Mussorgski: Bilder einer Ausstellung (Orchesterfassungen)

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    • James Levine

      Josquin Dufay schrieb:

      20 Jahre ist doch nix...
      Ja - ich hatte ja erwähnt unter welchen Dirigenten diese Orchester noch richtig Biss hatten ...
      Auf NAXOS kann man mehrere Negativbeispiele bennen ... aber "absolutes Trauerspiel" ist die Aufnahme der 3 Gayaneh-Suiten (Khatchaturian) mit dem St.Petersburg PO / Anichanow auch aus der Zeit (Naxos, 1994, DDD)


      - aber zum Thema ... Mussorgsky und Biss:
      Im Prinzip wäre ich ja für alle zeiuten mit meinen favorisierten Aufnahmen mit Solti (Decca) und Szell (SONY) zufrieden gewesen (Beiträge 2 und 18) .
      Aber im Januar fand durch den Kauf der 23CD-Box The Art of James Levine noch eine aussergewöhnlich gute Aufnahme der Ravel-Fassung von Bilder einer Ausstellung in meine Sammlung, die sich in jeder Beziehung mit diesen messen kann.
      Zuerst hatte ich ja meine Bedenken, ob ein Opernorchester MET Orchestra das sooo hin bekommen kannn ... JA !

      Levine wandelt auch hier wieder auf den positiven Spuren seines Lehrers George Szell.
      - beim Satz Die Hütte der Baba Jaga geht auch hier so unglaublich packend die Post ab, wie bei Solti ... Whow ... um dann mit Glanz und Gloria in das Tor von Kiew über zu gehen.

      Klanglich erste Sahne = die CD gehört zum Besten, was man auf CD überhaupt von DG gewohnt ist !

      - hier die Abb der Einzel-CD-Ausgabe -


      DG, 1993, DDD

      Le Sacre kann sich auf der CD mit Levine auch absolut hören lassen ...
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      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Guten Abend,
      vielleicht nicht sehr russisch, aber mit Wiener Schmelz unter Andre Previn, und die Klavierversion mit Brendel ist auch nicht zu verachten. War mein Einstieg in das Werk, gefällt mir immer noch gut.
      Schöne Grüße, Helli


      ...ich mag alle Farben. Nur schwarz müssen sie sein.
    • Wem Ravel zu überorchestriert bei den Bildern einer Ausstellung erscheint, sollte mal ein Ohr auf diese Aufnahme werfen:



      Ich finde, dass die Orchestrierung von Henry Wood wesentlich passender ist (auch wenn Wood sie zurückzog als Ravels Version rauskam): kein französisches Parfum - sondern Landluft, mehr Holzschnitzerei als Raffinesse und vieles wirkt brachialer. Der Einsatz der Orgel zur Verbildlichung von Andacht und Pathos im letzten Satz ist ein toller Kniff. Nebenbei ist die Einspielung auch aufnahmetechnisch allererste Sahne.

      Gruß
      Josquin
    • So ist das mit der Katalog-Logik. Einen Thread gibt es für Orchesterfassungen, einen anderen für Klavier solo. Da es sich nicht lohnen dürfte, einen weiteren für Klavierquartett-Fassungen zu eröffnen, poste ich meine Freude über die Neueinspielung des Fauré Quartetts hier:



      Bei jpc findet sich Einiges über die Hintergründe der Fassung. Ich höre sie soeben zum ersten Mal und bin begeistert. Lange schon haben mir die Bilder nicht mehr solchen Spaß gebracht. Ganz erstaunlich, wie neu das altbekannte Werk hier zu erleben ist und welche Klänge hier ertönen. Ganz dicke Empfehlung und großen Dank an Dirk Mommertz, Mitglied und Pianist des Fauré Quartetts für seine Bearbeitung.