KÁLMÁN: Gräfin Mariza

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • KÁLMÁN: Gräfin Mariza

      Liebe Operettenfreunde!

      Neben der "Czardasfürstin" ist bestimmt "Gräfin Mariza" eine der beliebtesten Operetten von Emmerich Kálmán.

      Hier eine besonders gelungene Aufnahme, die ich wirklich jedem Operettenfreund empfehlen kann!



      Ich merke eben Gräfin Mariza ist bei manchen Besprechungen im Einzelnen drin, aber wenn man/frau, Sena Jurinac als Mariza hört, dieses Temperament mit herrlicher Stimme, Karl Terkal als Verwalter [leider ist die Sprechstimme sehr unterschiedlich, aber Karl Terkal hatte ienen kleinen Sprachfehler, er stieß mit der Zunge an, lispeln oder zuzeln nennt man das in Wien] und sogar Anneliese Rothenberger als Lisa nicht so aufgesetzt wie sonst, Rupert Glawitsch ist ein netter Baron Zsupan und hier spielt das Orchester NDR Hamburg unter Wilhelm Stephan, aus dem Jahr 1952, dann ist bestimmt ein eigener Thread angebracht. :juhu: :juhu:

      Dass diese Aufnahme [wie so viele] nicht in Wien gemacht wurde, ist bezeichnend, aber auch dass es hier Sänger waren, die von der Wiener Staatsoper kamen und Operette an der Volksoper sangen, durch die vertragliche Bindung.

      Da will ich gar nicht an die "Rothenberger - Mariza" denken.

      Liebe Grüße sendet Euch Euer Peter aus Wien. :wink: :wink: :wink:
    • Meine Lieben!

      Da sie Niemand erwähnt, mache ich es halt, hier wurde aus der bezaubernden Lisa der Jurinac Aufnahme, eine gespreizte und affektierte Anneliese Rothenberger die Gräfin Mariza.



      Nicolai Gedda als Tasillo ist recht gut und auch Edda Moser und Oliviera Miljakovic sowie Willi Brokmeier sind reizend.

      Die einzige Störende ist Anneliese Rothenberger hier, so wenig ungarisches Feuer - aber woher soll sie es haben?

      Liebe Grüße sendet Euch Euer Peter aus Wien. :wink: :wink:
    • Lieber Peter,

      Ich bin mit der Rothenberger/Gedda Aufnahme aufgewachsen, und ich finde sie hat sehr viel Schwung. Die Rothenberger ist allerdings der Schwachpunkt in der Produktion, da gebe ich Dir recht---aber ich werde die Aufnahme trotzdem immer wieder gern hoeren. Die Jurinac Aufnahme mag ich auch gerne und sie ist auch musikalisch kompletter als die EMI Aufnahme. Ich habe auch eine Barabas/Schock Aufnahme gehoert, die musikalisch auch sehr nett ist, leider kommt darin das Buffo-Paar reichlich kurz---sogar eins der Duetts wurde auf eine Strophe gekuerzt.

      Manchmal wuenschte man sich, dass man sich seine eigenen Saenger aus verschiedenen Aufnahmen zusammenmischen koennte. Mein Lieblings-Tassilo ist z.B. Fritz Wunderlich. Leider gibts die Mariza dabei nur als einen Querschnitt--und von Gretl Hartung bin ich als seine Partnerin nicht so ueberwaeltigt. Wenn Wunderlich "Gruess mir mein Wien" singt, kann ich allerdings nur dahinschmelzen. :rolleyes:

      Carola - indysetter@gmail.com

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Operettenfan ()

    • Liebe Carola!

      Fritz Wunderlich, den ich persönlich, [durch meine "aktive" Zeit an der Oper] gut kannt - hat das "Grüß mir mein Wien, wohl am Schönsten gesungen, bei Rudolf Schock, den ich auch persönlich gut kannte, bemühte sich, es zu machen, wie im Film mit Christine Görner.



      Doch als Wiener meien ich, muss nicht jeder Meinung sein, Fritz Wunderlich kam der Partie am Besten entgegen.

      Eine nette VHS Kassete habe ich noch mit René Kollo und da muss ich sagen er hat ausgeschaut "als hätten ihm die Henderln das Futter weggefressen". Erzebeth Hazy ist da eine perfektere Mariza, noch dazu eine "Ungarische".




      Liebe Carola!

      Ich bin auch da zuerst sehr schlecht gewesen, es ist so D u must

      Alt drücken, dazu dann die 8 dazwischen am oder JPC, dann die Alt und die 9, dann z.B. [am oder JPC je nach Anbieter] B0007WFFLK [/am je nach Anbieter] dann wieder Alt und die 8, dann auf Großbuchstaben dücken und die 7 ist / nehmen, dann - am oder JPC- und wieder Alt und die 9 und fertig ist es.

