WAGNER: "Der Ring des Nibelungen" - Valencia 2009/10

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    • WAGNER: "Der Ring des Nibelungen" - Valencia 2009/10

      Gestern abend geschah etwas ziemlich Ungewöhnliches: Mitternacht und Morpheus rückten näher und näher, und ich saß fasziniert und kaum ermüdet vor einer Aufführung von Richard Wagners WALKÜRE in dieser, wie ich mit meinem für Wagner nicht sonderlich geschärften Empfinden fand, mehr als ordentlichen Besetzung:

      Siegmund: Peter Seiffert
      Hunding: Matti Salminen
      Wotan: Juha Uusitalo
      Sieglinde: Petra Maria Schnitzer
      Brünnhilde: Jennifer Wilson
      Fricka: Anna Larsson
      Gerhilde: Bernadette Flaitz
      Ortlinde: Helen Huse Ralston
      Waltraute: Pilar Vázquez
      Schwertleite: Christa Mayer
      Helmwige: Eugenia Bethencourt
      Siegrune: Heike Grötzinger
      Grimgerde: Manuela Bress
      Rossweisse: Hannah Esther Minutillo

      Orquestre de la comunitat Valenciana
      Cor de la Generalitat Valencia
      Musikalische Leitung: Zubin Mehta
      Bühnenregie: Carlus Padrissa
      Videos: Frank Aleu
      Bühnenbild: Roland Olbeter
      Kostüme: Chu Uroz
      Licht: Peter van Praet
      Fernsehregie: Tiziano Mancini

      Nicht, dass ich auf einmal die Sprache des RING oder Wagners endlos umständlichen Deklamationsstil schätzen lernte. Verantwortlich für diese Faszination war - neben der zweifellos grandiosen Musik gerade auf vielen "Inseln" des dritten Aktes - vor allem die Inszenierung von Carlus Padrissa und seiner Fura dels Baus, die immer wieder mit Bildern aufwartete, die endlich mal der kühnen Vision Wagners standhielten, und denen man sich einfach ausliefern konnte ohne sich einen Zugang zu dem Werk mühsam über den Umweg einer Interpretation erarbeiten zu müssen. Ich werde darüber sicher nicht zum Wagnerianer werden, hatte aber zum ersten Mal seit Chéreau das Gefühl, dass man diese Werke wirklch mit Gewinn aufführen und ansehen kann ohne sich einfach nur von einer Höhepunktinsel zur nächsten durchhangeln und dabei viele Durchhänger in Kauf nehmen zu müssen.

      Ich schätzte die Fura dels Baus bekanntlich schon sehr von ihrer Salzburger Inszenierung von Berlioz' LA DAMNATION DE FAUST, aber hier haben sie meine deshalb sehr hoffnungsfrohen Erwartungen bei einem (für mich) weit schwierigeren Werk voll erfüllt. Leider habe ich bislang nur die zweite Hälfte des zweiten Aktes und den dritten sehen können, so dass ich hier noch zu wenig über die sängerischen Leistungen oder gar das Regiekonzept und seine Tragbarkeit über den ganzen Abend hinweg sagen kann, aber während ich noch auf den kompletten Mitschnitt (und möglichst auch den vom RHEINGOLD) warte, würde mich schon mal interessieren, was Ihr von dieser Aufführung haltet.

      Ich finde jedenfalls diese Kreuzung aus "Le Cirque de Soleil" und Wagner höchst faszinierend und Grund genug, sich den gesamten Ring anzutun. Die Übertragung wird ja im Monatsrhythmus von 3-SAT fortgesetzt am:

      30.01.2010, 20.15 Uhr mit Siegfried

      und am

      27.02.2010, 20.15 Uhr mit der Götterdämmerung

      Gerade Wagner-Skeptiker sollten sich diese Termine vormerken.

      :wink: Rideamus
      Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung
    • Volle Zustimmung, lieber Rideamus !

      Leider hast Du den ersten Akt verpasst, der ja ohnehin zum Eindringlichsten gehört, was Wagner komponiert hat.

      Hier faszinierte, neben den singenden Protagonisten, besonders die adäquate Videoprojektion der Weltesche.

