Eben geglotzt

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    • Mia Wallace schrieb:

      Ich schaue mir gerade ein wunderbares Theaterpotpurri (ist das so richtig geschrieben?) auf Arte zu Shakespeares Sonetten an und bin ganz bezaubert....
      So viel Fantasie, so wunderschöne Bilder.....


      Hallo Mia,

      ja das war die Aufzeichnung einer Inszenierung am Berliner Ensemble von Robert Wilson, der hier wieder einmal die Kunst seiner magischen Bilder voll entfalten konnte. Ich war auch begeistert, aber ich mag Wilson ja sowieso. Ansonsten sind seine neueren Regiearbeiten hoch umstritten, auch hier im Forum hatten wir schon einige Diskussionen über ihn (z.B. im Thread zur Freischütz-Aufführung in Baden-Baden).
    • Zutiefst bewegt vermelde ich die Besichtigung des Dokumentarfilms Jesus Camp, der 2007 für den Oscar als bester Dokumentarfilm nominiert war. Bewegt deshalb, weil ich in meinem persönlichen Umfeld mit den Auswirkungen der im Film gezeigten Thematik zu tun habe und mir vieles so unheimlich bekannt vorkam. Bei dem Film Jesus Camp handelt es sich um einen Einblick in die evangelikale Szene der USA. Gezeigt wird das Leben rund um ein Sommercamp, in dem Kinder zu christlichen Gotteskriegern erzogen werden sollen.



      Es fällt mir schwer, ein kurzes Urteil über den Film abzugeben, da ich nicht beurteilen kann, wie sehr er dem Sujet gerecht wird. Selbst eine vermeintlich objektive Doku ist bekanntlich stets gefärbt durch verschiedene Parameter: Was zeigt man, was lässt man weg - in welche Zusammenhänge setzt man welche Szenen. Bis hin zu: In welchem (im wahrsten Sinne) Licht zeigt man Protagonisten, aus welcher Perspektive filmt man sie u.s.w. Zudem liegt es mir fern, die religiösen Gefühle anderer Menschen zu verletzen. Nur: Als getaufter und konfirmierter evangelisch-lutherischer Mensch sehe ich mich als Christen und darf vielleicht deshalb das Recht haben, das Treiben der ultrarechten Baptisten als völlig verfehlt, höchst gerfährlich und deren gezeigte Methoden als perfide Gehirnwäsche zu verurteilen. Jesus Camp ist ein waschechter Horrorfilm! Eine sehr gekürzte und unglücklich synchronisierte Fassung hat der WDR auch in Deutschland gesendet (zu sehen u.a. bei Youtube). Das Original gibt es nur auf englisch.
      „Beim Minigolf lernte ich, wie man mit Anstand verliert.“ (Element of Crime)
    • Carsten schrieb:

      Nur: Als getaufter und konfirmierter evangelisch-lutherischer Mensch sehe ich mich als Christen und darf vielleicht deshalb das Recht haben, das Treiben der ultrarechten Baptisten als völlig verfehlt, höchst gerfährlich und deren gezeigte Methoden als perfide Gehirnwäsche zu verurteilen.


      Nein, selbstredend darf man das Treiben der ultrarechten Baptisten nur dann kritisieren, wenn man selbst dazu gehört. Es gibt nämlich keine allgemeine Vernunft, sondern bloß die letztlich immer prekär bleibende Entscheidung darüber, wo man sich zugehörig fühlt. Erst am Jüngsten Tag weiß man, ob man richtig lag. Aber dann ist es womöglich zu spät. Schade, schade, schade.

      :wink:
      Nur weil etwas viel Arbeit war und Schweiß gekostet hat, ist es nicht besser oder wichtiger als etwas, das Spaß gemacht hat. (Helge Schneider)
    • von Tyras
      Nein, selbstredend darf man das Treiben der ultrarechten Baptisten nur dann kritisieren, wenn selbst dazu gehört. Es gibt nämlich keine allgemeine Vernunft, sondern bloß die letztlich immer prekär bleibende Entscheidung darüber, wo man sich zugehörig fühlt. Erst am Jüngsten Tag weiß man, ob man richtig lag. Aber dann ist es womöglich zu spät. Schade, schade, schade.


      Wenn Du das ironisch gemeint haben solltest (was ich mal hoffe), dann solltest Du jemandem die Chance geben, das zu erkennen, sonst kann das leicht missverstanden werden.

      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    • Hallo maticus,

      ja, das habe ich nicht ernst gemeint. Mit sorgfältigem Einsatz von Smileys lassen sich Missverständnisse vermeiden. Aber man muss Scherze ja nicht immer sofort erklären.

      :wink:
      Nur weil etwas viel Arbeit war und Schweiß gekostet hat, ist es nicht besser oder wichtiger als etwas, das Spaß gemacht hat. (Helge Schneider)
    • Eigentlich passt es nicht so richtig ins Forum, aber nachdem ich heute den Dokumentarfilm im ZDF über die gnadenlose Abschlachtung der Haie aus Profitgier und Dummheit gesehen habe, möchte ich Schopenhauer zitieren:

      So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie
      des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre
      vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie
      wieder voneinander ab.


      Roger
      "Ich brauche keine Musikkritiker"
      (Gennadi Roshdestwenskij)
    • gestern Nacht: in China essen sie Hunde :juhu: :juhu: :juhu: :mlol:

      aus dem Gedächtnis und somit verfälschte Zitate daraus:

      "hey, du hast gerade eine ganze Rockband erschossen, hätte ich nicht von dir gedacht..."
      "aber ist das nicht furchtbar?"
      "ah... es gibt eh zu viele davon"


      "Ich habe Hanne getötet"
      "hm... wer ist Hanne? Warum?"
      "Sie wollte den Fernseher mitnehmen"
      "hm, ja, ok. ... wo ist sie?"
      "Im Flur. ... ... und in der Küche,"

      (bei Saturn deutlich billiger)
      Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, hinter ihm schlagen die Sträuche zusammen.
    • Hallo.

      Bei uns gab es gestern:


      ,

      Walerian Borowczyk, "La Bête". - Seltsamer Film das - mich hat er nicht besonders angesprochen, aber ich werde ihn wieder sehen und vielleicht habe ich dann mal mehr darüber zu schreiben.
      -
      Was denken andere die den Film gesehen haben davon?

      Grüße aus dem hässlichen Wien

      Bernhard


      "Alles Syphilis, dachte Des Esseintes, und sein Auge war gebannt, festgehaftet an den entsetzlichen Tigerflecken des Caladiums. Und plötzlich hatte er die Vision einer unablässig vom Gift der vergangenen Zeiten zerfressenen Menschheit."
      Joris-Karl Huysmans
    • 300 – Blut, Ehre, Vaterland




      Nun nach etwa 2 Jahren habe ich mir den Film „300“ noch einmal angesehen.

      Die Geschichte die dem Film als Aufhänger dient:

      Der Perserkönig Xerxes fällt in Griechenland ein und der Spartanerkönig Leonidas stellt sich mit 300 ausgewählten Krieger der Übermacht entgegen.
      Was hat sie sich die allgemeine Kritik überschlagen:

      „Bildgewaltiges Epos“ etc. natürlich gab es auch andere Stimmen – zum Glück.

      Nach Gladiator schien es eine Renaissance der Sandalenfilme zu geben, während aber Gladiator noch viel Flair besaß, sogar neueste Geschichtsforschung – sogar bis zur rekonstruierten römischen Musik mit einfließen ließ, so geriet schon „Alexander“ zur Geduldsprobe und zu einem langweiligen stundenlangen Massaker.

      300 ist jedoch eine Beleidigung der Geschichte und ich ärgere mich, dass ich stattdessen nicht ne Oper gehört habe..
      Nicht nur das dieser Film rein gar nichts mit der tatsächlichen Geschichte zu tun hat, das ganze ist ein primitiver Propagandafilm in der Tradition des NS Regimes und gehört meiner Meinung nach auf den Index bzw. in die nächstbeste Mülltonne.

      Nicht nur dass hier die Kultur der Spartaner völlig fehl interpretiert wird, man könnte meinen, statt einem Geschichtsbuch haben die Macher zu viel Star Trek gesehen und lieber die Klingonen als Vorbild genommen, nein hier werden Botschaften vermittelt, die direkt aus „mein Kampf“ stammen könnten.

      Immer wieder „Blut, Ehre Vaterland“ die Spartaner, perfekte Körper, Behinderungen oder sonstige Mäkel werden nicht geduldet, diese gehören ausgesondert....
      Der Feind eine Ansammlung von Behinderten die zu grotesken Gestalten inszeniert werden:
      Die Perser, ein Haufen von unwertem Leben, das es zu vernichten gilt.

      Dämmerts jetzt ? Persien ist der heutige Iran - und zurecht verurteile der Iran diesen Schund, der alles was nach 1945 bewegt wurde verhöhnt.
      Ein Grossteil der Kritik schloß sich dem ja wohl an.
      Der Film ist nichts weiter als eine primitive Gewaltorgie, Gemetzel, abgetrennte Körperteile die über den Bildschirm fliegen, gepaart mit rechten Parolen und Faschistoider Ästhetik.

      Das hier ist wahrhaftig „Triumph des Willens Teil II“


      Ab in den Orkus mit diesem Scheißdreck !
    • Hallo Duc de Berry

      Duc de Berry schrieb:

      Das hier ist wahrhaftig „Triumph des Willens Teil II“
      Problem von "Triumph des Willens" liegt darin, der Film ästhethsierte die Kriegsverherrlichung und Kriegstreiber und blieb trotzdem politisch vollkommen unkritisch (gar keine Stellungnahme zu dem, was gerade in dem Film passierte). Eigentlich ist das schon ein Statement: "Mund halten, Krieg ist schön!". Und Riefenstahl war, kann man wohl so formulieren, die Meisterin der subtilen politischen Ästhetik.

      "300" ist genau umgekehrt. Der Film kennt nur ein Ziel: "Krieg ist cool!". Sämtliche Blutrogie und bildgewaltige Ästhetik dienen nur noch dazu, das Ziel so weit möglich in die Oberfläche zu schieben. Also kein Subtext, keine unterschwellige Kriegsverherrlichung. Alles ist so offensichtlich, das wirkt sogar ordinär. Dieser Film geht eher in die Richtung von "Stolz der Nation" (Wer "Inglorious Basterds" gesehen hat, weiß, welchen Film ich meine ;+) ). Gut, mittlerweile gibts noch schlimmere und ordinärere Filme wie "Transformer 1 & 2"...

      Duc de Berry schrieb:

      Ab in den Orkus mit diesem Scheißdreck !
      So hart würde ich nicht abtun. Ein englischer Filmkritiker wählte diesen Film als einen der wichtigsten Film aus 2007? 2008? mit der Begründung: "Wenn du schon vergessen hast und wieder wissen willst, wie die Bush Jr. Regierung war, schau doch "300" an: Technisch perfekt, aber hohl in Birne".


      Schöne Grüße,

      Penthesilea
      Auch Rom wurde nicht an einem Tag niedergebrannt - Douglas Adams
    • Duc de Berry schrieb:

      Nicht nur dass hier die Kultur der Spartaner völlig fehl interpretiert wird, man könnte meinen, statt einem Geschichtsbuch haben die Macher zu viel Star Trek gesehen und lieber die Klingonen als Vorbild genommen,


      Wer sich über das Thema Sparta seriös informieren möchte, dem sei zum Einstieg in das Thema folgender Band aus der Beck´schen Reihe empfohlen:



      Knapp und konzise vermittelt Baltrusch die nötigen Informationen- auf rund einhundert Seiten.

      Wenn´s umfangreicher sein darf:

      Karl Wilhelm Welwei:




      Noch eine kurze Anmerkung: Das die Spartaner kranke oder schwache Säuglinge aussetzten ist so aus antiken Quellen überliefert. Da haben wir aber auch schon ein Kernproblem der Historiographie: Vieles, was wir über die Spartaner wissen, stammt aus sekundärer Überlieferung. Die Spartaner haben vergleichsweise wenige Selbstzeugnisse hinterlassen. Aber vielleicht kann zu diesem Thema unser werter Graf mehr sagen ;+)

      Herzliche Grüße, :wink: :wink:

      Christian
      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • Danke, Christian, für die Literatur-Tipps zu Sparta. Ich interessiere mich sehr für die Kultur und die Geschichte des antiken Griechenlands. Bisher war meine Beschäftigung damit jedoch naheliegenderweise sehr Athen-lastig... (Zur Zeit lese ich das neue Griechnland-Buch von Christian Meier... dazu an anderer Stelle vielleicht mehr...)

      Falstaff
    • RE: 300 – Blut, Ehre, Vaterland

      Duc de Berry schrieb:

      ...
      Nun nach etwa 2 Jahren habe ich mir den Film „300“ noch einmal angesehen.
      ...
      300 ist jedoch eine Beleidigung der Geschichte und ich ärgere mich, dass ich stattdessen nicht ne Oper gehört habe..
      Nicht nur das dieser Film rein gar nichts mit der tatsächlichen Geschichte zu tun hat, das ganze ist ein primitiver Propagandafilm in der Tradition des NS Regimes und gehört meiner Meinung nach auf den Index bzw. in die nächstbeste Mülltonne.

      Nicht nur dass hier die Kultur der Spartaner völlig fehl interpretiert wird, man könnte meinen, statt einem Geschichtsbuch haben die Macher zu viel Star Trek gesehen und lieber die Klingonen als Vorbild genommen, nein hier werden Botschaften vermittelt, die direkt aus „mein Kampf“ stammen könnten.

      Immer wieder „Blut, Ehre Vaterland“ die Spartaner, perfekte Körper, Behinderungen oder sonstige Mäkel werden nicht geduldet, diese gehören ausgesondert....
      ...
      Ab in den Orkus mit diesem Scheißdreck !
      Das ist mal saftig. Sehr schön.

      Diese deutliche Meinungsäußerung wirft für mich aber auch ein paar Fragen auf.

      1. Warum hast Du dieses Machwerk, als etwas anderes siehst Du diesen Film doch nicht, überhaupt ein zweites Mal angeschaut?
      Mir hat ein Durchgang gereicht. Aber vielleicht sollte ich auch noch mal reinschauen.

      2. Warum wird mit "300" die Geschichte beleidigt?
      Weil er nichts mit der "tatsächlichen Geschichte" zu tun hat, wie Du weiter schreibst?
      - Was ist denn tatsächliche Geschichte?
      Die Schlacht von den Thermopylen kennen wir doch lediglich als Überlieferung (die meines Erachtens kaum nach heutigen Maßstäben der Geschichtsschreibung funktionierte - aus den sofern vorliegenden "Fakten" rekonstruieren heutige Historiker erst einen wahrscheinlichen Ablauf). Eine Sage aber dürfte zweckgemäß kaum Anspruch auf historische Wahrhaftigkeit erheben. Und dann gibt es noch - und das dürfte für diesen Film bedeutsamer sein - einen Comic von Frank Miller (der mit "The Dark Knight" Batman quasi wiederbelebte und für düstere, abgründige Comics steht).
      Ich vermute, dass es hier vorrangig darum ging, einen Comic in die Filmsprache zu übersetzen (wie das eben bei Batman, Spider Man oder auch Sin City geschehen ist). Ein realistisches Schlachtengemälde oder auch eine Quasi-Doku-Soap à la "So lebten die Spartaner wirklich" war wohl erkennbar weniger intendiert.

      3. Inwiefern wird die Kultur der Spartaner "völlig fehlinterpretiert"?
      So sehr bin ich da nicht im Bilde, aber wenn ich mich recht entsinne, waren die Spartaner nicht unbedingt die Blumenkinder-Prototypen, sondern eher so "Make war, not love (oder: many words)"-Typen. Für Schwache war da kein Platz.

      Und: Kriegerisch + patriotisch = faschistoid = "Mein Kampf"? Geht das wirklich auf?
      Geschichten von "Helden", die ihre Leben "für andere opfern", "die ihre Pflicht tun" gibt es doch zuhauf. Kaum ein Krimi, Thriller oder sonstiger Action-Film kann auf dieses Motiv verzichten.


      Um das auch zu sagen: Mir hat der Film nicht gefallen. Er war mir einfach zu langweilig. Die handelnden Personen blieben mir egal, sie waren nie lebendig. Gut, das war wohl auch nicht das Ziel, es ging vermutlich nur um die Bilder. Die haben mich nicht beeindruckt. Vermutlich müsste ich mir den Film aber noch mal angucken, um mehr sagen zu können; vermutlich ist auch mir dafür meine Zeit zu schade.
    • 1. Warum hast Du dieses Machwerk, als etwas anderes siehst Du diesen Film doch nicht, überhaupt ein zweites Mal angeschaut?
      Mir hat ein Durchgang gereicht. Aber vielleicht sollte ich auch noch mal reinschauen.


      mach ich öfters mal nach einiger Zeit, weil einmal keinmal ist :D
      Nee mir war langweili und die DVD lag im Schrank ganz oben, mehr Zufall also.


      2. Warum wird mit "300" die Geschichte beleidigt?


      Frag mal Persier oder Iraner (je nachdem als was sie sich begreifen) mehr sage ich dazu nicht.

      3. Inwiefern wird die Kultur der Spartaner "völlig fehlinterpretiert"?


      sicher war das ein Volk von Kriegern, aber so wie das dort dargestellt wurde, wären sie nichtmal in der Lage gewesen ihre Sandalen zu binden, weil der ganze Lebensinhalt aus Töten bestand.
      Das die Spartaner aber auch Kunst und Architektur hatten wird völlig außen vor gelassen.
      Es ist einfach das wie, die Art und Weise der Darstellung: platt und dämlich.


      Ganz im ernst, da wird in dem Film "Conan der Barbar" mit Arni mehr geboten.


      Und: Kriegerisch + patriotisch = faschistoid = "Mein Kampf"? Geht das wirklich auf?
      Geschichten von "Helden", die ihre Leben "für andere opfern", "die ihre Pflicht tun" gibt es doch zuhauf. Kaum ein Krimi, Thriller oder sonstiger Action-Film kann auf dieses Motiv verzichten.



      ja sicher, aber auch hier wieder ist entscheidend das wie - Leonidas hätte nur noch das Hakenkreus auf dem Helm gefehlt.

      Das ganze hat auf mich den Eindruck gemacht, einer Art Durchhalteparole, wie man sie eben aus WK II her kennt.


      Ich hab absolut nichts gegen Schlachten, oder wenn es eben mal brutal zur Sache geht.
      Die Schlacht in Germanien bei Gladiator fand ich absolut klasse gemacht.
      Aber hier wird das Töten irgendwie ästhetisiert und wenn man diese missgestalteten Kreaturen sieht, die ohne große Anstrengung einfach niedergemacht werden, (diese Kreaturen hätten auch besser zu Herr der Ringe gepasst)und dann die perfekten Körper der Spartaner, da stimmt jede Bewegung - der Mensch in Vollendung:
      dann fehlt nicht mehr bis zum "Sieg der Herrenrasse"

      Und das ganze lässt sich so mühelos auf das heutige Zeitgeschehen ummünzen.
      Eine kleine Gruppe von Amis stellt sich den Barbarenhorden.

      wie oft fiel die Floskel "die asiatischen Horden" - so einen Wortschatz will ich Heute nicht mehr hören.
    • Ich will lieber wieder über unseren Blackadder lachen...

      Außerdem hat mir die dritte und die vierte Staffel bisher keine von Euch Pappnasen gebr... äh, ich meine geschenkt! Jeder hatse und keiner reicht sie huldvoll weiter (also geht zu Amazon und kauft sie rechtens). Aber vielleicht bin ich jetzt auch schon aus der Pubertät raus, in der man sich das ansehn und es gutfinden kann? Ich weiß nicht. Die meisten sagen ja, ich sei noch drin... Aber ansehn will ich es in diesem Leben dann schon auch nochmal...

      Zu Sparta, lieber Caesar, hast Du die beiden m.W. besten Bücher empfohlen, das konzise und das ausführliche. Über Welwei, der mein Prof in BO war, haben wir ja schon gesprochen. Petronius, der jeden Tag mit Baltrusch zu tun hat, überlasse ich es aber, in seiner unnachahmlichen Art die Spartaner niederzumetzeln (vielleicht darf Peter Scholl-Latour da ran?).

      Ich habe den Dreihunderter nicht gesehen, aber ich zweifle keinen Augenblick, daß Ducens Eindruck auch der meine wäre. Es muß doch mal erlaubt sein, bei Scheißdreck zu sagen, daß es Scheißdreck sei. Natürlich nur "für einen" selbst und "subjektiv gesehen" und "ohne Anspruch, damit die Sache selbst zu treffen" und weiß der Deibi. Aber Dreck bleibt Dreck, auch wenn man dabei lacht.

      Man kann nur hoffen, daß solche Streifen nicht zu häufig oben liegen, wenn man mal ewas gucken möchte... ;+)


      Euer Alex :wink: (ich habe schon seit Monaten nicht Film, nicht fern gesehn, und lebe immer noch)

      "In the year of our Lord 1314 patriots of Scotland, starving and outnumbered, charged the field of Bannockburn. They fought like warrior poets. They fought like Scotsmen. And won their freedom."