Photographie-thread I - Hardware

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    • Newbie69 schrieb:

      Ich hatte es so aufgefasst, dass man einen möglichst großen Sensor benötigt, um mechanische Verwackelungskorrekturen vernünftig umsetzen zu können. Vielleicht liege ich hier aber auch falsch.


      [...]


      Ab wann beginnt denn eine "gute Sensor-Auflösung"? Bin auch hier leider überfragt. :schaem1:

      Was mir zudem wichtig ist: die Kamera sollte neu sein, also keine Gebrauchtkamera (hatte ich weiter oben aber auch schon erwähnt). Ergänze ich aber noch in meiner Auflistung.
      „Mechanische Verwacklungskorrekturen“ : Du meinst wohl Objektive mit Bildstabilisierung. Das hat mit der Sensorgröße nichts zu tun, sondern ist ein zusätzliches Feature bei Objektiven (wird aber nicht bei allen Fabrikaten und Modellen eingebaut).
      Natürlich gibt es auch Möglichkeiten, mit Bildbearbeitungsprogrammen nachträglich Verwacklungen teilweise herauszurechnen. Dafür ist auf jeden Fall hohe Auflösung günstig, da bei solchen Veränderungen Artefakte entstehen können.
      Wichtig ist bei Tele-Aufnahmen eine kurze Belichtungszeit (da gab es früher die Faustformel „umgekehrt zur Brennweite“, also bei f=200mm mindestens 1/200). Das wird schon dadurch notwendig, weil Tiere in der Regel nicht lange ruhig bleiben (wenn es keine schlafenden Löwen sind...).
      Für so etwas ist je nach Lichtverhältnissen ein hohe Lichtstärke des Objektivs von Vorteil und eine gute Abbildungsqualität bei offener Blende. Da schwächeln vor allem preiswerte Zoom-Objektive in der Regel.
      Alles hängt natürlich auch davon ab, was Du mit den Bildern hinterher machen willst. Fürs iPad braucht man natürlich nicht dieselbe Qualität wie für ausgedruckte Bilder (repräsentativ eigentlich erst ab A4)...

      Vor gebrauchten Kameras hätte ich übrigens keine Angst. Wichtig ist ein seriöser Händler des Vertrauens. Von eBay würde ich eher abraten. Allerdings habe ich meine allererste Hasselblad (noch die klassische analoge 500 C/M) vor fast vierzig Jahren über eine private Kleinanzeige überaus günstig und in gutem, technisch einwandfreien Zustand gekauft. Die hat mir zwanzig Jahre gute Dienste geleistet, bis ich sie an eine gute Freundin verschenkt habe...
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      Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)
    • Waldi schrieb:

      Eine Kamera sollte man unbedingt in der Hand ausprobieren und nicht blind kaufen, wenn es sich um etwas Besseres handelt. Und ja, mit zu wenig Gewicht kommt es eher zu Verwacklungen. Bei Zoom sollte es für Deine Zwecke vermutlich schon über 20 sein. Allerdings darf man bei extremer Teleeinstellung in dieser Preiskategorie keine Schärfenwunder erwarten. Begnügt man sich mit einem älteren Modell, dann kann man beste Qualität oft recht günstig kriegen. Außerdem heißt neu keineswegs immer auch besser. Nikon, Canon, Sony sind eigentlich bewährte Marken (einzelne Ausreißer gibt es natürlich überall), aber auch andere Erzeuger sind oft ebenso gut. Beim Kauf sollte man auch darauf achten, nicht zuviele überflüssige Funktionen zu erwerben, die man dann nie nützt.

      Auch dir vielen Dank, lieber Waldi! :thumbup: Ja, das liest sich alles sehr vernünftig.

      Habe übrigens eben auf der Website eines bekannten Foto-Geschäftes unserer Stadt gelesen, dass auch während des Lockdowns eine telefonische Beratung möglich ist. Ich rufe da mal nächste Woche an. :)

      Zudem habe ich mir nun schon einige Videos zur Vogelfotografie auf Youtube angeschaut, die ich sehr interessant fand ... also nicht nur zur "Hardware". Führt aber zu weit, da offtopic. Habe nun jedenfalls wieder einiges dazugelernt.

      Muss mich aber wirklich mal intensiver mit der Technik beschäftigen ... :/
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • leverkuehn schrieb:

      „Mechanische Verwacklungskorrekturen“ : Du meinst wohl Objektive mit Bildstabilisierung. Das hat mit der Sensorgröße nichts zu tun, sondern ist ein zusätzliches Feature bei Objektiven (wird aber nicht bei allen Fabrikaten und Modellen eingebaut).
      Aha. Ja, das werde ich irgendwo aufgeschnappt haben. ^^ Hatte mir gestern noch ein paar Stichpunkte aus einigen Websites rauskopiert. Danke für die Richtigstellung!

      leverkuehn schrieb:

      Natürlich gibt es auch Möglichkeiten, mit Bildbearbeitungsprogrammen nachträglich Verwacklungen teilweise herauszurechnen. Dafür ist auf jeden Fall hohe Auflösung günstig, da bei solchen Veränderungen Artefakte entstehen können.
      Dazu wäre ich sicherlich zu faul. :D

      leverkuehn schrieb:

      Wichtig ist bei Tele-Aufnahmen eine kurze Belichtungszeit (da gab es früher die Faustformel „umgekehrt zur Brennweite“, also bei f=200mm mindestens 1/200). Das wird schon dadurch notwendig, weil Tiere in der Regel nicht lange ruhig bleiben (wenn es keine schlafenden Löwen sind...).
      Für so etwas ist je nach Lichtverhältnissen ein hohe Lichtstärke des Objektivs von Vorteil und eine gute Abbildungsqualität bei offener Blende. Da schwächeln vor allem preiswerte Zoom-Objektive in der Regel.
      Ja, das mit der Faustregel ist interessant bzw. war mir neu und wurde auch in einem Youtube-Video thematisiert, das ich eben noch sah.

      leverkuehn schrieb:

      Alles hängt natürlich auch davon ab, was Du mit den Bildern hinterher machen willst. Fürs iPad braucht man natürlich nicht dieselbe Qualität wie für ausgedruckte Bilder (repräsentativ eigentlich erst ab A4)...
      Also, ich möchte die Bilder nicht sonderlich bearbeiten, da ich diesbezüglich eh nur das Wichtigste kann, also ... na ja, die übliche und eher einfache Bildbearbeitung. Ich möchte einfach möglichst wenig Arbeit damit haben und musste meine bisherigen Bilder übrigens so gut wie nie nachbearbeiten. Aber gut, ich bin wohl diesbezüglich auch nicht so anspruchsvoll bzw. habe zu wenig Erfahrung mit der professionellen Bildbearbeitung und habe nur 4 übliche Bildbearbeitungsprogramme.

      leverkuehn schrieb:

      Vor gebrauchten Kameras hätte ich übrigens keine Angst. Wichtig ist ein seriöser Händler des Vertrauens. Von eBay würde ich eher abraten. Allerdings habe ich meine allererste Hasselblad (noch die klassische analoge 500 C/M) vor fast vierzig Jahren über eine private Kleinanzeige überaus günstig und in gutem, technisch einwandfreien Zustand gekauft. Die hat mir zwanzig Jahre gute Dienste geleistet, bis ich sie an eine gute Freundin verschenkt habe...
      Das freut mich natürlich und es gibt sicherlich viel, was für eine Gebrauchtkamera spricht, aber ich bleibe dabei: bei mir muss es eine neue Kamera sein. Hat verschiedene Gründe.
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    • Waldi schrieb:

      Bei Saturn/Media Markt kriegt man - zumindest hier in Wien - nicht selten wahre Schnäppchen: Modelle, die vor zwei bis vier Jahren auf den Markt kamen, aber immer noch Spitze darstellen.
      Ja, Media Markt haben wir hier auch, aber was eine Beratung anbelangt, bevorzuge ich dann doch ein Fotogeschäft. Ich habe vor zwei Jahren, als ich mir ein Fernglas gekauft habe, den "großen" Unterschied gemerkt und mich dann - zum Glück - für das kleinere Geschäft bzw. für das Fotogeschäft entschieden. :thumbup: Man ist mit mir vor die Tür gegangen und ich habe dort einige Ferngläser getestet ... hat sich viel Zeit genommen. Dort ist der Kunde noch König, sozusagen. Bei Media Markt ... undenkbar. Der Vorteil ist dort aber natürlich die große Auswahl, da bin ich ganz bei dir!
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    • leverkuehn schrieb:

      „Mechanische Verwacklungskorrekturen“ : Du meinst wohl Objektive mit Bildstabilisierung. Das hat mit der Sensorgröße nichts zu tun, sondern ist ein zusätzliches Feature bei Objektiven (wird aber nicht bei allen Fabrikaten und Modellen eingebaut).
      Es gibt auch Kameras, bei denen der Sensor freischwingend eingebaut ist. Wie z. B. bei meiner Pentax K-3.

      Meine erste "richtige" Kamera war in meiner (späten) Jugend eine Canon AE-1 Program. Die Programmautomatik habe ich so gut wie nie verwendet, aber die Blendenautomatik. Nach 15 Jahren wurde sie mir im Ausland bei einem Überfall abgeknöpft. Ich hatte mir dann eine gebrauchte AE-1 Program zugelegt, und diese wenige Jahre später durch eine gebrauchte A-1 ersetzt (die hatte zusätzlich auch noch eine Zeitautomatik). Die habe ich heute immer noch (in der Schublade).

      Zu digital bin ich erst relativ spät gekommen. Meine erste digitale, auch eine DSLR, war eine Olympus E-500. Eine gute, günstige Kamera im Four Thirds Format. Ich hatte auch ein sehr gutes, lichtstarkes Normalbrennweiten-Zoom dazu. Vor ca. 7 Jahren bin ich dann auf Pentax gewechselt, eine K-3. APS-C Format. Mit der bin ich extrem zufrieden. Sehr schöne Bedienbarkeit. Irgendwann bin ich von meiner gewohnten Nutzung der Blendenautomatik abgekommen und nutze jetzt meist Zeitautomatik, wobei ich (wenn die Situation keine anderen Anforderungen hat), eine Blende im idealen Bereich (wie heisst das nochmal genau; ist kameraabhängig) fest ein, meist 7,1. Dazu wähle ich die ISO/ASA je nach Lichtverhältnissen, natürlich möglichst niedrig. Allerdings kann ich auch in dunklen Räumen ohne Blitz schöne Aufnahmen mit ISO 5000 oder so machen. Das Rauschen ist da noch erträglich und hat eher etwas von einer groben Körnung. Ich speichere als RAW (nehme meist das DNG-Format) und JPG parallel (auf zwei Karten), verwende aber eigentlich nur das RAW-Format. Da kann man die meisten Einstellungen auch nachträglich noch beim Entwickeln ändern, also z. B. Weißabgleich u.s.w. Ich habe auch einen GPS-Empfänger (als Zusatz auf dem Blitzslot; das Nachfolgemodell hatte einen eingebauten, aber keinen Aufklappblitz). Praktische Sache, z. B. für Wikimedia.

