Photographie-thread I - Hardware

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    • Hallo Stephan,
      Danke für deine Rückmeldung. Finde ich übrigens überhaupt nicht off-topic. Die Welt der Fotografie ist sehr vielffältig und bunt. Wir reden ja über Hardware. Viele Sachen werden im analogen Bereich neu gemacht und gerade bei digitalen Kameras lohnt sich ein Blick auf gut erhaltene Gebrauchte, weil da der Wertverlust so enorm ist. Gestern ein Interview mit dem Fotografen Bruce Barnbaum gehört. Weil ihm seine Kamera gestohlen wurde, hat er 1979 eine neue Kamera gekauft. Mit der Kamera und nur dieser Kamera arbeitet er bis heute. Das ist gerade bei digitalen Kameras auch mal zu bedenken, wenn man nur Megapixels zählt statt das Ergebnis. Übrigens ist das universale System von Hasselblad noch sensationell aktuell, weil man aus jeder V-Kamera seit 1950 eine der besten Digitalkameras der Welt machen kann, wenn man sich ein CFV II mit 50MP gönnt, dass ich an meiner Kamera auch anbringen könnte. Da ist dann der Grundfehler der allermeisten Digitalkameras beseitigt: der fest verbaute Sensor, der für viel teuren Müll sorgt.
      Übrigens finde ich, dass Digitalkameras erst seit ein paar Jahren auf einem anständigen Niveau sind. Vorher hätte man sich die XD7 mit dem besten Normalobjektiv für 100 EUR kaufen können und hätte die Bildqualität von einer Digitalkamera gehabt, die mehr als 10x so teuer ist. Digittalkameras haben einen besonderen Wert bei Objekten, die sich schnell bewegen (können). Also Tiiere und Sportler zum Beispiel. Die bessere ISO-Ausnutzung kann geglückt mal funktionieren und bei der Geburtstagsfeier von Tante Erna im Wohnzimmer kann man sie bei ISO 27000 erkennen. Aber ein gutes BIld braucht gutes Licht. Da helfen meistens auch keine ISO 27000.

      Zusätzlich on-topic: Weiß denn hier jemand, der eine Digitalkamera und einen Tintenstrahldrucker hat, dass er von seinen Bildern einen Bio-Farbdruck aus Pigmenten von selbst gesammelten Beeren machen kann? ;)

      Gruß, Frank
    • Hallo Frank,

      selbstgepflückte Beeren schmecken in der Regel so gut, dass ich sie lieber esse als in eine Druckerkartusche zu pressen. :versteck1:

      Was das digitale Rückteil anbelangt, so hatte ich anfangs noch die Idee, meine Linhof weiter zu benutzen und einen Adapter für mein Hassi-Rückteil zu erwerben. Aber ich habe es dann doch verworfen, weil die Technikardan einfach zu schlabberig ist, was die Einstellung anbelangt. Das ist nix für ein Digitalrückteil. Da hätte ich dann schon so etwas wie eine Cambo nehmen müssen. Aber ich fand es dann doch reizvoll auch ohne Stativ fotografieren zu können und wollte deshalb eine „kompakte“ Kamera, also mit festem Gehäuse, und eben auch nicht noch zusätzliche Teile rumschleppen. Die Hasselblad ist ja schon ein schwerer Brocken und ich habe dann insgesamt 4 Objektive (24 / 50 / 80 / 150 mm) und zusätzlich den Tilt-Shift-Adapter. das macht dann schon locker 10 kg aus ohne Stativ. (Früher waren es allerdings ca. 25 kg gewesen).

      Was Print-Techniken angeht, hatte ich einmal die Idee Platindrucke zu machen und wollte dazu sogar bei einem Spezialisten in USA einen Workshop machen, aber es war mir dann doch zu aufwändig und zu riskant mit allem.
      Mein bevorzugtes Barytpapier war früher Record-Rapid, zumeist in Gradation 2. Gibt es das überhaupt noch??
      Jetzt drucke ich übrigens mit dem Epson SC-P800 auf Hahnemühle-Papier, wahlweise matt für gebundene Portfolios (Book&Album) oder glänzend (Photo Baryta) für gerahmte Bilder.

      Gruß, Stephan.

      Hier ein paar Bilder von mir...
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      Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)
    • Lieben Dank auch für alle weiteren Rückmeldungen! Ich muss mich nun Schritt für Schritt mit der Kamera vertraut machen und habe heute Vormittag schon so intensiv mit der Kamera herumgespielt bzw. mich mit Einstellungen aus meiner digitalen "Bedienungsanleitung für erweiterte Funktionen" befasst, dass ich das Akku nun erneut aufladen muss. Ich habe aber schon herausgefunden, wie man den Fokus verstellt, also auf ein sich bewegendes Motiv oder halt gezielt auf dem Display einen Punkt antippt, der dann gelb umrahmt erscheint, etc. ... Ja, damit könnte man sich wirklich stundenlang beschäftigen und die Zeit vergessen. Ich hoffe nur, ich merke mir das auch alles. :S Schwierig finde ich, sich zu merken, welche Einstellungen aktiviert bzw. deaktiviert sein müssen, um eine gewisse Funktionen ausüben zu können. Ich werde sicherlich noch eine Zeit brauchen, bis ich das alles verinnerlicht habe ... Und eben übrigens mal meine bisherige Kompaktkamera, auch eine Panasonic Lumix, in die Hand genommen und festgestellt, dass ich auch dort gewisse Funktionen hätte nutzen "können", wenn ich mich denn näher damit befasst hätte. :versteck1: Mit dieser Bridge-Kamera habe ich aber viel mehr Funktionen, mal abgesehen von der besseren Bildqualität. Und die Touchscreen-Bedienung über das Display ... also, ich muss wirklich sagen, dass ich das richtig klasse finde. :thumbup: Da kann man einfach, bei gewissen Funktionen, schneller reagieren.

      ChKöhn schrieb:

      Silky Pix Developer ist ebenso wie RawTherapee kein Bildbearbeitungsprogramm sondern ein Raw-Konverter, das sind verschiedene Dinge.
      Richtig. Was ich zunächst übersehen hatte: Nicht nur Silky Pix, sondern auch "PHOTOfunSTUDIO" 9.7 ist auf der CD bzw. nun ebenfalls auf meinem Rechner. Habe mich damit aber noch nicht näher befasst. Und danke auch für den Link! Werde ich mir sicherlich noch anschauen.
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Hallo Stephan,

      Genau, am Ende sollte man einen Druck in der Hand halten, am besten als Buch, oder an der Wand haben. Deine Materialien sind natürlich bestens gewählt, sowhl Drucker, als auch Papier.

      Um auch eine forumskompatible Antwort zur analogen Fotografie zu geben: Es gibt da eine Renaissance vergleichbar mit Vinyl. Die Steigerungsraten sind erheblich, wenn auch von wirklich niedrigem Niveau kommend. Aber es gibt jetzt ständig neue Produkte, sowohl bei Hardware, als auch bei Verbrauchsmaterialien. Neue Filme und Papiere. So hat zum Beispiel Ilford sein VC Papier MG IV nach 25 Jahren jetzt erheblich verbessert und die Emulsion findet sich bald auf allen Papieren. Adox aus Berlin hat alte Agfa-Produkte wieder aufleben lassen

      Die alten Drucktechniken aus der Zeit von 1870-1910 sind ebenfalls wieder sehr in Mode, vor allem das Nass-Kollodiumverfahren (Bsp. Studio in Berlin: slow-photography-berlin.com/). Ich mache Anthotypien (Beeren-Sud auf Aquarellpapier und bald auch Argyrotypie und Cyanotypie, was das einfachste ist). Platin und Platin/Palladium ist die Königsklasse. Das kannst Du mit deinem Drucker und der dafür notwendigen spezielle Folie sehr einfach machen. Da gibt es auch neue High-End-Geräte von JOBO: jobo.com/fine-art/.

      Es gibt eine Gruppe in Deutschland, die das spezielle betreibt, auch meistens basierend auf digitalen Bildern: edeldruck.org/Edeldruck/Druckverfahren.html.


      Gruß, Frank
    • Hallo Stephan,

      Gratuliere zu deiner Webseite, die zu den 10% bestgemachten gehört, die ich bisher gesehen habe. Der Inhalt ist noch besser! Ich erlaube mir da gerne ein Urteil, weil ich mit der Kulturgeschichte der Fotografie auch gut vertraut bin. Das ist alles ganz große Klasse. Die Aufnahmen sind hervorragend komponiert und ausgearbeitet. Manche Motive kenne ich von anderen auch sehr guten Fotografen (Bsp. Schottland). Was Du zeigst, kann man anders machen, aber nicht besser. Du weisst eben, was Du machst, von Anfang bis zum fertigen Bild. Damit beweist Du auch, dass die Unterscheidung analog/digital nicht relevant ist. Eine Kamera sollte die gewünschten Funktionen zuverlässig zum Einsatz zur Verfügung stellen. Das Werkzeug soll der Kreativität dienen, in dem es einfach funtioniert, und man sich bei der Aufnahme auf die Bildgestaltung konzentrieren kann.

      Gruß, Frank
    • Beryllo schrieb:

      Hallo Stephan,

      Gratuliere zu deiner Webseite, [...]
      Vielen Dank für die Lobeshymne, trotzdem bin und bleibe ich Hobby-Fotograf, auch wenn ich vor 25 Jahren mal gewaltige Flausen im Kopf hatte und meinen angestammten Beruf als Physiker fast den Nagel gehängt hätte. Aber da hat mich mein Sicherheitsdenken zum Glück davor bewahrt.
      Deine Tipps mit den Druckverfahren muss ich mal in Ruhe anschauen, im Moment ist mir nicht klar, wie man mit einem Epson Platindrucke realisieren kann. Letztendlich ist da wohl doch Chemie nötig...

