Aktuelle Kinoempfehlungen

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    • Aktuelle Kinoempfehlungen

      Pedro Almodovar "Los abrazos rotos" (Zerbrochene Umarmungen)



      Ich weiss nicht, ob dieser neueste Film eines meiner Lieblingsregisseure schon in Deutschland angelaufen ist- hier ist er seit einigen Tagen in den Kinos.Wer Gelegenheit hat ihn zu sehen: unbedingt hingehen!

      Nach Volver der zweite Almodovar mit Penelope Cruz in einer weiblichen Hauptrolle- sie bewährt sich hier noch einmal mehr als echte Schauspielerin, ohne jedoch auf ihre Qualitäten als Augenweide im Geringsten verzichten zu müssen.

      Almodovar hat mit diesem Film eine Kehrtwende gemacht. Ich weiss das noch nciht richtig einzuschätzen, aber die grotesken, absurden phantastischen, bizarren udn surrealen Elemente sind einer fast klassisch zu nennenden Erzählweise gewichen- dieser Film ist so "un-wahnsinnig" "ernst" und "seriös' wie keiner seiner Vorgänger.

      Die tyrpischen Almodovar-Themen wie verzehrende Leidenschaft, Tod, Homosexualität, psychologisch Verwicklungen und Familientragödien bleiben gottseidank erhalten, aber "Los abrazos rotos" ist nicht nur ein Film über grosse Passionen und verncihtende Eifersucht sondern auch über das Filmemachen und das Kino an sich. :juhu: :juhu: :juhu:
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • StarTrek...

      ...ist sicherlich ein Film, den hier viele gesehen haben werden, auch, wenn sie's evtl. nicht zugeben wollen... ;)

      Ich bin kein Hardcore Trekkie, fand die Next Generation "http://www.imdb.com/title/tt0092455/[/url] auch viel amüsanter, auch wegen der "Personen" "Data" und "Jean-Luc Picard" (insbesondere im engl. Original. Der Shakespeare Schauspieler Patrick Stewart ist eben eine Klasse für sich!), und habe als Kind die ersten Star Trek (Raumschiff Enterprise) Folgen "http://www.imdb.com/title/tt0060028/[/url] sehr, sehr selten gesehen.

      Nun waren wir also letzte Woche im Kino, und haben uns den aktuellen Star Trek "http://www.imdb.com/title/tt0796366/[/url] angesehen. Thema sozusagen: "Wie alles begann." Das kann man auch über die filmische Qualität sagen: Zu viel "Kamerageschüttel", zu viel "Slapstick", zu viel "vordergründige Action". Die anderen Kino-Filme aus der Star Trek Serie (Treffen der Generationen "http://www.imdb.com/title/tt0111280/[/url], et.al.) waren da schon viel besser, auch was den Inhalt betrifft. Hier haben wir es also mit den Teenies der ersten StarTrek Besatzung zu tun, und wie sie Mitglieder der Besatzung wurden.

      Da haben Filme wie "Space Cowboys" "http://www.imdb.com/title/tt0186566/[/url] oder auch Mel Brooke's SpaceBalls "http://www.imdb.com/title/tt0094012/[/url] wesentlich mehr Witz und/oder Raffinesse.

      Kurz: Ich war enttäuscht, um nicht zu sagen: Gelangweilt!

      Matthias
      "Bei Bachs Musik ist uns zumute, als ob wir dabei wären, wie Gott die Welt schuf." (Friedrich Nietzsche)
      "Heutzutage gilt es schon als Musik, wenn jemand über einem Rhythmus hustet." (Wynton Marsalis)
      "Kennen Sie lustige Musik? Ich nicht." (Franz Schubert)
      "Eine Theateraufführung sollte so intensiv und aufregend sein wie ein Stierkampf." (Calixto Bieito)
    • RE: StarTrek...

      pfuetz schrieb:


      Kurz: Ich war enttäuscht, um nicht zu sagen: Gelangweilt!

      Danke für die Warnung! (Ich denke wir haben einen kompatiblen Geschmack)

      Dann warte ich, bis der Film in die Videothek kommt.

      Den neuen Tarantino und den neuen Jim Jarmush will ich allerdings im Kino sehen.
    • RE: RE: StarTrek...

      PaulKuhn schrieb:

      pfuetz schrieb:


      Kurz: Ich war enttäuscht, um nicht zu sagen: Gelangweilt!

      Danke für die Warnung! (Ich denke wir haben einen kompatiblen Geschmack)

      Dann warte ich, bis der Film in die Videothek kommt.

      Den neuen Tarantino und den neuen Jim Jarmush will ich allerdings im Kino sehen.


      Und insbesondere (neben den von Dir genannten) den Goldenen Palme Gewinner Michael Haneke! Da warte ich schon sehnsüchtig drauf, alle die Filme von ihm, die ich bisher gesehen habe (noch nicht alle!), sind einfach nur gut!
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    • Star Trek und kein Ende!!!

      Also enttäuscht war ich nun gar nicht. Meiner Meinung nach ist der Film sehr gut gelungen. Natürlich besassen die Computer und dazugehörigen Armaturen nicht mehr den 60iger Jahre Flair, aber fetzig waren sie trotzdem.
      Die Story als solche fand ich auch recht interessant, zumal sie neue Folgen zulassen. :thumbsup:

      Zitat pfütz

      Der Shakespeare Schauspieler Patrick Stewart ist eben eine Klasse für sich!)
      d'accord vollkomme d'accord sogar

      Nichtsdestotrotz finde ich den Film als solchen interessant. Die Idee ist so abwegig das man dreimal überlegen muss, was ist nun real und was nicht. Genau das lässt auf weiteres in Richtung Star Trek hoffen.

      Ganz nebenbei, meine Tochter und ich waren ganz allein im großen Kinosaal und konnte den Film genießen. :D

      LG

      gilestel
      Wenn Einer kümmt un tau mi seggt, Ick mak dat allen Minschen recht, Dann segg ick: Leiwe Fründ, mit Gunst, O, liehr'n S' mi de swere Kunst. - Fritz Reuter
    • gilestel schrieb:

      Star Trek und kein Ende!!!

      Also enttäuscht war ich nun gar nicht. Meiner Meinung nach ist der Film sehr gut gelungen. Natürlich besassen die Computer und dazugehörigen Armaturen nicht mehr den 60iger Jahre Flair, aber fetzig waren sie trotzdem.
      Die Story als solche fand ich auch recht interessant, zumal sie neue Folgen zulassen. :thumbsup:

      Zitat pfütz

      Der Shakespeare Schauspieler Patrick Stewart ist eben eine Klasse für sich!)
      d'accord vollkomme d'accord sogar

      Nichtsdestotrotz finde ich den Film als solchen interessant. Die Idee ist so abwegig das man dreimal überlegen muss, was ist nun real und was nicht. Genau das lässt auf weiteres in Richtung Star Trek hoffen.

      Ganz nebenbei, meine Tochter und ich waren ganz allein im großen Kinosaal und konnte den Film genießen. :D

      LG

      gilestel


      Bei uns war's der Kinotag der dritten Woche, und auch hier war das Kino MAXIMAL zu 20% gefüllt (Dienstag, 20:00). Ich denke, daß das auch als ein "Signal" für die nicht ganz so gute Qualität genutzt werden kann... Solche Filme sind eigentlich, wenn sie gut sind, die ersten fünf Wochen voll! Zumal am Kinotag.

      Ja, soooo schlecht war er nicht, aber ich empfand ihn als "hingerotzt" (im nicht so bösen Sinne): In kurzer Zeit, schnell gemacht, um Kasse zu machen. Man merkt dem Film an, daß die Regie von einem Fernseh-Serien-Regisseur gemacht wurde, es fehlt die Liebe zum Detail, was insbesondere auf der Riesen-Leinwand schlecht ist!

      Frage: Warum verschwindet die Erde nicht im schwarzen Loch, wenn doch das Raumschiff, das die Erde anbohrt, und das die "rote Materie" en-masse in sich trägt, von der nur ein winziges Tröpfchen reicht, um ganze Sonnensysteme in schwarze Löcher zu verwandeln, doch so dicht an der Erde dran ist, daß es die Erde anbohren kann, und in ein schwarzes Loch verwandelt wird...?

      Nur kleine Flüchtigkeiten, oder einfach nicht lange genug nachgedacht? Sowas enttäuscht mich eben... Und wenn man für Explosionen eben nur die Kamera wackelt, und nicht die Schauspieler auf eine Rüttelplatte stellt, dann finde ich das auch "billig"... Das ging noch in den 60-ern, heute aber eben nicht mehr...

      Das sind so die Punkte, die mich enttäuscht haben, mal von der schwachen Story (Pille ist see-krank? Klaustrophobisch? Warum führt er dann selbst Kirk auf die Enterprise? So ganz ohne Angstanfälle? Sehr dubios...)

      Naja, Ich fand's eben enttäuschend, Du darfst es gerne geniessen!

      Liebe Grüße,

      Matthias
      "Bei Bachs Musik ist uns zumute, als ob wir dabei wären, wie Gott die Welt schuf." (Friedrich Nietzsche)
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      "Eine Theateraufführung sollte so intensiv und aufregend sein wie ein Stierkampf." (Calixto Bieito)
    • Auch von mir ein Danke an Matthias für seine Einschätzung. Das bekräftigt mich ganz genauso auf die DVD zu warten - wenn überhaupt. Deine Kritik, pfuetz, deckt sich ganz gut mit anderen Kritiken, die ich gelesen habe.
      Diese ganze Prequel-Manie geht mir eh etwas auf den Geist. Entweder ein Blockbuster wird zur Trilogie ausgeweitet, oder es gibt ein Prequel.

      Ob die Crew der Voygaer für einen Film tragbar gewesen wäre, weiss ich nicht. Das hätte ich mir aber allemal lieber angeschaut als die Pubertätsphase der alten Enterprise..... :pfeif:

      Leider war auch schon der letzte Film der TNG-Reihe enttäuschend, der vermeintliche Nachwuchs Picards als Schurke eher albern denn angsteinflössend. Meine Lust neue StarTrek-Filme anzusehen hat auch schon allein dadurch einen Knacks erhalten.

      :wink:
      Wulf
      "Gar nichts erlebt. Auch schön." (Mozart, Tagebuch 13. Juli 1770)
    • Der Junge im gestreiften Pyjama

      ...ist ein sehr trauriger Film. Mark Herman wendet sich dem Nationalsozialismus zu, indem er, ähnlich wie, aber doch ganz anders als, Roberto Begnini in seinem Film "Das Leben ist schön" sich auf Konzentrationslager konzentriert. Hier ebenfalls aus der Sicht eines Jungen, diesmal aber aus der Sicht des Sohnes des Leiters eines solchen Konzentrationslagers. Zuerst spielt der Film in Berlin, man sieht die, sich am Krieg orientiereden, aber noch unbefangenen Kinderspiele auf der Straße, in der Schule. Dann soll der Abschied nahen, der Vater wird befördert, und versetzt, und man feiert Abschied von Berlin. Die ältere Tochter will weg, sie ist gehorsamer, später wird man sagen: fanatischer, der Junge will sich nicht von seinen Freunden trennen, und würde gerne in Berlin bleiben. Die Eltern des "Soldaten" und zukünftigen KZ-Kommandanten sind ebenfalls auf der Feier, die Mutter ist gegen das Soldatentum des Sohnes, der Vater befürwortet es außerordentlich. Die Ehefrau des zukünftigen Kommandanten spielt die ergebene Hausfrau.

      Man zieht also weit in den Osten, das neue Heim liegt im Wald, strahlt aber schon "Kälte" aus. Die Kinder fühlen sich beide nicht richtig wohl, dürfen sich aber Ihre Zimmer aussuchen. Die Tochter ist schneller, und hat ein "Room with a View", der Sohn ein Zimmer mit oben liegendem Fenster. Er klettert auf die Heizung, um rausgucken zu könnern, und sieht einen "Bauernhof". Später fragt er seine Mutter, ob er mit den Kindern auf dem Bauernhof spielen dürfe, die Mutter verneint das, und spricht mit ihrem Mann: "Du hattest mir doch versprochen, daß daLager kilometerweit weg und nicht zu sehen sein würde!"

      Im Hause hilft ein augemergelter Jude. Der Sohn darf nun also nicht hinter das Haus, versucht aber dennoch, etwas von dort zu erhaschen. So will er eine Schaukel, die baut er mit dem Juden dadurch, daß sie Material aus dem Schuppen hinterm Haus holen. Dabei sieht er, daß dort ein Fenster die Möglichkeit des Entwischens böte. Nach ein paar Wochen bietet sich ihm auch die Möglichkeit, das Tor zum Hinterhof ist angelehnt, alle sind weg, und er schleicht sich also richtung "Bauernhof", un dstellt fest, daß der mit Stacheldraht eingezäunt ist, und ein Kind im "gestreiften Pyjama" dort drinnen sitzt. Sie reden miteinander, und freunden sich an. Nun kommt der Sohn öfter, die zwei reden, der Sohn bringt auch mal was zu Essen mit, Spielsachen, etc.

      Zur Vorbereitung einer gr0ßen Feierlichkeit im Hause werden kleine Kinderhände zum Polieren der Gläser benötigt, und der Junge im gestreiften Pyjama kommt ins Haus, der Sohn erkennt ihn, und gibt ihm etwas zu essen. Sie werden erwischt, und der Sohn ist zu feige, zuzugeben, das er das Essen verschenkt hat. So sieht er in den nächsten Tagen am Zaun den Jungen nicht mehr wieder, nach einiger Zeit taucht er aber wieder auf, verprügelt, und verschrammt. Der Sohn will Wiedergutmachung tun. Der Junge hat seinen Vater seit ein paar Tagen nicht mehr gesehen, er kam von einem Sonderarbeitseinsatz nicht zurück. So beschließt der Sohn, ins Lager zu gehen, und der Junge bringt beim nächsten mal einen Pyjama zusätzlich mit, der Sohn die schaufel, mit der er einen Durchgang unter dem Zaun gräbt. Es ist der Tag, an dem die Kinder nach Heidelberg zur Tante sollen, weil die Mutter herausbekommen hat, daß die Juden getötet und verbrannt werden. Sie erträgt das nicht mehr, und will ihre Kinder dort weg haben.

      De beiden Kinder begeben sich nun auf die Suche nach dem Vater des Jungen, und geraten in eine "Sonderarbeitsschicht".

      Am Ende stehen der Kommandant, seine Frau und seine Tochter mitten im Lager und sind am Ende, weil sie erkennen müssen, daß ihr Sohn vergast wurde.

      Der Film ist sehr ruhig, ein ganz langsamer Erzählstil. Keine Hektik, keine Action. Gerade dadurch wird das Ende so dramatisch.

      Sehr zu empfehlen!

      Matthias
      "Bei Bachs Musik ist uns zumute, als ob wir dabei wären, wie Gott die Welt schuf." (Friedrich Nietzsche)
      "Heutzutage gilt es schon als Musik, wenn jemand über einem Rhythmus hustet." (Wynton Marsalis)
      "Kennen Sie lustige Musik? Ich nicht." (Franz Schubert)
      "Eine Theateraufführung sollte so intensiv und aufregend sein wie ein Stierkampf." (Calixto Bieito)
    • Liebe Fairy:

      JA!

      Ich habe ihn auch schon gesehen, weiß aber noch nicht, wie ich dazu stehen soll. Technisch und schauspielerisch ein Meisterwerk, unbestritten. Auch die Zitierwütigkeit Tarantinos ist bewundernswert. Ob ich aber mit der Darstellung der Gewalt und der sonstigen "Inhaltslosigkeit" was anfangen will (Keine Antwort auf die Frage. "Und was ist die Moral von der Geschicht?"), ist mir noch unklar. Aber, das ist ein prinzipielles Problem bei Tarantino...

      Allein wg. Johnny Depp und Christoph Waltz ist er sehenswert. Und ich habe mich keine Minute gelangweilt, was ich bei z.B. Harry Potter 6 nun nicht sagen kann, und Harry Potter ist zeitlich kürzer... ;)

      Matthias
      "Bei Bachs Musik ist uns zumute, als ob wir dabei wären, wie Gott die Welt schuf." (Friedrich Nietzsche)
      "Heutzutage gilt es schon als Musik, wenn jemand über einem Rhythmus hustet." (Wynton Marsalis)
      "Kennen Sie lustige Musik? Ich nicht." (Franz Schubert)
      "Eine Theateraufführung sollte so intensiv und aufregend sein wie ein Stierkampf." (Calixto Bieito)
    • Liebe Fairy,

      "Inglorious Basterds" (so der ganz korrekte Titel, Tarantino ist angeblich Legastheniker und soll seinen Schreibfehler des Drehbuch-Titels bewußt übernommen haben) läuft und wird von mir sehr empfohlen. Ich habe auch darüber nachgedacht, ob man einen solchen Film machen soll, und meine Konklusion lautet: ja! Nach x immer gleich gestrickten Nazi-Filmen gelingt Tarantino hier wirklich eine neue Variante eines historisch inspirierten Films. Matthias' Aussage zu Christoph Waltz kann ich nur unterschreiben, der Mann spielt die Rolle seines Lebens! Til Schweiger als dauerschweigender Nazi-Killer war auch großartig, ebenso Bard Pitt als Südstaatler. Johnny Depp konnte ich in dem Film nicht detektieren, war das eine Verwechslung? Wie auch immer, der einzige schauspielerische Schwachpunkt war m. E. Diane Kruger, die zwar gut aussieht, aber das ist es dann auch schon.

      Hat jemand von Euch schon "Antichrist" von Lars von Trier gesehen?

      LG :wink:
      "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler
    • Guten Morgen,
      ich bin mehr zufällig in diesem Film gelandet und kann mit Sicherheit sagen, dass das mein erster und letzter dieser Sorte- sprich dieses Regisseurs- war!
      Auch wenn man den Sinn eines solch grotesk inszenierten Gewaltrausches anerkennen mag, Filme bei denen ich die Hälfte der Zeit nciht hinsehen kann, ohne mich zu übergeben und danach noch Alpträume zu haben:shake:
      Hervorragend gespielt und besetzt, keine Frage(wo war Johnny Depp??????) und insbesondere der Anfang serh aufwühlend und überzeugend, wurde im Laufe der Zeit die Anhäufung von Gewaltszenen und absurden Phantasien des Autors immer aufgringlicher und hat den eigentlichen Kern im Blut ertränkt.
      Was soll das?????
      Ich habe leider den Eindruck, dass es Tarantino letztlich nur noch um Gewalt um der Gewalt willen geht und das hinterlässt einen üblen Nachgeschmack im Hinblick auf die Motive des Films.
      Tarantino hat sich evtl mit seinem Apachen-Killer identifiziert? Scheint mir jedenfalls logisch.
      Brad Pitt erinnert hier ein bisschen an Marlon Brando finde ich.

      Jemand mit dem ich nachher über dne Film gesprcohen habe meinte, dass sei die Rachephantasie für den 11.September. Insbesondere wegen des brennenden Kinos am Ende. Auf die Idee wäre ich zwar nciht gekommen, aber wer weiss?

