Schostakowitsch – Literaturempfehlungen

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    • Schostakowitsch – Literaturempfehlungen

      Durch einen Besuch der Oper Lady Macbeth von/aus Mzensk in der Wiener Staatsoper (vgl. hier) ist mein Interesse an Dmitri Schostakowitsch wieder erwacht. Sein schwieriges Verhältnis zum Stalinismus wurde hier ja auch schon thematisiert.

      Empfohlen wurde mir kürzlich dieses Buch, von dem ich bislang nur wußte, daß die Authentizität umstritten sei:

      Solomon Wolkow (Hrsg.), Die Memoiren des Dmitri Schostakowitsch. List-TB 2003


      Von Wolkow gibt es ein weiteres Buch zum Thema:

      Stalin und Schostakowitsch: Der Diktator und sein Künstler. List-TB 2006


      Beide Bücher kenne ich bislang noch nicht. Falls sie jemand gelesen hat: Kommentare sind mir willkommen (vor allem zu den Memoiren, die momentan schwierig zu beschaffen sind, wie es scheint).

      Auch weitere Literatur zu Schostakowitsch kann hier gern vorgestellt und diskutiert werden. Mich würde beispielsweise interessieren, was es Lesenswertes zu den Symphonien gibt.
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Lieber Gurnemanz,
      zu den beiden Büchern kann ich leider nichts sagen. Die Memoiren habe ich vor kurzem gekauft, aber noch nicht gelesen.
      Der Film "Zeugenaussage" von Tony Palmer beruht auf den Memoiren, es gibt ihn nur in Englisch. Mir hat er als Film sehr gut gefallen, aber wieviel inhaltlich von Wolkow, wieviel von Schostakowitsch ist, weiß ich nicht.


      Ich würde die Frage nach Literatur, wenn ich darf, gerne um dieses Buch erweitern:



      Dmitri Schostakowitsch: Sein Leben, sein Werk, seine Zeit. Von Krzysztof Meyer.

      Was haltet Ihr von dieser Biografie?

      Viele Grüße
      :wink: Talestri
      One word is sufficient. But if one cannot find it?
      Virginia Woolf, Jacob's Room
    • Lieber Talestri,

      ich habe die Biographie vom Meyer mit großem Gewinn gelesen. Mit Beschreibungen der Werke Sch. hält sich Meyer - zu Recht - sehr zurück. Meyer ist ja selbst Komponist und weiß um die Schwierigkeiten, sich mit Worten Kompositionen zu nähern. Um so mehr erfährt man detailreich von den Umständen der Werkentstehung, von der Aufnahme und der Kritik der Werke, von den Umständen eines Komponierens in der Sowjetunion überhaupt und nicht zuletzt auch von dem Wesen Sch. selbst, besonders im Annex der Biographie, den persönlichen Erinnerungen Meyers an Sch.

      Ein Zitat aus dem Buch liegt mir im Moment am Herzen. Meyer berichtet von einer angeregte Diskussion über sein neues Werk, die 10. Sinfonie. Die Auseinandersetzungen seien stürmisch gewesen. In drei!!! Sitzungen habe man erregt diskutiert . Die Aussagen hätten in einer Bandbreiten von Lob in höchsten Superlativen bis zu schlimmsten Beschimpfungen gelegen. An allererster Stelle hatte - natürlich - die Selbstkritik des Komponisten zu stehen.

      Zitiert wird in diesem Zusammenhang die in der Diskussion geäußerte Meinung des Musikwissenschaftlers Wanslow, der "dem ganzen Werk einseitige Tragik, dunkle Farben und Bilder sowie einen übertriebenen Pessimismus "vorwarf. " So sieht die tiefe Pseudopsychologie von Schostakowitschs Symphonie aus, die die verschiedenen Schattierungen des menschlichen Leidens, Entsetzens, des Dunkels oder der grotesken und karikaturistischen Bilder darzustellen sucht. .... In Schostakowitschs Symphonie gibt es kein Heldentum und keine Bilder der Natur und der Liebe..... Die Welt ist aber durchaus nicht so, wie Schostakowitsch sie zeichnet. Die Symphonie Nr. 10 spiegelt die wesentlichen Probleme des Lebens grundsätzlich falsch wider. "

      Man mag dieses Zitat, wenn man will, in einen Zusammenhang stellen mit dem Thread Musik/ Sprache. Hier in diesem Thread geht es mir aber darum zu zeigen, wie sehr Meyer detailliert auf die Rezeption eines Werkes eingeht. Erstaunlich mag es auch erscheinen, mit welchem Engagement über ein neues Werk diskutiert wurde und in welchem Maße auf eine systemkonforme Art des Komponierens geachtet wurde: "Der Komponist befreite sich auch großenteils von seinen Verbindungen zum Expressionismus. Dies sei aber noch kein Beweis für eine Rückkehr zum Realismus" lautet ein anderes im Buch widergegebenes Diktum.

      Paulus
    • Die Zeugenaussagen sind natürlich recht unterhaltsam. Ein unsicheres Gefühl bleibt allerdings, da man ja nicht weiss, was von Schostakowitsch selbst stammt und was nicht. Soweit ich weiss, ist gängige Expertenmeinung (grob gesprochen) , dass er das nicht selbst geschrieben hat, dass es aber seiner eigenen Einstellung recht nahe kommt.

      Ähnliches gilt natürlich auch für den Film Testimony, wenn auch nur in sehr abgeschwächter Form, da hier nicht so viele persönliche Aussagen gemacht werden, und schließlich ist es ein Spielfilm. Er ist allerdings nur für Menschen verstehbar, die schon ein wenig Hintergrundwissen über Schostakowitsch haben. Ziemlich schwach finde ich, dass die (recht neue) DVD keine Untertitel mitliefert (nicht einmal englische). Denn manche Passagen sind sprachlich nicht so leicht zu verstehen.

      Die Biographie von Meyer ist sicherlich empfehlenswert. Es stimmt, die Musik wird relativ knapp behandelt. Umso erstaunlicher, dass es auch mal die eine oder andere eher abfällige Bemerkung gibt (z. B. über das Orchesterstück Oktober Op. 131, das er als eines der schlechtesten Kompositionen von Schostakowitsch bezeichnet). Bei gewissen Details werden auch keine Quellenangaben genannt, wo man es sich gewünscht hätte. Aber insgesamt ein interessantes Buch.

      Sehr schön zu lesen finde ich Bernd Feuchtners Und Kunst geknebelt von der groben Macht.



      Wer die englische Sprache nicht scheut: Zu empfehlen ist die gute, recht nüchterne Biographie Shostakovich. A Life von Laurel E. Fay.



      Ausschließlich und umfassend um die Musik geht es im von Pauline Fairclough und David Fanning herausgegebenen Cambridge Companion to Shostakovich



      Das ist natürlich nur eine kleine Auswahl...

      :wink: maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    • Lieber Paulus, danke für Deine Einschätzung.

      Paulus schrieb:

      Um so mehr erfährt man detailreich von den Umständen der Werkentstehung, von der Aufnahme und der Kritik der Werke, von den Umständen eines Komponierens in der Sowjetunion überhaupt und nicht zuletzt auch von dem Wesen Sch. selbst, besonders im Annex der Biographie, den persönlichen Erinnerungen Meyers an Sch.


      Genau das interessiert mich, und dewegen werde ich mir das Buch kaufen. Meyer hatte ich in dem kleinen Feature "Schostakowitsch, Revolutionär der Filmmusik" auf der DVD von "Odna" gesehen und schon da gedacht, dass ich sein Buch gerne lesen würde.

      Danke für die Bestätigung.

      Viele Grüße,

      :wink: Talestri
      One word is sufficient. But if one cannot find it?
      Virginia Woolf, Jacob's Room
    • Ich habe das Buch und kann es sehr empfehlen. Nach Ian MacDonalds Tod sind noch weitere Kapitel (Anhänge) hinzugekommen. Das Buch ist ja (ähnliche wie Volkovs "Zeugenaussagen") nicht unumstritten.

      :wink: maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    • Ich habe jüngst den Meyer gelesen und finde ihn als Biografie sehr gut.
      Die Doppelbiografie Schostakowitsch / Stalin war allerdings noch spannender, zumal Erkenntnisse über rein musikalische Themen hie wie dort nicht zu finden sind.
      Eindringlich warnen möchte ich vor der bei Piper erschinenen Biografie von Lukjanowa. Ein so billig aus (tw fragwürdigen) sekundärquellen zusammengestöpseltes Machwerk ist mir selten untergekommen. So etwas ist peinlich für einen renommierten Verlag.
      Gibt es eigentlich aktuelle Erkenntnisse über die "Zeugenaussagen"?
      Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.
    • Keine Literatur, aber ich habe weder einen allgemeinen Schostakowitsch-Thread noch etwas anderes passendes gefunden (falls das ein Moderator anders sieht, bitte verschieben), aber hier ein link zu einem kleinen Artikel (engl.) des englischen Komponisten Robin Holloway aus dem jahr 2000, der angesichts der inzwischen noch gestiegenen Popularität des Komponisten bei vielen Hörern und Musikern durch seinen stellenweise beinahe vernichtenden Ton überrascht, auch wenn man gleichzeitig den Eindruck hat, dass sich der Autor um eine faire Wertung bemüht hat.

