Russischsprachige Romane – die Favoriten der Capricciosi

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    • Russischsprachige Romane – die Favoriten der Capricciosi

      Wenn schon, denn schon: Für deutsche und französische Romane gibt es jetzt Spielflächen - da dürfen die Russen nicht fehlen.

      Wohlan denn: Welche russischsprachigen Romane schätzt Ihr persönlich am höchsten?

      Die Regeln wie gehabt: Genannt werden dürfen 10 pro Person. Bitte denkt auch hier an die Reihenfolge 1-10 : Dann kann ich in ein paar Wochen eine Auswertung vornehmen (1. Platz: 10 Punkte, 2. Platz: 9 Punkte ... 10. Platz: 1 Punkt). Kurze Begründungen werden freudig entgegengenommen, dürfen aber auch weggelassen werden - wie's beliebt.

      (Natürlich gibt es auch noch Englisches, Spanisches, Italienisches, Ungarisches...)

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • 1) Dostojewskij – Verbrechen und Strafe (auch: Schuld und Sühne)
      2) Dostojewskij – Der Idiot
      3) Dostojewskij – Die Brüder Karamasow
      4) Dostojewskij – Die Dämonen
      5) Gogol – Die toten Seelen
      6) Gontscharow – Oblomow
      7) Nabokow – Pnin
      8) Bulgakow – Der Meister und Margarita
      9) Brjussow – Der feurige Engel (eigentlich außer Konkurrenz; ich möchte es aber trotzdem nennen, weil es Prokofiev als Vorlage für seine gleichnamige, wundervolle Oper diente)

      Einen heb' ich noch auf... :wink:
    • 1. Dostojewski: Die Brüder Karamasow
      2. Dostojewski: Der Idiot
      3. Dostojewski: Die Dämonen
      4. Dostojewski: Schuld und Sühne
      5. Dostojewski: Der Jüngling
      6.Tolstoi: Anna Karenina
      7. Mereschkowski: Leonardo da Vinci
      8. Mereschkowski: Peter der Große und sein Sohn Alexej
      9. Gontscharow: Oblomow
      10. Gogol: Die toten Seelen

      Viele weitere meiner Lieblinge (Turgenjew, Paustowski, Leskow, Lermontow....)wären hier eigentlich noch zu nennen. Die russische Literatur war mir immer besondes nah.

      Beste Grüße

      Bernd
    • 1. Bulgakow – Der Meister und Margarita
      2. Dostojewskij – Der Idiot
      3. Dostojewski: Die Dämonen
      4. Dostojewskij – Verbrechen und Strafe
      5. Dostojewski - Die Brüder Karamasow
      6. Wassili Grossman - Leben und Schicksal
      7. Juri Rytcheu - Die Reise der Anna Odinzowa (ursprl. tschuktschisch, aber vom Autor selbst auch ins Russische gebracht)
      8. Gontscharow - Oblomow
      9. Gogol - Die toten Seelen
      10. Tschingis Aitmatow - Der erste Lehrer (oder ist das Original auf Kirgiesisch? - der Autor schrieb in beiden Sprachen)

      Isaak Babels - Die Reiterarmee ist wohl eher ein Erzählzyklus, sonst hätte ich es auf jeden Fall in meiner Liste genannt, obwohl mir seine Odessaer Geschichten sogar noch lieber sind.

      :wink: Matthias
    • 1. Tschingis Aitmatow, Abschied von Gülsary
      2. Tschingis Aitmatow, Ein Tag länger als ein Leben
      3. Tolstoi, für immer Anna Karenina
      4. Tolstoi, Die Kosaken
      5. Bulgakow, Der Meister und Margarita
      6. Turgenjew, Väter und Söhne
      7. Maxim Gorki, Das Werk der Artamonows, müßte ich vielleicht in nächster Zeit noch mal lesen.
      8.Alexander Puschkin, Eugen Onegin
      9. Tatjana Tolstaja, Und es fiel ein Feuer vom Himmel, sind allerdings Erzählungen
      10. Dostojewski, Schuld und Sühne

      calisto
    • 1. Dostojewski: Der Idiot

      2. Turgenjew: Väter und Sohne

      3. Tolstoi: Anna Karenina

      4. Gontscharow: Oblomow

      5. Bulgakow, Der Meister und Margarita

      6. Gogol: Die toten Seelen

      7. A. + B. Strugazki: Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein

      8.Alexander Puschkin: Eugen Onegin

      9. Nabokow: Pnin

      10. Dostojewski: Die Brüder Karamasow


      Liebe Grüße Petger
      .
      Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
      (Hermann Bahr)
    • Schwierig .... die Prioritäten wechseln da mitunter ;+)

      1. Dostojewski: "Verbrechen und Strafe" - der falsche deutsche Titel "Schuld und Sühne" ist leider nicht aus den Köpfen zu kriegen ;+) Die neue Übersetzung Swetlana Geiers war für mich ein Erweckungserlebnis! Denn in der alten deutschen Übersetzung sprechen alle Personen das gleiche Idiom. Nämlich durch die Bank weg Hochsprache.

      2. Tolstoij: "Anna Karenina" - habe ich unlängst in der neuen deutschen Übersetzung ein wiederholtes Mal gelesen, wobei der Unterschied zur "alten" deutschen Übersetzung nicht ganz so ins Auge fiel, wie bei der Neuübersetzung der Romane Dostojewskis durch Swetlana Geier, was mit Sicherheit auch daran liegt, dass Dostojewski die Handlung seiner Romane in anderen sozialen Milieus ansiedelt als Tolstoi.

      3. Tolstoi: "Krieg und Frieden" - bei der ersten Lektüre entwickelte ich zunächst einmal eine Aversion gegen Tolstois Geschichtsphilosophie - aber die legte sich später ;+)

      4. Dostojewski: Der Spieler - letztes Jahr in Swetlana Geiers Übersetzung erschienen, vorher hatte ich das Buch noch nie gelesen.

      5. Turgenjew: "Väter und Söhne" - es gibt auch russische Romane, die nicht mindestens 800 Seiten Umfang haben ;+)

      6. Gontscharov: Oblomov - müsste ich wieder mal lesen ...was auch für die folgenden Romane gilt ;+)

      7. Dostojewski: Die Dämonen

      8. Bulgakov: Der Meister und Margaritha

      9. Dostojewski: Der Idiot.

      10. Dostojewski: Die Gebrüder Karamasov

      Theaterstücke sind ja leider nicht gefragt, sonst müsste unbedingt noch Cechov dazu ;+)

      :wink: :wink:

      Christian
      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • . Dostojewski: "Verbrechen und Strafe" - der falsche deutsche Titel "Schuld und Sühne" ist leider nicht aus den Köpfen zu kriegen Die neue Übersetzung Swetlana Geiers war für mich ein Erweckungserlebnis! Denn in der alten deutschen Übersetzung sprechen alle Personen das gleiche Idiom. Nämlich durch die Bank weg Hochsprache.


      Hochsprache wie falscher Titel hin oder her, aber ich präferiere die alte Bergengruen-Übersetzung, der man anmerkt, dass sie von jemandem verfertigt wurde, welcher selber ein ausgezeichneter Schriftsteller war.

      Gontscharov: Oblomov - müsste ich wieder mal lesen ...was auch für die folgenden Romane gilt


      Mit der erneuten Oblomow-Lektüre habe ich vor ein paar Wochen angefangen (ein Drittel liegt noch vor mir)! Es lohnt sich, dieses Buch zweimal zu lesen.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • arundo donax schrieb:

      aber ich präferiere die alte Bergengruen-Übersetzung,


      Kennst Du Swetlana Geiers Übersetzung? Falls nicht: Das ist wirklich ein besonderes Leseerlebnis. Bergengruen kenne ich allerdings nicht - wäre auch interessant ;+) Der Titel ist deshalb problematisch, weil er einen völlig anderen Akzent setzt, als das Original. Und durch die neue Übersetzung ist mir zum ersten Mal aufgegangen wie polyphon Dostojewskis Romane eigentlich sind.

      :wink: :wink:

      Christian
      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • Caesar73 schrieb:

      Kennst Du Swetlana Geiers Übersetzung? Falls nicht: Das ist wirklich ein besonderes Leseerlebnis.
      Bin zwar nicht gefragt, antworte trotzdem: Ja, ich kenne Swetlana Geiers Übersetzungen, die haben mir Dostojewski in der Tat sehr nahegebracht. Habe die alte Dame mal in Frankfurt in einer Lesung erlebt: sehr beeindruckend! Darüber irgendwann gern mal mehr (ein eigener Dostojewski-Faden wäre ohnehin eine Idee, auch unter dem Aspekt der Übersetzungen...).