      Schaut dann so aus nur geht es komischerweise bei mir auch nicht, ansonsten wäre es richtig.
      Liebe Grüße und Handküsse sendet Dir Peter. :wink: :wink:
    • Liebe Carola,
      im Fenster "Neue Antwort erstellen" siehst Du unter "Schriftgröße" ein kleines Viereck mit einem weißen A:
      da klickst Du drauf und gibst dazwischen mit copy paste den ASIN Code ein. Dann auf "Absenden" klicken.

      Viel Glück
      Robert

      PS: vielleicht geht es ja so, auch wenn laut FAQ es schon mal vorkommen kann, daß es nicht funktioniert.

      und in der Tat funktioniert es in diesem/Deinem Fall nicht, kann man nix machen, sorry.
    • Es muss der link gewesen sein, weil ich es genauso geposted habe wie gestern, nur mit einer anderen Aufnahme---mein persoenliches Pech, weil es jetzt geklappt hat.

      Peter, das mit Deinen Alt Tasten, dem konnte ich nicht ganz folgen...hihihi, aber wenn ich die ASIN nummer kopiere, die dann in die Nachricht einsetzte, high-lighte (markiere...oder wie's in Deutsch heisst) und dann einmal das Amazon Logo druecke, dann funktionierte es im letzten Versuch. Vielen Dank fuer alle die geholfen haben. :klatsch:



      Wenn die Moderatoren all dies loeschen wollen, feel free. Das mit dem Loeschen meines Testes funktioniert naemlich auch nicht, es sei denn, dass es nicht gleich passiert, sondern ueber Nacht. *LOL*
      Carola - indysetter@gmail.com
    • Um nach all den technischen Ausschweifungen zum Thema zurueckzukehren...hahaha:
      Ich habe mir gestern noch die musikalische Gesamtaufnahme der Graefin Mariza aus Leipzig under Kegel angehoert und da ist es schade, dass keine komplette Gesamtaufnahme vorhanden ist (falls jemand die jemals auftreibt, dann bitte mir schreiben!!!), weil die Aufnahme wirklich gut ist. Gutes Tempo, schoene Stimmen und definitiv ungarisches Flair. Die Aufnahme hat Rita Zorn als Mariza und Martin Ritzmann als Tassilo. Leider ist die Aufnahme nicht im Handel zu bekommen.


      Carola - indysetter@gmail.com
    • Operettenfan schrieb:

      Ich habe mir gestern noch die musikalische Gesamtaufnahme der Graefin Mariza aus Leipzig under Kegel angehoert und da ist es schade, dass keine komplette Gesamtaufnahme vorhanden ist


      Die Aufnahme ist im Februar wieder auf dem Markt erschienen und auch noch recht günstig zu bekommen:





      Also, ich ziehe die Gräfin Mariza der Csardásfürstin eindeutig vor :yes:

      Cheers,

      Lavine :wink:
      "You gotta grab'em by Debussy" (DJ Trump)
    • Nach erstmaligem Anhören:

      Dirigiert ist die Kegel-"Mariza" großartig, aber bei den Sängern hebt's mich teilweise doch sehr vom Sessel. Gerd Pallesche als Koloman Zsupan macht als einziger seine Sache nicht schlecht, auch Ursula Richter als Lisa geht noch an. Aber Martin Ritzmann beherrscht weder bei den Vokalen noch bei den Konsonanten die richtige Artikulation und rutscht mitunter arg aus. Wie er beim "Jaj, jaj" aufjault, ist schrecklich anzuhören. Bei Rita Zorn (Mariza) ist das nicht so arg, aber sie hat auch ihre Schwierigkeiten mit der Partie, die sie nur in der mittleren Lage einigermaßen glaubhaft herüberbringt. Irgendwie habe ich mir dauernd gewünscht, sie hätten die "Gräfin Mariza" sächselnd singen dürfen, denn diese Variante haben sie vermutlich gut im Gaumen.

      Aber 1953 in der DDR diese Operette aufzunehmen, war sicher nicht so selbstverständlich und zweifellos mutig. Und Kegel ist die Anschaffung schon wert.

      Liebe Grüße
      Waldi
      ______________________

      Homo sum, ergo inscius.
    • Um es gleich vorweg zu nehmen: die Gräfin Mariza unter Herbert Kegel ist eine der besten! Bei der Beurteilung der sängerischen Leistungen gibt es allerdings einiges zu bedenken, weshalb man nicht zu hart mit ihnen ins Gericht gehen sollte.



