Eben geglotzt

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    • Bei mir gab es heute auch eine gewisse Art von Horror. ;)



      Hitchcock hat den Film sehr bewundert und dann ein paar Jahre später ja auch ein Werk der Autoren, die die Romanvorlage lieferten, verfilmt, eben sein 'Vertigo'.
      Clouzot verfilmt eigentlich eine zunächst recht einfache Geschichte. Zwei Frauen wollen einen Mann beseitigen. Pikant ist zunächst höchstens, dass es Ehefrau und Geliebte des Opfers sind. Aber wie er die Handlung entwickelt, wie er sie psychologisch durchdringt, wie er Spannung aufbaut und hält, das ist schon meisterhaft. Der Schluss ist vielleicht ein wenig Agatha Christie ;) , aber die letzte Szene des Films dann wieder atemberaubend. Toller Film.

      :wink: Wolfram
    • Ein wunderbarer Film, ja! Der lief vor einem halben Jahr oder so auf Arte oder 3sat, da lernte ich ihn kennen. Ist eine Überlegung wert, allerdings ist die dvd verdammt teuer... Mal schaun.


      :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Bin auch eher für Connery, obwohl Moore auch einen tollen Bond abgibt. Leider sind die meisten Moore-Episoden etwas alberner, mit Beißer und so, während Connery den etwas elegant-distanzierteren Bond abgeben darf.

      Ich weiß nicht warum, aber irgendwie mag ich die Bondfilme alle. Ich werde diese jetzt alle nochmal chronologisch zum x-ten mal anschauen.

      Uwe
      Wenn alle ein klein wenig verrückter wären, dann wäre die Welt nicht so durchgedreht.
    • Weder Connery, noch Moore, heute war Lazenby dran. ^^



      Tja. Also, die Action-Szenen wirklich toll gemacht, keine Frage. Diana Rigg fand ich klasse, Telly Savalas so gar nicht bedrohlich. Die Geschichte ganz flott, wobei sie ja heutzutage gerade zu Wasser auf die Mühlen von irgendwelchen Corona-Verschwörungstheoretikern ist. :D

      Aber letztlich steht und fällt ein Bond halt mit Bond. Und Lazenby fand ich nun nicht so richtig überzeugend. Viel zu sehr ein Connery-Abklatsch, ohne dessen ironische Note und dessen Charme. Da war es schon richtig, dass sie nach 'Diamantenfieber' einen ganz anderen Typ als 007 engagiert haben.

      :wink: Wolfram
    • Ich wiederhole mich: obiger James Bond Film ist der, der am nächsten dran ist an den Romanen von Ian Fleming. Dass Lazenby eine etwas ungelenkte Figur abgibt, darüber kann ich großzügig hinwegsehen.

      Der authentischste James Bond Darsteller ist m. E. Daniel Craig. Nur sind die Filme wiederum insofern nicht authentisch, weil sie in der modernen Zeit spielen. Aber dennoch schaue ich sie ganz gerne.


      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
    • Rosamunde schrieb:

      Craig ist nicht so der public school boy.
      Muss er das denn sein? Ich erinnere mich jetzt nicht, ob in den Romanen etwas über Bonds Herkunft gesagt wird. Aber ist halt (u. a.) auch ein eiskalter Killer.

      Quasimodo schrieb:

      Deshalb taugt er ja auch nichts!
      Das hätte ich gerne erklärt.

      maticus
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    • maticus schrieb:

      Quasimodo schrieb:

      Deshalb taugt er ja auch nichts!
      Das hätte ich gerne erklärt.
      Ist Jahrzehnte her, dass ich ein paar von Flemings Sachen gelesen habe. Fand ich ziemlich schlecht, Groschenliteratur, und dann auch noch so bierernst. Connery hat daraus eine leicht ironische Figur gemacht, schon im ersten Film, später noch mehr. Ab Diamantenfieber wird dann vielleicht etwas zu arg in die Comedy-Kerbe gehauen, und Moore verkörpert das noch mehr als Connery. Wenn man die Filme auf ihre Stories reduzierte, wären sie unerträglich. Na ja, Casino Royal ist unerträglich! Habe ihn aber nur halb gesehen, um nicht vor Langeweile einzugehen, und danach nichts mehr mit Craig.

      Meinen ersten Bond-Film habe ich mit 14 gesehen (Live And Let Die), im englischen Original (ein halbes Jahr bevor er in Deutschland ins Kino kam). Der ist wirklich lustig! Der letzte mit Moore (A View to a Kill) ist dann nur noch kalter Kaffee. Und danach kam eigentlich nichts rechtes mehr.

      Aber der beste Bond ist natürlich Goldfinger. Und kein Bond-Bösewicht ist jemals wieder an Lotte Lenya und Gert Fröbe herangekommen.

      Schreibt der Kinomuffel
      Bernd

      Fluctuat nec mergitur
    • Och, Bondfilme... :tee1:

      War bis 16 interessant (und da gabs eben gerade Roger Moore, der gerade Rolemodel war: elegant mußte Bond sein und augenzwingernd.

      Aber heute noch Bond gucken? Also ich kanns nicht mehr. Das hat sich doch übrr die Jahrzehnte nicht gehalten. Allein immer diese ermüdenden Verfolgungsjagden zu Land, Wasser, Luft, und der technische Schnickschnack... Als Comic wärs ok aber als Film...


      :schwitz1:
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      (Shunryu Suzuki)
    • Ich kann Quasimodo und Garcia hier überhaupt nicht widersprechen. Im Kino habe ich nur einen einzigen Bond gesehen, irgendein früher mit Moore. Ein oder zwei Connerys habe ich im TV gesehen und ansonsten habe ich überhaupt keine Ahnung von der ganzen Reihe.
      Ich dachte nur, ich nutze jetzt mal die Chance, weil eine Freundin alle auf DVD hat, wenigstens die mit Sean Connery alle mit anzuschauen. Ich finde sie ja auch wirklich gut gemacht, beste Unterhaltung mit vielen tollen Einzelaspekten. Aber der Funke ist bislang bei mir noch nicht übergesprungen und wird es wohl auch nicht mehr.
      Natürlich braucht 007 auch eine ordentliche Prise Ironie, nicht unbedingt Witz oder Comedy-Anteile. Aber das andere muss sein, denn letztlich ist es doch eine Parodie auf das Geheimagenten-Genre, oder? ^^

      :wink: Wolfram
    • Wolfram schrieb:

      Natürlich braucht 007 auch eine ordentliche Prise Ironie, nicht unbedingt Witz oder Comedy-Anteile. Aber das andere muss sein, denn letztlich ist es doch eine Parodie auf das Geheimagenten-Genre, oder?
      Warum? Die Romane haben nicht diese Ironie, und sind keine Parodie. Sie haben auch nicht diese vordergründige Action. Man muss ja auch sehen, wann die Romane geschrieben wurden. In den 1950/60er. Da saßen Agenten nicht am Joystick und haben Drohnen bedient.

      Ich habe natürlich die Connery und Moore Filme auch gesehen, und ja, ich war (als Jugendlicher) durchaus unterhalten. Aber begeistert war ich als Jugendlicher schon nicht von den Filmen. Dagegen war ich ein Fan von den Romanen, die ich so ca. im Alter ab 12 Jahren gelesen habe, noch bevor ich den ersten Film gesehen habe. (Ich habe allerdings die Parodie mit Woody Allen und David Niven von Casino Royale gesehen, die mir als junger Jugendlicher sogar gefiel. Daraufhin habe ich mir die ersten Bond-Romane gekauft.) Die Connery und Moore Verfilmungen waren dann eine ganz andere Welt, die amüsant waren, aber mehr nicht. Als ich dann ein paar Jahre später den Lazenby Film sah, war ich sofort begeistert und fühlt mich einigermaßen "abgeholt". Der Roman "Im Geheimdienst ihrer Majestät" war auch der erste, den ich gelesen hatte (weil es Casino Royale damals nicht so direkt gab).

      Quasimodo schrieb:

      Fand ich ziemlich schlecht, Groschenliteratur, und dann auch noch so bierernst.
      Ich halt nicht, in meinen jungen Jahren. Auch als später Student, als ich mal mit Grippe im Bett lag, habe ich nochmal "Im Geheimdienst ihrer Majestät" gelesen und fand ihn wieder gut. Ich habe mir vor ein paar Jahren mal eine Neu-Übersetzung eines Romans gekauft, von Casino Royale, die ich auch wieder lesenswert fand. Groschenromane? Keine Ahnung. Ich habe nie welche gelesen. Oder sind Agatha Chriestie oder Conan Doyle auch Groschenromane? Aber gut, alles Geschmackssache.

      Bei Daniel Craig finde ich gut, dass er auch eine gewisse "Ernsthaftigkeit" und "Grausamkeit" ausstrahlt. So als Figur kommt er noch dem am nächsten, wie ich mir Bond beim Lesen der Romane ungefähr vorgestellt habe.

      maticus
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    • maticus schrieb:

      Warum? Die Romane haben nicht diese Ironie, und sind keine Parodie.
      Das mag sein, ich kenne die Romane nicht. Die mögen ganz anders sein. Aber wir sprechen hier ja über die Filme und wenn ich mir die anschaue, könnte ich sie ohne einen gewissen Schuss an Ironie wirklich nicht ernst nehmen.

      Sind die Romane wirklich bierernst? Kann ich mir bei Engländern fast nicht vorstellen. ;)

      Übrigens las ich jetzt gerade eine Kritik über den ersten 'Casino Royale', also den mit David Niven und Co. Da wurde angemerkt, dass er als Parodie nicht aufgehen würde, weil es eigentlich die Parodie einer Parodie wäre. Das leuchtet mir jetzt, nachdem ich die ersten 7 Filme gesehen habe, durchaus ein. Aber ich finde auch nichts Verwerfliches an dieser Idee, Bond als solche zu inszenieren. Man darf es nur nicht übertreiben, weil es sonst ganz schnell albern werden würde.

      :wink: Wolfram
    • Neu



      [Stream]

      In der Stille der Nacht
      USA 1982
      Regie: Robert Benton
      Roy Scheider, Meryl Streep

      Den wollte ich mal nach langer Zeit wieder sehen. Sehr hitchcockesk. Ein Psychothriller, wie er sehr typisch war in der Zeit, auch später noch in den 1990ern. Besonders den Schluss fand ich immer früher sehr gruselig. Hat auch immer noch seinen Reiz... Meryl Streep ist natürlich immer ausgezeichnet, und Filme mit Roy Scheider mag ich meist auch (Der Weisse Hai, Der Marathon-Mann, ...)


      maticus
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    • Neu

      Die acht Bond-Filme mit Sean Connery habe ich jetzt durch und werde wirklich kein James-Bond-Fan mehr. Tolle Unterhaltung, aber das ewig gleiche Schema, jedenfalls in diesen Filmen, fand ich dann doch nicht sehr aufregend. Aber ich bin auch grundsätzlich kein Fan von Action-Filmen. Von daher bin ich einfach der falsche Adressat. ^^

      Heute dann nach Jahrzehnten mal wieder:



      Eigentlich war ich ganz begeistert. Nimmt man ihn als 'Film Noir' müsste er eigentlich in schwarz-weiß gedreht sein, was aber bei dieser gigantischen Kulisse wirklich schade gewesen wäre. Aber vielleicht passt er in das Genre auch nicht mehr so richtig.

      Jedenfalls sind die Aufnahmen der Niagara-Fälle wirklich atemberaubend. Was allerdings auch für Marilyn Monroe gilt. Ich finde sie schauspielerisch für den doch noch sehr frühen Zeitpunkt ihrer Karriere erstaunlich gut und ihre Präsenz auf der Leinwand entspricht fast dem überwältigenden Eindruck, den die Fälle hinterlassen. ^^

      Überhaupt hat der Film tolle Momente (z.B. die Mordszene im Turm, das Finale), ist durchaus spannend, in den fast dokumentarischen Einblicken in das touristische Leben um die Fälle herum in den frühen 50igern hochinteressant. Vielleicht kein großer Wurf, aber verdammt gut gemacht. Und bietet eben zwei hochgradige Attraktionen: Die Niagara-Fälle und Marilyn Monroe!

      :wink: Wolfram