VERDI, Giuseppe, Simon Boccanegra, Staatsoper Berlin, 07.11.2009

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    • VERDI, Giuseppe, Simon Boccanegra, Staatsoper Berlin, 07.11.2009

      Simon Boccanegra
      Oper von Giuseppe Verdi

      Musikalische Leitung: Daniel Barenboim
      Inszenierung: Federico Tiezzi
      Bühnenbild : Maurizio Balò
      Kostüme: Giovanna Buzzi
      Licht : A. J. Weissbard
      Chöre : Eberhard Friedrich
      Dramaturgie :Francis Hüsers, Barbara Weigel

      Simon Boccanegra: Plácido Domingo
      Maria Boccanegra (Amelia): Anja Harteros
      Jacopo Fiesco: Kwangchul Youn
      Gabriele Adorno: Fabio Sartori
      Paolo Albiani: Hanno Müller-Brachmann
      Pietro: Alexander Vinogradov
      Ein Hauptmann der Bogenschützen: James Homann
      Eine Dienerin Amelias: Evelin Novak

      Staatsopernchor
      Staatskapelle Berlin

      So, jetzt finde ich endlich Zeit über die Aufführung am 7.11.2009 zu schreiben.

      Alles in Allem ein gelungener Abend, wohl auch, weil ich aufgrund der Besprechungen in der Presse von der Inszenierung gar nichts erwartet habe.
      Die opulent ausgestattete, aber statische Inszenierung lässt sich vielleicht ganz einfach damit erklären, dass es sich um einen Kooperation mit Mailand handelt und die Scala ist ja nicht unbedingt ein Hort des Regietheaters….. :whistling:
      In der Werkseinführung wurde erklärt, dass der Regisseur Gemälde nachstellen wollte und das ist ihm auf jeden Fall gelungen. Einige Szenen erinnerten mich an „alte Schinken“, die ich in irgendwelchen Museen gesehen habe und die Auftaktszene des 1. Aktes (Amelia steht auf den Klippen am Meer) war sehr stimmungvoll, wenn auch eher an Caspar David Friedrich denn an einen Maler des 14 Jhd. erinnernd.
      Leider war allerdings auch die Personenregie ziemlich statisch und die wenigen Interaktionen wirkten seltsam verkrampft und gewollt.
      Stimmlich war der Abend ein fast ungetrübter Hochgenuss bis in die kleinste Rolle hinein.
      Placido Domingo scheint die Rolle auf den Leib geschrieben zu sein (mal abgesehen vom Prolog, die 25 Jahre jünger nimmt man ihm auch mit Perücke nicht ab ;+) ….Stimmlich immer noch großartig und zum Glück auch nicht der Versuchung erlegen, die Stimme künstlich abzudunkeln, gestaltet er die Rolle mit sehr viel Gefühl, wobei der absolute Höhepunkt die Verfluchung des Paolo war. Wow welche Intensität.
      An die Stimme von Anja Harteros musste ich mich erst gewöhnen sie klang mir zu Beginn etwas zu „direkt“ (schwer auszudrücken, was mich da gestört hat). Nach einer „Einhör-Phase“ (oder vielleicht auch ihrer „Einsing-Phase“) konnte ich jedoch diese schöne und mit viel Durchschlagkraft ausgestattete Stimme richtig genießen.
      Kwangchul Youns Jacopo Fiesco klang leider nur im Piano so, wie ich ihn von früheren Auftritten kannte. Im Forte jedoch neigte er zum (unnötigen) Forcieren, was ein sehr unschönes Tremolo hervorrief.
      Für mich die (stimmliche) Entdeckung des Abends: Der Tenor Fabio Sartori. Mühelos bewältigte er die anspruchsvolle Partie des Gabriele, kein Ton klang angestrengt in allen dynamischen Abstufungen und quer durch alle Tonlagen. Einfach wunderbar! Da konnte man auch darüber hinweg sehen, dass er optisch nicht unbedingt in den Typus jugendlicher Liebhaber passte…..
      Bei Hanno Müller-Brachmann habe ich mich auch an diesem Abend wieder gefragt, warum er keine größere Karriere gemacht hat…..Gutaussehender Mann, tolle Stimme, großartige Bühnenpräsenz. Da passt alles!
      Barenboim und die Staatskapelle haben mal wieder meinen Eindruck bestätigt, dass sie am überzeugendsten im Piano sind und noch ein wenig am forte arbeiten müssen, damit es wirklich packend wird.
      Die Aufführung wurde natürlich enthusiastisch gefeiert, was aber bei derartigen Namen auch kein Wunder ist. Barenboim könnte mit Domingo vermutlich auch Hänschen klein aufführen und würde dafür gefeiert.