      So sollte man bei der Beurteilung der Mariza-Aufnahme beachten, daß es sich um eine Rundfunkproduktion handelt. Aufgrund der Vielzahl für den Funk produzierter Opern und Operetten, oftmals mehr als eine pro Woche (!), waren die Probenzeiten mehr als gering. Der Dirigent Jean Doussard etwa, der in den 1960er und 1970er Jahren zahlreiche Operetten für den französischen Rundfunk ORTF aufnahm, hat mir erzählt, daß es oftmals nur 2 Klavier-und eine Orchesterprobe gab und die gesamte Operette quasi live in einem Zug aufgenommen wurde, so daß spätere Korrekturen kaum möglich waren. So ließen sich gesangliche Ausrutscher, artikulatorische oder die Intonation betreffende Fehler, die angesichts derartiger Produktionsbedingungen nicht ungewöhnlich waren, oft nicht mehr korrigieren.



      Da ich die Aufnahme lange nicht gehört habe, werde ich sie mir nochmals vornehmen.
    • Gerade habe ich nochmals in die Mariza hineingehört um nachzuvollziehen, was Waldi so sehr an Martin Ritzmanns Tassilo stört - und kann es nicht wirklich nachvollziehen. Die besagte Stelle (das "jaj jaj) in der Tassilo-Arie "Komm Zigany" klingt fraglos anders als anderen Aufnahmen. Während sich andere Tenöre wie etwa Rudolf Schock entscheiden dies Stelle mit sehr viel Kopfstimme zu schluchzen, entscheidet sich Martin Ritzmann (ob kunstfertig oder nicht sei dahingestellt) die Stelle mit Vollstimme auszusingen und dies gelingt ihm gesangstechnisch brillant. Generell wirkt die Stimme aber sehr nasal fokussiert und interpretatorisch etwas zu pauschal.
    • Meie Lieben!

      ich denke, dass diese "Mariza" etwas außergewöhnlich ist, Leipzig ist halt nicht in Ungarn, und auch nicht bei Wien, glaubhaft singt Martin Ritzmann nicht den Tasillo, einzig net fand ich die kleine Sari, die selber nichts hat, nur muss da Tasillo reinseufzen oder lächeln? Er singt zwar "Grüß mir mein Wien" ganz gut, aber eben sächselnd, da ist mir die Jurinac / Terkal Aufnahme lieber, aber zu der Zeit "Als das Fernsehen noch nicht dabei war" hat man jede Woche eine Operette im Radio, am Freitag oder Samstag, gespielt und so sind eben solche Aufnahmen entstanden.

      Frau Ursula Richter die gleichzeitig die Lisa und die Manja singt, ist als Manja gar icht so mies, als Lisa ist sie mir nicht unangehm aufgefallen, auch nicht im Duett "Brüderlein - Schwesterlein", Rita Zorn ist wirklich keine Ungarin, die ist nördlich der Elbe daheim und nicht an der Donau, aber sie singt das "Höre ich Zigeunerweisen" mit eingelegten Spitzentönen, Gerd Pallesche ist ein Koloman Szupan der auch nicht aus Varaszdin kommt [net einmal aus der Gegend rundherum] und Richard Westermayer ist ein Populescu der eher im "Bettelstudent" daheim ist. Das Orchester spielt aber einen guten Kálmán, wirklich äußerst ganz bei der Sache.

      Im Ganzen aber für das Jahr 1953 und Leipzig nicht einmal so schlecht, dabei wäre, damals in der politischen Zeit, Ungarn doch im Bereich des Möglichen gelegen.

      Liebe Grüße sendet Euch Euer Peter aus Wien. :wink: :wink:
    • Gräfin Mariza, von Emmerich Kálmán

      Operette in 3 Akten

      Libretto von Julius Julius Brammer und Alfred Grünwald
      Uraufführung 28.2.1924n Wien (Theater an der Wien)

      Ort und Zeit: Auf dem Schlossgut der Gräfin

      Personen:
      Gräfin Mariza, Sopran
      Fürst Populescu
      Baron Koloman Zsupán, Gutsbesitzer aus Varasdin, Buffo
      Graf Tassilo Endrödy-Wittemburg, Tenor
      Lisa, seine Schwester, Soubrette
      Karl Stefan Liebenberg
      Fürstin Bozena Guddenstein zu Clumetz
      Manja, eine junge Zigeunerin, Sopran
      Einige Sprechrollen

