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    • Tschabrendeki schrieb:

      Sagittarius schrieb:

      Jemand Tipps, mit welchem Stück man die Messe gut kombinieren könnte? Da bin ich momentan etwas überfragt. Von Monsieur Poulenc haben wir nämlich im Prinzip schon alles Geistliche durch.
      Und so viel andere moderne Stücke bzw. Komponisten, die geistliche Chormusik komponiert haben, kenne ich leider nicht.


      Wenn schon der Name Poulenc gefallen ist: was wäre mit den vier Motetten von Duruflé? Einfach bezaubernd schön und würden m.E. gut zu Machaut passen.


      Lieber Sagittarius!

      Tatsächlich wäre mir als erstes Poulenc, nämlich die Messe in G-Dur eingefallen. Ich fände die Kombination Messe und Messe nämlich hübsch (wegen der "Vergleichsmöglichkeit" fast interessanter als die Kombination Messe + Motetten).

      Was wäre aber mit der Missa syllabica von Arvo Pärt? Die wäre vor allem auch wegen ihrer strengen Syllabität ein sehr intressanter Kontrapunkt zu den isorhythmischen Machaut-Messsätzen. Oder die Messe für gemischten Chor a cappella (1963) von Paul Hindemith? Oder eben die Martin-Messe, die du schon selber gepostet hast.



      Liebe Grüße,
      Areios
      "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
      Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.
    • Danke erst einmal für die Antworten-

      Die Motetten von Duruflé gehen nicht, da schon mal da gewesen. Unser Kantor/Chorleiter wiederholt sich nicht gerne (und wir ehrlich gesagt auch nicht so).
      Die Poulenc-Messe haben wir vor ein paar Jahren auch schon gesungen.
      Die Martin-Messe geht nicht, da wir die erstens im gleichen Chor ja schon aufführen und zweitens beim Machaut-Konzert ein 2. Chor fehlen würde. Wir sind ja nicht so viele und haben schon genug damit zu tun, uns im 1. Martin-Chor zu teilen. Ich bin beispielsweise der einzige 1. Bass da neben zwei 2. Bass-Kollegen. Also, nochmal Martin muss leider entfallen.

      Die Pärt- bzw. Hindemith-Messen klingen interessant. Von Hindemith kenne ich bisher nur die Chansons nach Rilke und die finde ich ganz toll.

      Nachtrag
      Habe jetzt die Pärt-Messe auf den hiesigen Kanälen gehört. Rein von der Anlage des Stückes gebe ich Dir, lieber Areios, recht, das wäre ein interessanter Kontrapunkt zu Machaut.
      Musikalisch gesehen finde ich das allerdings weniger. Selbst wenn Pärt natürlich modern ist, finde ich die Klangsprache an sich schon sehr ähnlich, alles sehr "trist" und repetativ. Ich denke nicht, dass das Publikum begeistert sein würde, wenn es 1 bis 1.5 Stunden mit schroffen Klängen bombadiert werden würde. Einzig das Sanctus der Pärt-Messe sticht da noch ein wenig heraus, da es eher in die harmonische Richtung tendiert.

      Ähnliches finde ich übrigens auch über die Hindemith-Messe zu sagen. Ein tolles Stück, aber in Kombination...?

      Ich denke, es müsste generell mehr in die fröhlich-aufbauende Richtung gehen, vielleicht sowas wie Morten Lauridsen, von dem wir allerdings auch schon einiges gesungen haben.
      Hmm, gar nicht so einfach was zu finden. Aber ich suche weiter und berichte.
      In diesen 4 Chören bin ich zuhause:

      http://home.tu-clausthal.de/student/chor/
      http://kirchenmusik-suedwestharz.de/start.html

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sagittarius ()

    • Sagittarius schrieb:


      Nachtrag
      Habe jetzt die Pärt-Messe auf den hiesigen Kanälen gehört. Rein von der Anlage des Stückes gebe ich Dir, lieber Areios, recht, das wäre ein interessanter Kontrapunkt zu Machaut.
      Musikalisch gesehen finde ich das allerdings weniger. Selbst wenn Pärt natürlich modern ist, finde ich die Klangsprache an sich schon sehr ähnlich, alles sehr "trist" und repetativ. Ich denke nicht, dass das Publikum begeistert sein würde, wenn es 1 bis 1.5 Stunden mit schroffen Klängen bombadiert werden würde. Einzig das Sanctus der Pärt-Messe sticht da noch ein wenig heraus, da es eher in die harmonische Richtung tendiert.