      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
    • Newbie69 schrieb:

      Also, ich möchte die Bilder nicht sonderlich bearbeiten
      Ganz ehrlich: Dann reicht eine Mittelklasse-Knipse. Die Möglichkeiten des RAW-Formats, sind ein ganz wesentlicher Vorteil z.B. von DSLRs. Belichtung, Weißabgleich, Gradationskurven, Gamma-Wert, Vignettierungs- und Verzeichnungskorrektur, Entfernung stürzender Linien und was weiß ich noch: Das alles kann man problemlos und mit wenig Einarbeitung nachträglich und vor allem nicht-destruktiv (also ohne die Originaldateien zu verändern) z.B. in Lightroom oder in Capture One optimieren. Eine DSLR zu kaufen und dann auf all diese Möglichkeiten zu verzichten, ist so als würde man in einem Porsche nur die unteren drei Gänge verwenden. Da gibt es bequemere und vor allem billigere Autos... Ich lasse bei meinen Fotos grundsätzlich die Objektiv-Korrekturen (Vignettierung und Verzeichnung) automatisch drüberlaufen, außerdem mache in den meisten Fällen manuell leichte Belichtungskorrekturen, entweder pauschal oder nur für bestimmte Helligkeitsbereiche. Den Weißabgleich korrigiere ich auch sehr oft, bei Serien unter denselben Lichtverhältnissen mache ich auch schon mal vorab einen manuellen Abgleich. Und je nach ISO-Wert kommt noch eine vorsichtige Rauschunterdrückung hinzu. Der Qualitätsgewinn durch diese ganzen Maßnahmen (die gar nicht so lange dauern) ist in vielen Fällen gewaltig. Natürlich muss man das trotzdem alles nicht machen, wenn man keine Lust dazu hat, aber dann kann man wirklich Geld sparen und eine deutlich einfachere Kamera kaufen.
      Übrigens gibt es auch Fachgeschäfte, in denen man Kameras für ein paar Tage ausleihen kann, um sie erst einmal gründlich auszuprobieren. Vielleicht wäre das etwas für Dich.
      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
      "Mir nicht."
      (Theodor W. Adorno)
    • ChKöhn schrieb:

      Ganz ehrlich: Dann reicht eine Mittelklasse-Knipse.
      Da stimme ich Christian zu. Hängt natürlich auch sehr davon ab, was Deine (Newbie69) Pläne und Vorstellungen sind, und vielleicht möchtest Du später mehr. Allerdings kannst Du dann immer noch ins DSLR-Business einsteigen und Deine alte verkaufen (auch wenn man wahrscheinlich nicht soo viel Geld dafür bekommt).

      ChKöhn schrieb:

      z.B. in Lightroom oder in Capture One optimieren.
      Da ich ja ausschließlich mit Linux und Open-Source Software unterwegs bin: es gibt auch sehr gute freie Software. Mein Favoriten RAW-Entwickler ist RawTherapee. Einen guten Eindruck macht auch Darktable. Und für gewisse Bearbeitung gibt es noch Gimp (obwohl ich das zum reinen Bearbeiten nicht benötige; wenn, dann meist, um Gesichter- oder KF-Zeichen zu verpixeln).

      maticus
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    • Komisch: wie haben wir nur zu Zeiten vor der Digitalphotographie und der "Bildbearbeitung für jedermann" trotzdem schöne Fotos hingekriegt ? 8) Und dass sogar, ohne dass man das Ergebnis sofort kontrollieren konnte ... ^^ Und man in der Regel jedes Motiv sogar nur 1 x aufgenommen hat, da die Filme und die Entwicklung ja nicht ganz billig waren ... ??? ^^

      Wer Spaß an Bildebarbeitung hat, kann das ja gerne tun.

      Es gibt aber auch Leute, die daran keinen haben oder die aus diversen speziellen Gründen das gar nie so gut können würden, dass es sich wirklich lohnen würde, da viele Stunden Arbeit hineinzuinvestieren.
      Oder Leute, die einfach der Meinung sind: ein Foto kann auch ohne Nachbearbeitung gut werden, auch wenn man keine hochpreisige Top-Ausrüstung hat. Man muss nur wissen, wie man das Bild gestaltet und worauf man beim Photographieren alles achten sollte :rolleyes:
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés
    • maticus schrieb:

      Allerdings kannst Du dann immer noch ins DSLR-Business einsteigen und Deine alte verkaufen (auch wenn man wahrscheinlich nicht soo viel Geld dafür bekommt).

