Kleine Aussprachehilfe benötigt!

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    • Melione schrieb:

      Echt?! Ich dachte immer, dass alle Wörter, die mehr als zwei Silben haben, immer auf der zweiten Silbe betont werden...


      [Klugscheißermodus ein]Dem ist nicht so. Eines der Kennzeichen germanischer Sprachen ist der - vom Grafen erwähnte - Initialakzent- also der Akzent auf der ersten Silbe [/Klugscheißermodus aus] :D
      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • Mina schrieb:

      Im Übrigen mutiert Fairy immer mehr zu einer Art virtuellem Leuchtturm für mich: von allen Fertigkeiten die ich auf dieser Welt anstrebe sind wunderschöner Gesang und elegantes, fließendes Französisch die beiden, die ich am schmerzlichsten ersehne. Von beiden Künsten habe ich gerade genug Ahnung um zu wissen, daß ich ein jämmerlicher Stümper bin.
      Das ist zwar ein rechter Balsam zu lesen, :kiss: aber es ist ganz einfach ein "Leuchtturm" zu werden und nciht mein Verdienst: einfach einen Franzosen heiraten und Gesangsunterricht nehmen. Mehr hab ich dazu nämlich nicht getan. Und von elegant und wunderschön kann ich auch nur träumen- das mit dem Stümper kenn ich genauso wie du- ist mir aber solange egal, wie es mir trotzdem Freude bereitet.
      Wer sich niemals traut, eine Sache schlecht zu machen, wird sie nicht nur niemals gut machen, sondern leider gar nciht machen. :fee: (soll ich statt der Fee nun einen Leuchtturm-Smilie anfordern?)
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • Und jetzt mal zu einem Namen, den die Franzosen selbst mit wunderbarer Konsequenz falsch aussprechen: Jean Francaix. Sämtliche Franzosen, die ich kenne, sprachen ihn aus, als würde er sich auf "perplex" reimen (wohl nach der Regel Aix-en-Provence).
      Falsch.
      Monsieur Francaix amüsierte sich königlich über diese Aussprache, weil sie seiner Meinung nach alt-adelig klingt. Er selbst sprach sich stets mit stummem x.
      :wink:
      Na sdarowje! (Modest Mussorgskij)
    • Edwin schrieb:

      Und jetzt mal zu einem Namen, den die Franzosen selbst mit wunderbarer Konsequenz falsch aussprechen: Jean Francaix. Sämtliche Franzosen, die ich kenne, sprachen ihn aus, als würde er sich auf "perplex" reimen (wohl nach der Regel Aix-en-Provence).
      Falsch.
      Monsieur Francaix amüsierte sich königlich über diese Aussprache, weil sie seiner Meinung nach alt-adelig klingt. Er selbst sprach sich stets mit stummem x.
      :wink:

      Jetzt hatte ich echt gezweifelt, ob das c in diesem Namen tatsächlich kein "Cédille" hat, dann hätte man ihn nämlich "frankä" aussprechen müssen. Aber zum Glück hat er ein Cédille: Françaix. Und dann wäre ich nie auf die Idee gekommen, das anders auszusprechen als français, la paix, ... Mist, mehr fällt mir nicht ein. Und damit steht es nur 1:1 zwischen "x aussprechen oder nicht":
      Aix-en-Provence vs. la paix

      Kennt jemand weitere Wörter, die auf -aix enden?

      Es gibt übrigens einen Winzer aus Chablis namens "Defaix", den spreche ich immer "defä" aus. Dann gibt's noch Desaix, ein General von Napoleon. Der wird doch nicht etwa "desäx" ausgesprochen???


      Thomas
    • Ecclitico schrieb:

      Dann gibt's noch Desaix, ein General von Napoleon. Der wird doch nicht etwa "desäx" ausgesprochen???
      Nun ja. Es gibt Louis Charles Antoine Desaix (1768-1880) - den meinst Du wahrscheinlich. Dessen x ist stumm.

      Und dann gibt es Joseph Marie Dessaix (1764-1834), ebenfalls ein General. Dessen x wird ausgesprochen.

      Alles ganz logisch :D
      Es gibt kaum etwas Subversiveres als die Oper. Ich bin demütiger Diener gegenüber diesem Material, das voller Pfeffer steckt. Also: Provokation um der Werktreue willen. (Stefan Herheim)
    • Lieber Edwin, arbeitest Du mit Mozilla? Dann gäbe es eine gute Lösung, nämlich das wunderbare AddOn-Zusatzprogramm abcTajpu. Näheres findest Du in dem alten Thread Schreibweise von (Komponisten-)namen, Beitrag Nr. 2.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Und noch eine französische Frage: wie spricht man sie denn nun, die wunderbare Natalie Dessay?
      Dessej oder Desseee mit langem E?

      Lustig war einmal das Gespräch mit einer französischen Bekannten, die kein Deutsch spricht, da mein Französisch, wie erwähnt, inzwischen eher rudimentär ist, haben wir uns mit Englisch beholfen. Jedenfalls hat sie nicht verstanden. von welcher französischen Oper ich denn so schwärme, weil ich "Werther" so ausgesprochen habe wie der alte Goethe es wohl getan hat. Dann. "Ah!!! Werthääääär!!!" Ich hätte sie nach Natalie fragen können, habe es aber vergessen.

      Wer sich niemals traut, eine Sache schlecht zu machen, wird sie nicht nur niemals gut machen, sondern leider gar nciht machen

      Da ich nicht nur mittelmäßig singe, sondern auch recht gut sticke, werde ich diesen Satz irgendwann als Sinnspruch auf feines Linnen sticken, mit Blüten umranken und über's Bett hängen :thumbsup:
      Ein Paradies ist immer da, wo einer ist, der wo aufpasst, dass kein Depp reinkommt...
    • Na also, wie die Franzosen Namen aderer Sprachen aussprechen! Da denkt man sich danach: lohnt es sich die Mühe, auf die Französische Aussprache zu achten?

      Beispiele die ich auf mezzo gehört hab:

      Jean-Sebastien "Basch"...

      "Wolfgaun' Amadeüs Mosaar"

      "Lüdwikh fan Bethowen" usf.

      X(
      "Vor dem Essen, nach dem Essen,

      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • Liebe Mina, sie spricht sich Natalie Desseej, wobei das j am Ende nur ganz leicht angedeutet ist, daher die Verwirrung.
      Der Spruch ist mein inneres Leitmotiv geworden, andernfalls hätte ich niemals im Leben gewagt, irgendwelche Träume zu realisieren. Man wird es nciht glauben, aber ich war lange Jahre ziemlich wenig selbstbewusst und habe lieber im Kämmerlein meine Melancholien gepflegt, als irgendetwas Unperfektes zu machen. Wer hohe ästhetische Ansprüche hat, neigt dazu, lieber gar nichts zu probieren und frustriert und unglücklich durch die Welt zu laufen, als zu wagen, eben nicht perfekt zu sein, aber seine Kreativität trotzdem befriedigend auszuleben und dabei fast nebenbei von der grossen psychohygienischen Kraft der Kunst zu profitieren. Kunst ist nicht nur für Meister da, sondern auch für Anfänger und Dilettanten. Stick den Spruch also unbedingt auf ,mach mir dann ein Photo davon und ich hänge mir das Photo übers Bett.

      Lieber Tschab, zu dem Thema kann ich ganze Romane schreiben!!!!!! Die Franzosen weigern sich , wie andere zuivilisierte Völker, wenigstens mal den Versuch zu unternehmen, andere Sprachen zu respektieren und Namen ihre nationale Identität zu lassen.
      Manchmal ist das eine solche Verzerrung, dass ichnur mit Mühe verstehe wer gement ist. " Vässie" ist z.B. Leonardo da Vinci, da muss man als Halb-Italienerin erstmal drauf kommen! :stern:
      Viel schlimmer ist aber, dass ich beinahe gezwungen bin, in Coverstaiuonen über Kunst, die Namen ebenfalls zu verzerren, weil mich sonst kein Mensch versteht udn alle grosse Äuglein machen. Stell Dir vor, Du sitzt in einem Seminar mit Franzosen und sollst ein Referat halten. In Selbigem kommen diverse deutsche, englische, italiensiche Namen vor, die du korrekt, jedes in seiner Sprache aussprichst. Du sagst z.B. in englisch Francis Bacon. Dann wirst du gefragt: wer ist denn das????? Zwei Möglichkeiten: entweder Du schreibst den Namen auf oder du wiederholst: Frosziss Bako(die O jeweils nasal denken)
      Wohlgemerkt von Akademikern mit künstlerischer Ausbildung! Da könnte ich dann vor Wut meinen Bleistift zerbeissen, was mir aber nichts hilft. :wut2: :o:
      Alles klar?

      Klasse, gel?

      F.Q.
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • noch viel schlimmer - fast schon pervers - ist die aussprache von eigennamen durchs englische.

      hier gilt die von mir aufgestellte regel, die ich einst meiner lehrerin in oxford gegeüber äußerte, betone auf die erdenklich schrecklichste weise, und du liegst richtig.


      zb. feitägoras ist gleich pythagoras
      äffrodeiti ist :aphrodite
      oder das beste. frage von ihr: wie finden sie gedichte von rämbo .. ich: was, von rambo gibts gedichte???? .. bis der groschen fiel: gemeint war rimbaud ..


      so denke ich, dass nur wieder wir deutschen uns die mühe nach perfekter aussprache machen ... ich willls auch immer wissen :)
      Muss es sein? - Es muss sein!
    • Also auch wir Ungarn zerbrechen uns den Kopf, wie zB Brueghel auszusprechen sei... oder das man Beethoven nicht "Beetoowän" sondern "Peethofn" aussprechen sollte, usw.

      Früher (ugf. bis zur II. WK) war es eine Mode die Namen nicht-ungarischer Künstler ins Ungarische zu übersetzen (NB. nur die Vornamen) und die in unseren "verkehrten" (eigentlich mein ich ja ihr sagt's verkehrt... :P ) Reihenfolge zu sagen/schreiben:

      so wurde aus Jules Verne: Verne Gyula (gesprochen: Wärnä Djulla [a ist kurz und gesprochen wie z.B. in auf])
      aus Karl May: May Károly (gesprochen: Mai Kahroj [Vermerk: "máj" - gesprochen also "mai" bedeutet auf ungarisch: Leber])

      aus Johann Sebastian Bach: Bach János Sebestyén (gesprochen Bach [a wie in auf!!!] Jahnosch Schebbeschtjehn

      usw... :thumbsup:

      Diese Zeiten des sprachlichen Stolzes sind heute vorbei, men ist versucht alles so richtig zu sprechen wie man nur kann - wobei natürlich die ungarische Phonologie doch ihre Wirkung hinterlässt... (also z.B. wird Bach meistens mit "a" wie in auf ausgesprochen). Doch von den Franzosen sind wir meilenweit entfernt... :D

      LG
      Tamás
      "Vor dem Essen, nach dem Essen,

      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato