Eben geglotzt

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • garcia schrieb:

      Wer ihn nicht kennt sollte ihn kennenlernen, Sitzfleisch schadet allerdings nicht...
      Ich muss gestehen, Sitzfleisch hatte ich bei 'Toni Erdmann' nicht. Vielleicht bin ich da durch amerikanische oder auch englische Komödien verwöhnt/verdorben, aber ein gewisses Tempo finde ich in diesem Genre schon angemessen. Das mag mein eigenes Ding sein, aber für mich kommt ein Witz einfach nicht zur Geltung, wenn er hinausgezögert und hinausgezögert und hinausgezögert wird.

      Vielleicht hätte ich länger dabeibleiben sollen, aber irgendwie hatte ich damals so gar keine Lust dazu. Nach deiner Einschätzung muss ja wohl mehr drinstecken. ^^

      :wink: Wolfram
    • Er hat seine Fehler, auf jeden Fall, und er ist der am schlechtesten geschnittene Film überhaupt :D ich mag mir kaum ausmalen was bei einem guten Endschnitt aus diesem Film hätte werden können...

      Aber doch: ich habe bei diesem Sehen (müßte das vierte Mal gewesen sein) eine Fülle an skurrilen, hochsympathischen Kleinigkeiten gefunden, die im Ganzen dann doch so eine Art Grundsound ergeben haben, die mich mit ein bißchen Kopfschütteln aber einem breiten Grinsen im Gesicht zurückgelassen haben. Dieser Film wächst (für mich) bei jedem Sehen. Das finde ich schon was besonderes. Ich brauche aber auch eine spezielle Gestimmtheit um ihn genießen zu können, sonst ist es ein Rohrkrepierer...

      Nebenbei: Sag mal , Wolfram, mich interessierte ja brennend was du von meinem Liebling, der Doris Dörrie, halten würdest (aber die späteren Sachen, nicht "Männer"), kennst du da Sachen?

      Morgen geht's ins Kino, den neuen Jarmusch mit meinem Sohn gucken. Ich hab aber keine hohen Erwartungen irgendwie. Aber ich werde berichten...


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • garcia schrieb:

      Nebenbei: Sag mal , Wolfram, mich interessierte ja brennend was du von meinem Liebling, der Doris Dörrie, halten würdest (aber die späteren Sachen, nicht "Männer"), kennst du da Sachen?
      Ich muss gestehen, ich kenne nur 'Männer' und fand das damals schon nicht sonderlich aufregend. Von daher hat sie mich eigentlich nie weiter interessiert. Mag 'n Fehler sein. ^^

      garcia schrieb:

      Morgen geht's ins Kino, den neuen Jarmusch mit meinem Sohn gucken. Ich hab aber keine hohen Erwartungen irgendwie. Aber ich werde berichten...
      Unbedingt berichten!!!

      :wink: Wolfram
    • Ein großer Fehler!

      Ich werde berichten, allerdings erstmal nicht über den neuen Jarmusch sondern - mein Sohn hat sich überraschenderweise dafür entschieden - über "Burning", ein südkoreanischer Film nach einer Kurzgeschichte von Murakami. Läuft hier in Hamburg nur im Abaton. Die Kritiken sind hymnisch... Aber den Jarmusch tu ich mir im Wochenverlauf natürlich auch an. Ich berichte also über beide :D

      "Männer" war ja sehr erfolgreich, aber das was Dörrie ausmacht ist hier nur in embryonalen Vorstufen drin. Mich würde ja so sehr interessieren was zu zB zu "Kirschblüten" sagen würdest, ich glaube schon er erreichte dein Herz :D


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)


    • Die Eroberung des Weltalls
      USA 1955

      Der letzte der SF-Filme, die George Pal in der ersten Hälfte der 1950er Jahre produziert hat: ein seltsamer Blick auf eine Zukunft, die nie so eintreten konnte, dafür aber mit keinen Monstern außer dem Mensch selber. Für damalige Verhältnisse technisch sehr gut umgesetzt, und der Charme des alten Kintopps stellt sich ein.




      Heiße Katzen
      GB 1967

      Eine Bulldog-Drummond-Adaption, in typischer 1960er-Manier umgesetzt: ein viriler Held, ein Erzbösewicht mit Hirn, dazu eine Menge Miezen, die aber verdammt tödlich sein können. Felidae treten übrigens gar nicht auf. Dafür darf man bewundern, womit Elke Sommer eigentlich Karriere gemacht hatte. Und der Film selber nimmt sich zum Glück nicht so ernst, als daß man ihn mit den Bondfilmen vergleichen sollte.
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Gestern Abend aus der Wenders-Box


      Der Stand der Dinge.

      Ich hatte ein bißchen Startschwierigkeiten bei diesem Film, aber nach einer halben Stunde gefiel er mir doch sehr (mit Handlungsarmut kann ich ja gut umgehen :D ), ich mochte die Stimmungen, das ewige Warten in teils exquisiten Schwarzweißbildern, die Landschaften, die teils skurrilen Figuren... die letzte halbe Stunde in Amerika dann, film noir-artig, mit der abgedrehten Diskussion über Film auf der Fahrt im Wohnmobil, gab dann nochmal einen interessanten Drall in eine ganz andre Richtung...

      Ich würde das insgesamt vielleicht nicht als ganz große Filmkunst bezeichnen (es ist ja wohl auch ein schnell abgedrehte Nebenwerk) , aber es hat eine angenehme, zunehmend intensive Sogwirkung, in der ich mich sehr wohl gefühlt habe. Das ist bei Wenders lange nicht immer so. Mein Daumen geht nach oben.

      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Seit letzten Freitag gibt es bei Netflix die 2. Staffel von Dark. Das ist die erste in Deutschland produzierte Netflix-Serie, die bereits Kultstatus besitzt und weltweit erfolgreich ist. Es geht um einen fiktiven Ort Winden, in dem das erste deutsche Atomkraftwerk gebaut wurde und in dem 1986 durch einen vertuschten Mini-Gau Zeitsprünge in die Zukunft und Vergangenheit um jeweils 33 Jahre möglich wurden. Dadurch verschwinden Kinder und später auch Erwachsene und tauchen in anderen Zeitebenen auf, in denen sie Familienmitglieder und sich selbst wieder treffen. Einige bleiben auch in den entsprechenden Zeiten hängen und kommen nicht zurück und tragen zu einem sehr komplexen Familienstammbaum bei. Dadurch, dass sich von mehreren Personen unterschiedlich alte Versionen mit unterschiedlichem Wissen durch die Zeitebenen bewegen, entsteht ein sehr kompliziertes Handlungsgeflecht, bei dem man höllisch aufpassen muss, alles mitzubekommen.

      Habe bisher 7 der 8 neuen Folgen gesehen und bin begeistert. Noch spannender und vertrackter als die erste Staffel. Mit einer Auflösung der vielen Handlungsstränge ist allerdings auch hier nicht zu rechnen, die 3. (dann aber letzte) Staffel ist bereits in Vorbereitung. Bin gespannt, ob sich am Ende alles auflöst.
    • Tscha, mangels Netflix oder überhaupt eines Internetzuganges (der besser ist als Handy) muß ich bei solchen Serien auf DVD-Veröffentlichungen warten oder hoffen... Nach allem was ich las lohnt "Dark" mit Sicherheit sehr!



      Aber auch herkömmliches Kino lohnt sehr. Nach einem kleinen Päuschen fuhr ich heut abend mit der Kaurismäki Box fort (ich poste die Filme in Form der Einzelveröffentlichungen) :


      "Mann ohne Vergangenheit".

