Brahms - Ein deutsches Requiem, op. 45

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    • Eben verklungen und gleich wieder von vorne - der Chor, der Fidi, die Grümmer; das geht gar nicht besser; das schlägt fast Kegel ...
      Das hat Kegel weggekegelt meinst Du wohl....
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • font='Times New Roman, Times, Georgia, serif[size=12Im November nicht nur im Gewandhaus, sondern auch im Nassauer Landesdom zu Wiesbaden. Wir stecken seit langen Wochen in den Proben und freuen uns auch auf die Reise nach Tschechien, wo wir das Requiem eine Woche später aufführen. Unser Ensemble: Staatsphilharmonie Hradec Kralove, Chor der Marktkirche (wir), Chor Rastislav Blansko, Qui Ying Du (Sopran), Joachim Goltz (Barioton) Leitung: Dr. Thomas J. Frank.:-)

      Grüße aus Wiesbaden

      :wink:
      Der Ernst des Lebens muss Spaß machen...

      Alfred Herrhausen
    • Soeben verklang bei mir die Aufnahme des Dt. Requiems in der Aufnahme der Berliner unter Abbado, welche ich mir im Rahmen der rezenten Amazonaktion zugelegt habe. Ich verstehe jetzt, weshalb diese Aufnahme bisher so wenig besprochen wurde und ich unterstütze Knulps negative Wertung am Anfang dieses Threads voll und ganz: die Tonqualität ist schlecht, der Chorklang intransparent. Schade, da wurde eine Chance vergeben.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Ich hatte die Tage jene Einspielung aufliegen, die ich für ein halbes Butterbrot erworben habe:




      Damit kann ich leben.....

      Meine Alternativen sind Giulini und Harnoncourt, also zwei völlig andere Einspielungen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Deutsches Requiem mit dem Windsbacher Knabenchor und dem Deutschen Symphonieorchester Berlin unter Kar-Friedrich Beringer

      Ich muss zugeben, dass ich mir mit dem Brahms Requiem immer schwer getan habe. Irgendwie zu massiv und zu grau kam es mir vor. Allerdings habe ich nie aufgehört, mich diesem Werk nähern zu wollen, und kaufe daher regelmäßig neue Aufnahmen in der Hoffnung, einmal eine Interpretation zu erwischen, die mich umstimmt. Diesmal ist es tatsächlich geglückt, denn die Aufnahme von Beringer mit dem Windsbacher Knabenchor und dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin mit Juliane Banse und Stephan Genz als Solisten kann mich wirklich begeistern. Ganz vereinfacht ausgedrückt schwankt das Deutsche Requiem mMn zwischen den beiden Polen Beethoven und Mendelssohn, wobei fast immer das "Beethovensche" Element mehr betont wird. Hier ist das einmal anders. Schon das einleitende "Selig sind, die da Leid tragen" ist viel zarter als üblich widergegeben, wobei die Knabenstimmen des Windsbacher Chores natürlich ihren Anteil dazu liefern. Aber auch der Orchesterpart ist viel zarter ausgeführt als in den anderen Einspielungen, die ich besitze. Fast könnte man diesen Satz mit dem Einleitungschor aus Mendelssohns 42. Psalm verwechseln. Die Solisten agieren viel zurückhaltender als sonst, was für mich dem tröstenden Charakter des Werkes Vorschub leistet. Dadurch wirken auch die lauten Stellen wie "Denn es wird die Posaune schallen" viel beeindruckender. Wenn man die Spielzeiten dieser Aufnahme mit den mir vorliegenden Konkurrenzaufnahmen vergleicht, fällt auf, dass Beringer meistens der schnellste ist. Das gibt dem Werk einen grazileren (quasi mendelssohnschen), weniger massiven Charakter.


      Beringer - Harnoncourt - Abbado - Previn
      I: 10:10 ----- 9:58 --------- 10:26 ----- 11:46
      II: 14:12 ----- 16:02 ------ 15:04 ---- 14:28
      III: 9:49 ----- 10:47 ------ 10:29 ------ 11:39
      IV: 5:02 ------ 5:54 ------- 5:56 -------- 5:36
      V: 7:11 ------- 7:00 ------- 7:38 ------- 7:23
      VI: 10:46 ----- 12:35 ----- 12:23 ------ 12:21
      VII: 11:12 ---- 9:45 ----- 11:41 ------- 12:12

      Ich kann diese Einspielung jedenfalls jedem empfehlen, der das Werk einmal anders hören will!

      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Aus FonoForum 11/2015, Klassik-Kanon Folge 94, Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem".

      "Zuletzt sollte die Fassung mit Klavier zu vier Händen in keinem Fall verschwiegen werden. In der reinen Klavier-Version ist die Einspielung mit Silke-Thora Matthies und Christian Köhn (1996, Naxos) eine sichere Bank, [ ... ]"



      Gruß
      MB

      :wink:
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Mauerblümchen schrieb:

      Aus FonoForum 11/2015, Klassik-Kanon Folge 94, Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem".