      Lieber Sagittarius,

      das Gloria finde ich aber auch sehr fröhlich. Das hängt aber vielleicht von der Qualität der Aufnahme und dem verwendeten Tempo ab, wir haben das immer recht flott genommen. Kyrie, Credo und Agnus Dei sind freilich wirklich eher trist, und die Repetation ist ja geradezu das Kompositionsprinzip der Messe (was sie auch relativ leicht zu singen macht). Wir haben die Messe mehrmals in der Liturgie gesungen (insbesondere, zugegebenermaßen, in der Fastenzeit) und immer sehr positive Reaktionen geerntet. Was sie, abgesehen von dem komplementären Kompositionsprinzip, auch noch sehr in Parallele zur Machaut-Messe setzt, ist der Umstand, dass beide über ein "Ite missa est" verfügen.

      Ich werde aber noch suchen, ob mir etwas Harmonischeres und Fröhlicheres einfällt.

      Liebe Grüße,
      Areios
      "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
      Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.
    • Areios schrieb:

      Sagittarius schrieb:


      Nachtrag
      Habe jetzt die Pärt-Messe auf den hiesigen Kanälen gehört. Rein von der Anlage des Stückes gebe ich Dir, lieber Areios, recht, das wäre ein interessanter Kontrapunkt zu Machaut.
      Musikalisch gesehen finde ich das allerdings weniger. Selbst wenn Pärt natürlich modern ist, finde ich die Klangsprache an sich schon sehr ähnlich, alles sehr "trist" und repetativ. Ich denke nicht, dass das Publikum begeistert sein würde, wenn es 1 bis 1.5 Stunden mit schroffen Klängen bombadiert werden würde. Einzig das Sanctus der Pärt-Messe sticht da noch ein wenig heraus, da es eher in die harmonische Richtung tendiert.


      Lieber Sagittarius,

      das Gloria finde ich aber auch sehr fröhlich. Das hängt aber vielleicht von der Qualität der Aufnahme und dem verwendeten Tempo ab, wir haben das immer recht flott genommen. Kyrie, Credo und Agnus Dei sind freilich wirklich eher trist, und die Repetation ist ja geradezu das Kompositionsprinzip der Messe (was sie auch relativ leicht zu singen macht). Wir haben die Messe mehrmals in der Liturgie gesungen (insbesondere, zugegebenermaßen, in der Fastenzeit) und immer sehr positive Reaktionen geerntet. Was sie, abgesehen von dem komplementären Kompositionsprinzip, auch noch sehr in Parallele zur Machaut-Messe setzt, ist der Umstand, dass beide über ein "Ite missa est" verfügen.

      Ich werde aber noch suchen, ob mir etwas Harmonischeres und Fröhlicheres einfällt.

      Liebe Grüße,
      Areios

      Lieber Areios,

      besten Dank, dass Dir noch etwas Harmonischeres einfallen möchte. Ich finde schon, dass das Gloria durchaus bewegt daher kommt, aber trotzdem recht tonal beschränkt ist, um es mal so zu formulieren.

      Mittlerweile denke ich, dass man auch ruhig etwas aus der frühen Mehrstimmigkeit nehmen könnte. Aber vielleicht erbarmt sich unser Kantor ja mal und lässt uns Les Chansons des Roses von Morten Lauridsen machen. Das wollte ich zumindest schon immer mal komplett singen. Für Vorschläge bin ich aber natürlich weiterhin dankbar.

      Liebe Grüße
      Sagittarius
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    • Sagittarius schrieb:


      Lieber Areios,

      besten Dank, dass Dir noch etwas Harmonischeres einfallen möchte.


      Ist zwar auch nicht so furchtbar fröhlich, aber ein netter Kontrast zum Machaut: was wäre mit Liszt, Missa choralis, gewissermaßen als Blick der Romantik auf Mittelalter und Renaissance?