      Wer keine Probleme hat, sich ununterbrochenen Gewaltszenen auszusetzten und eines der schrecklichsten Kapitel deutscher Geschichte aus dem groteskem Blcikwinkel einer Rachephantasie zu sehen, wird sicher sehr viel Positives in diesem Film finden. Keine Frage.
      Aber wenn das nun der Blick der heutigen Generation auf die Nazi-Zeit sein sollte....... :o:

      F.Q.
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • Liebe Fairy,

      darf ich dazu sine ira et studio fragen: Wie vertraut bist Du mit den Filmen von Tarantino? Gibt es welche, die Du magst? Die grotesk überzeichnete Gewalt ist eines der Stilmittel, derer er sich bedient, ebenso wie die bewußt B-Film-artig gehaltenen Ästhetik mancher Sequenzen. Wem das per se nicht liegt, der hat bei wahrscheinlich jedem Tarantino-Film schlechte Karten.

      Zu der Frage der Sinnhaftigkeit des Films: Ich wage die These, daß der Nationalsozialismus rein filmisch gesehen so ziemlich abgedeckt sein dürfte. Es gibt z.T. beeindruckende Spielfilme über beinahe alle Aspekte dieser furchtbaren Periode: Widerstand, Opfer, Vernichtung der Juden, Geschehnisse im Krieg, Geschehnisse im Nazi-Führungszirkel etc. Sogar eine komödiantische Annäherung gelang bereits (Der große Diktator, Das Leben ist schön). Da kann man sich schon fragen, was noch kommen soll, welche neuen Blickwinkel eine filmische Aufarbeitung der Nazizeit (neben der diskursiven Aufarbeitung, die ich weiter für sehr notwendig halte - ich kann den Walserismus nicht ausstehen!) noch eröffnen kann. Tarantino mit seiner kindlichen Cineasten-Phantasie ist das Kunststück gelungen, zumindest mir etwas Neues zu zeigen, nämlich eine Phantasie über die Nazizeit: wäre es doch so geendet! Hätte doch ein Trupp jüdischer Soldaten und eine jüdische Kinobesitzerin es geschafft, die ganze Nazi-Brut in die Luft zu jagen! Natürlich ist das eine wilde Rache-Fantasie, die es aber zumindest bei mir geschafft hat, gewisse Gefühle der Wut und auch Ohnmacht gegenüber den Nazi-Verbrechen in Bilder zu fassen und zu kondensieren. Eine historische Aufarbeitung der Geschehnisse ist das natürlich nicht, aber ob die 228. Guido-Knopp-Dokumentation so viel substanziell Neues beiträgt, das sei mal dahingestellt. Wohl gemerkt: ich bin dezidiert für die weitere Aufarbeitung der Nazizeit, seine Schlusstriche kann Herr Walser von mir aus im Bodensee versenken. Komischerweise hatte ich aber das Gefühl, in Tarantinos wilder Raserei sehr viel mehr auch über meine eigene Gefühlslage zum Thema zu lernen als in dem unsäglichen "Untergang" - just my 2 cents...

      LG :wink:

      Nachtrag: sorry, liebe Fairy, ich habe beim erneuten Lesen Deines Postings gerade gesehen, daß Du geschrieben hast, es sei Dein erster Tarantino-Film gewesen. Bitte also meine Eingangs-Frage ignorieren. :hide:
      "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler
    • Hallo Symbol,

      Symbol schrieb:

      "Inglorious Basterds" (so der ganz korrekte Titel, Tarantino ist angeblich Legastheniker und soll seinen Schreibfehler des Drehbuch-Titels bewußt übernommen haben)
      Oh, ich kenne ein wenig anders.
      Es gibt bereits einen Film „Inglorious Bastards“ (Original: Quel maledetto treno blindato, Deutscher Titel: Ein Haufen verwegener Hunde) von Enzo G. Castellari. „Inglorious Basterds“ von Tarantino ist ein sehr freizügiges Remake (anders gesagt: mit Original nicht so viel zu tun) vom gewaltexzessive Original. Da Tarantino gerne mal originell sein und gleichzeitig auf das Original hinweisen wollte, hat er einen einzigen Buchstaben geändert.