      Die Story des Mannes, der aufgrund eines Überfalles sein Gedächtnis verliert und ganz von vorn beginnen muß vereint all die klasse Elemente die ich von Kaurismäki ansatzweise schon kenne, er hat aber eine etwas positiver Grundstimmung und erscheint weniger spartanisch (was niemals heißen kann daß er opulent inszeniert wäre :D , es ist ein Kaurismäki). Aber die Kargheit ist in eine wunderbare Farbdramaturgie getaucht. Sehr intensive Grundstimmung. Ein fast schon hoffnungsvolle Ende. Ich bin höchlich angetan :clap:



      Gestern übrigens Jarmusch's "Dead Man", den fand ich auch einen seiner allerbesten Filme, außerdem hat er den schönsten Soundtrack aller Zeiten. Ich muß dazu aber sagen, daß ich großer Neil Young Liebhaber bin und großer Westernfan, besonders wenn dieses Genre dekonstruiert wird. So gesehen ein Film den er wohl für mich persönlich gemacht hat :D
      Auch hierzu ein Bild:


      ... ein Film den ich nicht einfach schätze, sondern liebe. Falls Liebe blind macht überlest es einfach :D


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • garcia schrieb:

      Nach einem kleinen Päuschen fuhr ich heut abend mit der Kaurismäki Box fort
      Das habe ich schon befürchtet. Nun wird es mich wieder quälen, doch das Geld für die Box locker zu machen. :D

      garcia schrieb:

      Gestern übrigens Jarmusch's "Dead Man", den fand ich auch einen seiner allerbesten Filme,
      Da stimme ich dir sofort zu. Vor allem, weil ich den Film schon habe und mir weitere Kosten erspart bleiben. ^^

      :wink: Wolfram
    • Den Broken Flowers



      hatte ja mein alter Player (wie andre Filme auch) nach der Hälfte abgebrochen, gestern Abend wurde er zur Gänze geschaut. Ein leiser, wunderschöner Film, der zur Folge hatte, daß ich 1) "Lost in Translation" bestellt habe und 2) heut Abend nun endlich mich ins Kino bewegen werde, um The Dead Don't Die zu sehen. Läuft synchronisiert leider nur noch um 23 Uhr, aber egal.

      Heute nach meinem Einkaufsbummel :D gab es direkt


      Chihiros Reise ins Zauberland.

      Ich bin an sich kein großer Anhänger von Animationsfilmen, auch nicht von den wirklich gelungenen (Oben, die Unglaublichen), kenne sie aber alle da ich 3 Kids großgezogen hab :D

      Was Hayao Mayazaki allerdings teilweise hervorgebracht hat, finde ich gemessen an den all fälligen Pixar-, Disney- und sonstigen Produktionen als etwas von einem anderen Stern. Das sind keine bombastisch gut gemachten Produkte einer ausgefeilten Unterhaltungsindustrie (was ja durchaus Spaß machen kann und wogegen garnix zu sagen ist), das sind subtile, poetische Kunstwerke voll abgründiger und vielschichtiger Symbolik, in denen ich immer wieder etwas Neues entdecke. Obiger Film ist nach meinem Geschmack der Schönste, aber auch das "Schloß im Himmel" ist ganz wunderbar. Ich würde den Film allerdings Kindern so unter 8-10 nicht vorführen, sonst gibt's eventuell Alpträume...


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • garcia schrieb:

      Den Broken Flowers hatte ja mein alter Player (wie andre Filme auch) nach der Hälfte abgebrochen, gestern Abend wurde er zur Gänze geschaut. Ein leiser, wunderschöner Film, der zur Folge hatte,
      In der Tat ist der wunderbar. Ein Film, den man sich immer mal wieder anschauen kann und jedes Mal erfüllt er einen.

