Eben geglotzt

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    • "Zeugin der Anklage" von Billy Wilder ist ein Film, den ich einfach nicht leidwerden kann, obwohl ich alles dafür mache, wie beispielsweise ihn immer wieder schauen. Ein spannender Gerichtsfilm mit tollem Tempo, Wortwitz und unerwarteten Wendungen.

      Charles Laughton ist einfach klasse, aber auch alle anderen Rollen sind toll besetzt. Der Film gehört für mich zu den zwei oder drei besten Wilders.



      Uwe
      Wenn alle ein klein wenig verrückter wären, dann wäre die Welt nicht so durchgedreht.
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      Ich habe mal wieder den "Wanda Fisch" geschaut.
      Und das kam so:
      Ich schaute von David Hurwitz diese Besprechung hier:
      youtube.com/watch?v=pzs95_Qj9lk
      Dabei lachte ich schier darüber kaputt, als er die britische Prüderie am Beispiel Elgars festmachte. Statt freudvolle Lust ab ins Pompöse..
      Da fiel mir ein: Im Wanda Fisch ist ne köstliche Szene, in der Archie (John Cleese) sich über die Sitten und Gebräuche der Engländer (Immer Benehmen)"Wanda, do you have any idea what it's like beeing English?..." auslässt.

      Ja, das passt zusammen.
      Gruß aus Kiel
      Manchmal tue ich so, als wäre ich normal. Doch dann wird mir langweilig und ich bin wieder ich selbst.
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      Ich komme (wg Arbeitsbelastung) nicht dazu anspruchsvolle Sachen zu gucken. Also Trash nach Feierabend :cincinsekt: und den dann in Serie, wenn schon denn schon :D




      Sehr brutales Pulpzeugs, aber gut gespielt und in seiner instinktbezogenen Dumpfbackigkeit doch wieder nicht ohne Raffinesse zusammengeschraubt. Manchmal denk ich schon, wie tief ich wohl gesunken sei sowas zu gucken, aber Spaß macht's dann doch... irgendwie.


      :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
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      garcia schrieb:

      Und immer wieder der selbe Effekt: so sehr mich dieser Film in der ersten Stunde auch mitnimmt, immer wieder verliere ich irgendwann die Aufmerksamkeit. Irgendwas stimmt mit der Dramaturgie (für mich) nicht.
      Lieber Garcia, hinsichtlich 'Wild Bunch' habe ich genau auch diese Probleme. Den Mittelteil habe ich auch gar nicht mehr präsent, er wird bei mir zu sehr vom fulminanten Beginn und der endlosen Abschlachterei am Ende überlagert. Ich weiß, dass Gewalt und Peckinpah durchaus zusammengehören und trotzdem ist mir das Ende dann doch zu viel, wobei es gar nicht einmal diese Gewaltorgie ist, sondern schlichtweg die Länge.

      garcia schrieb:

      Aber trotzdem ein großer Western. Allein die ersten 20 Minuten, der Überfall
      Ich 'streite' mich immer wieder einmal gerne mit einem Freund, der ein großer Peckinpah-Fan und ein großer Anhänger dieses Films ist genau über diesen Punkt. Mich spricht er insgesamt nicht so an, aber die ersten 20 Minuten sind wirklich eine der grandiosesten Einleitungen, die ich kenne. Das ist großes KINO, das ist genau, warum ich Film so liebe. Fulminant inszeniert und geschnitten und gleichzeitig, wie du schon geschrieben hast, in wenigen Einstellungen eine ganze Welt offenbarend und kritisierend. Und das alles eben kurz und knapp. Fantastisch!

      :wink: Wolfram
    • Neu

      Rosamunde schrieb:

      Doc Stänker schrieb:

      (John Cleese)

      Hilih schrieb:

      Ein köstlicher rabenschwarzer Spaß
      Kennt man eigentlich in Deutschland "Fawlty Towers" ? Da betreibt er ein Hotel in Torquay. :megalol: :megalol: :megalol:

      Unbedingt auf Englisch glotzen.

      Legendär: die Folge mit den deutschen Gästen. "Don't mention the war!" "Ich kann mit einem Eierlöffel Fledermäuse töten." :megalol: :megalol: :megalol:

      LG :wink:
      "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler
    • Neu

      Heute bei mir eine weitere Erstbegegnung mit Tarkowski:



      Erneut ein Film, der mich ratlos und begeistert zurückgelassen hat. Erneut ein Film, der ein Gefäß und zwar ein riesiges Gefäß für eine Welt von Assoziationen, Interpretationen, Ideen zu sein scheint. Alles dreht sich um dieses Zimmer, im Film, wie auch in meinem Kopf. Aber es dreht sich dabei auch alles um Zeit und Raum, um Wunder und Fantasie, um das Heraustreten aus dieser Welt und um leben in dieser. Eigentlich eine kleine Geschichte, die aber zu einem Füllhorn von Anregungen wird, gefilmt in betörenden und verstörenden Bildern.

      Tarkowski wird für mich im Universum des Films immer mehr zu einem Solitär, den ich nicht annähernd fassen kann, der mich aber geradezu hungrig zurücklässt. Hungrig, durstig nach einer weiteren Beschäftigung mit diesen Kunstwerken, nach der Suche nach dem Kern und dabei wohl wissend, dass es den nicht gibt. Vielleicht ist hier wirklich der Weg das Ziel, der der ist überreich angefüllt mit Erkenntnis, mit Neuem, mit anderen Sichtweisen.

      :wink: Wolfram
    • Neu

      Symbol schrieb:

      Rosamunde schrieb:

      Doc Stänker schrieb:

      (John Cleese)

      Hilih schrieb:

      Ein köstlicher rabenschwarzer Spaß
      Kennt man eigentlich in Deutschland "Fawlty Towers" ? Da betreibt er ein Hotel in Torquay. :megalol: :megalol: :megalol:
      Unbedingt auf Englisch glotzen.
      Legendär: die Folge mit den deutschen Gästen. "Don't mention the war!" "Ich kann mit einem Eierlöffel Fledermäuse töten." :megalol: :megalol: :megalol:

      LG :wink:
      Fawlty Towers ist ein Muss für alle, die bösen und durchgeknallten englischen Humor lieben!!! 'Don't mention the war!' - Ich seh' sofort John Cleese im Stechschritt hakenschlagend und mit angedeuteter 'Rotzbremse' vor mir. :megalol:

      :wink: Wolfram
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      Weil ich ja nun in den letzten Tage einige Zeit in der 'Ehemaligen' verbracht habe, kamen wieder einmal einige Defa-Filme in den Player. Zunächst einmal:



      FSK ab 6 kann ich nicht so richtig verstehen, weil er für einen 'Westler' beim ersten Sehen vielleicht gar nicht einmal so einfach zu verstehen ist. Es ist für mich im ersten Moment auch ziemlich unverständlich, warum der Film nun in der DDR verboten wurde, ist doch der Deus ex machina der SED-Funktionär, ganz väterlich und wohlwollend. Aber trotzdem ist da wohl so viel Gesellschafts- und Parteikritik enthalten, dass die SED damals schon alle ihre Felle wegschwimmen sah. Und natürlich gibt es genügend Momente, die für die Herren und paar Damen schwer zu ertragen waren. Für mich als Westler nicht nur aus heutiger Sicht schwer nachzuvollziehen. Von daher einmal ein interessantes Zeitdokument, andererseits aber auch filmisch wirklich gut und interessant gemacht. Und natürlich gibt es auch Manfred Krug und der ist ja nun immer ein Gewinn.

      :wink: Wolfram
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      Mein Vorrat an DDR-Filmen oder solchen, die sich mit ihr beschäftigen, ist relativ begrenzt. Von daher kam danach dieser 'West'- Film dran:



      Der ist schon verdammt gut. Vor allem wird einem schlecht, wenn man sich diese hemmungslose und ungebremste und absolut menschenverachtende Überwachung noch einmal bewusst macht. Ulrich Mühe spielt sensationell, wenn mir auch die Wandlung dieser Figur nicht ganz deutlich wird. Trotzdem ein wichtiger Film, den man sich immer wieder anschauen sollte.

      :wink: Wolfram
    • Neu

      Danach zu einem Klassiker, der interessanterweise lange in der Bundesrepublik verboten war.



      Inhaltlich wie filmisch ein wirkliches Meisterwerk. Natürlich eine Groteske, eine Satire, überzeichnet, überdreht. Aber das ist filmisch so fantastisch umgesetzt, dass dieser Film von A-Z wirklich eine Freude ist. Staudte war vielleicht wirklich der spannendste und faszinierendste deutsche Regisseur in dieser Zeit.

      :wink: Wolfram
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      Ich erinnere mich, dass ich als Kind beim einem Spielgefährten auf Super 8 Ausschnitte aus diesem Film gesehen habe. In Schwarzweiß und ohne Ton! Und immer wieder, vor und zurück, in Zeitlupe und Zeitraffer und was man noch so anstellen konnte mit dem Projektor. Von daher habe ich eine besondere Beziehung zu diesem Film.



      Als Staudtes Version von 'Mutter Courage' scheiterte, drehte er diesen überaus erfolgreichen Defa-Märchenfilm. Und er ist immer noch bezaubernd, charmant und sehr weise.

      :wink: Wolfram