Schubert, Franz: Klaviertrios D 898 und D 929

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    • Die vermutlich "wildesten" HIP-Aufnahmen der Trios dürften vom Ensemble Gaia Scienza stammen (kenne hiervon aber nur die CD mit 899, die mir eher zu "brutal" ist). Das Es-Dur ("kurz") gäbe es z.B. auch noch mit dem Castle Trio (Virgin Duo + Beethoven, deren Beethovenaufnahmen schätze ich sehr, hauptsächlich allerdings op.1). Da die Diskographie dieser Stücke eh nahezu unüberschaubar ist (vermutlich zusammen mit Beethovens op.97, Brahms' op.8 und Mendelssohns 1. die meisteingespielten Trios), besteht bei mir nicht unbedingt Bedarf nach noch mehr Einspielungen im Regal.
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Die "Gaia Scienza" ist doch eine wunderbare Aufnahme. Erschienen als zwei Einzel-CDs bei Winter& Winter. Es sind da noch das "alternative" Notturno Es-Dur sowie die Sonate in B D.28 enthalten.
      Als weitere Aufnahme mit "historischem" Instrumentarium gibt es noch eine Einspielung mit Jos van Imerseel, Vera Beths und Anner Bylsma (Sony). Ich weiß aber nicht, ob sie als Einzel-CD noch nie erhältlich ist; sonst s. die Knüpfung zu Amazon, die ich angab.

    • Immerseel/Beths/Bylsma hat mich nicht richtig begeistert. Sie lassen sich gut hören, hinterlassen aber keinen bleibenden Eindruck.
      Dähler/SchneebergerDemenga würde ich nicht unbedingt als "fragil" kennzeichen. Sie packen einen richtig. Gekoppelt mit D929 ist das "Notturno" D897 (nix weiß man über dessen Entstehung; daß es eine Alternativversion zum langsamen Satz von D898 ist reine Spekulation), mit D897 die "Sonate" (so auf dem Manuskript gekennzeichnet) D28.
      Was diese betrifft, ist interessant zu bemerken, daß die Exposition früher kürzer war. Die ursprüngliche Durchführung hat Schubert kurzerhand in die Exposition integriert. Dies ist ziemlich symbolisch für Schuberts spätere Auslegung der Sonatenform. Das Manuskript von D28 kann man sich bei schubert-online.at anschauen. Dort hat Schubert das "Clavicembalo" zwischen Violine und Violoncello notiert. Seite 5 ist das gestrichene Wiederholungskennzeichen, die Exposition geht weiter bis Ende Seite 8.
      Alles, wie immer, IMHO.
    • Ich höre gerade mit besten musikalischen Empfindungen diese Scheibe:

      Der Musikjournalist Benjamin Herzog hatte sie neulich im Musikmagazin des SRF2 als einen seiner drei Höhepunkte von 2019 vorgestellt.

      Das französische Trio Les Esprits war mir bisher unbekannt. Leider las ich nun, dass es sich wohl gerade nach sechsjährigen Bestehen aufgelöst hat.
      Schade, denn ihr Schubert ist wirklich überzeugend.

      Hudebux