      Gruß, Stephan
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      Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)
    • Newbie69 schrieb:

      ..., dass ich das Akku nun erneut aufladen muss.
      Ich empfehle Dir, auf jeden Fall noch einen Ersatz-Akku anzuschaffen, damit Du auf freiem Feld Reserven hast, wenn die Hirsche röhren und an der Kamera plötzlich das rote Warnlämpchen angeht... :wink:
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      Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)
    • leverkuehn schrieb:

      Ich empfehle Dir, auf jeden Fall noch einen Ersatz-Akku anzuschaffen, damit Du auf freiem Feld Reserven hast, wenn die Hirsche röhren und an der Kamera plötzlich das rote Warnlämpchen angeht...
      Oh, lieben Dank, aber den hatte ich mir gleich dazugekauft. Ich benutzte ihn jetzt aber bewusst noch nicht (wg. der Lebensdauer des Akkus). Das mache ich erst, wenn ich mal länger unterwegs bin. Ach, übrigens: ich kann mich Beryllo nur anschließen: Großartige Fotos auf deiner Website! 8)

      EDIT:
      Eben mal die Gegenlichtblende getestet. Mein Balkon ist nach Westen hin ausgerichtet und ich habe eben mal Fotos gemacht. Blöd nur, dass ich vergessen hatte, dass ich ein neigbares Display habe. Ich habe mich also, aus alter Gewohnheit, hingehockt und unter der Gardine nach oben hin fotografiert, um Vögel auf einem Baum zu fotografieren. Hätte mich auch bequem hinsetzen und das Display so neigen können, dass ich nach oben hin fotografiert hätte. :herrje1: Aber gut, ich muss mich halt noch daran gewöhnen. ^^
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Newbie69 schrieb:

      Vögel auf einem Baum zu fotografieren.
      Im neuesten Heft c't Fotografie 2/2021 ist übrigens ein schöner Artikel (12 Seiten) über Fotografie von Vögeln im heimischen Garten. (Und im Heft 1/2021 über Katzen.) (Gibt es auch zum Download.)

      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
    • maticus schrieb:

      Im neuesten Heft c't Fotografie 2/2021 ist übrigens ein schöner Artikel (12 Seiten) über Fotografie von Vögeln im heimischen Garten. (Und im Heft 1/2021 über Katzen.) (Gibt es auch zum Download.)
      Vielen Dank für den Hinweis, maticus. Aber ist das nicht eine Zeitschrift für Fortgeschrittene?

      Ich hatte mir neulich schon dieses interessante Video dazu angeschaut:

      youtube.com/watch?v=U_gqtYy_JG8

      Da geht es weniger um Hardware, eher um Tipps und Tricks zur Vogelfotografie, also was man so im Wesentlichen beachten muss (weiches Licht, goldener Schnitt, etc. ...). Zudem hatte ich mir zwei Videos aus der Reihe "Ornithologie für Anfänger" angeschaut, die sich ebenfalls mit der Vogelfotografie beschäftigen. Meist werden ja Kameras mit großen Objektiven empfohlen, klar. Das wollte ich ja aber bewusst nicht, weil ich größere Objektive einfach unpraktisch finde. Wenn ich unterwegs bin, empfinde ich eine Bridge-Kamera schon als absolut grenzwertig, was die Größe anbelangt (inkl. Gegenlichtblende). Mehr möchte ich einfach nicht mitschleppen, also auch mit Rucksack. Ich bin erst mal mit meiner Kamera zufrieden und werde mich glücklich schätzen, wenn ich mal einen Großteil der Funktionen kenne. ^^
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Newbie69 schrieb:

      Vielen Dank für den Hinweis, maticus. Aber ist das nicht eine Zeitschrift für Fortgeschrittene?
      Nicht unbedingt. Ich finde sie angenehmer, als die vielen, einschlägigen Fotozeitschriften am Markt, die nur marken- und testorientiert sind. Der Artikel über Vägel ist aber völlig untechnisch ("aber" es gibt den Hinweis: man solle RAW-Aufnahmen machen). Einige gute Tipps, auch welche Vögel sich am besten fotografieren lassen etc. Die Autorin ist Diplom-Biologin.

      Newbie69 schrieb:

      Wenn ich unterwegs bin, empfinde ich eine Bridge-Kamera schon als absolut grenzwertig, was die Größe anbelangt (inkl. Gegenlichtblende). Mehr möchte ich einfach nicht mitschleppen, also auch mit Rucksack.
      Ich fotografiere gerne in Städten. Da trage ich die Kamera einfach nur über der Schulter (oder im Stoffbeutel), nur ein Objektiv, keine weiteren. Zum Gewicht möchte ich aber eins sagen: eine Kamera, die 1000 gr wiegt, ist für die Qualität des Fotos besser als eine, die nur 10 gr wiegt. Denn eine schwere Kamera kann man viel stabiler halten. (Vorteilhaft ist da auch, den optischen Sucher zu nutzen (falls vorhanden).) Wenn ich es möglichst klein und leicht haben möchte, dann kann ich auch mein Smartphone nehmen...

      maticus
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