Eben geglotzt

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    • Abends wieder einmal eine Kindheitserinnerung, als ich immer gegen 13 Uhr ins Kino gepilgert bin am Sonntag (keine Sorge, heut mal nicht Godzilla :D
      )




      Hach was hab ich den geliebt... Und er ist gar nicht schlecht gealtert, mir wenigstens machte er viel Spaß, solang ich den Cineastenhut an der Garderobe lasse wo er heute hängen bleiben mußte.


      LG :)
      .
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • garcia schrieb:

      Abends wieder einmal eine Kindheitserinnerung, als ich immer gegen 13 Uhr ins Kino gepilgert bin am Sonntag
      Du Glücklicher. Um die Zeit gab es bei uns gemeinsames Sonntagsessen, da musste man schon einen sehr guten (Film-) Grund angeben können, um da rum zu kommen. :D

      Die 'Zeitmaschine' habe ich deshalb erst im TV gesehen und war als Frühjugendlicher sehr fasziniert davon. Einzig die Szene, in der (erinnere ich mich richtig) einer in Zeitraffer stirbt und verwest, war für mein jugendliches, spätkindliches Gemüt so gar nicht da Richtige. :D

      :wink: Wolfram
    • Und bei mir weiterhin eine Hitchcock-Pause:



      Tja, zwar wirklich sehr gut produzierter Abenteuerfilm mit einer sehr starken pazifistischen Botschaft. Aber gleichzeitig doch sehr naiv gezeichnet. Die Vorstellung einer idealen Gesellschaftswelt hat sich nach dem II. WK doch ziemlich erledigt.

      :wink: Wolfram
    • Wir aßen immer um 12,und möglicherweise, sogar wahrscheinlich, waren diese Vorstellungen immer um 14 Uhr :D


      Ich hatte mir für meinen Urlaub anspruchsmäßig mehr vorgenommen, allein, eine schwere Erkältung fesselt mich auf mein Sofa (daher auch die South Park--und American Horror Story Orgien, gesund bin ich an sich kein Bingewatcher.) Ich benötige Berieselung die höchstens fünf Gehirnzellen beansprucht <X

      Heute dementsprechend wieder ein alter Liebling, ideologisch außerordentlich angreifbar aber als reines starbesetztes Entertainmemtkino der Zeit doch ein persönlicher Klassiker irgendwie:



      Hat mir viel Spaß gemacht :D bei nicht gänzlich reinem Gewissen. Aber egal. Mit leichtem Fieber ist das ok.


      LG :)



      PS: Die Nacht vor der Hochzeit ist natürlich ein Traum <3 und da ich ihn nicht mehr hatte hab ich ihn gleich mal nachbestellen müssen :clap:
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Ich weiß nun zwar nicht welche genau du meinst denn es sind viele...


      Aber die Frage wär ja ob man solche alte und in Teilen nicht mehr zu verteidigenden Sachen noch gucken darf/sollte.

      Mir fällt keine einzelne Szene ein gerade, aber das unreflektierte, durchgängige Abfeiern des Söldnerprinzips, das ist natürlich emotionale, intellektuelle Asche.


      Trotzdem machte mir der Film heut Spaß. Heute, angeschlagen, mit den Kindheitserinnerungen.

      So wenig korrekt kann der Mensch sein...


      Das möge keine Verteidigung sein, Und daraus nun ein großes Thema zu machen war nicht meine Intention (und da gäbe es auch krassere Sachen)


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • garcia schrieb:

      Ich weiß nun zwar nicht welche genau du meinst denn es sind viele...
      Nun ja, zuallererst fällt mit die Szene ein, in der diese Herrschaften durch die Quartiere der Soldaten schleichen und dieselben mit Cyanwasserstoffgas ermorden. Alles Andere ist ja eher harmlos.

      Und übrigens, die plüschige Atmosphäre aus George Pals Zeitmaschine beflügelt auch meine Kindheitserinnerungen und zwar ganz entschieden.
    • garcia schrieb:

      Aber die Frage wär ja ob man solche alte und in Teilen nicht mehr zu verteidigenden Sachen noch gucken darf/sollte.
      Natürlich darf man das!

