Eben geglotzt

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    • Bei mir ging es weiter mit Cocteau:



      Daraus:

      'Der Doppeladler' (1948) mit Jean Marais und Edwige Feuillère

      Die Verfilmung seines eigenen, damals sehr erfolgreich laufenden Theaterstücks. In realistischer Manier gedrehte Intrigen am Königshof plus eine tödlich endende Liebesgeschichte zwischen Königin und jungem, rebellischen Dichter. Einer wenig Mayerling ist auch mit dabei. Tut mir leid, so beeindruckend die beiden Hauptdarsteller auch spielen, ich habe den Film nicht verstanden, weder die ganzen Intrigen, noch überhaupt die Absicht Cocteaus. ;(

      :wink: Wolfram
    • Hier gab es


      Ugetsu - Erzählungen unter dem Regenmond

      ... von Kenji Mizoguchi. Der erste Film dieses Regisseurs, den ich kennenlerne. Anfangs burlesk, dann abenteuerlich, im letzten Drittel auch gespenstisch und ein poetisches Ende, trotzdem wie aus einem Guß: - hat mir außerordentlich gefallen und wird nicht der letzte Film dieses Regisseurs bei mir bleiben.


      :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Ein Wetter heute zum k..., aber darum eben auch zum Filmeschauen. Bei mir wurden es deshalb zwei.



      Zwei völlig unterschiedliche Filme, aber für mein Empfinden zwei Meisterwerke. Von daher findet sich eine nähere Besprechung dort, wo sie hingehört, im Thread über die französischen Meisterwerke. ;)

      :wink: Wolfram
    • Bei mir ist es wieder einmal Zeit für Tarkowski---



      ---aus dieser unverzichtbaren Box sein in meinen Augen vielleicht Schönster, jedenfalls sein Sinnenverwirrendster:


      "Der Spiegel"

      mit seinen assoziativ ineinanderverschachtelten Erinnerungs- und Traumebenen in teils betörenden Bildern.


      Es gibt so Filme, die ich wohl nie bis ins letzte werde "verstehen" können, was aber egal ist, da das beständige Tiefer-Hineinsteigen den Genuß macht, nicht irgendein Ankommen. So einer ist dieser.


      :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • garcia schrieb:

      Es gibt so Filme, die ich wohl nie bis ins letzte werde "verstehen" können, was aber egal ist, da das beständige Tiefer-Hineinsteigen den Genuß macht, nicht irgendein Ankommen. So einer ist dieser.

      Das Vordringen in immer tiefer gelegene Schichten, verbunden mit dem Wunsch, niemals den Grund erreichen zu wollen, damit ein Hauch von Geheimnis erhalten wird, das in einem fortwährend Gedankengut anhäuft, ohne aufgelöst werden zu können.

      :top:
      "You speak treason" - "Fluently"
      "You've come to Nottingham once too often!" - "When this is over my friend, there'll be no need for me to come again!"
    • 'Der Spiegel' war im letzten Jahr mein ziemlich unvorbereiteter Einstieg in die Welt von Tarkowskij und ja, man kommt nicht zum Grund und ja, das ist gut so und ja, was für eine traumverlorene Poesie immer wieder in den Bilder. Ein Film, der einen nicht loslässt, weil er wie ein geheimnisvolles Haus ist, in dem sich ein Zimmer nach dem anderen öffnet. Und man will und man muss weitergehen. Natürlich kann man eine fiktionale Ebene erkennen und sich an ihr entlanghangeln. Aber will man das? ;)

      Bei mir heute nach all den Franzosen mal etwas leichtere Kost wieder.



      Eigentlich mag ich überhaupt keine Spionagefilme, habe die Serie damals im deutschen TV auch nicht gesehen. Mitgenommen habe ich ihn nur, weil er recht preiswert war und v.a. wegen Alec Guiness.

      1983 gedreht zeichnet sich der Film schon sehr durch seine langsame, bedächtige Inszenierung aus. So langsam, dass ich nach 20 Minuten dachte, dass das zwischen Smiley und mir doch nichts werden würde. Aber dann entwickelt der Film eine Spannung, aus dieser Ruhe geboren, der ich mich nicht mehr entziehen konnte. Zudem ist er, wie eigentlich immer bei britischen Produktionen, großartig gespielt und Guiness in der Hauptrolle ist überwältigend. Überhaupt die Besetzung. Curd Jürgens ist dabei, Mario Adorf, in einer kleinen Nebenrolle der junge Alan Rickman, ebenso, fast nicht zu erkennen Alec Jennings ganz am Beginn seiner Karriere. Und, Teile spielen in Hamburg, Jan Fedder als randalierender Halbstarker.

      Also, das ganze Ding macht Spaß, beste Unterhaltung einmal mehr und verlangt nach mehr. :D

      :wink: Wolfram
    • Dom za Vesanje (wörtlich übersetzt „Haus zum Hängen“)
      Emir Kusturica bekam dafür „Best Director“ in Cannes in 1989.

      Eine Komödie ist es nicht. Ich bin ziemlich mitgenommen danach. Bräuchte eigentlich einen Pflaumenschnapps zum runterspülen.