      Bis gestern kannte ich nur seinen Namen : Juha Uusitalo. Wie er die mörderische Partie des Wotan nicht nur optimal stimmlich bewältigte, sondern bis in kleinste Nuancen gestaltete, grenzt für mich ans Sensationelle. Beim gefürchteten großen Monolog zu Beginn des zweiten Aktes verstand man jedes Wort, womit die sich sonst häufig ausbreitende Langeweile gebannt wurde.

      Selbst in der Schlussszene mit Brünnhilde glänzte er mit schier unerschöpflichen Stimmreserven - Chapeau !



      Ciao. Gioachino :juhu:
      miniminiDIFIDI
    • Ich sehe die Valencia-Walküre mit gemischten Gefühlen. Ich fand die Regie nur mittelmäßig und streckenweise viel zu statisch. Der Einfall mit den Kränen (oder wie auch immer man die Dinger bezeichnen will) ist irgendwie schon originell, führt aber auch zu einer enormen Unbeweglichkeit! Das Bühnenbild, das ja weitestgehend aus einer Videowand bestand, fand ich etwas billig und einfallslos (das ist ein Einwand, den ich bei Videowänden generell habe). Und dann sah der Hintergrund, jedenfalls in den Akten 2 und 3 aus wie eine Mischung aus Google Earth und Star Trek. Überzeugt hat mich das nicht. Das Leichen-Mobile allerdings fand ich klasse - das hatte Kraft.

      Ich kann gar nicht anders, als immer wieder unermüdlich den Kopenhagener Ring zu empfehlen. Wer diesen Valencia-Ring mag und durch ihn motiviert wird, mehr Wagner zu schauen, der sollte erst recht die Kopenhagener Produktion sehen.

      Ach ja: Herrn Uusitalo fand ich im Gegensatz zu Gioachino nur mittelmäßig. Die parlando-Stellen im 2. Akt waren sehr gut, und in der Abschiedsszene gelangen ihm einige sehr schöne lyrische Momente. Ansonsten fand ich die Stimme ein bißchen sehr (typisch finnisch) sehr gestämmt und eigentlich nicht besonders schön. Seiffert war besonders im 1. Akt manchmal ziemlich kehlig. Sehr gefallen hat mir Frau Wilson als Brünnhilde. So eine Brünnhilde habe ich lange nicht mehr gehört. Eine schöne, angenehme Stimme und eine mühelos angesungene, zielsichere Höhe, die mich an Birgit Nilsson erinnert hat. Brava!

      :wink:

      M.
      "To me, Eurotrash is Zeffirelli." Graham Vick
    • Von einer Schauspieltruppe hätte ich mir mehr erwartet.
      Die Statik der Personenregie - bis hin zu pathetischen Freeze-Posen, die an Fritz Lang erinnern mögen - auf der Bühne stand in merkwürdigem Gegensatz zur reizüberflutenden Dynamik der Videowand.
      Die reduzierte Bühnenausstattung mit, zugegeben, markanten Akzenten wie dem Leichenpendel spielte da auch nicht gerade eine Vermittlerrolle.
      Wenn man einen Ring über zwei Jahre hinweg herausbringt, kann es auch kein Argument sein, erst einmal das Gesamtkonzept zu sehen und dann zu urteilen.

      Sängerisch sicher Highlights auf der ganzen Linie. Wenn auch Uusitalo für einen Wotan sehr hell timbriert, über Strecken fast tenoral scheint, so sind seine Kraft und seine Kondition zu bewundern.
      Seiffert brillant, wenngleich der Unbeweglichsten einer, Wilson in so manchen Passagen walkürenrar lyrisch, dann wieder mit enormer Stärke, nie jedoch die Schweinshaxe im Anschlag.

      Über den Orchesterklang kann ich kaum etwas sagen. Der kam, zumindest bei mir, sehr seltsam rüber. Einzelne Intrumentengruppen stachen ohne erkennbare Systematik sporadisch heraus, frage mich, ob das am Aufnahmeteam lag.
      Das Dirigat mir persönlich mit zu viel Zähflüssigkeit behaftet, extreme Tempi, wie beispielsweise im Feuerzauber, muteten befremdlich an, passten aber immerhin zu Fritz Lang.

      audiamus
      "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms
    • Lieber Rideamus und lieber Gioachino,

      über Eure Beiträge habe ich mich besonders gefreut, denn ich kann jetzt wohl auch noch auf den 3. Akt sehr gespannt sein (und wer Uusitalo mag.... :thumbsup: ), da ich so kurz vor Ende des 2. Akts nur noch das Aufnahmegerät laufen ließ, da heute sehr früh der Wecker klingelte und ich den 3. Akt mit ganzer Aufmerksamkeit genießen wollte.

      Vom Rheingold sah ich nur kleine Teile und konnte mich deshalb an diese seltsame Maschinerie auf der Bühne nicht so recht gewöhnen und fand es auch gestern im ersten Akt manchmal atemberaubend, was man den Protagonisten so zumutete, wenn sie blitzschnell nach oben und unten gefahren wurden und dabei noch gut singen sollten. Mir wäre da bestimmt einiges der Speisen vom Mittagessen aus dem Gesicht gefallen :hide: Ansonsten war ich echt begeistert, vor allem von der Weltesche im Hintergrund, denn was den Regisseuren da manchmal als "Alternative" einfällt, hat oft wenig Baum-Ähnlichkeit. Ich mag freiere Bühnen sowieso lieber als solche, die z.B. mit Hausbauten oder Containern voll gestellt werden und nur noch ein kleiner Streifen für Rampensingen frei bleibt.

      Bin natürlich sehr froh, dass Uusitalo doch wieder recht gut bei Stimme war. Er kommt wirklich gleich nach Terfel in meiner Beliebtheitsskala als Wagnersänger. Freute mich auch, endlich wieder Peter Seiffert in einer seiner Paraderollen in Aktion zu sehen. Seine Frau war zusätzlich noch schauspielerisch sehr gefordert und hat für die "Wolfsrolle" wohl ganz schön trainieren müssen. Freue mich aber jetzt schon wieder ganz besonders auf die Brünhilde, die wirklich grandios war (nur ihr Brustpanzer ist nicht ganz so geglückt :rolleyes: ) und war glücklich über Zubin Mehta, unseren Vorgänger-GMD.

      Lieber Mengelberg,

      Du hast mich jetzt natürlich sehr neugierig auf den Kopenhagener Ring gemacht. Gibt es da eine DVD? Bestimmt hat jeder so seine Lieblingsinszenierung und -aufführung, aber bei der Walküre von gestern lohnt es sich wirklich auch, sie zu genießen.

      Herzliche Grüße
      Ingrid
    • Liebe Melanie,

      Gerd und ich haben höchstwahrscheinlich beide den Kopenhagener Ring gemeint, von dem Mengelberg so schwärmte, aber trotzdem super, dass es von Valencia (ist ja ein gigantisches Opernhaus) auch schon die ersten beiden Ringteile gibt. Vielen Dank!

      :wink: Ingrid

      PS. Ständig bin ich zu langsam :shake:
    • ich habe vorhin angefangen mir die Valencia-Walküre reinzuziehen, aber nach einiger Zeit gestoppt. Grund: laaangwweiliges + dröges Orchester (ähnlich wie seit Jahren Thielemann-Bayreuth) und die Regie scheint auch nicht der große Brüller zu werden (ok ein Double-Layer musste dran glauben, so what). Warum knüpft Mehta nicht an das an, was er in Chicago am 23.11.93 so beeindruckend mit seiner Walküren-Wiedergabe erreicht hatte ? In München 14.04.99 wars orchestral ähnlich uninteressant, wie Valencia 2007 ...

      Ich wage folgende Prognose: Der Kleinstadt-Hannover-Ring wird deutlich besser werden als der aus Valencia und Hamburg, trotz des zu Unrecht völlig übertrieben gescholtenen Bozic.

      :wink:
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Gerade sehe ich die Aufzeichnung. So viel unerschöpfliche unfreiwillige Komik hätte ich nur von Engländern erwartet.

      Im 1. Aufzug ein kurzes Orchesterspiel, wo Sieglinde Nachttrunk für Hunding vorbereitet:
      Regieanweisung für Siegmund: Böse gucken, 10 Minuten lang.
      Regieanweisung für Hunding: Dumm gucken, 10 Minuten lang.
      Regieanweisung für Sieglinde: Mach was du willst, 10 Minuten lang.

      Im 1. Aufzug Siegmund singt „Winterstürme wichen…“: Bühnenhintergrund öffnet sich. Siegmund versucht Sieglinde ins Licht führen. Warum denke ich hier nur an Amstetten?

      Im 2. Aufzug Wotan und Fricka auf selbstrollende Hebebühne: Hmm… wenn ich morgens arbeiten gehe, sehe ich immer zwei Putzleute auf Hebebühne, die gerade Glasfassade sauber machen. Aber die beiden netten Putzleute sind nicht so stark geschminkt wie Elsa Lanchester in „Frankensteins Braut“ von James Whale.

      usw. usw…. Wenn ich noch weiter gucke, muss ich morgen gleich neue Antifaltencreme kaufen.

      Wieder ernst: mich stören eher die nicht bis zum Ende gedachten, überhaupt nicht feinjustierten Regieanweisungen. Wie oben erwähnte „Winterstürm-Szene“: Wenn Siegmund endlich Sieglinde in die Freiheit führen sollte (wie das offenes Bühnenbild assoziiert), und das geschieht auch, aber warum trödeln die beiden gleich wieder in die schattige Bühnenseite herum? Möchte Sieglinde lieber mit Siegmund wieder im Keller neben Kartoffeln schlafen oder was?
      So viel zu lachen aber doch sehr frustrierend. Als ich „Krieg der Sterne“ 1 bis 3 gesehen hatte, hatte ich ähnliches Gefühl. So viel Materialschlacht mit Spezialeffekt, aber wirklich was neues oder einleuchtendes gab es dabei nicht, wenn man schon Teil 4 bis 6 gesehen hat. Nur arme Schauspieler taten mir leid, die ganze Zeit mit ihrer eigenen Betonfrisur herumkämpfen und nur noch wie Besenstiel herumtrödeln mussten.

      Schlaf gut,
      Penthesilea
      Auch Rom wurde nicht an einem Tag niedergebrannt - Douglas Adams
    • Dank unserem Misstöner hatte nun auch ich die Möglichkeit, mir die Valencia-Walküre anzuschauen und möchte nun meinen Senf dazu geben.

      Was die Gesangsleistungen betraf, so kam ich aus dem Staunen gar nicht heraus! Es schien mir schier unglaublich, wie heutzutage eine durch die Bank so hervorragende "Walküre" besetzt werden kann! Besonders hervorheben möchte ich zum einen Petra Maria Schnitzers wunderbar jugendlich-dramatische Sieglinde. Ich hatte einige Tage zuvor eine Rezension einer "Tiefland"-DVD gelesen, in der sinngemäß stand, dass PM Schnitzers sowieso schon wenig attraktive Stimme mit der Rolle der Martha ziemlich überfordert sei. Nachdem ich sie in der "Walküre" hörte, schien mir zumindest der erste Kommentar ziemlich fragwürdig. Mir gefiel ihr Timbre ausgesprochen gut, genauso wie ihr Spiel! Ist die Rolle der Sieglinde vielleicht noch eine der Rollen aus dem Ring, die auch heute öfter mal recht gut besetzt werden können (z.B. Eva-Maria Westbroek in Bayreuth), so lässt sich das wohl eher weniger von der Rolle der Brünnhilde behaupten. Und hier kommt für mich die eigentliche gesangliche Sensation dieser "Walküre": Jennifer Wilson. Zwar gehört auch sie zu denjenigen Brünnhilden, die mit etwas unvorteilhaftem Kostüm und einer etwas festeren Statur nicht unbedingt meinem Idealtypus einer Brünnhilde entsprechen, die dies aber - im Gegensatz zur ordentlichen, aber nicht wirklich herausragenden Irene Theorin (Kopenhagen Ring) und der sehr schwachen Linda Watson (aktuell Bayreuth) - mit ihrer gesanglichen Leistung voll und ganz vergessen lässt. Vielleicht muss ich mich demnächst noch einmal revidieren, aber aktuell würde ich sie stimmlich als die beste Brünnhilde bezeichnen, die ich je gehört habe!!! :juhu: :klatsch: Ich würde sie aufgrund ihres etwas wärmeren Timbres sogar über die Nilsson stellen! Eine wunderbare Stimme, ausdrucksstark, gestaltend, technisch souverän, wenn man viele andere Brünnhilden der letzten Jahre im Ohr hat muss man sagen: unverschämt souverän!
      Ein Lob möchte ich aber auch noch an Juha Uusitalo (Wotan) erteilen, der mich vor einigen Tagen noch live als Holländer in München leicht enttäuscht hatte. Hier ist er stimmlich viel souveräner und gestaltet auch wunderbar. Auch er um Längen besser als Dohmen in Bayreuth. Hervorragend auch Seiffert (Siegmund) und Anna Larsson (Fricka).

      Die Inszenierung fand ich sehr interessant. Wenn mir auch einiges nicht sonderlich gefiel (z.B. als die Welt-Esche am Ende des 1.Aktes mit Siegmund-Schriftzügen übersät wird, etwas sehr plakativ, oder die teilweise etwas hyperaktiven Videowände, bei denen man sich eine etwas interaktivere Einbettung in das Bühnengeschehen gewünscht hätte), so gab es doch jede Menge faszinierender Ideen und Bilder (wie schon öfters erwähnt, das Leichen-Mobile ist überaus beeindruckend), die meiner Ansicht nach in ästhetischer Hinsicht zukunftsweisend sein werden (etwas ähnliches verspreche ich mir auch vom neuen MET-Ring von Robert Lepage).

      Der einzige, der den bis dahin sehr sehr positiven Gesamteindruck trübte, ist Dirigent Zubin Mehta, und zwar gewaltig. Es ist geradezu schmerzlich, wie Mehta die Partitur breitwalzt und in einem Schneckentempo versucht, jegliche Dramatik abzuwürgen. Mehta gelingen ein paar schöne lyrische Momente, aber er opfert dafür fast alle aufbrausende Energie, die in diesem Werk steckt. Als Gesamtdeutung für mich absolut inakzeptabel. Man, den hätte ich glatt ausgebuht, wenn ich im Publikum gewesen wäre! :cursing:

      Trotzdem freue ich mich auf die anderen Teile, vor allem wegen der grandiosen Gesangsleistungen!

      DiO :beatnik:
      "Wer Europa in seiner komplizierten Verschränkung von Gemeinsamkeit und Eigenart verstehen will, tut gut daran, die Oper zu studieren." - Ralph Bollmann, Walküre in Detmold
    • jetzt bin ich doch noch auf die Brünnhildesolistin neugierig geworden. Vielleicht werde ich mir wenigstens die Brünnhilde-Passagen daraus reinziehen.. die weiteren Ring-Termine sind bereits im Capriccio-Kalender festgeschrieben... wer auf die Stimme des Wotan-Sängers neugierig ist, dem sei der Kassel-Ring empfohlen. Ich habe davon den Siegfried, weil mir das Orchester unter Paternostro ganz vorzüglich gefällt...

      :wink:
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • lieber General,

      danke für den Hinweis auf die DVD, hatte bisher vergeblich gesucht. Diese sehr eigene, aber gerade in der Regie so gelungene Produktion möchte ich mir peu a peu zulegen als Ergänzung zu meinen alten Videomitschnitten des Chereau - Rings.


      Ich habe bisher Rheingold und Walküre gesehen und stimme überwiegend mit Diabolos Einschätzung der Gesangsleistungen überein mit Ausnahme von Anna Larsson. Es geht nicht darum, bei der schwierigen Fricka - Partie irgendwelche einzelnen Töne zu monieren, aber sie drückte m. E ziemlich permanent auf die Stimme, um irgendeinen dunklen Klang zu erzeugen, was viele Sptzentöne zu tief werden liess.

      Die Einschätzung des orchesters als extrem breit kann ich gar nicht teilen. Das habe ich alles schon viel langgezogener gehört.

      Aber so verschieden sind die subjektiven Einschätzungen.

      LG Ulrica
      Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren (Bert Brecht)