      Ich höre gerade Märchen aus 1001 Nacht (wunderbar vorgelesen von Mathias Wieman) und das strotzt von Brutalitäten, auch von Antisemitismus und Me-too-relevant ist das auch noch im höchsten Grade. PC ist das überhaupt nicht und trotzdem macht es einfach nur Spaß. Wir haben doch all diese Abgründe im Hinterkopf und fallen ja nicht auf sie hinein. Also genieße ich in solchen Fällen halt nur den Unterhaltungswert und denk mir meinen Teil. ^^

      :wink: Wolfram
    • In den Fesseln von Shangri-La (1937)

      Wolfram schrieb:

      Tja, zwar wirklich sehr gut produzierter Abenteuerfilm mit einer sehr starken pazifistischen Botschaft. Aber gleichzeitig doch sehr naiv gezeichnet. Die Vorstellung einer idealen Gesellschaftswelt hat sich nach dem II. WK doch ziemlich erledigt.
      Das ist halt typisch Capra - praktisch alle seine Filme haben diese Naivität, die einem bestimmten Schlag Menschen zugeordnet wird: dem "common man". Keine Intelligenzbestien, dafür das Herz auf dem richtigen Fleck. Shangri-La ist sogar ein Ausreißer, weil dieser Film den Pazifismus besonders hervorhebt. Das wirkt manchmal ziemlich sentimental, weil man dem Thema nicht entgehen kann. Insofern kann ich gut nachvollziehen, wenn man sagt, der Film sei schlecht gealtert. Ehrlich gesagt: für mich hat er kein Alter - er war noch nie zu irgendeiner Zeit modern gewesen.

      Die Wildgänse kommen (1978)

      garcia schrieb:

      Heute dementsprechend wieder ein alter Liebling, ideologisch außerordentlich angreifbar aber als reines starbesetztes Entertainmemtkino der Zeit doch ein persönlicher Klassiker irgendwie:
      :D

      Bei mir rennst du offene Türen ein - ich habe ja ein besonderes Vergnügen an solche Haudegen-Filme, wo ein Mann im Krieg noch ein Mann sein darf. Da kommt der Befreite Oppositionsführer mit seinen Botschaften gerade richtig, um den ollen Deutsch ... 'tschuldigung, Buren den Kopf zurechtzurücken. - Yeah, prügel mir Zuschauer Manieren bei... :hammer1:

      Aber der Regisseur Andrew V. McLaglen hatte ein Händchen für solche Abenteuerstoffe: der Film ist geradlinig, gut besetzt und hält die Spannung bis zum Ende aufrecht. Deswegen lasse ich ihn auch ab und an wieder laufen... :)
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Und bei mir:



      Zwar die Langfassung, aber nicht die nun erschiene mit den zusätzlichen 25 Minuten. Aber ich konnte den Film für 2,- € ergattern und habe mich erstmal dafür entschieden. Und es hat sich gelohnt und macht gleichzeitig aber auch Lust auf die ergänzte Fassung. Ein großartiger Film, ganz und gar Sergio Leone (und Ennio Morricone). Ein wenig geht mir schon die Unerbittlichkeit und Trockenheit von 'Spiel mir das Lied vom Tod' ab, aber dieser Film ist eben auch ganz anders gelagert. Kein Western und erstmalig eine amerikanische Co-Produktion. Trotzdem habe ich ihn von der ersten bis zur letzten Minute mit Spannung verfolgt.

      'Yesterday' taucht da als Song übrigens auch auf. ^^

      :wink: Wolfram
    • Es war einmal ... hat mich lange Zeit überfordert. Ich wusste einfach nicht mehr, wer wer war, Max und Noodles ... Der war doch tot!

      Trotzdem hatte der Film für mich schon immer großartige Szenen. Gerade der Beginn, wo der Junge spannt und der Angebetenen Kuchen bringt, den er selbst aufisst. Ganz stark. Auch die Vergewaltigung nach der Szene im großen, leeren Lokal ist großes Kino.

      Mir hat schließlich tatsächlich Wikipedia geholfen. Ich habe gelesen, was passiert, und dann mitlesend auch endlich das Ende verstanden.
    • Knulp schrieb:

      Trotzdem hatte der Film für mich schon immer großartige Szenen. Gerade der Beginn, wo der Junge spannt und der Angebetenen Kuchen bringt, den er selbst aufisst. Ganz stark. Auch die Vergewaltigung nach der Szene im großen, leeren Lokal ist großes Kino.
      Das sind wirklich ganz starke Szenen. Gerade auch die Vergewaltigung ist schier unerträglich.

      Stark auch die Jungs, wie sie unter der Brooklyn-Bridge in ihren neuen Outfits gehen und der anschließende Mord an dem Jüngsten. Oder die Wiederbegegnung von de Niro und Woods nach der Haft des ersteren. Oder auch der Schluss des ganzen Films mit dem lächelnden de Niro. Oder...oder....oder. Es gibt so viele typische Leone-Szenen.

      :wink: Wolfram


    • Ich muss gesteh, ich habe den Film noch lange nicht beendet, gerade eben erst begonnen und ich weiß auch noch gar nicht wo er eigentlich hinwill. Aber alleine die ersten 20-30 Minuten haben mich umgehauen. Das ganze Intro mit dieser kühlen Sachlichkeit und dann im Kontrast mit der wackeligen, unklaren Kameraführung beim Auftauchen des Geigenspielers haben mich sofort begeistert. Bin sehr gespannt!

      :wink: Wolfram
    • 1. "Es war einmal in Amerika"

      Auch ich habe den "Es war einmal in Amerika" gestern nochmal gesehen. Ohne mich lange mit der miesen Veröffentlichung aufhalten zu wollen (man muß im Film die DVD wechseln, zu einem absurden Zeitpunkt, die Nachsynchronisation etc.pp... :cursing:
      )

      Für mich ist dies einer der seltenen Achttausender in der Filmgeschichte, einer der großartigsten Filme überhaupt, ein Film, der demonstriert was Film überhaupt sein könnte, im Kino, auf der Leinwand. Dafür lasse ich alles stehen, alle Billy Wilders und Hitchcocks und Paten und Western (ich liebe Western), all die Doris Dörries und Woodys (ich wär nichts ohne sie), all dieses Hollywoodzauberland, das mich prägt wie nur Literatur, all das, kein einzelner Film und auch kein Genre berührt mich derart in aller Breite die die Gefühlsskala so hergibt. Es mag witzigere, spannendere, gefühlvollere, besser gedachte, fotografierte, geskripetere, gecastetere Filme geben, aber keiner bringt alles so zusammen wie dieses Meisterwerk. So, das war eine Liebeserklärung. Und natürlich absolut subjektiv :D


      Ich hab ihn geguckt als Ersatz weil ich zu erkältet war um ins Kino zu gehen, man will den Andren ja nicht alles kaputt husten, das ist ja fast wie in der Oper :D aber morgen kann ich wieder, und ich hoffe auf ein ähnlich großes Erlebnis: ich geh in eines der gerade mal zwei Kinos in Hamburg, die Scorceses "Irishman" zeigen. Er darf ja nur zwei Wochen im Kino gezeigt werden bevor er beim Finanzier, Netflix, zum Streamen freigegeben wird. Das muß ich nutzen. Dreieinhalb Stunden Meditation über Mafia, Altwerden, Sterben und Tod. Von diesem Regisseur. Mit Pacino, De Niro, hach... Werde ich noch einmal ein solches Erlebnis haben? Ich werde berichten, kann ja schiefgehen, aber ich bin in einer Vorfreude, die ich jahrzehntelang nicht mehr hatte - möge es sich lohnen :D


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • 1. "Es war einmal in Amerika"

      Auch ich habe den "Es war einmal in Amerika" gestern nochmal gesehen. Ohne mich lange mit der miesen Veröffentlichung aufhalten zu wollen (man muß im Film die DVD wechseln, zu einem absurden Zeitpunkt, die Nachsynchronisation etc.pp... :cursing:
      )

      Für mich ist dies einer der seltenen Achttausender in der Filmgeschichte, einer der großartigsten Filme überhaupt, ein Film, der demonstriert was Film überhaupt sein könnte, im Kino, auf der Leinwand. Dafür lasse ich alles stehen, alle Billy Wilders und Hitchcocks und Paten und Western (ich liebe Western), all die Doris Dörries und Woodys (ich wär nichts ohne sie), all dieses Hollywoodzauberland, das mich prägt wie nur Literatur, all das, kein einzelner Film und auch kein Genre berührt mich derart in aller Breite die die Gefühlsskala so hergibt. Es mag witzigere, spannendere, gefühlvollere, besser gedachte, fotografierte, geskripetere, gecastetere Filme geben, aber keiner bringt alles so zusammen wie dieses Meisterwerk. So, das war eine Liebeserklärung. Und natürlich absolut subjektiv :D

      2. The Irishman
      Ich hab ihn geguckt als Ersatz weil ich zu erkältet war um ins Kino zu gehen, man will den Andren ja nicht alles kaputt husten, das ist ja fast wie in der Oper :D aber morgen kann ich wieder, und ich hoffe auf ein ähnlich großes Erlebnis: ich geh in eines der gerade mal zwei Kinos in Hamburg, die Scorceses "Irishman" zeigen. Er darf ja nur zwei Wochen im Kino gezeigt werden bevor er beim Finanzier, Netflix, zum Streamen freigegeben wird. Das muß ich nutzen. Dreieinhalb Stunden Meditation über Mafia, Altwerden, Sterben und Tod. Von diesem Regisseur. Mit Pacino, De Niro, hach... Die Kritiken die ich las waren gut aber vorsichtig, nur was im Subtext stand klang nach genau meinem Ding... Werde ich noch einmal ein solches Erlebnis haben? Ich werde berichten, kann ja schiefgehen, aber ich bin in einer Vorfreude, die ich jahrzehntelang nicht mehr hatte - möge es sich lohnen :D


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)