      :wink: Wolfram
    • garcia schrieb:

      Was Hayao Mayazaki allerdings teilweise hervorgebracht hat, finde ich gemessen an den all fälligen Pixar-, Disney- und sonstigen Produktionen als etwas von einem anderen Stern. Das sind keine bombastisch gut gemachten Produkte einer ausgefeilten Unterhaltungsindustrie (was ja durchaus Spaß machen kann und wogegen garnix zu sagen ist), das sind subtile, poetische Kunstwerke voll abgründiger und vielschichtiger Symbolik, in denen ich immer wieder etwas Neues entdecke.
      Volle Zustimmung. Ich sehe die Filme mit meinen Sprösslingen auch sehr gern. Angenehm langsames Tempo, zentrales Thema oft der Konflikt Mensch/Natur, vielschichtige Charaktere (z. B. das Ohngesicht oder die Hexe in Chihiro), starke Protagonistinnen (was natürlich insbesondere auch meinen Töchtern entgegen kommt). Klasse Filme. Neben Chihiro finde ich Mononoke und auch den frühen Totoro besonders schön.
    • Eben auf dem Filmfest München gesehen:

      Prélude - Debütfilm von Sabrina Sarabi mit Louis Hoffmann. Kinostart ist der 29.08.19

      Trailer: youtu.be/xGEn4IN_ozc

      Eine Mischung aus "Die Klavierspielerin" von M. Haneke und coming-of-age Drama. Für ein Debüt erstaunlich reif inszeniert, hier und da holpriges Tempo vielleicht. Laut der Regisseurin im Q&A relativ autobiografisch.
      „Jeder Mensch hat einen Instinkt dafür, ob etwas echt ist oder vorgetäuscht. Aber ich glaube, Musiker sind durch ihr Training besonders empfindlich in dieser Hinsicht. Das macht sie nicht zu besseren Menschen, aber sie registrieren mehr.“ - Herbert Blomstedt
    • Heute Abend Godard, die Zweite :



      Ich muß es so sagen: gab mir nix. Weder auf der intellektuellen Ebene, als Film übers Filmemachern im Lichte der amerikanischen Kommerzialisierung etc. pp., das hatte Wenders neulich mit seinem Stand der Dinge bedeutend besser gelöst für mich, noch als negativer Liebesfilm, das fand ich blutleer. Erkenntnis? Bardot hat einen hübschen Po, ist aber eine mittelmäßige Schauspielerin, Fritz Lang ist ein sympathischer älterer Herr, das war es dann. Nicht Fisch, nicht Fleisch, das Ganze...


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • garcia schrieb:

      Ich muß es so sagen: gab mir nix. Weder auf der intellektuellen Ebene, als Film übers Filmemachern im Lichte der amerikanischen Kommerzialisierung etc. pp., das hatte Wenders neulich mit seinem Stand der Dinge bedeutend besser gelöst für mich, noch als negativer Liebesfilm, das fand ich blutleer. Erkenntnis? Bardot hat einen hübschen Po, ist aber eine mittelmäßige Schauspielerin, Fritz Lang ist ein sympathischer älterer Herr, das war es dann. Nicht Fisch, nicht Fleisch, das Ganze...
      Ich habe ihn kürzlich auch nochmal gesehen und teile dein Urteil. Ich kann damit nichts anfangen, wobei ich die Bardot schon sehr faszinierend fand und sie nicht als mittelmäßige Schauspielerin bezeichnen würde. Wie bei manchen geht es bei ihr wohl weniger um das Schauspielerische als um die Bedeutung, die ihr Spiel hat, um das, was sie ins Allgemeine gebracht, versinnbildlicht.

      Aber das ist, für mich jedenfalls, nur ein Randereignis. Es bleibt ein Film, den ich beim zweiten Sehen interessanter fand als beim ersten, mit dem ich aber in toto immer noch nichts anfangen kann.

      :wink: Wolfram
    • Ich hänge in den letzten Tagen übrigens mal wieder mit diversen Folgen von 'Inspektor Barnaby' rum. Großartiges Morden, aber sicherlich kein großes Kino. :D

      Die nächsten 14 Tage verbringe ich in Belgien. Mal sehen, welche Filme mich da dann interessieren werden, wobei ich den belgischen Film eigentlich gar nicht kenne. Aber ich könnte mir vorstellen, dass mich nach dem Urlaub mal wieder eine Sehnsucht nach französischen Filmen packt.

      Vielleicht bleibe ich aber auch bei 'Tim-und-Struppi'-Verfilmungen hängen. :D

      :wink: Wolfram


    • Das Grauen aus der Tiefe
      USA 1980

      Die "Humanoids from the deep", die den originalen Titel prägen, sind Mutationen von Fischen, die ein aggressives Wachstumsmittel gefressen haben, welches von der bösen, bösen Fischfangindustrie entwickelt wurde, um noch mehr Umsatz zu machen. Dabei werden sie menschenähnlich und greifen ein beschauliches Fischerdorf an der kalifornischen Küste an: die Männer bringen sie bestialisch um, die Frauen vergewaltigen sie, um mit ihnen Nachwuchs zu zeugen.

      ?(

      :pfeif:

      :megalol: :megalol: :megalol: :megalol: :megalol: :megalol:

      Nein, um Glaubwürdigkeit geht es hier nicht, also bleibt nur Kolpotage übrig. Dafür aber mit hammerharten Effekten, die für eine FSK 16-Freigabe schon echt heftig ist. Der Film bietet kurzweiligen Spaß und genau jene Laune, die bei Trash-Granaten den ultimativen Spaß ermöglichen. Im Grunde ist das Roger Cormans letzte Produktion, die noch jenen Sinn fürs Grobe aufweist, mit der man sich kaputtlachen kann. Jeder Sinn für Würde ist hier einfach fehl am Platze - es gibt Filmgenres, für die das nie gegolten hat, denn mit diesen ehrwürdigen Gefühlen ruinieren sie die ganze Stimmung.

      Dies ist ein Film für die Bierlaune - nicht für innere Ergötzung.

      :D :D :D :D
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Braccio schrieb:

      garcia schrieb:

      Was Hayao Mayazaki allerdings teilweise hervorgebracht hat, finde ich gemessen an den all fälligen Pixar-, Disney- und sonstigen Produktionen als etwas von einem anderen Stern. Das sind keine bombastisch gut gemachten Produkte einer ausgefeilten Unterhaltungsindustrie (was ja durchaus Spaß machen kann und wogegen garnix zu sagen ist), das sind subtile, poetische Kunstwerke voll abgründiger und vielschichtiger Symbolik, in denen ich immer wieder etwas Neues entdecke.
      Volle Zustimmung. Ich sehe die Filme mit meinen Sprösslingen auch sehr gern. Angenehm langsames Tempo, zentrales Thema oft der Konflikt Mensch/Natur, vielschichtige Charaktere (z. B. das Ohngesicht oder die Hexe in Chihiro), starke Protagonistinnen (was natürlich insbesondere auch meinen Töchtern entgegen kommt). Klasse Filme. Neben Chihiro finde ich Mononoke und auch den frühen Totoro besonders schön.
      Ja, Miyazaki macht ganz zauberhafte Filme, das finde ich auch. Die sind eigentlich alle, durch die Bank weg, sehr sehenswert. "Das wandelnde Schloss", "Totoro" ... wunderschöne poetische Meisterwerke.
      „Zwei plus zwei ergibt vier, immer und überall.“
    • Ja, nicht wahr?
      Ich möchte hier nur nochmal darauf hinweisen, daß es sich NICHT - entgegen etwaigen Vorerwartungen - um "Animefilme" handelt, also um japanische schnelle knallige Fantasy-oder SF Sachen, sondern um durchaus ernsthafte, poetische, ausladende, gründlich erzählte, klasse gemachte, aber gezeichnete Filme.

      Um großes Kino.

      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)