Eben geglotzt

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    • Anläßlich seines 84. Geburtstags muß es mal wieder ein Woody Allan sein :D



      "Verbrechen und andere Kleinigkeiten" ist in meinen Augen eine seiner ganz starken späten Leistungen, Komik und Ernst von der eher tragischen Sorte perfekt und elegant ausbalanciert, großartig gespielt, ein Film mit langem Nachhall. Für sowas liebe ich den Woody, nicht für die frühen klamaukigeren Sachen...


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Aus persönlichen Gründen habe ich mich die Tage mal wieder hemmungslos dem Unterhaltungskino hingegeben und zwar dem, den ich auf DVD habe. Der erste Exzess war dabei das hier:



      Robert Siodmak als Regisseur, immerhin verantwortlich für ein paar der großen Filmklassiker. Aber aus welchen Gründen auch immer, das hier ist unterirdisch. Danach gab es:



      Im Vergleich dazu fast ein Kunstwerk. :D

      Und dann mal wieder:



      Jugenderinnerung vor allem! Aber irgendwie funktioniert er immer noch. Toll gemacht für 1960, gerade auch was die Tricks angeht. Wunderbare Unterhaltung. Hollywood hatte es doch besser drauf. :D

      :wink: Wolfram


    • Fritz Langs 'Woman in the Window' von 1944. Lange, sehr lange nicht gesehen, hat er mich wieder total begeistert. Zunächst einmal ist er spannend, wirklich fürchterlich spannend. Gerade auch in dieser Ausweglosigkeit, mit der das Geschehen abläuft und persönlich bin ich froh über das Ende. :D

      Dann ist er aber auch visuell streckenweise hochinteressant. Bei der Mordszene dachte ich, dass Lang und Hitchcock doch verwandte Wurzeln haben. Und das Ende, der Übergang von Traum zur Realität ist filmisch so grandios gemacht, ohne dass man nur den leisesten Schnitt sieht. Hut ab!

      :wink: Wolfram
    • Steht auf meiner Liste und wird wohl demnächst zusammen mit dem Testament des Dr. Mabuse im Paket angeschafft. Über Film Noir Tips bin ich immer dankbar! Ich liebäugele mit diesem



      er könnte der Dritte im Paket sein...


      LG :)
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      (Shunryu Suzuki)
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      Ich habe mal wieder Lust auf Marlene:



      Die letzte Zusammenarbeit mit Josef von Sternberg. Eine faszinierende Studie in Masochismus und Gefühlschaos, wunderbar fotografiert in einem Dekor, das vielleicht nur Sternberg hinbekommen konnte. Zudem eine Dietrich, die 'wie eine Motte um das Licht' hier zwischen den Männern herumfliegt. Ich war sehr begeistert.

      :wink: Wolfram
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      Danach zurück zur ersten amerikanischen Zusammenarbeit:



      Die Verwandlung einer 'deutschen Hausfrau' (Sternberg) in eine Femme Fatale. Dazu einen glänzenden Gary Cooper, einen ebensolchen Adolphe Menjou, die legendäre Kussszene während des Auftritts der Dietrich im marokkanischen Kabaretts, eine über allem lastenden schwül-erotische Atmosphäre - bester Sternberg.

      :wink: Wolfram

      Morgen geht es weiter mit den anderen vier US-Produktionen (leider habe ich 'Blonde Venus' gerade verliehen).
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      Hier Bella Block.



      Ich schaute die Folge "Das schwarze Zimmer", in der der frühere Wallander-Darsteller Rolf Lassgard mitspielt. Was Hannelore Hoger und er hier abliefern an sensiblen Zusammenspiel wäre absolut oscarreif, handelte es sich denn um eine amerikanische Kinoproduktuon und nicht um einen deutschen TV-Film. Großartig!

      Ich liebe diese Serie sehr und werde mir die andren Boxen schleunigst nachbestellen. Dies ist viel mehr als eine Krimiserie, dies sind sensible Blicke in Abgründe menschlichen Seins (ohne daß die Spannung zu kurz käme), wunderbar gespielt und atmosphärisch dicht inszeniert.


      LG :)
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      (Shunryu Suzuki)
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      Auch noch aus der Bella Block Box "Falsche Liebe" geschaut.

      Ebenso wunderbar.


      LG :)
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      (Shunryu Suzuki)
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      Dieser Film



      kostet bei Amazon gerade 1,99 als Neu-DVD und er steht den Großen des epischen Gangsterepos (Leone, Coppola, Scorcese) kaum nach. Ich rate unbedingt zum Zuschlagen.


      LG :)
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      (Shunryu Suzuki)
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      Ich habe nach sehr langer Zeit wieder Bondfilme geschaut:
      • In tödlicher Mission (1981)
      • Diamantenfieber (1971)
      • Goldeneye (1995)
      • Moonraker (1979)
      In diesem Jahrzehnt (immerhin auch Ende diesen Monats bereits ad acta gelegt) sind das meine ersten gewesen, die ich komplett gesehen hatte - im TV mal einige Minuten, wenn die Möglichkeit gegeben war. Ich kenne sie ja auch schon lange, oft genug gesehen. Hatte lange keine große Lust darauf gehabt, doch jetzt ist wieder Interesse entflammt.
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
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      Leben und Sterben lassen, der erste mit Roger Moore (eh der einzig wahre JB), das ist doch der Eigentliche :clap:

      Guck den mal :thumbsup:
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      Bei mir weiter mit Marlene und Sternberg. Ihre 2. amerikanische Zusammenarbeit:



      Sozusagen Paramounts Antwort auf Mata Hari. Das ist schon ein wenig gequält. Dietrich als kühle Spionin ist ganz faszinierend, aber eigentlich hebt für mich der Film erst ganz am Ende mit der Erschießungsszene ab. Das ist so durchgeknallt und gleichzeitig im Subtext durchaus selbstquälerisch inszeniert.

