Eben geglotzt

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    • Eben geglotzt

      ...zumindest bis Capriccio endlich wieder online ging und alle Pinsel und Hämmer und Meißel erneut aus der Ecke gekramt wurden, in welche sie gefeuert worden waren 8| :







      Ein ganz besonderer Lieblingsfilm mit Schmelz in der Stimme und Schmalz in der Stimmung.


      audiamus


      .
      "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms
    • Hallo Audiamus,
      In der Tat ein wundervoller Film vin einem grossartigen Regisseur (ich nehme an Du kennst auch "Funny Bones" -was für ein Film)
      Ich habe mal gehört das "Hear my song" auf den irischen Tenor John McCormack anspielt, weisst Du da näheres drüber ?
      Gruss :wink:
      Syrinx
      ... und vielen Dank für Deine Arbeit, läuft doch alles wieder prima !
      Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen, Wenn es nicht aus der Seele dringt Und mit urkräftigem Behagen Die Herzen aller Hörer zwingt.
      Goethe, Faust 1
    • Syrinx schrieb:

      ...weisst Du da näheres drüber ?...Du kennst auch "Funny Bones?"


      Aber klar kenn ich den!


      Näheres:
      Es geht um einen irischen Tenor, allerdings nicht um McCormack, sondern um den noch etwas mehr im Populären angesiedelten Josef Locke.
      Der, in den 50ern sehr beliebt, musste vor der britischen Steuerfahndung flüchten.
      Vor diesem wahren Hintergrund spielt sich die erfundene Geschichte ab, die schildert, wie ein insolventer Revuetheaterbesitzer aus Liverpool für seine Holde in die alte Heimat zurückkehrt, um den Tenor ihrer Mutter Herzens zu suchen.


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      Noch Näheres hier:

      "http://www.joseflocke.co.uk/"


      Cheers,

      audiamus

      .
      "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms
    • audiamus schrieb:

      Es geht um einen irischen Tenor, allerdings nicht um McCormack, sondern um den noch etwas mehr im Populären angesiedelten Josef Locke.
      Der, in den 50ern sehr beliebt, musste vor der britischen Steuerfahndung flüchten.
      Vor diesem wahren Hintergrund spielt sich die erfundene Geschichte ab, die schildert, wie ein insolventer Revuetheaterbesitzer aus Liverpool für seine Holde in die alte Heimat zurückkehrt, um den Tenor ihrer Mutter Herzens zu suchen.


      Danke für die Aufklärung- ich dachte tatsächlich, dass Josef Locke eine erfundene Figur ist, die auf McCormack anspielt. Von der von Dir angegebenen website entnehme ich, dass Locke sogar noch gelebt hat, als der Film herauskam und dass es die Geschichte mit dem Doppelgänger tatsächlich auch gab. Der original Locke, sieht dem Film-Locke ja auch noch ziemlich ähnlich, wie ich auf dem Cover gerade sehe. Was ich gerade nicht heraus bekommen habe:
      Wer singt denn im Film- sind das womöglich bearbeitete Originalaufnahmen ?
      Beste Grüsse :wink:
      Syrinx
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    • Elegy oder die Kunst zu lieben - Der neue Film von Isabel Coixet

      Gestern gesehen und sehr beeindruckt gewesen! Coixets Filme sind nach wie essentielles Kino für mich. Ein durchaus altbekanntes Thema neu in Szene gesetzt. Coixet hat eine glückliche Hand mit Schauspielern: Erst Sarah Polley, Tim Robbins oder Deborah Harry (die in Elegy in einer Nebenrolle mitwirkt), nun Cruz, Kingsley und Hopper. Dazu ihre zurückhaltende Kameraführung, die die Leistung der Schauspieler in den Vordergrund rückt, und ihre Kontrolle über die Musik im Film (hier ua. JS Bach, Pärt, Satie, Jazz), das alles verbindet sich zu einem besonderen Erlebnis. Sie kommt ganz ohne Aufgeregtheiten, epische Erzählweise oder gar Action aus, sondern konzentriert sich ganz auf das Erzählen einer Geschichte, in deren Mittelpunkt wie schon in "Mein Leben ohne mich" und "Das geheime Leben der Worte" eine menschliche Katastrophe steht, die das Leben der Betroffenen für immer verändert. Coixet moralisiert und dramatisiert nicht, sie beobachtet. Unaufdringlich, mit viel Einfühlungsvermögen, jeden Kitsch und jedes Pathos vermeidend, und gerade deshalb besonders wirkungsvoll. Weiter so...


      Die Grünen sind die Partei für all diejenigen, die bisher FDP gewählt haben und jetzt noch eine verkehrsberuhigte Straße vor ihrer Villa haben möchten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dieu le Roi ()

    • Hallo Dieu le roi,
      danke für den Hinweis auf den Coixet-Film. Ich mag ihre Filme sehr, zu den beiden von Dir genannten kann ich noch "Things I never told you" empfehlen

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      den es aber anscheinend nicht in Deutsch gibt.