      "http://archive.spectator.co.uk/article/26th-august-2000/41/music
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Kater Murr schrieb:

      [...] auch wenn man gleichzeitig den Eindruck hat, dass sich der Autor um eine faire Wertung bemüht hat.


      Hast Du tatsächlich den Eindruck einer Bemühung um "faire Wertung"? Ich ehrlich gesagt nicht. Überrascht war ich vor allem davon, dass Robin Holloway (dessen Namen ich niemals zuvor gehört habe und von dessen Arbeiten ich somit auch nix kenne) seine Wertungen durch nix und gar nix außer durch Pauschalitäten begründet. Die Präludien und Fugen formal schwach; Streichquartette sind langweilig einförmig und formal schwach; die Symphonien einfallslos, laut tönend und formal schwach; an der Lady Macbeth ist nix humanes, außerdem hatte Stalin mit seiner Einschätzung nicht ganz unrecht und das, obgleich er den absolut inhumenen Schluss der Oper gar nicht gehört/gesehen hat. Zu erwähnen, dass die Lady formal schwach ist hat Holloway offenbar vergessen ...

      Naja.

      Adieu,
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Sicher geht es nicht um eine neutrale Wertung. Aber er beklagt ja schon eingangs, dass er eigentlich ungern der Außenseiter ist. Und eine Anzahl von Werken (zB. 1., 4. und 14. Sinfonie) findet er ziemlich gut. Meinem Eindruck nach ist auch "formal schwach" keineswegs sein Haupkritikpunkt, eher farblos, unmelodisch usw. Ich hatte von dem Typen auch noch nie etwas gehört; er kommt aber jedenfalls aus einer anderen Richtung als zB Boulez.
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Algabal schrieb:

      Überrascht war ich vor allem davon, dass Robin Holloway (dessen Namen ich niemals zuvor gehört habe und von dessen Arbeiten ich somit auch nix kenne) seine Wertungen durch nix und gar nix außer durch Pauschalitäten begründet.


      Ja, finde ich auch. Ich habe auch mal ein Orchesterwerk von Robin Holloway gehört: Sanft postmodern pseudo-ironisiert aufgeraute Neoromantik. Danach, was man im Netz über seine Musik finden kann, scheint das sein genereller Stil zu sein, dabei war er mal Kompositionsschüler von dem von mir sehr geschätzten Alexander Goer, weswegen ich mir auch mal etwas von ihm angehört habe. Schostakowitsch ist insofern wohl für Mr Holloway noch viel zu progressiv.

      :wink: Matthias
    • Matthias Oberg schrieb:

      Schostakowitsch ist insofern wohl für Mr Holloway noch viel zu progressiv.

      Das scheint mir allerdings eine reine Unterstellung zu sein, da Holloway Schostakowitschs Musik alle möglichen Schwächen ankreidet, diese aber keineswegs.

      "When excited by the wonderful colourists of the early 20th century, he seemed drab; when electrified by high modernism, dowdy and conservative; when settling down into sobriety and formalism, so obviously inferior to the intended comparisons — Haydn, Beethoven, Mahler. There simply hasn't been a Shostakovich- shaped niche. Inaudible to me was any allure — the beauty, intensity, depth, content, that give an entrée to a creator's particular world. What I heard instead was neutral or indeed repellent: battleship-grey in melody and harmony, factory-functional in structure; in content all rhetoric and coercion, exercises or instructions in communal lament and celebration, rendered by portentous slow music and mirthless fast music, nearly identical from work to work, coarsely if effectively scored, executed with horrifying fluency and competence, kept unflaggingly going long after its natural cut-off point had passed; music to rouse rabbles, to be seen from far away like slogans in letters 30ft high, music without inner musical necessity."

      Ich teile die Ansicht Holloways nicht (überdies kenne ich auch viele evtl. zentrale Werke Schostakowitschs zu schlecht). Natürlich verpasst Holloway offensichtlich etwas, das viele Hörer (und auch Musiker fasziniert). Nichtsdestoweniger scheinen mir seine Kritikpunkte teilweise schon nachvollziehbar. Jedenfalls sind sie offenbar nicht davon geprägt (wie etwa bei Boulez u.a.), dass Schostakowitsch nicht avantgardistisch sei.
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Hallo,

      Wolkow ist ein Schwätzer, der sich durch seine gefälschten Schostakowitsch-Memoiren disqualifiziert hat, ich kenne von ihm "Stalin und Schostakowitsch", ein Werk, das ganz amüsant zu lesen, aber letztendlich nicht zitierfähig ist. Meyer dagegen ist da ein ganz anderes Kaliber: seine Schostakowitsch-Biographie ist detailiert, fundiert und weitgehend sachlich. Besonders auffällig ist, dass die beiden Autoren bei der Bewertung einzelner Werke auf keinen gemeinsamen Nenner kommen und auch jeder für sich Werturteile abgibt, die in deutlichem Widerspruch zur Rezeption des betreffenden Werkes stehen, mit der Folge, dass jeder Hörer für sich entscheiden muss, ob er das jeweilige Werk nun als gut empfindet, ob es ihm gefällt oder nicht.

      Spartacus
      Für Monika
    • ThomasBernhard schrieb:

      Es gibt doch eine ganze Reihe von Schostakowitsch-Bekannten, die die Wolkow-Memoiren für glaubwürdig halten!? Wer (außer der Witwe) wirft ihm Fälschung vor
      Schostakowitsch hat keine Memoiren geschrieben. Wolkows Schostakowitsch-Memoiren sind nach seiner eigenen Aussage Gedächtnisprotokolle von Gesprächen, die er als Student mit dem Komponisten persönlich geführt hat und von diesem dann bestätigt worden sind. Das Problem dabei ist, dass es weder für diese Gespräche noch für die Autorisierung Zeugen gibt. Berücksichtigt man dabei auch noch den Veröffentlichungsort, die USA, dann könnte man diesem Werk auch noch eine gewisse politische Tendenz vorwerfen.
      Und wenn auch eine ganze Reihe von Schostakowitsch-Bekannten diese sog. Memoiren für glaubwürdig halten, fehlt doch letztendlich immer noch der Beweis. Stellungnahmen wie "Diese Aussagen entsprechen der inneren Einstellung, der moralischen Haltung, der politischen Überzeugung Schostakowitschs" oder "das könnte von Schostakowitsch stammen" sagen letztendlich nichts über die Richtigkeit der Quelle aus, sondern geben nur die Meinung der Befragten wieder.
      Und seine Frau, respektive Witwe, bezeichnet sie als Fälschung.

      Wenn man nun die ganze Angelegenheit wissenschaftlich betrachtet - und letztendlich muss man sie so betrachten - dann geht es eben nicht um Glaubwürdigkeit, sondern um Richtigkeit. Und für letztere konnte der Beweis nicht erbracht werden.

      Spartacus
      Für Monika
    • Spartacus schrieb:

      Schostakowitsch hat keine Memoiren geschrieben.
      Das behauptet Wolkow auch nicht.

      Spartacus schrieb:

      Wenn man nun die ganze Angelegenheit wissenschaftlich betrachtet - und letztendlich muss man sie so betrachten - dann geht es eben nicht um Glaubwürdigkeit, sondern um Richtigkeit. Und für letztere konnte der Beweis nicht erbracht werden.
      Letzteres ist richtig. Und Du wirst, da Du ja so streng wissenschaftlich arbeitest, sicher noch den Beweis für diese Behauptung nachliefern:

      Spartacus schrieb:

      Wolkow ist ein Schwätzer, der sich durch seine gefälschten Schostakowitsch-Memoiren disqualifiziert hat

      (Hervorhebung von mir)

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • Kann man denn sinnvollerweise das Nicht-Vorhandensein einer Sache/Eigenschaft (etc.) beweisen, bzw. muß man das? Muß die Nicht-Authentizität von Wolkows Schostakowitsch-Memoiren bewiesen werden? Oder kann man nicht erwarten, daß andersherum ihre Authentizität zu beweisen wäre? Solange das nicht gelingt, darf man mE von ihrer Nicht-Authentizität ausgehen. Und kann - polemisch - auch von Fälschung sprechen.
      Bernd

      Fluctuat nec mergitur