      "Zuletzt sollte die Fassung mit Klavier zu vier Händen in keinem Fall verschwiegen werden. In der reinen Klavier-Version ist die Einspielung mit Silke-Thora Matthies und Christian Köhn (1996, Naxos) eine sichere Bank, [ ... ]"



      Gruß
      MB

      :wink:



      Hallo zusammen,

      diese CD habe ich mir kürzlich gekauft. Ich hatte weder eine Ahnung noch eine Vorstellung davon, ob mir das Requiem "nur" als Klavieraufnahme gefallen würde. Wie die meisten von Euch wissen, bin ich keine große Expertin. Meine Einschätzungen sind so gut wie immer reine Bauchentscheidungen. Entweder mir gefällt etwas oder eben nicht. Das Requiem, so wie ich es bis dato kannte, gehört wie vieles von Johannes Brahms zu meinen großen Favoriten. Natürlich war ich gerade daher etwas skeptisch. Ich besitze aber auch seit einiger Zeit bereits die von Christian und Silke.Thora Matthies eingespielte 4. Sinfonie. Sie gefällt mir ausnahmslos gut. Aus diesem Grund fiel mir die Entscheidung zum Kauf des Requiems nicht schwer. Ich denke, es ist eine sehr lohnende Einspielung. Sie hat das Requiem für mich durchsichtiger, leichter erfassbar werden lassen. Kurz, das Requiem als Fassung für Klavier ist eine wahre Bereicherung in meiner Sammlung.

      LG
      Maggie
      Wenn Einer kümmt un tau mi seggt, Ick mak dat allen Minschen recht, Dann segg ick: Leiwe Fründ, mit Gunst, O, liehr'n S' mi de swere Kunst. - Fritz Reuter
    • Dirigent schrieb:

      Hallo

      Meine Lieblingsaufnahme ist eine Live Aufnahme von 1957, aus der Felsenreitschule in Salzburg.

      Lisa della Casa, Sopran

      Dierich Fischer-Dieskau, Bariton

      Wiener Singverein

      Wiener Philharmoniker

      Herbert von Karajan

      Die Abstimmung zwischen Chor und Orchester ist hier wunderbar gelungen. Besonders die Spannungsbögen

      der einzelnen Sätze sind über die Sätze hinweg durchgehalten.

      Lisa della Casas Stimme wirkt warm und gleichstark timbriert.

      Leider hat die großartige Sopranistin 1974 plötzlich aufgehört und seitdem nicht mehr öffentlich gesungen. Mittlerweile ist sie schon 91 Jahre alt.

      Der hauchzarte Pianobeginn ist besonders schön gelungen.

      Dietrich Fischer-Dieskau wirkt besonders stark und sicher er singt Göttlich mit viel Ausdruckskraft.

      Die Einheit zwischen Orchester und Dirigent ist großartig.

      Die Aufnahme ist aus dieser Box



      LG Andreas

      Ist diese Aufnahme eigentlich auch mal einzeln erschienen, oder gibt es die nur in der gezeigten Box?
      Lisa della Casa ist zwar meine Lieblingssängerin, aber ich will sicher nicht 596,05 Euro ausgeben, um sie mit dem Brahms-Requiem zu hören! :faint:
      Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde
    • Cherubino schrieb:

      Ist diese Aufnahme eigentlich auch mal einzeln erschienen, oder gibt es die nur in der gezeigten Box?
      Lisa della Casa ist zwar meine Lieblingssängerin, aber ich will sicher nicht 596,05 Euro ausgeben, um sie mit dem Brahms-Requiem zu hören! :faint:
      Das Cover oben geht zur Import-Ausgabe - sowas hat amazon für viele CD-Titel so. Aber es gibt auch die "reguläre" deutsche Ausgabe:



      Mit neu um die 50,- € deutlich erschwinglicher.


      Aber es gibt tatsächlich eine Einzelausgabe von der EMI:



      Möglich, daß es sich um die gleiche Aufnahme handelt.


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Sehe, dass mein YouTube-Link (spreche lieber nicht mehr salopp von "Tuben-Fassung", bevor ich wieder Lebenszeit von Forumsmitgliedern verkürze ;+) ) von S. 5 inzwischen nicht mehr aufrufbar ist -
      "Ihr habt nun Traurigkeit" mit Kathleen Battle, mit einem schon älteren Karajan + Wiener Philharmonikern im Goldenen Saal

      "https://www.youtube.com/watch?v=cpDv4VVsHgI"

      Hier das gesamte Karajan - WPh - Battle etc Requiem:
      "https://www.youtube.com/watch?v=Pq06gbxt6gw&list=PL98EAEBA8B925E672"

      Elisabeth Grümmer wird ja sehr sehr gelobt hier im Thread, aber die YouTube-Versionen klingen durch meine Kopfhörer nicht so schön wie Kathleen Battle im obigen Link, das ist für mich einfach :fee:

      :wink:

      amamusica :pfeif:
      Ein Blümchen an einem wilden Wegrain, die Schale einer kleinen Muschel am Strand, die Feder eines Vogels -
      all das verkündet dir, daß der Schöpfer ein Künstler ist. (Tertullian)

      ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
      Nicht zuletzt mit so mancher Musik. Die muß gar nicht immer "große Kunst" sein, um das Herz zu berühren...



    • Sergiu Celibidache (1957)

      CD 5

      (P) 2008 Orfeo C 725 085 R (5 CDs) [76:20]
      rec. 28. Oktober 1957 (Städtischer Saalbau, Essen) live

      Agnes Giebel (s)
      Hans Hotter (bt)
      Kölner Rundfunkchor
      Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester
      D: Sergiu Celibidache

      Diese Aufzeichnung aus Celibidaches Zeit in Köln (1957/58) enthält eine engagierte Aufführung mit einem sehr guten, zurückhaltenden Orchester, einer ordentlich gestaffelten Chorleistung und zweier klasse Solisten. Hans Hotter singt mit Inbrunst und trauriger Würde, Agnes Giebel trällert hell über Ihr habt nun Traurigkeit.

      Die Klangqualität ist recht gut: solider Baß, gute Mitten, die Höhen nur ein wenig dumpf. Nebengeräusche hört man so gut wie gar nicht. Das Remastering hat die Quellen behutsam vom Staub befreit. Läßt sich gut anhören... :callas1:

      Fazit: sehr gut... :thumbsup:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul