Eben geglotzt

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    • Man kann sie auch lesen, doch Theaterstücke sind weitgehend zum Hören und Sehen gedacht. So gab die BBC zu Anfang des Jahrzehnts mal wieder einige Produktionen shakespearscher Werke mit der Crème de la Crème englischer Schauspieler in Auftrag (Man stelle sich vor, das ZDF würde Schauspiele von Schiller im originalen Wortlaut fürs Abendprogramm mit der Elite deutscher Filmschaffender herstellen. Till Schweiger nuschelt den Götz?).





      Gruß
      Josquin


    • Only Lovers left Alive

      Wie ist das, wenn man 2000 Jahre alt ist, wie ist das ewige Leben, wie eine so alte Liebe (ich mag wie die im Film dargestelltwird)? Vampire als kunstsinnige Universalgelehrte und Enthusiasten, großartig...Tilda Swinton sowieso immer, so eine beeindruckende Person. Eine der besten Szenen wie Tilda Swintons Eve ihre Bücherkoffer für die Reise packt, welche intensive Verbindung zu ihren Büchern da durch die Bilder und die Art wiesie behandelt werden, vermittelt wird, wunderbar.Toll auch, dassder suizidale Einzelgänger Adam grad im heruntergekommenen,verlassenen Detroit lebt. Grandiose Musik und herrlich lakonischer Humor, und als ich dachte, es kann nicht noch besser werden, trat nochYasmin Hamdan auf.
      Ich möchte in diesem Film wohnen! <3 :verbeugung1:
      "Allwissende! Urweltweise!
      Erda! Erda! Ewiges Weib!"
    • Eigentlich wollte ich diesen Mediathek-Beitrag unter "Verfolgt, emigriert, ermordet ..." posten, aber dort finde ich nur Auflistungen einzelner jüdischer Künstler, daher poste ich es nun hier (sonst kann der Beitrag natürlich gern noch verschoben werden):

      Heute Vormittag sah ich diese sehr interessante und bewegende Doku über Max Raabe in Israel (2010):

      "www.ardmediathek.de/tv/Doku-in-Einsfestival/Max-Raabe-in-Israel/Einsfestival/Video?documentId=32399186&bcastId=13980890"
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Eigentlich handelt es sich um ein Zweipersonenkammerspiel - der Eine kann nicht ohne die Andere und umgekehrt. Ganz nett umgesetzt, bisweilen gewürzt mit einer Prise Humor.

      Gegen Ende des Films kommentiert Hopkins die gerade in einem Kino laufende Duschszene mit ausladenden Bewegungen - grandios.

    • Zu den Schauspielen:
      Das wäre ein sehr gutes Projekt!
      Allerdings braucht man für den Götz von Berlichingen dringend einen Schwaben, schon im frankfurter Hessischen Akzent klingt das berühmte Zitat zu hart! :D

      Im Übrigen beisse ich mich gerade durch den Ring in der Version von "La Fura Dels Baus". Während ich die ersten drei Teile sehr beeindruckend gefunden habe, musste ich die Götterdämmerung erst mal aufs Eis legen.- Bis zu Siegfrieds Ankunft am Hofe Gun thers bin ich (zähneknirschend) gelangt, jetzt mache ich mir erst mal eine Schiene zum Schutze meiner Zähne, bevor ich mich dem nochmal aussetze. An anderer Stelle werde ich mehr dazu sagen, wenn ich mich dann durchgebissen habe! :herrje1:

      Euer Eisbär
    • Ich war Samstag im Kino bei "The Revenant".


      Der hat ja nun bei den Golden Globes schon abgesahnt. Ich muss ehrlich sagen, so richtig nachvollziehen kann ich das nicht. Sicher kein schlechter Film, die Kameraarbeit von Lubezki fand ich wie meistens ganz grandios, aber so insgesamt fand ich's etwas langatmig, bisschen basal und kann auch nicht verstehen, warum alle schreien DiCaprio sollte endlich den Oscar bekommen. Vielleicht hätte er es ja ganz allegemein verdient (selbst da bin ich mir persönlich nicht sicher), aber für diesen Film? Solide ja, aber herausragend? Ich habe das Gefühl viele Leute verwechseln die Torturen der Filmfigur mit der Leistung eines Schauspielers, komisches Phänomen. Eher noch Leistung wäre da für mich Tom Hardy Darstellung.
      Von seinem Erstling "Amores Perros" und dem letzten "Birdman" bin ich von Inarritus sonstigen Arbeiten eher enttäuscht und jetzt ist er dann endgültig "Hollywood" geworden.
      "Allwissende! Urweltweise!
      Erda! Erda! Ewiges Weib!"
    • Die 5. Fernseh-Jahreszeit

      Die 5. Fernseh-Jahreszeit hat begonnen! Die einzigen 2 Wochen im Jahr, in denen ich den Fernseher abends Tag für Tag einschalte - mal abgesehen von Fußball EM und WM der Männer.
      Ein fantastisches Fernsehformat. Quasi eine Studie über menschliches Verhalten - speziell darüber wie sich Eigen- und Fremdwahrnehmung eines Menschen unterscheiden. Schwätzer und Schaumschläger demontieren sich selbst - Menschliches Verhalten wird belohnt. Und auch der Zuschauer ertappt sich dabei, dass er seine Vorurteile über bestimmte Typen revidieren muß - denn oftmals erweist sich ein Mensch hinter einer Fassade, über die der Zuschauer schon ein Vor-Urteil gefällt hat, als nett, gut erzogen, intelligent und zutiefst menschlich. Fremdschämen, Selbstenttarnung von Egoisten, Gruppendynamik, Mobbing, Selbstüberwindung - alles dabei - ein Mikrokosmos des menschlichen Verhaltens!
      Ich rede vom: Dschungelcamp 2016!!!
      Gibt es noch weitere Fans - die auch bereit sind, das öffentlich zuzugeben? :thumbsup:
      Was heißt hier modern? Betonen Sie das Wort mal anders! Richard Strauss
    • Gestern abend war ich in Essen. Der Grund: da steht eins von vier Kinos in Deutschland, die diesen Film zeigt:



      The Hateful 8
      USA 2015

      Und zwar in der Roadshow-Version - also in Ultra Panavision 70 mit Overture und Intermission. Er läuft in der Lichtburg auf einer Leinwand, die ich auf rund 20 Meter Breite schätze. Und es war mal wieder ein Vergnügen, eine analoge Projektion zu sehen, denn wenn die technischen Voraussetzungen alle optimal sind (gewartetes Equipment, neue Kopie), dann sieht das einfach klasse aus.

      Der Film selber ist eine Art Kammerspiel in den schneebedeckten Bergen der Rocky Mountains. Acht Personen treffen in einer Hütte aufeinander, die sie dank eines Schneesturms nicht verlassen können. Aber nichts ist so, wie es anfangs erscheint; und am Ende wird es ziemlich blutig.

      Kein Film für schwache Gemüter, denn manche Szenen sind schon echt heftig - von den Dialogen wie auch von den Gewaltdarstellungen her. Es ist eben ein echter Tarantino. Interessant ist, daß die Handlung eher langsam abläuft; jeder Charakter hat die Chance, sich einzuführen und Profil zu entwickeln. Aber man muß auch sagen, daß der Film nicht umsonst diesen Namen hat: denn diese acht "hassenswerten" Menschen sind weit davon entfernt, selbst als Antihelden zu funktionieren. Insofern hat The Hateful 8 auch seine Schwächen, wenn man sich daran stört.

      Oder anders gesagt: "No animals were harmed in the making of this film" - and what is with the horses? :D


      jd :wink1:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Ich hab ihn jüst Donnerstag gesehen, aber "nur" in der Digitalversion...wenn ich lese, die Roadshow-Version seo noch 20min. länger bin ich sehr froh drüber...

      Josquin Dufay schrieb:

      Interessant ist, daß die Handlung eher langsam abläuft; jeder Charakter hat die Chance, sich einzuführen und Profil zu entwickeln.
      Zuuu laaaangsam! bzw. ich fand den Film einfach viel zu langatmig und zäh und ich finde trotzdem das die Charaktere eben grad kein Profil dadurch gewinnen, mir blieben sie vielfach eindimensional und unausgegoren bzw. zu bemüht und wirr. Kam mir alles vor wie ein zu langwieriger Aufguss von "Reservoir Dogs" im Wilden Westen. Dem Anfang fand ich eigentlich ziemlich vielversprechend, aber sobald das echte Kammerspiel losging wurde es mau, finde ich, ich war sehr froh als es zum Ende kam...
      "Allwissende! Urweltweise!
      Erda! Erda! Ewiges Weib!"
    • Succubus schrieb:

      wenn ich lese, die Roadshow-Version seo noch 20min. länger bin ich sehr froh drüber...
      Ja, so heißt es: aber ich habe die Angewohnheit, die Laufzeiten zu ermitteln, während ich im Kino bin: der erste Teil ging 97 Minuten, der zweite 71 Minuten - zusammen 168 Minuten; die Pause betrug 19 Minuten (=187 Minuten... :hammer1: ).

      Yukon schrieb:

      Ich lese Deine Rezension und meine mich an Agatha Christie und ihren Inselkrimi zu erinnern - liege ich da total falsch? Mein Interesse ist jedenfalls nachhaltig geweckt.
      Die Story mag sich ähneln, aber die Motivik ist komplett anders: hier geht es nicht um die Bestrafung entkommener Verbrecher. Und ganz ehrlich: Tarantinos Stärke waren nie die Konstruktion glaubwürdiger Storys, sondern den Bogen amüsant zu überspannen.


      jd :wink1:
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    • Yukon schrieb:

      Wenn es einen Preis für besonders gelungene Formulierungen gäbe, würde ich Dir gerne einen Medaille überreichen - wahrhaftig sehr schön.
      Danke danke - zuviel der Ehre... :verbeugung2:


      jd ;)
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      Jean Paul
    • [Blockierte Grafik: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51CGTHBS0YL.jpg]

      Sindbads gefährliche Abenteuer (1973)
      Sindbad und das Auge des Tigers (1977)

      Ich reihe mich gerne in die Reihe derer ein, die Ray Harryhausens Filme mögen. Und so kam es, daß ich gestern und heute ein Double-Feature mit den beiden letzten Sindbad-Filmen gesehen habe. Tatsächlich können sie mit dem ersten Film von 1958 nicht konkurrieren: die Story ist so simpel, daß sie gar nicht zu existieren scheint, und die Tricks waren noch so gemacht wie in den 1940er und 1950er Jahren (Auge des Tigers und Krieg der Sterne erschienen im gleichen Jahrgang! 8| ). Was reizvoll ist, ist der Charme der naiven Erzählung und die animierten Tricksequenzen - und der ziemlich kurzweilige Schnitt. Und so flogen die jeweils rund 100 Minuten wie im Flug an mir vorbei. Ich hatte die Filme schon länger nicht mehr gesehen - doch es machte mir wieder viel Freude... :love:


      jd :wink1:
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