      Außerdem hat sie einen Beitrag für "Paris je t'aime" gemacht, der für mich der beste dieses Episodenfilms ist. Wie sie es schafft, innerhalb von fünf Minuten eine komplexe Geschichte mit Witz, Traurigkeit und Spannung zu erzählen, dazu noch mit toller Musik und guten Schauspielern (Miranda Richardson), das ist meisterhaft.

      ?( Wie spricht man dich eigentlich an, mit "Allmächtiger" oder mit "Hoheit"?

      :wink: Talestri
      One word is sufficient. But if one cannot find it?
      Virginia Woolf, Jacob's Room
    • Leider habe ich "Things I Never Told You" nirgends mehr auf DVD mit engl. UT gefunden, scheint oop zu sein. Mein Spanisch ist eher dünn :whistling:

      Der Episodenfilm ist nach wie vor erhältlich und steht auf meiner Suchliste :)

      Zu meinem Avatar findest Du Ausführungen im englischen Wikipedia, einfach auf
      http://en.wikipedia.org/wiki
      "Revolt in the Vendee" eingeben. Dort wird er abgebildet und die Inschrift erklärt.

      Ich werde schlicht mit meinem Vornamen angeredet: Robert

      Exzentriker können auch "Oh Captain, my Captain!" verwenden :thumbup:
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    • Dieu Le Roi
      Zu meinem Avatar findest Du Ausführungen im englischen Wikipedia, einfach auf en.wikipedia.org/wiki "Revolt in the Vendee" eingeben. Dort wird er abgebildet und die Inschrift erklärt.

      Puh, was für ein blutiger Hintergrund!
      Also ich hatte mir den Coixet-Film mal ersteigert, ich besitze die englische Originalversion auf einer französischen DVD mit nicht ausblendbaren (französischen) Untertiteln. Falls Du Interesse hast, sag mir Bescheid, dann kann ich sie Dir mal zukommen lassen.

      :wink: Talestri
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    • Auf den neuen Coixet-Film, den ich noch nicht gesehen habe, freue ich mich schon. Ihre Filme davor gehören für mich zum besten, was ich seit Jahren gesehen habe.

      Gestern habe ich diesen israelischen Film von Eran Kolirin genossen:

      [Blockierte Grafik: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51SI3%2BV1AZL._SL500_AA240_.jpg]

      Ein kleines ägyptisches Polizeiorchester, das traditionelle arabische Musik spielt, reist nach Israel, um zur Eröffnung eines palästinensischen Kulturzentrums zu spielen. Niemand holt sie vom Flughafen ab, sie nehmen auf eigene Faust einen Bus und landen durch eine Namensverwechselung in einer trostlosen israelischen Neubausiedlung mitten in der Wüste, müssen feststellen, dass es dort gar keine Araber und schon gar kein Kulturzentrum gibt, stoßen jedoch auf eine hilfbereite israelische Imbiss-Besitzerin und deren lethargische Stammkunden.


      Der lakonische Erzählton mit langen Einstellungen und langsamen Kamerafahrten voller unaufdringlichem Witz, anrührenden melancholischen Erzählungen und hervorragenden Schauspielern hat mich sehr berührt.


      Auch die sehr schöne Musik zwischen traditioneller arabischer Musik, ihrer Verjazzung und etwas Chet Baker konnte dazu beitragen.
      :wink: Matthias
    • Hallo Matthias,

      da dir "Die Band von nebenan" so gefallen hat (ging mir genauso!), musst du dann natürlich auch "Die Syrische Braut" und "Lemon Tree" von Eran Riklis schauen, die sind vielleicht sogar noch besser, weil politisch etwas schärfer akzentuiert, ohne in platte Propaganda zu verfallen. Aber wahrscheinlich kennst du die beiden eh schon :)

      Schönen Dank übrigens für deinen netten Willkommensgruß an mich im Vorstellungs-Thread!

      :wink:
    • Hallo Local Hero,

      über "Lemon Tree" habe ich schon Positives gehört. Danke, dass du mich daran erinnerst, dass ich den anschauen wollte.

      "Die syrische Braut" fand ich großartig. Wirklich weit entfernt von platter Propaganda. Mit wie viel Humor hier die Absurditäten des Lebens in den besetzten Gebieten und die Teilung von Familien durch Grenzziehungen und Kriegsfolgen dargestellt wird, ohne jede Beschönigung, aber eben auch ohne Verbissenheit, das ist schon sehr gelungen.



      Für alle, die noch nichts über diesen Film gehört haben:

      Ein junge arabische Frau aus den von Israel besetzten Golan-Höhen heiratet eine Syrer, den sie nur aus dem syrischen Fernsehen kennt. Der Festtag der Heirat bedeutet für sie gleichzeitig den Abschied von ihrer Familie, die sie, wenn sich politisch nichts grundlegend verändert, worauf leider nichts hindeutet, danach nie wiedertreffen wird.