      :wink: Wolfram
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      Danach dann die finanziell erfolgreichste Zusammenarbeit:



      Selten hat er die Dietrich schöner fotografiert und wieder hat Travis Banton diese völlig absurd-faszinierenden Kostüme für sie kreiert. Und dazu dann noch diese Ausleuchtung! Großartige Besetzung mit Dietrich, Brooks, Wong und Oland, die ihre jeweiligen Typen bis zum Exzess stereotyp anlegen. Alles zusammen ergibt es einen Abenteuer-Film, der von der Handlung her gar nicht so sehr interessiert. Sternberg erschafft eine Atmosphäre aus Exotik, Erotik und Sex, die man in dieser Kombination im amerikanischen Kino damals wohl selten sah.

      :wink: Wolfram
    • Neu

      Da ich 'Blonde Venus' gerade verliehen habe, kam nun die vorletzte Zusammenarbeit der beiden dran. Wieder eine Antwort auf Garbo, diesmal auf ihre 'Königin Christina'.



      Zunächst einmal fand ich das Spiel der Dietrich, ihre Entwicklung vom jungen Mädchen zur jungen Frau zur Herrscherin sehr faszinierend. Aber das ist vielleicht gar nicht einmal der Aspekt des Films.

      'The Scarlet Empress' ist in Ausstattung, in Dekor und Kostümen, von der Inszenierung her, solch eine atemberaubende Mischung aus Kostümfilm und Perversion, dass ich mal wieder schier erstaunte, dass das sogar noch unter dem Hayes-Code durchging. Irgendwie fühlte ich mich immer wieder an Stroheim erinnert. Sternberg treibt hier wirklich seine Besessenheit auf die Spitze. Das ist so voller sadistischer, masochistischer, erotischer Details, das entwickelt gerade auch mit dieser exaltierten Ausstattung eine schwüle Wucht, die man in den US-Filmen des Jahres 1934 nun wirklich nicht noch mal findet.

      Sternberg und Dietrich - ein wirklich faszinierendes Kapitel der Filmgeschichte. Svengali und sein Medium, dass sich von ihm emanzipiert. Und zurück bleibt dieser besessene Magier des Kinos, der sich von dieser Zusammenarbeit nicht mehr erholte. Aber auch Dietrich war ohne ihn eine andere, hatte aber immerhin die Kraft, weiter ihren Weg zu gehen, der ein anderer war, es auch sein musste.

      :wink: Wolfram
    • Neu

      Als totales Kontrastprogramm heute dieser hier:



      Ein routiniert inszenierter Film (1951) von Henry Koster, spannend und durchaus ok bis sehenswert. Dietrich spielt hier eher die zweite Geige, alles dreht sich um James Stewart. Insgesamt einer von den vielen Filmen, die die Dietrich wohl mehr um der Erhaltung des Marktwertes und des Geldverdienens gedreht hat. Man leidet nicht beim Anschauen, aber man hat auch nicht das Gefühl, dass das Leben ärmer gewesen wäre ohne diesen Film. :D

      Zum Glück hat sie ja nach Sternberg noch einige Sachen herausgehauen unter Regisseuren wie Marshall, Wilder, Kramer, Welles. Wie gerne würde ich Hitchcock hier auch nennen, aber das ist wirklich einer seiner schwächeren Filme. ^^

      :wink: Wolfram
    • Neu

      Und noch ein Kontrast zu Sternberg:



      Time Magazin schrieb damals (1936), dass das einer jeder Filme wären, bei denen die Kritiker dann nur noch Musik und Kamera loben würden.

      Was die Farbfotografie in diesem Fall angeht mit absolutem Recht. Das ist, gerade auch für das Entstehungsjahr, ein absoluter Traum, ein Genuss ohne Ende. Vor allem, weil es nur das war, was mich zum Weitersehen animierte. Der Rest ist Kitsch. Nun gibt es ja guten und schlechten Kitsch. Gut ist an der Geschichte und ihrer Umsetzung rein gar nichts, auch wenn Marlene Dietrich mal wieder traumhaft schön ist.

      Bleiben halt die Bilder!

      :wink: Wolfram
    • Neu

      Gestern angelandet läuft dieser nun auch hier -




      Ein großartiger Film, der mich nicht nur auf der Ebene der Handlungsspannung überzeugt sondern der auch großartig fotografiert ist.

      Allerdings frage ich mich schon, ob man sich nicht ein bißchen Mühe hinsichtlich der Restaurierung des Tons (des deutschen Tons, vielen hier mag das egal sein da sie ihn sowieso im Original sehen) hätte geben können - wenigstens soweit daß eine einigermaßen erträgliche Sprachverständlichkeit vorhanden wäre... Was hier geboten wird ist in der Hinsicht unterirdisch und selbst ich hab nach einer halben Stunde auf OT umgestellt um den Film überhaupt halbwegs angemessen sehen zu können.

      Aber der Film selbst? Der ist schon großartig und muß sich gegen den gehobenen Hitchcockschnitt nicht verstecken (und der ist ja irgendwo in der 88.Etage beheimatet)...


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)