      Liebe Grüße,
      Areios
      "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
      Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.
    • Ein Proben-Update

      Ich hatte ja vor einiger Zeit mal berichtet, was ich in Zukunft proben werden. Da das allerdings schon etwas her ist, hier ein kleines Update.

      Ich habe nun am 22. Dezember (da darf man wirklich in Weihnachtsstimmung sein) mit dem Herzberger Kammerchor (ja, ja, ich weiß, Provinz, aber sehr nette Leute, mit denen man auch noch anspruchsvolle Musik machen kann) noch ein Konzert, mein letztes für dieses Jahr. Auf dem Programm stehen:

      Dixit Dominus (Georg Friedrich Händel)
      O Heilige Zeit (Johann Kuhnau)
      Missa Dei Filii (Jan Dismas Zelenka)


      Und da ich mittlerweile drei Probenwochenenden hinter mir habe, und das nächste auch schon das Konzertwochenende ist, wollte ich einmal berichten, wie es uns so ergangen ist.

      Was soll ich sagen... ein Hammerprogramm.

      Es ist ja nicht schon so, dass einem der Zelenka, mit wohl einer der ausladensten Gloria-Vertonung teilweise die Sechzehntel in einer Geschwindigkeit um die Ohren haut, dass einem schwindlig wird, sondern dann die längsten zwei Chorstücke aus der Messe auch noch jeweils 10 min dauern, und man nur am Singen ist. Puh. Wir brechen hinterher immer regelmäßig förmlich zusammen...

      Und dann kommt zu allem Überfluss noch der Händel, der schon recht schwer ist (aber für kleine, gute Ensembles nicht unschaffbar), aber noch einmal, auch gerade von der Gesangstechnik her, eine gehörige Schippe drauflegt. Dieses Gloria Patri ist echt der Hammer; die armen Soprane...

      Und dann, still und leise, hat sich der Kuhnau in mein Herz geschlichen, der zwischen den beiden anderen Werken einen so fantastischen Kontrast liefert, mit galanter, leichter barocker Musik und einem tollem Text (O Heilige Zeit, dass Himmel, Erd' und Luft mit Jauchzen um den andern ruft...), dass ich jetzt schon genau weiß im Konzert: Jetzt ist Weihnachten. Einfach toll!

      Ach, ich freue mich schon wie ein Schnitzel. Aber die beiden Proben mit Orchester werden vorher noch einmal spannend. Ich werde berichten.

      Hier noch einmal meine CD-Tips:

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      [Blockierte Grafik: http://ec2.images-amazon.com/images/P/B002HQWQOI.03._SS300_SCLZZZZZZZ_.jpg]



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    • Hängt hier noch jemandem der Elias zum Hals raus?
      Wie viel schöner, eleganter, unfetter, sensibler und berührender ist doch Paulus!

      Wie oft habt ihr ihn schon gesungen? Mit was für unsäglichen Bearbeitungen? ;)
      Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.
    • Josquin Dufay schrieb:

      Sagittarius schrieb:

      Dixit Dominus (Georg Friedrich Händel)
      O Heilige Zeit (Johann Kuhnau)
      Missa Dei Filii (Jan Dismas Zelenka)

      Klingt toll! Werdet ihr es aufzeichnen lassen?


      jd :wink:

      Hallo,

      ich glaube nicht. Wir haben leider immer niemanden, der eine etwas professionellere Aufnahme machen könnte. So wird es wohl in - hoffentlicher schöner - Erinnerung bleiben müssen. Aber ich bin mal gespannt. Wir im Kammerchor haben nur einmal im Monat ein Probenwochenende und das nächste Mal ist am Samstag schon direkt das Konzert...
      In diesen 4 Chören bin ich zuhause:

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    • Alberich schrieb:

      Hängt hier noch jemandem der Elias zum Hals raus?
      Wie viel schöner, eleganter, unfetter, sensibler und berührender ist doch Paulus!

      Wie oft habt ihr ihn schon gesungen? Mit was für unsäglichen Bearbeitungen? ;)
      Also, ich muss ja eher sagen, dass mir der Elias besser gefällt. Ich habe beides schon in der Originalfassung gesungen (auf Bearbeitungen steht unser Chorleiter Gott sei Dank nicht - ich finde sowas zwar vom musikalischen Standpunkt aus interessant, aber auch irgendwie vollkommen überflüssig...!)

