Ralphs Versuche

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    • Ralphs Versuche

      Im Eröffnungsbeitrag habe ich mir vorgenommen, mal (grob) alle meine im I-Net veröffentlichten Werke der letzten Jahre zu sammeln.

      Ich gehe chronologisch vor:

      - 2004/2005: 4 Walzer für Klavier

      Thread bei Clavio: "http://www.clavio.de/forum/showthread.php?t=2408

      - 2007: Sinfonie im "klassischen Stil" - Allegro vivace und Andante+Menuett

      Noten+MP3: "http://rapidshare.com/files/450826649/Sinfonie_C-Dur.zip

      - 2007/2008:

      1. Sonate für Klavier

      Thread bei Clavio: "http://www.clavio.de/forum/showthread.php?t=2287
      Noten+MP3: "http://rapidshare.com/files/440913302/Klaviersonate.zip

      2. Sonate für Posaune und Klavier

      Thread bei Clavio: "http://www.clavio.de/forum/showthread.php?t=2306
      Noten+MP3: "http://rapidshare.com/files/449427730/sonate_fuer_posaune_und_klavier.zip

      - 2008: Sinfonie in D-Dur, 1. und 2. Satz

      Thread bei Clavio: "http://www.clavio.de/forum/showthread.php?t=5681
      Noten+MP3: "http://rapidshare.com/files/450828696/kindersinfonie.zip

      - 2009: Variationen über ein Weihnachtslied für Cello und Klavier

      MIDI: "http://www.cdeclan.de/cellovariationen.mid
      PDF: "http://www.cdeclan.de/cellovariationen_psc.pdf
      PDF Cello: "http://www.cdeclan.de/cellovariationen_part.pdf

      - 2010: Klavierstück

      Thread bei Clavio:"http://www.clavio.de/forum/showthread.php?t=9541

      - 2011:

      1. Sinfonie: "http://www.cdeclan.de/sf.pdf

      - 2012:

      Capriccio für Klarinette solo: http://www.bernardynet.de/capriccio.pdf (Aufnahme per PN)
      Trio für Trompete, Posaune und 5 Pauken: http://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewPodcast?id=532483187 / Noten: http://www.capriccio-kulturforum.de/forum-fuer-komponisten/1069-ralphs-versuche/index4.html#post178607

      - 2013:

      Hornkonzert: http://www.dgsp-rheinland-pfalz.de/Hornkonzert.mp3 / http://www.bernardynet.de/hornkonzert.pdf

      Als Zugabe noch ein bisschen trashige U-Musik! :)

      Drab Abbey: "http://www.bernardynet.de/Drab%20Abbey.mp3
      Wafting Weeper: "http://www.bernardynet.de/WaftingWeeper.mp3

      Stilkopien:

      Mazurken:

      h-Moll: "http://www.dgsp-rheinland-pfalz.de/mazurka1.pdf / "http://www.dgsp-rheinland-pfalz.de/mazurka1.mp3
      e-Moll: "http://www.dgsp-rheinland-pfalz.de/mazurka2.pdf /"http://www.dgsp-rheinland-pfalz.de/mazurka2.mp3

      Klapperschlangenfuge:

      http://www.bernardynet.de/fuge1.mp3
      http://www.bernardynet.de/klapperschlangenfuge.pdf

      Marschtrillerfuge:

      http://www.bernardynet.de/Marschtrillerfuge.mp3
      http://www.bernardynet.de/Marschtrillerfuge.pdf

      Mozart-Fantasie: "http://www.dgsp-rheinland-pfalz.de/fantasiedmoll.pdf


      Enjoy!
    • Hallo Ralph,

      wenn die Fassung nicht mehr ganz so roh ist, wäre ich schon an einer Kopie der Solostimme interessiert! Das, was ich so beim Überfliegen wahrgenommen habe, sieht allerdings teilweise affenschwer aus - und zwar der weiten Tonsprünge halber. Diese sind auf der Oboe immer äußerst problematisch.

      In welchem stilistischen Rahmen siehst du denn deine Musik?

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Hallo Ralph!