      Den Originalfilm kann man mittlerweile ungeschnitten genießen (zeitlang gab es nur noch um 20 Minuten gekürzte Fassung). Unter dem Titel „Ein Haufen verwegener Hunde“ findet man eine schickte DVD mit einem sehr hübschen Cover. Seit Tarantino Version ins Kino kam, gibt es eine Neuauflage von der DVD mit dem Titel „Inglorious Bastards“ mit einem schrottigen Cover, aber preiswerter.
      oder

      Schöne Grüße,
      Penthesilea
      Auch Rom wurde nicht an einem Tag niedergebrannt - Douglas Adams
    • Lieber Penthesilea,

      vielen Dank, von dieser Inspirationsquelle Tarantinos (um ein Remake scheint es sich in der Tat nicht zu handeln) habe ich auch schon gehört. Ich weiß nicht mehr, in welchem Zeitungsartikel ich die Geschichte zum falsch geschreibenen Titel gefunden habe, aber dort wurde behauptet, Tarantino hätte das Drehbuch mit allen Tippfehlern verwendet, da er keine Lust hatte, diese zu korrigieren. Und da soll dann halt auch der Tippfehler im Titel drunter gewesen sein. Wer weiß, was sich welcher Journalist dazu alles ausgedacht hat... :D

      LG :wink:
      "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler
    • yago schrieb:

      ich würde mir ja einen film von tarantino ansehen,aber nicht einen film, in dem til schweiger mitspielt.

      lg yago

      Lieber yago,

      bitte dringend überdenken! Ich kann Til Schweiger sonst echt kaum verknusen, aber in dem Film ist er einfach großartig!

      LG :wink:
      "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler
    • Hat jemand von Euch schon "Antichrist" von Lars von Trier gesehen?


      Noch nicht, aber ich will da unbedingt rein gehen. Leider kam ich bis jetzt auch noch nicht dazu mir den neuen Tarantino anzusehen (kenne alle anderen von ihm schon), dh. ich habe noch viele interessante Kinoabende vor mir :klatsch:

      LG Mia

    • Mia Wallace schrieb:

      Hat jemand von Euch schon "Antichrist" von Lars von Trier gesehen?


      Noch nicht, aber ich will da unbedingt rein gehen. Leider kam ich bis jetzt auch noch nicht dazu mir den neuen Tarantino anzusehen (kenne alle anderen von ihm schon), dh. ich habe noch viele interessante Kinoabende vor mir :klatsch:

      LG Mia

      Liebe Mia,

      ich wollte eigentlich mit meiner Frau in "Antichrist" gehen, aber nachdem ich die Beschreibungen gelesen habe, befüchte ich, daß der Film zu brutal für sie sein dürfte. Mal sehen, wen ich dafür gewinnen kann.

      LG :wink:
      "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler
    • Ich befürchte auch, dass ich da alleine rein muss. Meinen Filmgeschmack teilen nicht viele ;+) , zumindest nicht diejenigen, mit denen ich öfter mal ins Kino gehe. Für DVD-Abende habe ich einen Kreis Gleichgesinnter, doch die gehen nicht gerne ins Kino...

      Was Quentin Tarantino betrifft, kann ich Fairy Queens Reaktion gut verstehen, so ging es mir bei meinem ersten Film von ihm auch (pulp fiction), wobei ich schon während des Schauens feststellte, dass durch die deutlich übertriebene Gewaltdarstellung schon wieder eine Metaebene erreicht wird, die mit Sarkasmus und Ironie durchtränkt ist. Dadurch gewinnen seine Filme eine völlig eigene Qualität.

      LG Mia