      Das ist aber genau das Problem unserer heutigen digital dominierten Welt. Eine Kamera hat im Prinzip schon mehr als 50% an Wert verloren, wenn man aus dem Laden geht. Der Wertverlust liegt sicher bei rund 80-90%, wenn man später verkaufen will, das ist auch im hochpreisigen Sektor so. Daher würde ich schon genau überlegen, was ich mir zulege um Enttäuschung zu vermeiden.
      Das besonders, da Newbie69 ja auf jeden Fall eine neue Kamera will.

      Ich stehe immer auf dem Standpunkt, „es ist zu teuer etwas Billiges zu kaufen“.
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    • Allegro schrieb:

      Man muss nur wissen, wie man das Bild gestaltet und worauf man beim Photographieren alles achten sollte
      Naja, die Ansprüche sind heutzutage auch andere. Okay, da gibt es unterschiedliche. Nicht wenige behaupten ja, eine Handykamera reicht heutzutage völlig und macht nahezu perfekte Bilder. Oft sehen die dann auf dem Display des Smartphones o. ä. auf dem ersten Blick auch erstaunlich gut aus. Aber wenn man dann mal ins Detail geht, vergrößert......no way. (Ich muss aber auch gestehen, dass ich ein Hochauflösungsfan bin.) Auf der anderen Seite macht man heutzutage keine Fotos mehr, um sich dann davon 9x13 Abzüge zu machen. (Ich selbst mache gar keine Abzüge mehr. Höchst seltenst einen Ausdruck auf DIN A4 Fotopapier.)

      Ich habe einen Freund, der hat früher (analog) sehr viel, engagiert und gekonnt fotografiert. Er wurde oft eingeladen, Hochzeiten zu fotografieren. Auch er steht auf dem Standpunkt, dass die Bildkomposition das entscheidende ist. Letztes Jahr haben wir mal eines seiner alten Fotoalben angeschaut...also, da war so gut wie keines dabei, das mir aus heutiger Sicht ausreichend erscheint. Kleine Gesichter auf kleinen Abzügen, die man eigentlich nur erkennt, wenn man die Person kennt, beleuchtungstechnisch oft minderwertig, zu dunkel, etc.

      Zudem ist es heute viel selbstverstädnlicher als früher, auch in Low Light Situationen gute Fotos machen zu wollen (ohne Blitz). Aber da muss man oft nachträglich was rausholen. Hier finde ich die Möglichkeiten, aus dem RAW zu entwickeln, gegenüber dem entsprechenden vom Bildprozessor der Kamera automatisch angefertigen JPG im Endergebnis oft überwältigend.

      Natürlich gebe ich Dir recht: hohe Auflösung und gute Belichtung allein machen auch kein gutes Foto.

      leverkuehn schrieb:

      Ich stehe immer auf dem Standpunkt, „es ist zu teuer etwas Billiges zu kaufen“.
      Dem Grundprinzip schließe ich mich an.