      Man kann ihn auch auf YT mit englischen Untertiteln ansehen.
    • Ich weiß nicht so recht, ob ich in diesem Thread richtig bin (sonst gern verschieben):

      Eben geguckt:

      "Westart" v. 08.05.21: "100 Jahre Joseph Beuys".

      www1.wdr.de/fernsehen/west-art…uebersichtwestart478.html

      Themen:
      • Verkappter Nazi? Beuys' rechte Vergangenheit
      • Impulsgeber und Influencer: Die Ausstellung "Der Katalysator" im Museum Morsbroich
      • Beuys für die Ohren: beuysradio 2021
      • "Die Unsichtbare Skulptur": Ausstellung auf der Zeche Zollverein in Essen.
      Am Mittwoch, 12.05., gibt' s - anlässlich seines Geburtstags - ein weiteres Special (22.15 - 22.45 Uhr):
      "Beuys wird 100 - Alter Hut oder immer noch aktuell?“

      EDIT:
      Heute, 09.05., 17.00 Uhr, Live-Stream:
      Digitale Ausstellungseröffnung „Die unsichtbare Skulptur. Der erweiterte Kunstbegriff nach Joseph Beuys“:
      zollverein.de/erleben/joseph-b…die-unsichtbare-skulptur/
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Es gibt einen eigenen Thread für Dokumentarfilme, liebe Newbie, da wäre es wohl am besten aufgehoben. Aber nun ists erstmal hier, und das freut mich ob der Anregung sehr :D

      Danke für den Kick :)


      :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • garcia schrieb:

      Es gibt einen eigenen Thread für Dokumentarfilme, liebe Newbie, da wäre es wohl am besten aufgehoben.
      Ah, ja. Richtig! :/

      garcia schrieb:

      Aber nun ists erstmal hier, und das freut mich ob der Anregung sehr

      Danke für den Kick
      Gern! :) Bin gespannt und werde mir die Ausstellungseröffnung gleich, also zu 17.00 Uhr, anschauen ...
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Hier wieder einer aus meiner kleinen Japansammlung, die schneller gewachsen ist als ich die Filme sehen kann...


      Kenji Mizoguchi, "Sansho Daju - Ein Leben ohne Freiheit" (1954).

      Ein Historienfilm, der sich anhand einer ehemals wohlhabenden, dann auseinandergerissenen Familie mit Sklaverei und Leibeigenschaft im Japan des 11. Jahrhunderts beschäftigt. Einerseits sehr naturalistisch und stellenweise grausam, andrerseits aber auch poetisch, zart und intensiv. Ich liebe diese klassischen japanischen Filme, und Ozu und Mizoguchi gefallen mir noch um einiges besser als die mir lange vorher schon bekannten Samuraidramen von Kurosawa (die ja auch schon groß sind). Ich bin fasziniert.



      :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Lieber Garcia, nun muss ich doch langsam mal an die Japaner heran, denn du hast mich ziemlich neugierig gemacht und bis auf Kurosawa ist das alles ein ziemlich unbeschriebenes Blatt für mich. 'Tokyo monogatari' liegt bei mir noch herum, ich war dafür noch nicht in der richtigen Stimmung. Aber die Tage werde ich mich mal dranmachen.

      :wink: Wolfram
    • Da heute der Wasserhaushalt der Natur den ganzen Tag kräftig aufgefüllt wurde, hatte ich mal wieder Zeit, zwei Filme zu schauen. Es ging los mit Claude Sautet:



      Vor einiger Zeit hatte ich schon einmal begonnen, ihn zu sehen, war dann aber ziemlich schnell ausgestiegen. Diesmal war ich tapferer ^^ und habe ihn durchgeschaut.

      Er mag ja seine Vorzüge haben, mich hat er nicht angesprochen. Knapp zwei Stunden fand ich für diese Geschichte nun einfach zu lang. Ja, es ist alles drin, die Situation des Mannes (Piccoli) wird deutlich, als ein Psychogramm seiner Person ist es gelungen und auch die politische und gesellschaftliche Situation in Frankreich ist gut dargestellt. Alles richtig und trotzdem hat er mich gelangweilt, denn all das oben Genannte erscheint mir viel zu konturlos rübergebracht. Die Szene mit Romy Schneider ist wirklich beeindruckend, aber ansonsten keine wirkliche Identifikationsfigur (was ja nicht sein muss, aber dann wenigstens ausreichend das Gegenteil), keine Schärfe, kein Biss, keine Ironie, keine Überzeichnung oder was auch immer. Nein, eher eine relativ teilnahmslose Darstellung (Schneider wieder ausgenommen) in Überlänge.

      Ein Wort noch zur deutschen Synchronisation, weil mir das schon häufiger aufgefallen ist. Der Schluss des Films ist eigentlich noch einmal beeindruckend, vor allem, weil er im Original ohne Dialoge auskommt. Nicht so in der deutschen Fassung. Dort werden permanent sinnlose Dialogzeilen hinzuerfunden, die die ganze Atmosphäre zerstören. Wie gesagt, kenne ich das von diversen Produktionen. Keine Ahnung, was das soll. Es ist nur ärgerlich, dass man womöglich meint, dem deutschen Publikum Stille nicht zumuten zu können.

      :wink: Wolfram
    • Lieber Wolfram,
      ich hingegen gucke heut mal wieder was Französisches - was ich vermutlich zu selten mache.

      Aus dieser Box (die irritierend genug ist, daß ich auch nach so einem Jahr immer noch nicht alles gesehen habe - Godard kann halt sich anfühlen wie Steine kauen, was ich nicht negativ meine), jedenfalls aus dieser Box



      den "härtesten" sozusagen, zum zweiten Male:



      Eine ständige Überforderung, dieser Film, aber eben das ist das was ich machmal suche und hier fand. Meine Kondition war wohl auch besser als beim Erstsehen, jedenfalls fand ich auch das Ende dieses Mal faszinierend. Verrätselt, absurd und mit einer hintergründigen kalten Brutalität, die durch gelegentliche lyrische Anflüge nur noch kälter wird... Vergleichbare Verweigerungen jedem Anflug von "hehrer Kunst" oder dem Anspruch, sich in einem Film wohlzufühlen, kenne ich sonst nur noch von manchen Fassbindersachen auf dessen extremer Seite... Aber, irgendwie, warum auch immer, grandios.


      :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)