      Ich würde gerne etwas Qualifiziertes schreiben zu diesem Oboenkonzert, aber das einzige, was ich nach dem Durchlesen der Partitur sagen kann, ist, dass ich überfordert bin. Die Solostimme ist wirklich wahnsinnig schwer und ich kann mir auch nur schlecht vorstellen, wie das Stück als Ganzes klingen könnte (das wird auch an meiner geringen Erfahrung mit Neuer Musik liegen). Mir stellte sich die gleiche Frage wie Bernd: In welchem stilistischen Rahmen siehst du denn deine Musik? Und kannst du mir vielleicht ein paar Hinweise geben, worauf ich bei diesem Stück achten sollte, was dahinter steht, wie es vielleicht gegliedert ist etc.? Denn ich fühle mich in diesen 23 Partuiturseiten erst einmal ziemlich verloren! :hide:

      Respektvolle Grüße,
      Lars
      Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde
    • Guten Abend Ralph,
      erst einmal Kompliment zu Deinem Unterfangen. Ich kann mich den Vorschreibern nur anschließen. Es sieht sehr interessant aus, aber in der Solostimme benötigst du schon einen wahren Könner. Die Intervallsprünge sind wirklich für einen ambitionierten Amateuroboisten zu extrem.
      Trotzdem viel Erfolg bei Deinem Unterfangen!

      Gruß,

      scherchen
      "Music is the voice of the all - the divine melody - the cosmic rhythm - the universal harmony." aus Music for all of us (Stokowski, 1943)
    • Besonders lustig wird es auf den Seiten 14 und 15. Halleluja, wer soll das denn spielen? Die Konzerte von Strauss und Martinu sind ein Klacks dagegen.

      Naja, vielleicht findest du an deiner Hochschule in der Klasse Indermühle jemanden, der dieses Dauergehopse mit den aberwitzigen Vorschlägen (in einer Sechzehntelkette vom es2 zum Vorschlag des1 und dann zum b2????) dazwischen realisieren kann. Ich gebe ganz offen zu, daß ich das Jahre üben müßte, um auch nur den Funken einer Chance zu haben.

      Viele Grüße

      Bernd
    • Hi Leute,

      erstmal danke für euer Feedback! ;+)
      Stilistischer Rahmen, über sowas denke ich eigentlich nicht so sehr nach. Vielleicht könnte man von verfremdeten, atonalen Hindemith mit postmodern eingesetzten tonalen Elementen sprechen? Keine Ahnung :D Hauptsache es klingt "frisch"!
      Meine Lehrerin im Dirigieren (die auch Oboe studiert hat) hats mal durchgespielt und gesagt, es sei alles machbar, bis auf die Flatterzunge auf den Sechszehnteln bei Seite 14/15. Hinsichtlich der weiten Sprünge hab ich mich übrigens von Berios Sequenza inspirieren lassen, als ich die hörte und die Partitur mitlas dachte ich: ok, auf der Oboe ist also alles möglich. :D
      Aber vergesst nicht, das Tempo ist nicht soo schnell (Viertel 96 bei der Sechszehntelpassage mti den Sprüngen).
      Solostimme kann ich gerne per PN zuschicken!

      Jetzt noch zur Musik:

      Das Konzert beginnt mit einem Orchestertutti (13 1/2 Takte), welches 5 Gedanken vorstellt:

      1. der kontrapunktische Satz T. 1-4
      2. G-Dur Fortissimo und Fortführung mit Flageolett-Sforzandi und B-A-C-H Motiv (Fagott) T. 5-9 1/2
      3. Violinmotiv mit Sextolenantwort und Fortsetzung durch Terzmotiv Kl./Fg. C-Dur T. 9 1/4 - 12
      4. abschließendes Forte T. 12 3/4 -14 1/2

      Diese Gedanken werden anschließend verarbeitet.
      In der ersten Solopassage T. 14 1/2 - 40 werden nach einer kurzen "Überleitung" die Tonfolgen aus T. 1-4 verarbeitet.
      Im Tutti ab T. 40 1/2 - 57 ebenfalls. Dieser Abschnitt mündet in Es-Dur, T. 58. Die Begleitung reminisziert T. 5, die Oboe beginnt mit dem Terzmotiv und verbindet dieses mit den Tonfolgen aus T. 1-4.
      In T. 89 1/2 beginnt nach einer weiteren Überleitungspassage (Ende des Solos, Höhepunkt der solistischen Virtuosität) das abschließende Tutti, in dem alle Gedanken bis auf Nr. 4 überlagert werden.
      In T. 126 folgt eine Solokadenz. Diese beinhaltet einige Zitate, eins aus der alten und zwei aus der neuen Musik - wer findet sie? :D
      Mit T. 157 3/4 - Ende bringt Gedanke Nr. 4 den Satz zum Ende.
      Tonale Akkorde sollen übrigens eine mus. Logik konstruieren. Im ersten Soloabschnitt+folgendem Tutti tauchen an bestimmen Punkten immer wieder tonale Akkorde auf (mit immer größer werdender Frequenz), welche zusammen eine Kadenz bilden, die in die Es-Dur-Passage mündet.
      Der Schlussakkord C-Dur wird vorher mehrmals vorweggenommen und vorbereitet durch die Dominante in T. 114. usw.

