Lange Zeit bin ich früh aufgestanden- der Capriccio-Gemeinschafts-Fortsetzungs-Roman

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    • Lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen. Manchmal fielen mir die Augen, wenn kaum die Kerze ausgelöscht war, so schnell zu, dass ich keine Zeit mehr hatte zu denken: >Jetzt schlafe ich ein.< Und eine halbe Stunde später wachte ich über dem Gedanken auf, dass es nun Zeit sei, den Schlaf zu suchen; ich wollte das Buch fortlegen, das ich noch in den Händen zu haben glaubte, und mein Licht ausblasen; im Schlafe hatte ich unaufhörlich über das Gelesene weiter nachgedacht, aber meine Überlegungen waren seltsame Wege gegangen; es kam mir so vor, als sei ich selbst, wovon das Buch handelte: eine Kirche, ein Quartett, die Rivalität zwischen Frank dem Ersten und Karl dem Fünften.


      Das ist so genial wie all das, was danach folgt. Es klingt so schlicht und doch so versöhnlich, so zutiefst menschlich, intim und doch irgendwie irreal. Ich empfinde es fast als Frevel, diesen grandiosen Anfang umzudeuten und zur Schau zu stellen. Das muss man einfach so stehen lassen können und sich demütig dieser Naturgewalt unterwerfen. :angel: