Eben geglotzt

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    • 'Tatjana' ist der zweite Film, ein paar Jahre vor den 'Wolken' entstanden und in Schwarz-Weiß, also irgendwie noch trostloser. ;)

      Ich bin froh, lieber Garcia, dass du auch deine Schwierigkeiten mit ihm hast, hatte aber eigentlich gehofft, dass du mir für die späteren Filme mehr Hoffnung machen würdest. :D

      Den Hinweis auf Bergmann finde ich allerdings auch sehr interessant. Mit dem habe ich ja auch große Schwierigkeiten, wenn er mich allerdings auch nach meinen letzten Erfahrungen wesentlich mehr reizt. Aber allzu viel Bergmann auf einmal kann ich immer noch nicht ab. ^^

      :wink: Wolfram
    • Viel auf einmal funktioniert bei beiden ja nicht.

      Es sind zwar Meisterwerke, aber es sind teilweise extrem triste Meisterwerke. Meisterwerke weil sie den Zuschauer an existentielle Grenzen treiben. Wer liest denn 12 Kafkaerzählungen hintereinander weg? Ich nicht...

      Immer nach einer gewissen Bergman- oder Kaurismäki Zeit brauche ich Billy Wilder, oder einen alten Tatort, oder South Park, oder eine Kochsendung im TV. Man kann ja nicht unablässig mit einer Axt das gefrorene Meer in einem selbst zerhacken. Das isses ja doch nicht :D wer will schon TBC mit 38 und niemals Liebe... Ich hab mal eine Doku über den alten Bergman gesehen. So viele geniale Filme, soviele Auszeichnungen. Aber er war ein gebrochener Mann. Fertig.

      Sowas ist mir eine Warnung...

      Aber ab und an, da muß ich es eben haben. Dies sind existentielle
      Sachen. Jeder muß das Maß finden, das er braucht, aber auch wieder nicht haben sollte.

      Mal so sehr persönliche Gedanken dazu...

      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Lieber Garcia, ich gebe dir absolut recht. So geht es mir auch. Ewig mit dem Kopf unterm Arm herumlaufen geht nicht und ist mit Sicherheit auch nicht im Sinne des Erfinders. Bergmann hat ja seine Filme auch nicht im Wissen um eine spätere Box gedreht, bei der man einen nach dem anderen sich 'reinziehen' kann. ;)

      Das sind Meisterwerke (bei Kaurismäki habe ich das jetzt noch nicht so erfahren), die ihren Raum haben wollen und ihre Zeit zum Nachhall.

      Und die uns auch die Zeit lassen, lassen müssen zum Durchatmen und zum Erholen. Wer kann, wer soll schon immer hart am seelischen Abgrund segeln? Wichtig ist nur, das wir immer wieder die Zeit und die Bereitschaft finden, uns damit auseinanderzusetzen.

      Gott, ist das jetzt ernst geworden. ^^

      :wink: Wolfram
    • again: Aki K.!

      VOILA hier die kleine "Gegenrede" von jmd., der zumindest c. die Hälfte der Kaurismäki-Filme (fast) seit der jeweiligen Deutschland-Premiere kennt - - -

      <= nun ja, derart komplett (mental) ausgepowerte Typen (wie in Tatjana)** konntest Du spätestens seit den 00er Jahren zur Genüge (bsp.weise) im Ruhrgebiet herumlungern sehen - was mich im real life langfristig doch wohl mehr bedrückt (hat) als dergleichen auf irgend welchen Leinwänden - - - - -

      zudem erlebe ich ** eher als eine - durch bisken Handlung notdürftig zusammengehaltene - Collage aus schrägen "Musikvideos", und allein diese herzzerreißend schöne Polka (c. bei 28'10'') lohnt für mich eigtl. bereits die Anschaffung der gesamten DVD :)

      Im Vergleich zu ** u. v. natürlich zur (ja in der Tat äußerst) tragödienhaften "Streichholzfabrik" hat Wolken ziehen vorüber (für mich überhaupt ein 90er-Jahre Lieblingsfilm) dafür aber ein geradezu lichtes frohes Ende, a b e r h a l l o

      <= und bzgl. "fast immer nahezu gleiche Filme": also wirklich ;) Le Havre ist in Sachen Witz, Tempo, Abwechslung m. E. keineswegs ungewöhnliches europäisches Kino, und La vie de Boheme gehört für mich zu den zartbittersten love stories, die ich seit Jahrzehnten gesehen habe - und dürfte zudem !! erheblich !! mehr mit der literar. Volage (Henri Murgers Scenes de la vie de boheme) zu tun haben als die sattsam bekannte Puccini-Oper...

      :!: hier übrigens Kati Outinen (v. a.) über die Dreharbeiten von "Le Havre" ... sehr wohltuend, die Dame mal l a c h e n zu sehen :!:
      youtube.com/watch?v=zSvcK2G8UK…X3GgWibQf2&index=16&t=41s

      :wink: :wink:
      Alexa: Was ist ein gerechter Lohn? - Das weiß ich leider nicht!
      Peter Kessen "Disruptor Amazon"

      Hollywood ist ein Witz - nicht hassenswert...
      Aki Kaurismäki
    • Nun mußte ich ja doch den Tatjana gucken :D



      Ich sage Wow! Diesen Schwebezustand zwischen absurd / lakonischem Roadmovie mit außerordentlich skurrilen Gestalten und einer sehr, sehr zarten Liebesgeschichte fand ich ganz großartig. Obendrein wunderbar gefilmt. Gar so trist fand ich ihn auch nicht, weil da ein feiner Humor überall reingesponnen ist, ich mußte über weite Strecken grinsen obwohl dieser Film mir im letzten Drittel ganz schön ans Herz ging...

      LG X/
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • garcia schrieb:

      Gar so trist fand ich ihn auch nicht, weil da ein feiner Humor überall reingesponnen ist, ich mußte über weite Strecken grinsen obwohl dieser Film mir im letzten Drittel ganz schön ans Herz ging...
      Und gerade das ist mir völlig entgangen und zudem hat er mich auch überhaupt nicht berührt. Ich kam wohl nicht an die Personen ran, sie blieben mir gleichgültig.

      Aber nicht jeder ist wohl für jeden Film gemacht. ;)

      :wink: Wolfram
    • garcia schrieb:

      Ich hab mal eine Doku über den alten Bergman gesehen. So viele geniale Filme, soviele Auszeichnungen. Aber er war ein gebrochener Mann. Fertig.
      Wer solche Filme dreht, kann einfach nicht fröhlich gewesen sein... :D

      Selbst die Komödien wirken immer sehr "ernst", weil sie sich eben keinem Slapstick u.ä. hingeben, sondern auf Lebensfreude hinauslaufen. Vielleicht der Grund, warum Trollflöten so gelungen ist.

      Wolfram schrieb:

      Und die uns auch die Zeit lassen, lassen müssen zum Durchatmen und zum Erholen. Wer kann, wer soll schon immer hart am seelischen Abgrund segeln? Wichtig ist nur, das wir immer wieder die Zeit und die Bereitschaft finden, uns damit auseinanderzusetzen.
      Ich habe viele persönliche Werkschauen gemacht und festgestellt, daß eine gewisse Reifezeit wichtig sind. Früher mußte ich auch alles am Besten sofort (am Stück) schauen, doch das war nicht immer so klug. Das verdarb mir manchmal den Appetit. Letztendlich aber zeigte sich, daß nur das den Geschmack verdarb, das einfach zu wenig reichhaltig war.

      Heute lasse ich mir bewußt Zeit, was ich schon sehr genieße.

      -----

      Zu Tatjana:

      Wolfram schrieb:

      garcia schrieb:

      Gar so trist fand ich ihn auch nicht, weil da ein feiner Humor überall reingesponnen ist, ich mußte über weite Strecken grinsen obwohl dieser Film mir im letzten Drittel ganz schön ans Herz ging...
      Und gerade das ist mir völlig entgangen und zudem hat er mich auch überhaupt nicht berührt. Ich kam wohl nicht an die Personen ran, sie blieben mir gleichgültig.

      Aber nicht jeder ist wohl für jeden Film gemacht. ;)
      Oh, das ist so schade - es ist einer seiner schönsten Filme. Allein die Sache mit der Mutter im Schrank ist so grandios... :verbeugung1:

      Und natürlich die Kaffee-Bestellung... :megalol:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Diese kurze, flüchtige Umarmung des Wodkatrinkers mit der zarten Estländerin, und dann der Wechsel der Filmmusik von Billigrock'n'Roll zu Tschaikowsky, eine Umarmung, aus der erstmal garnix folgt, die bloß eine unterirdische Tiefenwirkung erzeugt, die dann ganz am Ende darin kulminiert, daß besagter Wodkatrinker und Automechaniker und chauvinistischer Proll dann, ganz lakonisch, sich weigert wieder nach Haus zu fahren sondern da in Estland bleiben will bei der Tatjana (was da so draus werden wird erfahren wir nicht, aber er hat wohl aus dieser kleinen Umarmung mehr Heimat gezogen als er je hatte und will das nun nicht mehr loslassen)...

      das war meine Kernszene in diesem Film. Daß man so hemmungslose Romantik derart diskret bringen kann und sie dann umso tiefer wirkt - Wie hätte Hollywood das versaut...

      Kaurismäki gucke ich nur selten, ich lasse mir Zeit, zwei Drittel der Box sind noch ungesehen. Aber wenn dann <3 Die alle nacheinander wäre wirklich Verschwendung und ich würde mich auch völlig überfordern und hätte wenig davon. Volle Zustimmung, lieber Josquin Dufay...


      LG :)
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      (Shunryu Suzuki)
    • Neu

      So, nun habe ich des doch noch geschafft, den neuen Tarantino im Kino zu sehen.



      Gerade noch rechtzeitig, denn das Kino war nun (9. Woche) quasi leer.

      Ja, am Anfang fand ich es sehr leicht und locker inszeniert, fast ein wenig zu viel Mainstream, aber unterhaltsam und rein technisch unglaublich gut gemacht. Aber ich habe mich dabei gut unterhalten, wobei ich mich schon fragte, wo denn eigentlich Tarantino bleibt. Dann hatte ich eine Durststrecke, weil mir nicht klar war, wo der Film eigentlich hinwollte. Aber etwa ab der Hippie-Kommunen-Szene war ich richtig gefesselt. Die Hippies, die ganz modern die Touristenführer machen, gleichzeitig Mitglied einer historischen 'Sekte' sind, in der durch diverse Western bekannten Felslandschaft herumreiten und aus denen 'Tex' dann plötzlich ausschert und in bester Westernmanier zurück ins Lager prescht. Dieses Vermischen von Realität, Hollywood gemachter Fiktion und Gegenwartsbezug ist einfach großartig. Und so geht es dann ja auch weiter. Ich will hier auch nicht den Spoiler machen und das Ende verraten, aber auch das spielt ja so dermaßen mit den Erwartungen des Zuschauers, vermischt hier wieder verschiedene Ebenen und inszeniert dabei ja auch noch den Aufmarsch der realen Killer wie ein B-Movie.

      In solchen Momenten ist der Film wirklich bester Tarantino. Aber vielleicht nicht nur im letzten Drittel. Vielleicht habe ich doch zu Beginn zu viel übersehen (abgesehen von den schon erwähnten Szenen mit Sharon Tate im Kino, mit dem Hund 'Brandy etc., die großartig sind). Er wird jedenfalls im Januar auf DVD angeschafft. Ich muss doch noch einiges dabei überprüfen.

      Allerdings hätte er trotzdem ein wenig kürzer sein können. Natürlich erzeugen die vielen Fahrten, die Musik usw. auch Stimmung. Aber das schaffte Tarantino früher auch in wesentlich kürzerer Zeit.

      :wink: Wolfram
    • Neu

      Vor dem Tarantino im Kino gab es vorher im Heimkino den Erstling von Jim Jarmush:



      Vielleicht hatte ich mir deshalb auch vom neuen Tarantino zu Beginn Gewagteres gewünscht. Wer weiß?

      'Stranger than Paradies' ist bislang der einzige Jarmush, mit dem ich Probleme hatte. Mit diesem jedenfalls nicht. Schon von Beginn an, von den zeitlupenhaften Aufnahmen des nun gar nicht mehr hektischen, aber dafür überlaufenen New Yorks, die sich mit Bildern heruntergekommener, von Menschen entleerter Stadtteile abwechseln, hin zu dem quasi kammertheatermäßig inszenierten Szenen in der Wohnung mit diesem wunderbaren Tanz von Chris Parker war ich fasziniert. Dann diese Parade skurriler oder gescheiterter Menschen, irgendwie Fellinihaft, aber bis auf's Skelett ausgedörrt. Und dann zum Ende hin diese eine ziemlich banale Einstellung, in der nur Wellen gezeigt werden und die mich umhaute, die plötzlich einen ganz anderen Ton anschlägt. Dazu das Gespräch am Pier und die Schlusseinstellung auf das sich immer weiter entfernende New York. Ein Film, der mich (von der Musik mal ganz abgesehen) total in Bann geschlagen hat. Gerade auch, weil er so anders blickt, gerade auch, weil er dieses uralte Motiv des immer wieder zu neuen Ufern aufbrechen müssenden Helden so ganz anders zeigt. 'Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus' und so. ;)

      :wink: Wolfram
    • Neu

      Zum Tarantino, lieber Wolfram :)


      Was Du noch nicht wissen kannst - oder es ist nur meine persönliche Sicht - ist, daß der der mit jedem Sehen wächst. Beim ersten Gucken mußte ich erstmal rausfinden wo dieser Film überhaupt hinwill. Ich habe ihn dreimal im Kino gesehen, weil ich Kinder habe (Naja, Kinder, also Sprößlinge zwischen 18 und 22 :D ) und die Söhne sind Tarantino Fans, die Tochter garnicht. Also waren wir drin.

      Erstes Sehen mit dem einen Sohn. Ich fand den Film sehr gut, aber nicht unbedingt überragend.

      Dann zweites Gucken mit dem andren Sohn. Da sah ich dann vieles was erst beim zweiten Mal eingeht, mit der Ruhe dann, die entsteht wenn man das Finale schon kennt. Da fand ich ihn schon wirklich klasse und vielschichtig und vor allem die Schauspielerleistungen überragend, und ich merkte so viel was ich beim ersten Sehen gar nicht gesehen hatte...

      Drittes Mal dann allein im Kino. Das mußte ich nochmal haben. Ein wirklich differziertes Erlebnis (klingt total dämlich, weiß ich selbst), aber da hatte er mich wirklich. Ich neige dazu ihn wenn nicht für seinen besten Film (ok, Pulp Fiction darf das bleiben, aber was ist schon ein "bester" Film), aber doch für seinen reifsten Film zu halten.

      Und nun vorbestellt auf DVD, Mitte Januar kommt er dann :clap:

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      Zu dem Jarmusch: mit den ersten beiden, also auch mit Permanent Vacation, konnte ich beim ersten Sehen wenig anfangen, ich dachte man kann die Sparsamkeit in den Ausdrucksmitteln auch übertreiben... Vielleicht ging es mir wie dir mit Kaurismäki bislang?

      Das schreit aber nach einer zweiten Sicht, nun mit der Kenntnis seines Gesamtwerkes im Hinterkopf. Das werde ich sehr bald nachholen.

      Übrigens wird noch diesen Monat sein Letzter, The Dead Dont Die, der entspannteste Zombiefilm aller Zeiten, veröffentlicht und am Erscheinungstag hier eintrudeln :D

      Vorfreude über Vorfreude also aus cineastischer Sicht


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Neu

      garcia schrieb:

      Zum Tarantino, lieber Wolfram


      Was Du noch nicht wissen kannst - oder es ist nur meine persönliche Sicht - ist, daß der der mit jedem Sehen wächst.
      Ein ähnliches Gefühl hatte ich nach dem letzten Drittel ja auch. Ich spürte schon, dass da mehr drin steckt und ich schlichtweg Manches entgangen ist. Von daher, wie gesagt, DVD im Januar. Unbedingt! ;) Bei der heutigen Leere im Kino werde ich nämlich wohl keine Chance mehr haben, ihn im Kino zu erleben.

      garcia schrieb:

      Zu dem Jarmusch: mit den ersten beiden, also auch mit Permanent Vacation, konnte ich wenig anfangen, ich dachte man kann die Sparsamkeit in den Ausdrucksmitteln auch übertreiben... Vielleicht gin es mir wie dir mit Kaurismäki bislang?
      Dieses Gefühl hatte ich bei 'Stranger than Paradies', bei den 'Vacations' komischerweise nie. Ich weiß auch nicht, warum mich der Kaurismäki nicht angesprochen hat. Erst dachte ich, dass es die Ästhetik wäre. (Ich bin halt sehr optisch.) Aber das kann es nicht sein, weil ich eigentlich die 'Wolken' dahingehend sehr ansprechend fand. ('Tatjana' allerdings überhaupt nicht.) Andererseits spricht mich dieses verlorene Amerika von 'Stranger than...' schon an, fühle ich mich da irgendwie zuhause. Und trotzdem funktionierte es nicht. Also, ich weiß es nicht. Also vielleicht ist es wie mit Fellini und Antonioni, wie mit Truffaut und Godard, wie mit Mensch A und B. Der jeweils eine spricht, berührt mich unbewusst, der andere eben nicht. Den einen kann ich 'riechen', den anderen nicht. Manches geht wohl wirklich über den 'Bauch', über das Unbewusste, ohne dass wir großartig das erklären können. Jedenfalls nicht hier im öffentlichen Netz. :D

      garcia schrieb:

      Übrigens wird noch diesen Monat sein Letzter, The Dead Dont Die, der entspannteste Zombiefilm aller Zeiten, veröffentlicht und am Erscheinungstag hier eintrudeln
      Das Thema finde ich eigentlich völlig abtörnend, aber Jarmush ist natürlich für mich ein Garant, dass man selbst daraus noch was machen kann. Also brauche ich den wohl auch. :D

      :wink: Wolfram
    • Neu

      Nach dem Tarantino gestern auf der großen Leinwand nun heute gleich weiter mal wieder mit ihm:



      'Filme, die man haben muss!' ist ja ganz nett, aber 'Filme, die man gesehen haben muss!' würde es viel besser treffen. Das ist wirklich bestes Kino und bester Tarantino. Alleine die Szene, in der Travolta erschossen wird, ist ein grandioses Kabinettstückchen voller Spannung und gleichzeitig so urkomisch. Leider bin ich nicht mehr viel weiter gekommen, weil es dann im ganzen Haus einen Stromausfall gab, der gut 9 Stunden dauerte und gerade erst behoben wurde. Also kommt der Rest morgen dran. :D

      :wink: Wolfram
    • Neu

      Ich bekam eben eine Amazon-Mail, in der mir mitgeteilt wurde daß "Once A Time in Hollywood" nun als DVD-Veröffentlichung vorgezogen wurde... Der Film wird statt Mitte Januar nun am 19.12. erscheinen, also sind 70er LA Weihnachten garantiert :D

      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Neu

      Hier noch nächtens einer der erstens besten Spätwestern überhaupt und zweitens einer der besten Clints - hier darf er überirdisch sein :D



      "Erbarmungslos" war dann ultimativ. Aber diesen hier, Mitte der 80er,als dies Genre absolut tot war, gedreht (woher hatte Eastwood den Etat dafür?! ) den liebe ich heut noch wie ein kleines Kind das dem Weihnachtsmann begegnet :D

      Nie vorher, nie nachher hatte Eastwood eine derart überzeugende Ausstrahlung. Das trägt (mich wenigstens) auch über kleinere inszenatorische Schwächen hinweg. Ein irrer Film!


      LG :)
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      (Shunryu Suzuki)
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      Heute gleich morgens, Futter für das Kind im Manne :cincinsekt:




      Ein Riesenspaß, immer wieder. Teil 2 fällt an sich wenig aber doch merklich ab. Da fehlt der Charme dieser tropischen Insel, dieses James Bond 70er Feeling. Aber ungeheuer unterhaltsam bleibt es.

      Hach... Ich möchte nochmal 11 sein :)



      LG :)
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      garcia schrieb:

      Ein Riesenspaß, immer wieder.
      Find ich auch! Die teils ironischen Bond-Referenzen machen den auch für Erwachsene noch sehenswert. Und wie Superhelden plötzlich aufgrund ihrer Fähigkeiten ausgegrenzt werden und ihre "Andersartigkeit" verbergen müssen, ist einer dieser doppelbödigen Kunstkniffe, auf die nur Pixar kommen kann :)

      Ich gestehe, dass "Oben" immer noch einer meiner Lieblingsfilme ist...
      „Music is a nexus. It's a conduit. It's a connection. But the connection is the thing that will, if we can ever evolve to the point if we can still mutate, if we can still change and through learning, get better. Then we can master the basic things of governance and cooperation between nations.“ - John Williams
    • Neu

      garcia schrieb:

      Hier noch nächtens einer der erstens besten Spätwestern überhaupt und zweitens einer der besten Clints - hier darf er überirdisch sein :D



      "Erbarmungslos" war dann ultimativ. Aber diesen hier, Mitte der 80er,als dies Genre absolut tot war, gedreht (woher hatte Eastwood den Etat dafür?! ) den liebe ich heut noch wie ein kleines Kind das dem Weihnachtsmann begegnet :D

      Nie vorher, nie nachher hatte Eastwood eine derart überzeugende Ausstrahlung. Das trägt (mich wenigstens) auch über kleinere inszenatorische Schwächen hinweg. Ein irrer Film!


      LG :)
      Da erinnere mich gern zurück an die Unizeit. In einem Seminar zum „American Myth“ im Film haben wir uns damals auch mit „Pale Rider“ beschäftigt. In der Analyse ging es (natürlich) im Wesentlichen um das (fundamentalistische) amerikanische Religionsverständnis und den gleichsam alttestamentarischen Charakter des Werkes, in dem der „Preacher“, einem Racheengel gleich, Vergeltung übt und - mit geradezu shakespear‘scher Vehemenz- Ordnung wiederherstellt. Fand ich dereinst sehr interessant. Ich müsste mal wieder in die Unterlagen von damals sehen. Ist ja nun sich schon mehrere Dezennien her...
      Den Film sehe ich noch heute ausgesprochen gern.

      Bei mir lief gestern:



      Fand ich gar nicht übel. Ich sollte Peter Ackrodys Vorlage mal lesen.

      :wink: Agravain