      Den Paulus finde ich zwar in sich besser strukturiert, mit dem Vor-Oratorium und dann dem Rest, und vielleicht ist er auch etwas sensibler, aber mitreißen tut mich eher der Elias. Da spüre ich das musikalische Feuer eher als im Paulus, der mir an manchen Stellen einfach ein wenig dröge daherkommt.

      Aber wenn mir zwei Stücke zum Halse raushängen, dann ist es das Bach'sche WO und Haydns Schöpfung. Ersteres singe ich mit Vergnügen im Konzert, aber Proben müssen für mich dann nicht auch noch sein. Beim Haydn bräuchte es für mich (nach nicht wahrzunehmenden Proben) auch nicht unbedingt zur Aufführung kommen. Bin von dem Stück schon genervt, wenn ich den Klavierauszug in die Hand nehme...
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      http://home.tu-clausthal.de/student/chor/
      http://kirchenmusik-suedwestharz.de/start.html
    • Sagittarius schrieb:

      Alberich schrieb:

      Hängt hier noch jemandem der Elias zum Hals raus?
      Wie viel schöner, eleganter, unfetter, sensibler und berührender ist doch Paulus!

      Wie oft habt ihr ihn schon gesungen? Mit was für unsäglichen Bearbeitungen? ;)
      Also, ich muss ja eher sagen, dass mir der Elias besser gefällt. Ich habe beides schon in der Originalfassung gesungen (auf Bearbeitungen steht unser Chorleiter Gott sei Dank nicht - ich finde sowas zwar vom musikalischen Standpunkt aus interessant, aber auch irgendwie vollkommen überflüssig...!)

      Den Paulus finde ich zwar in sich besser strukturiert, mit dem Vor-Oratorium und dann dem Rest, und vielleicht ist er auch etwas sensibler, aber mitreißen tut mich eher der Elias. Da spüre ich das musikalische Feuer eher als im Paulus, der mir an manchen Stellen einfach ein wenig dröge daherkommt.

      Aber wenn mir zwei Stücke zum Halse raushängen, dann ist es das Bach'sche WO und Haydns Schöpfung. Ersteres singe ich mit Vergnügen im Konzert, aber Proben müssen für mich dann nicht auch noch sein. Beim Haydn bräuchte es für mich (nach nicht wahrzunehmenden Proben) auch nicht unbedingt zur Aufführung kommen. Bin von dem Stück schon genervt, wenn ich den Klavierauszug in die Hand nehme...


      Ich hab den Elias auch lieber, musste ihn allerdings auch noch nicht so oft singen. Paulus kenn ich aktiv gar nicht, finde ihn ansonsten nicht so mitreißend wie den Elias. Und die Elias-Chorsätze sind doch wirklich auch toll zu singen und gestalten: "Der Fluch ist über uns gekommen. Er wird uns verfolgen, bis er uns tötet!" - "Baal, erhöre uns! Wache auf! Warum schläfst du?" - "Das Feuer fiel herab! Die Flamme fraß das Brandopfer!..." - "So ziehet hin, greifet ihn, tötet ihn!" - "Der Herr ging vorüber" - das Chor-Rezitativ - "Er fuhr im Wetter gen Himmel." Und auch die choralartigen Passagen, wie "Denn ich der Herr, dein Gott..." oder "Der Herr ist Gott!" sind sehr schön geraten.

      Wirklich nervt mich wie den Sagittarius die Schöpfung, die brauche ich echt nicht zu meinem Glück...

      Liebe Grüße,
      Areios
      "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
      Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.
    • Alberich schrieb:

      Hängt hier noch jemandem der Elias zum Hals raus?
      Wie viel schöner, eleganter, unfetter, sensibler und berührender ist doch Paulus!

      Wie oft habt ihr ihn schon gesungen? Mit was für unsäglichen Bearbeitungen? ;)


      Hallo Alberich,

      ich habe den Elias sicher schon sechs Mal gesungen und verstehe nie, dass er beim Publikum so viel beliebter ist als der Paulus. Aus Choristensicht würde ich dem früheren Stück den Vorzug sehen. Aber ich habe eben auch die Erfahrung gemacht, dass der 'Elias' beim Publikum viel mehr zieht als 'Paulus'. Meine beiden (im Abstand von beinahe 20 Jahren, einmal Köln, einmal München) gemeisterten Aufführungen des Paulus waren finanziell immer ein Desaster für den veranstaltenden Chor, bei beiden Aufführungen fünfstellige Verluste, weil man viel zu wenig Bekannte in die Aufführungen bekommt.