      So, mehr fällt mir momentan nicht ein. ;+)
    • Hallo Ralf,

      zunächst einmal vielen Dank für deine interessanten Erläuterung zur Struktur des Stückes! Das tonale Zitat in der Kadenz habe ich allerdings nicht herausbekommen (es sei denn, die Tonleiter soll ein Zitat aus KV 314 sein :D ).


      Meine Lehrerin im Dirigieren (die auch Oboe studiert hat) hats mal durchgespielt und gesagt, es sei alles machbar, bis auf die Flatterzunge auf den Sechszehnteln bei Seite 14/15.


      Dann ist sie vermutlich eine absolute Überfliegerin, was das Manuelle angeht. Ich hatte zwar zumindestens am Ende des Studiums keinen ganz schlechten Ruf im Hinblick auf flotte Finger, aber schon alleine an den Takten 36-38 - um mal eines von vielen Beispielen zu nennen - müßte ich mehrere Stunden üben, um sie einigermaßen in den Griff zu bekommen.
      Und Viertel = 96 ist ein verflixt sportliches Tempo, wenn man sich die versammelten Schwierigkeiten auf den Seiten 14 und 15 anschaut. Es gibt sicherlich Oboisten, die das spielen können, aber in meinem Umkreis finden sie sich eher nicht. Wie es bei mir selber nach - sagen wir mal - einem ganzen Jahr intensiven, nahezu täglichen Üben aussehen würde, weiß ich nicht. Vielleicht würde es dann gehen, aber leider fehlen mir die zeitlichen Ressourcen zu einem entsprechenden Versuch.

      Du mußt dir überlegen, für welche Klientel du ein solches Konzert komponieren willst. So, wie es jetzt aussieht, ist das ein Stück für eine sehr geringe Minderzahl von Spezialisten. Die meisten Oboisten sind aus verschiedenen (unter anderem auch zeitlichen) Gründen nicht in der Lage, sich mit einem derartigen Schwierigskeitsgrad auseinanderzusetzen.
      In einem anderen Thread hieß es mal sinngemäß, zeitgenössische Komponisten müßten sich angesichts der immensen technischen Anforderungen ihrer Werke nicht wundern, wenn ihre Musik nur selten aufgeführt würde...

      Hinzu kommt, daß die von dir geforderten extremen Lagenwechsel ein Rohrmaterial verlangen, daß normalerweise klangliche Defizite mit sich bringt. Sehr schön zu hören ist das bei berühmten Virtuosen, die häufig *Neue Musik* spielen. Rein tonlich sieht es bei Leuten wie Indermühle, Hommel und allen voran Holliger nämlich eher dünn aus. Und wenn ich mich entscheiden muß, spiele ich lieber meine Bach-Kantaten, meine Haydn-Messen und mein Mozart-Oktett (die Stücke also, mit denen ich in der Realität nicht selten vor Publikum zu hören bin) einigermaßen so, daß mir mein eigener Klang gefällt, anstatt Berios Sequenza auf Kosten eines allgemeinen Schräpeklangs zu beherrschen....

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Hab keine Erfahrung mit Oboen, sehr wohl habe ich aber mal Cello gelernt, und im Cellopart gibt es auch einige schwere Brocken in deinem Konzert... Aber da ist Michael wohl der kompetentere Ansprechpartner, frag mal den!

      Für kaum spielbar halte ich aber die Passage in Takt 95 für Kontrabass - ein Dezimensprung innerhalb einer 16tel-Triolenfigur! [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie132/00009042.gif]

      Bedenke, dass so ein Ding in Quarten und nicht Quinten gestimmt ist und die Tonabstände grifftechnisch recht weit auseinanderliegen (wegen der großen Saitenlänge!). Der Spieler müsste hier also sowohl mit dem Bogen über 2 Saiten springen als auch einen Lagenwechsel vollführen (wohl über einige cm oder sogar mehr...) - ich bezweifle, dass das innerhalb einer Sechzehnteltriole bei 100 BPM möglich ist...

      Außerdem brauchen die Töne bei so tiefen Instrumenten idR etwas Zeit zum Einschwingen, daher bin ich mir nicht sicher, ob du in der Passage - selbst wenn optimal gespielt - ein vernünftiges Klangergebnis bekommen wirst...