      Meine Liste ist noch in Arbeit, möchte mir da auch noch Zeit lassen. Allzuviele Überraschungen wird es wohl nicht geben: vieles auch von mir Favorisiertes wurde bereits genannt.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • so viel Russen kenne ich gar nicht, aber diese sind in meiner momentanen Fetzigkeitsskala ganz oben

      1. Dostojewski: Die Brüder Karamasow (Übersetzung S. Geier oder H. Röhl)
      2. Dostojewski: Der Idiot (Übersetzung S. Geier)
      3. Dostojewski: Verbrechen + Strafe oder Schuld und Sühne (Übersetzung S. Geier oder H. Röhl)
      4. Dostojewski: Böse Geister (oder Die Dämonen) (Übersetzung S. Geier)

      die restlichen Plätze gebe ich an andere User..

      :wink:
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Kennst Du Swetlana Geiers Übersetzung?


      Nur in Teilstücken - komplett gelesen habe ich sie offengestanden noch nicht. Vielleicht sollte ich das einfach mal tun! "Schuld und Sühne", äh, pardon, "Verbrechen und Strafe" zählt sicherlich zu den Büchern, die auch einen dritten Durchgang lohnen.

      Hat hier eigentlich jemand schon mal etwas von Mereschkowski gelesen? Ich wette ja meinen Hut, dass das nicht der Fall ist....

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • arundo donax schrieb:

      "Schuld und Sühne", äh, pardon, "Verbrechen und Strafe" zählt sicherlich zu den Büchern, die auch einen dritten Durchgang lohnen.


      Aber absolut - gibt es ja inzwischen auch als Taschenbuch (zwecks Kennenlernen), bei Fischer, wenn ich mich nicht irre :D Die gebundenen Ausgaben bei Ammann sind zugegebenermaßen nicht ganz günstig, aber auch das Geld ist gut angelegt.

      :wink: :wink:

      Christian
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      Cato der Ältere
    • Bin auf mein Gedächtnis angewiesen, ist teils schon lange her (selbst die Zweitlektüren), daher erstmal auch keine 10, sondern nur die Spitzenreiter

      1. Dostojewskij: Der Idiot
      2. Dostojewskij: Die Brüder Karamasov
      3. Dostojewskij: Verbrechen und Strafe
      4. Dostojewskij: Die Dämonen
      (Die Abstände sind sehr gering; die Brüder K. sind grandios, aber teils etwas weitschweifig (Starez Sosima...), die Dämonen enthalten einige der intensivsten Szenen, aber am Beginn auch ein paar Längen; den "Jüngling" habe ich auch gelesen, aber nur einmal und keine präzise Erinnerung daran, ebenso einige der kürzeren Romane/Erzählungen, davon aber auch mindestens einen (Arme Leute?) abgebrochen) daher nenne ich als 5. noch
      5. Dostojewskij: Der Spieler
      6. Tolstoi: Krieg und Frieden
      (was ich aber ebenso wie Anna Karenina noch einmal lesen müsste, um die Erinnerung aufzufrischen. Kreutzersonate und Auferstehung haben mich nicht allzusehr begeistert. Irgendjemand schrieb treffend über Auferstehung, dass Tolstoi hier versucht, ein Dostojewskij-Sujet umzusetzen und im Grunde scheitert. Die frühen Erzählungen sollte ich mir vielleicht noch mal ansehen.)
      Die Toten Seelen habe ich ebenfalls nicht mehr gut in Erinnerung; Turgenjew, Gorki und Bulgakow fehlen leider noch ganz. Ein paar Sachen habe ich vielleicht auch vergessen.
      Die Geier-Übersetzung kenne ich nur im Falle von Verbrechen&Strafe. Es ist sicher richtig, dass die Sprachniveaus dort deutlicher nachgebildet werden, aber ich fand das Buch vorher und die anderen in anderen Übersetzungen (Röhl,. Rahsin, was immer die verbreiteten Ausgaben sind) sehr packend und den Unterschied letztlich für die Lesefaszination nicht besonders relevant.

      Kater Murr
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Hallo zusammen,

      so viele russischsprachige Romane habe ich gar nicht gelesen...
      Hier meine Liste:

      1. Dostojewskij: Verbrechen und Strafe (auch bekannt unter "Schuld und Sühne" oder "Rodion Raskolnikoff")
      2. Dostojewskij: Der Idiot
      3. Dostojewskij: Die Dämonen
      4. Jewgenij Samjatin: Wir

      Andere Romane, wie z.B. "Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein" der Strugatzkis, mag ich nicht in meine Liste aufnehmen. Also belasse ich es bei den vier.

      Dostojewskijs "Die Brüder Karamasow" hatte ich angefangen, aber nach den ersten 100(!) weitschweifigen Seiten, wo er absolut nicht in die Gänge kam, genervt zur Seite gelegt...

      Viele Grüße
      Frank

      From harmony, from heavenly harmony
      this universal frame began.