      Nun gibt es natürlich immer noch andere Aspekte, die hier einfließen (z.T. am selben Wochenende zweimal Paulus war das Problem bei meinem Münchner Chor), aber mit zwei Elias wäre das eben vermutlich nicht passiert.

      An irgendwelchen Bearbeitungen des Elias war ich allerdings nicht beteiligt. Schildere doch einmal, worum es sich dabei handelt ....

      LG Benno
      Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)
    • Ach so, eigentlich wollte ich hier noch festhalten, was bei mir so als nächstes beim Chorsingen auf der Agenda steht:

      Mit meinem Chor, dem Maxchor, haben wir die Proben an c-moll-Messe KV 417c aufgenommen, Aufführung im Juni. Als Aushilfe werde ich dann noch Anfang März bei einem Verdi-Requiem mit Münchner Konzertchor und Münchner Oratorienchor unter Robert Blank im Herkulessaal beteiligt sein.

      LG Benno
      Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)
    • Giovanni di Tolon schrieb:

      Alberich schrieb:

      Hängt hier noch jemandem der Elias zum Hals raus?
      Wie viel schöner, eleganter, unfetter, sensibler und berührender ist doch Paulus!

      Wie oft habt ihr ihn schon gesungen? Mit was für unsäglichen Bearbeitungen? ;)


      Hallo Alberich,

      ich habe den Elias sicher schon sechs Mal gesungen und verstehe nie, dass er beim Publikum so viel beliebter ist als der Paulus. Aus Choristensicht würde ich dem früheren Stück den Vorzug sehen. Aber ich habe eben auch die Erfahrung gemacht, dass der 'Elias' beim Publikum viel mehr zieht als 'Paulus'. Meine beiden (im Abstand von beinahe 20 Jahren, einmal Köln, einmal München) gemeisterten Aufführungen des Paulus waren finanziell immer ein Desaster für den veranstaltenden Chor, bei beiden Aufführungen fünfstellige Verluste, weil man viel zu wenig Bekannte in die Aufführungen bekommt.

      Nun gibt es natürlich immer noch andere Aspekte, die hier einfließen (z.T. am selben Wochenende zweimal Paulus war das Problem bei meinem Münchner Chor), aber mit zwei Elias wäre das eben vermutlich nicht passiert.

      An irgendwelchen Bearbeitungen des Elias war ich allerdings nicht beteiligt. Schildere doch einmal, worum es sich dabei handelt ....

      LG Benno

      Giovanni di Tolon schrieb:

      ich habe den Elias sicher schon sechs Mal gesungen und verstehe nie, dass er beim Publikum so viel beliebter ist als der Paulus. Aus Choristensicht würde ich dem früheren Stück den Vorzug sehen. Aber ich habe eben auch die Erfahrung gemacht, dass der 'Elias' beim Publikum viel mehr zieht als 'Paulus'.

      Giovanni di Tolon schrieb:

      ich habe den Elias sicher schon sechs Mal gesungen und verstehe nie, dass er beim Publikum so viel beliebter ist als der Paulus. Aus Choristensicht würde ich dem früheren Stück den Vorzug sehen. Aber ich habe eben auch die Erfahrung gemacht, dass der 'Elias' beim Publikum viel mehr zieht als 'Paulus'.

      Giovanni di Tolon schrieb:

      irgendwelchen Bearbeitungen des Elias war ich allerdings nicht beteiligt. Schildere doch einmal, worum es sich dabei handelt ....

      Giovanni di Tolon schrieb:

      Alberich schrieb:

      Hängt hier noch jemandem der Elias zum Hals raus?
      Wie viel schöner, eleganter, unfetter, sensibler und berührender ist doch Paulus!