      maticus
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    • Meine Erfahrung mit digitalen Kameras ist begrenzt, aber die Bridge-Kameras (Wiki: Als Bridgekamera wird eine Kamera bezeichnet, die Eigenschaften von Spiegelreflexkameras und Kompaktkameras vereint, also in Bezug auf Ausstattungs-, Qualitäts- und Funktionsmerkmale eine Brücke zwischen beiden Konstruktionsprinzipien schlägt.), die der Liste gerecht werden sind teuer. Was bisher da genannt wurde, sind Kompakt-Kameras. Die haben den Fehler, dass sie auf kleinem Raum viele Funktionen bieten, aber jeweils eher wenig können. Bei Tier-Fotografie sind 2 Faktoren besonders wichtig: Schnelle Verschlusszeit = mindestens 1/1000 und möglichst lichtstarkes Teleobjektiv. Das gibt es kompakt nicht wirklich.
      Ich habe für meine Frau sehr lange eine sinnvolle Digitalkamera gesucht und die kann ich generell empfehlen. Die Lumix LX100 reicht schon, aber es gibt inzwischen ein verbessertes Nachfolgemodell LX100 II. Allerdings für 900 EUR. Deren Zoom ist ein sehr gutes Objektiv, das aber nur den Brennweitenumfang von 24-75mm abdeckt. Also etwas mehr Weitwinkel bis Portrait. Gebe ich hier nur an, falls jemand anderes an einer normalen Kamera interessiert sein könnte. Der Clou ist, dass man auch alles manuell mit Rädern einstellen kann, nur für den Fall, dass man mal etwas zur Fotografie lernt. Bildgestaltung fängt eigentlich mit dem Abschalten der Automatik an...

      Gruß, Frank
    • ChKöhn schrieb:

      ... Die Möglichkeiten des RAW-Formats, sind ein ganz wesentlicher Vorteil z.B. von DSLRs. Belichtung, Weißabgleich, Gradationskurven, Gamma-Wert, Vignettierungs- und Verzeichnungskorrektur, Entfernung stürzender Linien und was weiß ich noch ...
      ?( :S :ohnmacht1: Memo an mich: Schnellstmöglich den Kurs "Einstieg in die professionelle Bildbearbeitung" bei der VHS buchen ... sobald das wieder möglich ist. Hab' ich offensichtlich dringend nötig. :versteck1:

      Ich denke, dass eine Bridgekamera doch sinnvoller für mich wäre als eine DSLR, die offensichtlich mehr Möglichkeiten hätte (die ich ja aber zunächst nicht nutzen könnte).

      Na, mal schauen.

      Bin jedenfalls dankbar für eure Anregungen!

      Wenn ich nächste Woche beim Fotoladen anrufe und mich beraten lasse, frage ich mal nach, ob man mir eine Kamera, die zu mir passen würde, insofern vorhanden, zunächst mal ausleihen könnte. Das wäre nicht schlecht ... Na, mal sehen.
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    • Allegro schrieb:

      Komisch: wie haben wir nur zu Zeiten vor der Digitalphotographie und der "Bildbearbeitung für jedermann" trotzdem schöne Fotos hingekriegt ?
      Nun, entweder hat man eben einfach in Kauf genommen, dass ein nicht unerheblicher Anteil der Bilder über- oder unterbelichtet war, dass man einen Farbstich hatte, weil der verwendete Film nicht zur Lichttemperatur passte, dass Lichter ausgefressen oder Schatten abgesoffen sind usw.. Oder man hat selbst in der Dunkelkammer mit allerlei Verfahren versucht, das beste aus den Negativen herauszuholen, mit Belichtungssteuerung, Wahl von zum Kontrastumfang passenden Fotopapieren, mit Farbfilterungen, mit Techniken wie Abwedeln oder gezieltem Nachbelichten einzelner Bereiche, mit schräg gestelltem Belichtungsrahmen, um stürzende Linien zu minimieren usw.. Das alles verlangte einen extremen Aufwand, ein hohes Können und viel Erfahrung. Verglichen damit sind heutige digitale Verfahren ein Kinderspiel.

      Allegro schrieb:

      Es gibt aber auch Leute, die daran keinen haben oder die aus diversen speziellen Gründen das gar nie so gut können würden, dass es sich wirklich lohnen würde, da viele Stunden Arbeit hineinzuinvestieren.
      Oder Leute, die einfach der Meinung sind: ein Foto kann auch ohne Nachbearbeitung gut werden, auch wenn man keine hochpreisige Top-Ausrüstung hat. Man muss nur wissen, wie man das Bild gestaltet und worauf man beim Photographieren alles achten sollte
      Deswegen empfehle ich Dir ja auch eine MIttelklasse-Knipse. Allerdings irrst Du, wenn Du meinst, es dauere "viele Stunden". Die genannten Korrekturen sind pro Bild in einer halben Minute erledigt. Außerdem geht es dabei auch nicht um "Spaß" sondern um Ansprüche an die Qualität. Du kannst beim Fotografieren noch so sehr auf die Bildgestaltung achten, aber wenn Du z.B. eine besondere Lichtstimmung einfangen willst, kommst Du um das Thema "Weißabgleich" nicht herum. Entsprechendes gilt für viele andere Bereiche genauso. Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass Bilder, die unkorrigiert aus der Kamera kommen, die Dinge so abbilden; "wie sie sind": Das tun sie nicht, sondern sie sind das Ergebnis irgendeiner Automatik, die dafür mit "Annahmen" arbeitet, die mal zutreffen und mal nicht. Da ist dann z.B. eine Schneelandschaft schnell mal mittelgrau statt weiß, weil die Belichtungsautomatik "meint", es sei gerade zu hell und entsprechend gegensteuert. Wenn Dir das reicht, ist alles gut.

      leverkuehn schrieb:

      Ich stehe immer auf dem Standpunkt, „es ist zu teuer etwas Billiges zu kaufen“.
      Finde ich auch. Wenn man allerdings von vornherein weiß, dass man sich sowieso nicht mit den Möglichkeiten beschäftigen will, kann man auch billig kaufen.
      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
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    • ChKöhn schrieb:

      Nun, entweder hat man eben einfach in Kauf genommen, dass ein nicht unerheblicher Anteil der Bilder über- oder unterbelichtet war, dass man einen Farbstich hatte, weil der verwendete Film nicht zur Lichttemperatur passte, dass Lichter ausgefressen oder Schatten abgesoffen sind usw..
      Also diese Probleme hatte und habe ich nur sehr selten - egal, ob analog oder digital photographiert .... kommt vielleicht auch darauf an, was und wann man photographiert .... :rolleyes:
      Viele Grüße - Allegro

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    • ChKöhn schrieb:

      Finde ich auch. Wenn man allerdings von vornherein weiß, dass man sich sowieso nicht mit den Möglichkeiten beschäftigen will, kann man auch billig kaufen.
      Kurz hierzu noch:
      Es geht mir nicht nur darum, mich derzeit nicht näher mit der Bildbearbeitung beschäftigen zu wollen, sondern vor allem, dass ich dazu, zu mindestens in professioneller Art und Weise, gar nicht imstande wäre, weil mir dazu schlichtweg die Kenntnisse fehlen. Ich hatte halt bislang nur eine Kompaktkamera und musste mich damit nie sonderlich beschäftigen (weder privat, noch beruflich).

      Interesse hätte ich aber schon, mir das eines Tages mal anzueignen. Ich werde aber sicherlich kein "Technik-Freak", das weiß ich jetzt schon. ;)
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    • Beryllo schrieb:

      Bildgestaltung fängt eigentlich mit dem Abschalten der Automatik an...
      Naja, das ist vielleicht zu extrem. Eine Belichtungsautomatik benütze ich immer, dabei allerdings keine Vollautomatik, aber Blendenvorwahl bei meinen Sujets (Landschaft & Architektur). Einen separaten Spot-Belichtungsmesser habe ich mit dem Wechsel zur Digitaltechnik abgeschafft.
      Den Autofokus benütze ich nur zum Ausmesssen von Nah- und Fernpunkt, und stelle dann manuell ein.

      Aber ich würde diese Dinge nicht unter Bildhestaltung subsumieren, eventuell eine gezielte Unterbelichtung in besonderen Situationen.

      Für mich gehört die Nachbearbeitung mit der s/w-Wandlung und selektiver lokaler Kontrast- und Lichtabstimmung dann auf jeden Fall zur Bildgestaltung dazu. Das ist das, was man früher in der DuKa mit Entwicklertechnik und Wedeln gemacht hat.
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