      Ich muss dazu sagen, dass ich kein Kontrabassist bin, aber vom Cello bringe ich natürlich einige Streichinstrumenten-Erfahrung mit und mir da einfach mal 2 und 2 zusammenzähle, wenn Du sicher gehen willst, frage einen geschulten Kontrabassisten!

      Gruß,

      Normann
      zwischen nichtton und weißem rauschen
    • Hallo Leute,

      danke für eure Kritik. Mein Lehrer war auch nicht ganz so zufrieden mit dem Satz, von daher hab ich das Projekt erstmal verworfen... Er meinte auch, die sfz-Flageoletts würden keine Wirkung erzielen, Flageoletttöne seien nur länger gehalten effektiv, aber da bin ich anderer Meinung...
      @Melione: die Streicher sind chorisch besetzt (Kammerorchester).

      Ich benenne den Thread mal um und nutze ihn, zwei weitere Stücke von mir online zu stellen: ein Klavierstück und Skizzen von einem Bläsernonett, um den Bläsern hier (Bernd? ;-)) mal wieder was zu geben, was sie auf Spielbarkeit überprüfen können. :D
      Hinweis: in der Partitur ist alles klingend notiert!

      Klavierstück

      "Große Fuge" für neun Bläser
      Legende zur Fuge

      Viele Grüße,

      Ralph

      P.S.: Bernd, das tonale Zitat wäre der deutsche Walzer aus Schumanns Karneval gewesen. ;)
    • Hallo Ralph,

      die Fuge sieht auf den ersten Blick interessant aus! Und im Vergleich zum Oboenkonzert wird zumindestens in der Oboen- und E-Hornstimme längst nicht so viel für den Otto-Normaloboisten technisch Grenzwertiges gefordert. Schwierigkeiten gibt es trotzdem; so fällt mir zum Beispiel in Takt 11 die Springerei vom e2 übers kleine h und c2 zum d1 auf- derartiges ist nur sehr mühsam zu realisieren. Auf der Oboe ist es extrem problematisch, aus weiter Entfernung auf einen tiefen Grenzton (das kleine h spricht vergleichsweise sehr schwer an, man kann damit rechnen, daß es bei den Ausführungsversuchen dieser Stimme immer wieder mal wegbleibt ) zu gelangen - aber da handelt es sich jetzt schon um Moppern auf einer anderen Ebene als beim Oboenkonzert.... :)

      Ich würde das Stück gerne einmal ausprobieren! Nur weiß ich abgesehen von persönlichen Zeit- und Energieproblemen akut nicht, wie ich die Besetzung zusammentrommeln kann (ein größeres Problem stellt unter anderem die Bassklarinette dar).

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Hi Bernd!

      Deine Antwort freut mich sehr, vor der Oboen-, Englischhorn- und Fagottstimme hatte ich nämlich am meisten Angst (und vor letzterer immer noch, gerade beim Kontrasolo...)! Das mit dem h hatte ich mir beim Schreiben schon gedacht, ich dachte ich schreibs trotzdem einfach mal hin, weil der Ton so gut passte. ;+) Wenn's mal aufgeführt wird und der Oboist/die Oboistin meckert, kann ichs ja immer noch ne Oktave hoch setzen.

      Werde die Skizzen morgen meinem Lehrer zeigen, wenn was gutes draus wird, wirds im Juni aufgeführt, kann dann danach auch eine MP3 online stellen.
    • ralphb schrieb:


      @Melione: die Streicher sind chorisch besetzt (Kammerorchester).
      Ist mir bei näherer Beschäftigung dann auch aufgefallen, dass das so sein muss. Ich bin immer noch dabei, das Ganze mal in mein Computerprogramm abzuschreiben, um es mir wenigstens als MIDI hörbar zu machen... Wenn du die Erlaubnis gibst, kann ich es dann ja auch hierhinein stellen, andere wollten es ja glaub ich auch gerne hören... :)

      Deine neuen Stücke schaue ich mir auch auf jeden Fall an! :)
    • Hallo Ralph,



      die Oboen- und EH-Stimme sehen ganz gut spielbar aus (von ein paar Winzigkeiten wie dem Sprung vom e2 aufs kleine h in Takt 11 einmal abgesehen).



      Die EH-Stimme müßtest du für Aufführungen auf jeden Fall fünf Töne höher notieren. Der gemeine Englischhornist kann so etwas nicht transponieren.



      Viele Grüße



      Bernd