      1. Akt

      Szene auf der Terrasse des Schlosses der Gräfin Mariza in Ungarn um 1924. Daneben ein angrenzender Park. Die reiche Gräfin Mariza, die mit ihren Freunden durch die Welt reist, hat während ihrer Abwesenheit den verarmten Grafen Tassilo die Verwaltung ihrer Güter anvertraut. Török, so nennt sich der Graf, hofft durch den Dienst bei der Gräfin die nötige Mitgift für seine Schwester Lisa zu verdienen, die von der Verarmung der Familie nichts erfahren soll.
      Seit Tassilo seine Stelle als Verwalter des Schlossgutes angetreten hat, hat er die Gräfin Mariza nie gesehen. Doch heute lässt sie sich blicken: Sie ist eine schöne junge und lebensfrohe Frau, welche jedoch sehr launisch sein kann. Angeblich will sie auf dem Schloss ihre Verlobung mit Baron Coloman Zsupán feiern. Alle Gäste haben sich bereits eingefunden, jedoch handelt es sich bei der Verlobung um einen Schwindel, wie die Gräfin einer Freundin heimlich gesteht. Die Gräfin hat das Ganze nämlich nur inszeniert, um von ihren zahlreichen Verehrern endlich Ruhe zu haben. Tassilo ist erschrocken, als er sieht, dass seine Schwester Lisa zusammen mit Gräfin Mariza vor Ort eingetroffen ist, denn Lisa ist eine Freundin der Gräfin. Tassilo wird Lisa nun wohl oder übel die Wahrheit erzählen müssen. Lisa jedoch denkt, dass ihr Bruder nur zum Spaß den Verwalter spielt, und daher bleibt das Geständnis vorerst aus. Zu Gräfin Marizas Verblüffung existiert der erfundene Bräutigam Baron Zsupán aber tatsächlich, und dieser erscheint auch schon vor Ort. Er stellt sich als Besitzer eines Anwesens in Varasdin vor und hofft, dass seine Verlobung mit der Gräfin stattfinden wird, denn er hat ja auch die Bekanntmachung gelesen. Jetzt beginnen die Schwierigkeiten der Gräfin, denn sie kann sich ihrem frohgesinnten Werber nicht einfach so entziehen. Während die Verlobungsfeierlichkeiten im Schlossaal beginnen, hegt Tassilo trübe Gedanken und versucht diese im Gesang zu ersticken. Gräfin Mariza hört sein Lied und bittet ihn, er möge doch für die Gäste singen, was Tassoli aber ablehnt. Die Gräfin ist erbost und kehrt zur Gesellschaft zurück. Nachdem alle Gäste das Schloss wieder verlassen haben, zeigt sie sich Tassilo gegenüber versöhnlich, worauf er für sie alleine singt.

      2. Akt

      Prunksaal im Schloss. Vier Wochen sind nun vergangen, und Tassilo ist als Török noch immer unerkannt. Die Gräfin genießt seine Nähe, denn schon längst ist Tassilo in sie verliebt und wirbt um sie, was sie sich gern gefallen lässt, denn eine Verlobung mit dem Baron Zsupán kommt für sie sowieso nicht in Frage, denn dieser wirbt ohnehin um eine andere, nämlich um Tassilos Schwester Lisa. Tassilo ist es zusehends leid, die für ihn erniedrigende Rolle als Verwalter zu spielen. Er schreibt seinen Frust in einem Brief nieder, welcher er an seinen Freund Liebenberg schicken will. Durch einen Zufall gelangt dieser Brief jedoch in die Hände der Gräfin, welche ihn liest, den Inhalt missversteht und glaubt, der Verfasser sei nur hinter ihrem Geld her. Jetzt weiß sie zudem auch, dass Tassilo in Wirklichkeit nicht der einfache Verwalter Török ist. Voller Entrüstung und Enttäuschung hält sie ihm vor allen Gästen den gelesenen Brief vor und entlässt ihn, allerdings mit einer großzügigen Entlöhnung.

      3. Akt

      Szene im selben Saal. Am nächsten Morgen erscheint Tassilo nochmal vor Ort bei der Gräfin, um sich von ihr zu verabschieden. Es kommt jedoch nicht etwa zu einer Aussprache des Ganzen, denn einerseits lässt dies Tassilos Stolz nicht zu, und andererseits ist Marizas Trotz zu stark. Doch dann erscheint Tassilos Tante, die Fürstin von Guddenstein. Diese hat von der Verarmung von Tassilos Familie erfahren und gleich darauf sämtliche Güter zurückgekauft, welche Tassilo in seiner finanziellen Not verpfändet hatte. Somit ist Tassilo kein verarmter Adelsmann mehr und steht dem Stand von Gräfin Mariza in nichts mehr nach. Jetzt steht den beiden zum Liebesglück nichts mehr im Wege.

      Bekannte Lieder:
      Grüß mir die süßen, die reizenden Frauen im schönen Wien
      Einmal möcht' ich wieder tanzen
      Sa ja, mein Lieb, sag ja
      Schwesterlein
      Ich möchte träumen von dir mein Puzikam
      Komm mit nach Varasdin
      viele Grüße von musica