Eben geglotzt

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      Heute bei mir:

      (1927)

      Die Geschichte, nach einem Roman von Ilya Ehrenburg, beginnt durchaus spektakulär. Leider wird sie dann im Verlauf des Films immer mehr zu einem Melodram. Was aber den Film trotzdem atemberaubend macht, ist die unglaublich bewegliche Kameraarbeit von Fritz Arno Wagner. Die einzelnen Shots mögen nicht die Perfektion haben, die Fritz Lang geradezu tyrannisch eingefordert hat, aber sie sogen dafür, dass der Film unglaublich lebendig bleibt. Unter dem visuellen Gesichtspunkt wirklich ein Meisterwerk.

      :wink: Wolfram
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      Wenn es SF- Elemente sein sollen, und Action, und Vielfalt, und deswegen Anspruch, aber kein Autorenfilm, wenn es eine komplexe Handlung sein soll und für Hollywood-Sf-Actionverhältnisse recht komplexe Charaktere, wenn der Film abgehen soll wie Schmidts Katze und visuell überbordend, und wenn man Brazil (der noch viel besser ist) schon sooft gesehen hat, dann greife man zu "Strange Days" 8)




      Und das tu ich heut abend.



      :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
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      Wolfram schrieb:

      Heute bei mir:

      (1927)

      Die Geschichte, nach einem Roman von Ilya Ehrenburg, beginnt durchaus spektakulär. Leider wird sie dann im Verlauf des Films immer mehr zu einem Melodram. Was aber den Film trotzdem atemberaubend macht, ist die unglaublich bewegliche Kameraarbeit von Fritz Arno Wagner. Die einzelnen Shots mögen nicht die Perfektion haben, die Fritz Lang geradezu tyrannisch eingefordert hat, aber sie sogen dafür, dass der Film unglaublich lebendig bleibt. Unter dem visuellen Gesichtspunkt wirklich ein Meisterwerk.

      :wink: Wolfram

      Ich hatte den vor einiger Zeit mal zufällig im TV gesehen: Der Stummfilmthread
      Da gefiel mir gleich die Filmmusik sehr.

      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
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      Nachdem ich eine Zeitlang alte romantische Komödien mit Cary Grant geguckt und sehr genossen hatte kam mir dir Idee, mal zu gucken, wie denn die aus der heutigen Zeit so rüberkommen und hab mir also von den berühmten hich erfolgreichen Sachen mit Hugh Grant mal ein paar bestellt. Völliges Neuland für mich, das lief bei mir immer unter Frauenfilm, die ich mir niemals reintun würde... Andrerseits, Kitsch ist was Schönes, und er wird weder schlechter noch besser wenn er 80 Jahre alt ist, oder? :D

      Der erste dieser Art heut ist dieser :


      "Notting Hill"

      Die alten Sachen mögen mehr Eleganz haben, vor allem wenn sie von Wilder oder Lubitsch gemacht wurden, und die historische Distanz und zeitbedingte Eleganz bringen einen speziellen Zauber der hier so nicht da ist. Aber zu Herzen geht dieser Film, der mir vorher völlig unbekannte Hugh Grant ist zwar beileibe kein Cary Grant, aber er ist extrem knuffig :kaffee1: , der Film ist insgesamt sehr schön gemacht, wirkt nirgendwo billig und ist vor allem in den Nebenrollen toll besetzt, und ich fühlte mich rundum prima unterhalten und freue mich auf die beiden andren meines kleinen Pakets (4 Hochzeiten und ein Todesfall sowie Tatsächlich... Liebe). Doch, schön! Einzig die weibliche Hauptrollenschauspielerin, die mochte ich nicht so, warum auch immer...


      :)
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      (Shunryu Suzuki)
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      Seit vielen Jahren "glotze" ich auch mal wieder einen Film. Diesen:



      Bei mir läuft die ungeschnittene Fassung (FSK 18).

      Liebe ich heute wieder wie am ersten Tag! Lynchs bester (in my eyes). Und das heißt was.

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
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      Gestern Abend angekommen und sofort in den Player:



      Einer der frühesten, erhaltenen Stummfilme von Murnau von 1921.

      Nach all den expressionistischen Exaltationen im Spiel, die ich in der letzten Zeit gesehen habe, mal eine sehr angenehme Alternative. :D

      Eine Mischung von Kammerspiel und Krimi, den auf Wikipedia angekündigten Horrorfilm habe ich nur in Ansätzen entdeckt. Bis auf ein leichtes Zucken bei der Kamera, das man gutwillig als Schwenk ansehen könnte, wird alles ganz statisch fotografiert. Dazu eine sehr geometrisch-sachliche Innenausstattung (es gibt nur wenige Szenen in der Natur) und eine fast choreografierte Personenführung im Raum. Das Leben auf Schloss Vogeloed ist eben streng gegliedert. Und trotzdem bebt es allerortens. Die Kamera hält ja durchaus Distanz, arbeitet viel mit Totalen, setzt Tiefenschärfe ein, um alle Personen gleichzeitig beobachten zu können. Und dann im entscheidenden Moment gibt es die Großaufnahme, um die Person aber auch sofort wieder zu verlassen, wenn der emotionale Höhepunkt der Szene vorbei ist. Wir bleiben also eher Beobachter, aber vor uns entfaltet sich also in Spiel und Choreographie der Personen im Raum, durch Licht und Dekor, durch Schnitt, Montage und Viragierung das Geschehen und es ist unglaublich spannend. Es ist letztlich ein Whodunnit, aber wirklich gut serviert.

      Es ist nicht Murnaus Meisterwerk, aber man spürt in einem fort die Hand eines Meisters. Absolut sehenswert, mindestens für jeden Stummfilmfan.

      :wink: Wolfram