      :wink: Matthias
    • Låt den rätte komma in
      (Schweden, 2008 - Regie: Tomas Alfredson)

      Ein düsteres und poetisches Jugend- und Sozialdrama, das in den langen dunklen Winternächten einer Stockholmer Sozialbausiedlung in den siebziger Jahren angesiedelt ist - aber auch ein Vampirfilm! Ob das passt? Und wie! Der vielfach ausgezeichnete Film fasziniert dadurch, wie beiläufig er die Genres vermischt. Der wahre Horror ist der soziale Anteil des Films, der fantastische Horror nahezu eine Erlösung von ersterem. Dem Drama geht es wirklich um die Menschen, nicht um die Schauwerte, auch wenn es zwei bis drei explizite Darstellungen gibt. Ansonsten fehlt dem Film jede genretypische Effekthascherei und macht ihn deshalb zu einem fröstelnden, eindrucksvollen Erlebnis.

      (Der Trailer bei jpc wird dem Film nicht wirklich gerecht, er erweckt den Anschein eines reißerischen Schockers, was der Film definitiv nicht ist...)



      LG
      C.
      „Beim Minigolf lernte ich, wie man mit Anstand verliert.“ (Element of Crime)
    • Carsten schrieb:

      Låt den rätte komma in
      Grrr - da habe ich zu lange gewartet. - Deinen Worten, lieber Carsten, bleibt nicht wirklich etwas hinzuzufügen. - Es ist schon länger her, daß ein aktueller Film mir so nah´ gekommen ist - ganz leise schreie ich in die kalte Nacht: Meisterwerk. Und laut: Seht Euch diesen Film an! - In manchen Gegenden heißt er "Let the right one in" oder "So finster die Nacht" (ausnahmsweise ein gelungener deutscher Filmtitel).

      Gute Nacht

      Bernhard


      "Alles Syphilis, dachte Des Esseintes, und sein Auge war gebannt, festgehaftet an den entsetzlichen Tigerflecken des Caladiums. Und plötzlich hatte er die Vision einer unablässig vom Gift der vergangenen Zeiten zerfressenen Menschheit."
      Joris-Karl Huysmans
    • Musikalische Impressionen aus der Stadt der Städte



      Crossing the Bridge - The Sound of Istanbul. Ich habe den Film vor meiner Instanbulreise und gestern noch einmal angeschaut.

      Alexander Hacke, bekannt als Bassist der Einstürzenden Neubauten, den Fatih Akın bei einer musikalischen Entdeckungsreise durch die türkische Metropole Istanbul begleitet. Vom Straßenmusiker bis zum türkischen Megastar fängt Hacke die vielfältigen multikulturell beeinflussten Klänge Istanbuls mit einem ständig bei sich geführten mobilen Tonstudio ein, bisweilen musiziert er auch spontan mit den türkischen Musikern zusammen.

      Dieser Film ist eine farbenprächtige Entdeckungsreise durch die musikalischen und sozialen Höhen und Tiefen Istanbuls.

      gruß
      romain
      Dieser Thread muß weitergeführt werden!!!
    • Fauteuils d’orchestre




      Wieder einmal ein herrlicher französischer Film, eine Huldigung an Paris.

      Ein einfühlsamer Film, großartig erzählt und gespielt mit Cecile de France und Pierre Brasseur. "Ein perfekter Platz" konzentriert sich auf ein Pariser Bistro das in der Nähe einer Kunstgalerie einem Theater und einem Konzerthaus befindet. Dabei geht es u.a. um die Geschichte einer Schauspielerin, des Kunstliebhabers und des Konzertpianist.

      Eine herrliche Szene ist die des Konzertpianisten der mit dem Druck nicht klar kommt, er ist genervt und gestreßt will lieber für Kinder und kranke Menschen spielen, als er während eines Konzerts mitten im Beethovenkonzert aufhört, sich zum Publikum dreht, aufsteht und sagt: Mir ist heiß, ist ihnen nicht auch heiß? Dann zieht er seinen Frack, Fliege und Hemd aus, Hosenträger runter und nur im Oberhemd da steht und sagt, jetzt fühle ich mich besser und werde er den Satz noch einmal spielen. Was nach dem Konzert geschieht ist einfach……

      à bientôt
      romain
      Dieser Thread muß weitergeführt werden!!!
    • so ich zieh mir jetzt das hier rein:





      und wenn ich aus Krankenhaus komme, dann schaffe ich mir mal die DVD's an, denn ich hab leider nur eine abgenudelte VHS

      ich weiß "Kultur fom Feinsten" :D :hide:

      ich finds aber einfach toll diese Viecher zu sehen :jub:



      und auf Arte läuft ja jetzt jeden Abend auch son Mist :D
    • Gerade eben erstmalig gesehen:

      Die Marx-Brothers in "Room Service" (1938 )

      Meiner Meinung nach deutlich überzeugender als "Horse Feathers" (1932) und teils auch "Animal Crackers" (1930). An die Meisterwerke "Duck Soup" (1933), "A night at the opera" etc. reicht es freilich nicht heran. Aber immerhin (fast) ohne (lästige) Musikeinlagen und dabei über 70 Minuten...



      :wink:
      Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, hinter ihm schlagen die Sträuche zusammen.