      Fazit: Ich bin froh, Domingo nochmal auf der Bühne gesehen und gehört zu haben, umgeben von anderen erstklassigen Sängerinnen und Sängern.

      LG
      Rosenkavalier
      Ich glaube, dass es in jedem Sänger einen einzigen, reinen und kleinen Ton gibt, welcher der wahre Ton der Stimme ist, und was immer man tut und wie man auch seine Stimme auf diesen Ton aufbaut, man muss zu ihm zurückkehren können, sonst ist es aus. (Agnes Baltsa)
    • Liebe Rosenkavalier,

      nach Deinem interessanten Bericht kann ich mich ja direkt auf den Februar freuen, denn dann gehe ich in die Live-Übertragung des Boccanegra mit Domingo von der Met.

      Ich war schon sehr skeptisch, wollte aber auch Domingo noch einmal erleben, wenn auch nur pseudo-live. Gerade bei dieser Oper habe ich allerdings ein paar ganz große Baritone im Ohr, bin gespannt auf den Placido.


      Liebe Grüße aus München

      Kristin :wink: :wink:
      Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)
    • Lieber Rosenkavalier,
      vielen Dank für diesen Bericht, ich habe mich schon gefragt, ob wirklich kein Berliner in diesem Simone war!! Aufführungen meiner Lieblingsoper interessieren mich immer, und mit Placi natürlich ganz besonders :sev: Ich war nach seinem für mich etwas enttäuschenden Auftritt bei der Echoverleihung ziemlich skeptisch, ob er den Simone noch stemmt, aber Deinem Urteil nach zu schließen schaffte er es problemlos.
      Dass die Inszenierung außer "schöner Bilder" nichts hergibt, war mir schon nach den Berichten im Vorfeld klar. Es musste eben Scala-kompatibel sein, wie Du so richtig anmerkst, und Domingo ist auf Regieexperimente wahrscheinlich auch nicht sonderlich wild.
      Was mich etwas erstaunt, ist die statische Personenführung: Domingo und "statisch" passt für mich irgendwie nicht zusammen, der platzt doch normalerweise vor Spielfreude! Oder zwickt ihn doch schon das Alter und er ist froh, sich nicht mehr so viel bewegen zu müssen?? :sev:
      Auf jeden Fall beneide ich Dich um diesen Opernabend, denn ich bezweifle, ob es mir noch einmal vergönnt ist, Domingo live zu erleben. :cry:
      lg Severina :wink:
      "Das Theater ist ein Narrenhaus, aber die Oper ist die Abteilung für Unheilbare!" (Franz Schalk)
    • Musikkristin schrieb:

      Liebe Rosenkavalier,

      nach Deinem interessanten Bericht kann ich mich ja direkt auf den Februar freuen, denn dann gehe ich in die Live-Übertragung des Boccanegra mit Domingo von der Met.

      Ich war schon sehr skeptisch, wollte aber auch Domingo noch einmal erleben, wenn auch nur pseudo-live. Gerade bei dieser Oper habe ich allerdings ein paar ganz große Baritone im Ohr, bin gespannt auf den Placido.


      Liebe Grüße aus München

      Kristin :wink: :wink:


      Ich habe vor drei Jahren Hampson als Boccanegra an der MET gehört und so sehr ich ihn schätze, da hatte der "olle" Placido weniger Mühe mit der Partie. Sie ist eben auch verdammt hoch gesetzt.
      Möglicherweise lag mein "Gewöhnungsproblem" an Frau Harteros auch daran, dass ich damals Angela Gheorgiu in der Partie gehört habe. Und deren Stimme liebe ich....

      LG
      Rosenkavalier
      Ich glaube, dass es in jedem Sänger einen einzigen, reinen und kleinen Ton gibt, welcher der wahre Ton der Stimme ist, und was immer man tut und wie man auch seine Stimme auf diesen Ton aufbaut, man muss zu ihm zurückkehren können, sonst ist es aus. (Agnes Baltsa)
    • Severina schrieb:


      Was mich etwas erstaunt, ist die statische Personenführung: Domingo und "statisch" passt für mich irgendwie nicht zusammen, der platzt doch normalerweise vor Spielfreude! Oder zwickt ihn doch schon das Alter und er ist froh, sich nicht mehr so viel bewegen zu müssen?? :sev:
      lg Severina :wink:


      Er hat's ja versucht, aber wenn die anderen nicht mitspielen, wirkt es eben verkrampft. Das Alter zwickt vielleicht, aber das hat ihn nicht gehindert, mit vollem Körpereinsatz zu sterben....

      LG
      Rosenkavalier
      Ich glaube, dass es in jedem Sänger einen einzigen, reinen und kleinen Ton gibt, welcher der wahre Ton der Stimme ist, und was immer man tut und wie man auch seine Stimme auf diesen Ton aufbaut, man muss zu ihm zurückkehren können, sonst ist es aus. (Agnes Baltsa)
    • Rosenkavalier schrieb:

      Möglicherweise lag mein "Gewöhnungsproblem" an Frau Harteros auch daran, dass ich damals Angela Gheorgiu in der Partie gehört habe. Und deren Stimme liebe ich....
      Das kann ich gut verstehen. Ich werde mich im Februar sehr bemühen, z.B. Lawrence Tibbett ( :juhu: :juhu: :juhu: ) aus dem Hinterkopf zu kriegen, freue mich aber jetzt wirklich um so mehr, weil ich so skeptisch war, denn Domingo, so habe ich vermutet, würde es wie ein "abgedunkelter Tenor", verzeih den Laienausspruch, singen. Neugierig bin ich jedenfalls sehr.

      Rein vom Spiel her habe ich ihm das immer zugetraut, äußerlich erscheint er mir sowieso wie eine Idealbesetzung, allerdings nicht mit Perücke als 25 Jahre jünger. Da werde ich vielleicht, wenn es Nahaufnahmen gibt, die Augen schließen.


      Danke und nochmals schöne Grüße

      Kristin :wink: :wink:
      Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)
    • Rosenkavalier schrieb:

      Für mich die (stimmliche) Entdeckung des Abends: Der Tenor Fabio Sartori. Mühelos bewältigte er die anspruchsvolle Partie des Gabriele, kein Ton klang angestrengt in allen dynamischen Abstufungen und quer durch alle Tonlagen. Einfach wunderbar!

      Freut mich, dass der Rosenkavalier Fabio Sartori so lobt. Ich fand ihn auch hervorragend - er singt die Partie auch schon lange, hat sie z. B. auch 1999 meisterhaft unter Abbado in der Philharmonie gesungen. Schauspielern kann er nicht, aber ehrlich gesagt habe ich auch Domingo nie als begnadeten Darsteller wahrgenommen.

      Meldungen wie "Domingo singt seine erste Baritonpartie" führen natürlich in die Irre, da Domingo halt den Boccanegra zwangsläufig als Tenor singt, der er ja ist. "Una tomba" am Ende des Prologs wurde in Berlin eine Terz nach oben transponiert, damit es sich "nach was anhört". Weil gerade Tibbett auch zu Recht genannt wurde - das vorletzte Vorkommen von "e vo gridando: amor" vor dem concertato Ende des 1. Aktes soll sich gerade wie bei Tibbett so anhören, dass Boccanegra alle Kräfte anspannen muss, um zum Fis hinaufzuklettern. Ein Tenor wie Domingo schafft solche Stellen in der Tat leider ganz mühelos.
    • Hallo,

      da ist meine "Befürchtung" ja berechtigt gewesen. Eigentlich will ich ja den Simon von einem Bariton haben, das damals grandiose Stimmvolumen eines Tibbett erwarte ich ja gar nicht, das gab es wahrscheinlich sowieso nur einmal. Da kann ich nur sagen, schaun wir und hören wir mal. Es erfreut mich jetzt nicht gerade zu lesen, daß da nach oben transponiert wurde, ehrlich.
      Oh je, es bleibt spannend für mich.

      Viele Grüße aus München

      Kristin
      Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)
    • Wenn die Extremlage zur Mittellage wird, geht zwangsläufig etwas verloren. Bevor man Domingo in der Rolle hört, sollte man wahrscheinlich versuchen, sich von jedem bisher gehörten Boccanegra freizumachen, auf jeden Fall von Tibbett, Gobbi und Cappuccilli. Ist trotzdem ein interessantes Experiment - ob nun gelungen oder nur kurios, kann jeder für sich entscheiden.
    • Es bleibt mir ja gar nichts anderes übrig als alle guten bekannten Boccanegra's aus meinem Kopf zu verbannen, sonst habe ich keine Freude, glaube ich.

      Ansonsten hoffe ich auf einen wunderbaren Fiesco (hoffentlich nicht als Entschädigung) und gute andere Besetzungen.


      Grüße aus München
      Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)
    • Musikkristin schrieb:

      Es bleibt mir ja gar nichts anderes übrig als alle guten bekannten Boccanegra's aus meinem Kopf zu verbannen, sonst habe ich keine Freude, glaube ich.

      Ansonsten hoffe ich auf einen wunderbaren Fiesco (hoffentlich nicht als Entschädigung) und gute andere Besetzungen.


      Grüße aus München


      Wer singt denn den Fiesco? Wir hatten damals an der MET Furlanetto - und das war für mich ein prägendes Ereignis. Da kam für mcih bisher auch keiner mehr ran....

      LG
      Rosenkavalier
      Ich glaube, dass es in jedem Sänger einen einzigen, reinen und kleinen Ton gibt, welcher der wahre Ton der Stimme ist, und was immer man tut und wie man auch seine Stimme auf diesen Ton aufbaut, man muss zu ihm zurückkehren können, sonst ist es aus. (Agnes Baltsa)
    • Lieber Rosenkavalier,

      also James Morris ist Fiesco, Amelia ist Adrianne Pieczonka und Marcello Giordani singt den Gabriele. Kennen tu ich da nur den Giordani und der wird wahrscheinlich einen soliden Gabriele singen.

      Ansonsten lasse ich mich überraschen.

      Liebe Grüße

      Kristin :wink:
      Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)
    • Rosenkavalier schrieb:

      Musikkristin schrieb:

      Es bleibt mir ja gar nichts anderes übrig als alle guten bekannten Boccanegra's aus meinem Kopf zu verbannen, sonst habe ich keine Freude, glaube ich.

      Ansonsten hoffe ich auf einen wunderbaren Fiesco (hoffentlich nicht als Entschädigung) und gute andere Besetzungen.


      Grüße aus München


      Wer singt denn den Fiesco? Wir hatten damals an der MET Furlanetto - und das war für mich ein prägendes Ereignis. Da kam für mcih bisher auch keiner mehr ran....

      LG
      Rosenkavalier
      Ja, Furlanetto ist auch mein liebster Fiesco der Gegenwart, in meiner Anfangszeit war es Nici Ghiaurov, später Raimondi. Ich freue mich schon auf den 8.12., da startet unsere Simone-Staffel. Neugierig bin ich auf Franz Grundheber als Simone, Olga Guryakova ist wahrscheinlich eine stimmlich etwas zu leichtgewichtige Amelia (Leider singt nicht die Stoyanova :cry: ), Furlanetto natürlich :juhu: :juhu: und endlich wieder Boaz Daniel als Paolo.
      lg Severina :wink:

      PS: Du hast mein Mitgefühl, dass Du den Herrn Youn erdulden musstest, der langweilt mich immer unsäglich.
      "Das Theater ist ein Narrenhaus, aber die Oper ist die Abteilung für Unheilbare!" (Franz Schalk)
    • Liebe Boccanegra-Freunde!

      Ihr macht mir's auch nicht leichter: ich überlege schon lange, ob ich mir die Met-Übertragung anschauen soll (falls man überhaupt noch Karten kriegt). Domingo- ja, natürlich, wer weiß, wie lange man ihn noch sehen kann. Aber Domingo als Simone, da bin ich mir gar nicht sicher. Ich glaube nicht, dass ich da meine Lieblingssimones (Cappuccilli und Gobbi) ausblenden kann. Und wenn Simone als Altersrolle von dunkel timbrierten Tenören genauso gut gesungen werden kann - wozu bräuchte man da dann noch die Baritone??????

      Immer noch sehr skeptische Grüße von
      :wink:
      Renate
      Unsre Freuden, unsre Leiden, alles eines Irrlichts Spiel... (Wilhelm Müller)
    • amelia grimaldi schrieb:

      Liebe Boccanegra-Freunde!

      Ihr macht mir's auch nicht leichter: ich überlege schon lange, ob ich mir die Met-Übertragung anschauen soll (falls man überhaupt noch Karten kriegt). Domingo- ja, natürlich, wer weiß, wie lange man ihn noch sehen kann. Aber Domingo als Simone, da bin ich mir gar nicht sicher. Ich glaube nicht, dass ich da meine Lieblingssimones (Cappuccilli und Gobbi) ausblenden kann. Und wenn Simone als Altersrolle von dunkel timbrierten Tenören genauso gut gesungen werden kann - wozu bräuchte man da dann noch die Baritone??????

      Immer noch sehr skeptische Grüße von
      :wink:
      Renate
      Liebe Renate,

      ich habe ja schon die Karten und gehe natürlich auch hin, bin aber wirklich immer mehr skeptisch. Es interessiert mich halt. Trotzdem ist Deine Frage mehr als berechtigt, wozu man dann die Baritone braucht. Und mit dem Ausblenden werde ich mir die größte Mühe geben müssen, zumal bei Tibbett, den ich mir heute Nacht wieder mal anhörte. Was für ein Simon :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: . Ein bisserl bereue ich es ja, mir die Karten gekauft zu haben, aber die Neugierde wird uns hintreiben.


      Liebe Grüße

      Kristin
      Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)
    • Liebe Renate,

      liebe Kristin,



      Eure Worte sind Labsal für die Seele eines Baritons, der zeitlebens nichts anderes sein wollte ! :kiss:

      Und das Transponieren von einzelnen Passagen spricht ja wohl dafür, dass selbst ein Domingo diese so anspruchsvolle Partie besser den Baritonkollegen überlassen sollte. Erst nehmen die Counters den Altistinnen die Rollen weg - und nun das..... :shake:



      Ciao. Gioachino
      miniminiDIFIDI
    • Den Simone hab ich mir mit Absicht gespart, ich bündle meine zeitlichen und finanziellen Ressourcen für die Domingo-Highlights der längergezogenen Abschiedtournee: 2019 ist ja zumindest der Abschied von der Opernbühne geplant mit einem (Rollendebüt!)-Auftritt als Nachtwächter in den Meistersingern. Der Maestro verspricht diesmal auch einwandfreies Deutsch und feilt gerüchteweise bereits seit letztem Jahr an der Aussprache der umfangreichen Partie. Ob dann mit dem Open-Air-Liederabend der Winterreise in der Arena di Verona 2025 wirklich Schluss sein wird, ist auch noch nicht klar. Ich hab aber schon mal Karten bestellt!

      :wink:
      Sascha

      "You realize that it’s not necessary to own 50 Beethoven cycles, 46 of which you never play, when you can be just as happy with 20 of them, 16 of which you never play.
      "
      , David Hurwitz
    • Lieber Gioachino,

      ja, weil's doch wahr ist. Ich gehe jetzt sowieso mit geringen Erwartungen hin. Im übrigen, was meine Vorliebe auch für die dunklen Männerstimmen angeht (ich mag ja nicht nur Corelli), ich hab' einen schönen Boccanegra gekriegt, aus USA, mit Bruson und Siepi :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: .

      Es wird immer schlimmer mit meiner Skepsis.


      Liebe Grüße

      Kristin :wink: :wink:
      Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)
    • gioachino schrieb:

      Eure Worte sind Labsal für die Seele eines Baritons, der zeitlebens nichts anderes sein wollte !


      Lieber Gioachino!

      Für mich sind ohnehin die Baritone das Highlight der meisten Opern! :juhu:
      Und zur Simon-Usurpation: Da wär doch jeder blöd, der Bariton gelernt hat! ;+)


      Liebe Kristin!

      Deinen Kino-/ Opernbesuch wollte ich Dir mit meinen Zweifeln keineswegs vermiesen! Das als Experiment zu sehen und sich nicht zuviel zu erwarten, ist sicher ein guter Weg. Und im schlimmsten Fall kannst Du Dir ja nach der Vorstellung als kleine Nachtmusik noch den Tibbett-Simon anhören um die Ohren wieder einzustimmen für die wahren Simone!!
      Trotzdem viel Spaß und liebe Grüße,

      :wink:
      Renate
      Unsre Freuden, unsre Leiden, alles eines Irrlichts Spiel... (Wilhelm Müller)
    • amelia grimaldi schrieb:


      Und im schlimmsten Fall kannst Du Dir ja nach der Vorstellung als kleine Nachtmusik noch den Tibbett-Simon anhören um die Ohren wieder einzustimmen für die wahren Simone!!

      Liebe Renate,

      Du hast mir gar nichts vermiest, wirklich nicht. Ich hab' ja trotz meiner Skepsis schließlich schon vor Monaten die Karten gekauft. Und der schlimmste Fall könnte wirklich eintreten und würde dann auch so ablaufen wie von Dir beschrieben.


      Liebe Grüße aus München

      Kristin :wink: :wink:
      Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)