangen. Es gab Beifallsstürme für eine engagierte, spannende und bewegende Aufführung dieser wunderbaren Oper. Näheres nicht mehr hier.
      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
      "Mir nicht."
      (Theodor W. Adorno)
    • während seiner Zeit als Intendant der Rheinoper (damals wohnte ich nur einige 100m neben dem Duisburger Haus) hatte Kurt Horres so manche Rarität inszeniert, darunter eben auch den Jüngsten Tag. >Hermann Becht gab damals den Bahnhofvorsteher, Hans Wallat müsste dirigiert haben; genaueres habe ich im Netz nicht mehr finden können.<

      Muss gestehen, dass mich *** Inszenierung + Spielfreudigkeit des Ensembles + zwei, drei Orchesterzwischenspiele *** damals mehr überzeugt haben als Klebes Behandlung der Singstimmen; freilich fand ich *** überzeugend genug, um es mir nach dem Besuch der Premiere einige Monate später nochmal anzusehen!!

      Publikumsreaktionen damals ... ein Reinfall war's keineswegs, aber "Beifallsstürme" :| :| hatte mich aber schon damals nicht mehr gewundert (ein Institut, an dem selbst die Düsseldorfer "Wozzeck"-B-Premiere - mit mir drinnen u. mit Camilla Nylund / Bo Skovhus in den Hauptpartien - vor einem zweidrittel-leeren Haus stattfindet ... nun ja, lassen wir's)

      jedenfalls - wer auf die Detmolder Produktion inzw. neugierig geworden ist, der sollte sich's IMO in der Tat überlegen, ob er nicht hinfahren sollte :!:

      :wink:
      Durchhängen iss nich !!
      (Udo Lindenberg)
    • ChKöhn schrieb:

      Kölner Rundfunk-Sinfonieorchester unter Christoph von Dohnányi
      Das war auch die Besetzung der Uraufführung v. 6.Oktober 1967. Das Stück entstand im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks. Im Programmheift der Uraufführung schrieb Klebe dazu:

      "Diese Sinfonie habe ich in der traditionellen viersätzigen Form komponiert. (...) 1. Satz: drei Themen - Durchführung - verkürzte bzw. komprimierte Reprise; 2. Satz: Variationen über die im Baß vorgetragene Reihe; 3. Satz: ein Scherzo, das in seriellen Varianten stark kontrastierende Themen kombiniert, und attacca folgend der vierte Satz, der - im Gegensatz zum Scherzo - charakterlich möglichst ähnliche Themen in Gruppen verbindet. Die harmonischen und akkordischen Erfindungen, die meine Ausgangsidee für diese Sinfonie darstellten, beschließen den vierten Satz."
      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
      "Mir nicht."
      (Theodor W. Adorno)
    • Neu

      Bei youtube ist inzwischen noch mehr von Giselher Klebe zu finden:

      Die Zwitschermaschine (1950) (OK, das ist nicht neu) - Zwei verschiedene Aufnahmen:
      youtube.com/watch?v=8K4SOqfxOXs
      youtube.com/watch?v=eaauAN8RLpQ

      2. Sinfonie (1953): youtube.com/watch?v=Fq_TcJ1KFNo

      Cellokonzert (1957): youtube.com/watch?v=P19CPT7_yIE

      Adagio und Fuge mit einem Motiv aus Wagners "Die Walküre" (1962): youtube.com/watch?v=K1WtjqiRwDo

      5. Sinfonie (1987): youtube.com/watch?v=ckytpPiBAho

      Harfenkonzert (1989): youtube.com/watch?v=35YRcgC--XQ

      ***

      Die Dritte Sinfonie hat mich inzwischen regelrecht gepackt - es gibt also reichlich Nachschubmaterial für die nächsten Tage und Wochen ...
      Bernd

      Fluctuat nec mergitur