      Wie oft habt ihr ihn schon gesungen? Mit was für unsäglichen Bearbeitungen? ;)


      Hallo Alberich,

      ich habe den Elias sicher schon sechs Mal gesungen und verstehe nie, dass er beim Publikum so viel beliebter ist als der Paulus. Aus Choristensicht würde ich dem früheren Stück den Vorzug sehen. Aber ich habe eben auch die Erfahrung gemacht, dass der 'Elias' beim Publikum viel mehr zieht als 'Paulus'. Meine beiden (im Abstand von beinahe 20 Jahren, einmal Köln, einmal München) gemeisterten Aufführungen des Paulus waren finanziell immer ein Desaster für den veranstaltenden Chor, bei beiden Aufführungen fünfstellige Verluste, weil man viel zu wenig Bekannte in die Aufführungen bekommt.

      Nun gibt es natürlich immer noch andere Aspekte, die hier einfließen (z.T. am selben Wochenende zweimal Paulus war das Problem bei meinem Münchner Chor), aber mit zwei Elias wäre das eben vermutlich nicht passiert.

      An irgendwelchen Bearbeitungen des Elias war ich allerdings nicht beteiligt. Schildere doch einmal, worum es sich dabei handelt ....

      LG Benno

      Genau das ist meine leidvolle Erfahrung. Alle (beinahe alle) Mitwirkenden sind während der Probenarbeit zum Paulus übergetreten. Das Publikum letztendlich auch. Trotzdem verkauft sich der Elias wie geschnitten Brot.
      Warum? Non so. Muss Tradition sein. :D

      Die angesprochenen Bearbeitungen beziehen sich im Wesentlichen auf schlechte Reduktionen für Posaunenchor und/oder Orgel oder auf schwierigkeitsreduzierte Arragementers von Einzelsätzen (Engel...) für überambitionierte Beinahe-Solisten.
      Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.
    • Relativ kurzfristig singe ich noch hier mit:

      19.10.2013, 18 Uhr (Herkulessaal der Münchner Residenz)
      Wolfgang Amadeus Mozart: Große Messe in c-Moll (KV 427)
      J. S. Bach: Wachet auf, ruft uns die Stimme (Kantate, BWV 140)
      Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonia concertante (KV 364)
      Ausführende:
      Alexandra Scherrmann, Sopran
      Cordula Schuster, Sopran
      Moon Yung Oh, Tenor
      Ludwig Mittelhammer, Bass
      Adrian Goicoechea Selfjord, Violine
      Nora López Villanueva, Viola
      Münchner Oratorienchor
      Cappella Istropolitana
      Leitung: Robert Blank

      Mit meinem Maxchor haben wir die Proben zur h-moll-Messe aufgenommen, eine weitere Repertoirelücke für mich.

      Gruß Benno
      Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)
    • Naja, da werden sich schon noch ein paar Stücke finden, denke ich ....

      Gruß Benno
      Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)
    • Bei uns steht jetzt Verdis "Messa da requiem" auf dem Plan. Bislang kannte ich von Verdi ausschließlich Opern, aber manche sehen das Requiem ja sowieso auch als eine Art Oper an ... ;+) Nur der lateinische Text ist dafür halt etwas merkwürdig! :D
      "Wer Europa in seiner komplizierten Verschränkung von Gemeinsamkeit und Eigenart verstehen will, tut gut daran, die Oper zu studieren." - Ralph Bollmann, Walküre in Detmold
    • Genaueres zur h-moll-Messe: wir werden sie am 10.05.2014 in Verona und am 24.05. im Münchner Herkulessaal singen, beide Male zusammen mit dem italienischen HIP-Orchester I virtuosi Italiani unter Leitung von Gerald Häußler.

      Zudem werde ich beim Oratorienchor München am 30.04 bei diesem hübschen Programm dabei sein, dem Abschiedskonzert von Robert Blank, den seine neue Aufgabe beim WDR-Chor von München wegbringt:
      Modest Mussorgsky: Eine Nacht auf dem Kahlen Berge (Fassung mit Chor)
      Robert Schumann: Frühlingssinfonie
      Felix Mendelssohn-Bartholdy: “Erste Walpurgisnacht”

      Gruß Benno
      Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)
    • Unser Konzert in Verona hat es sogar auf youtube geschafft. to whom it may concern:

      'http://www.youtube.com/watch?v=BtePKujXLhc&list=UUnJH_9jxVVsJKXkrU5Bt9hw'

      Gruß Benno
      Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)