Tatort - Das sonntägliche Krimi-Schlachtross

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    • Hueb' schrieb:

      Das Team hat Potenzial
      find ich auch. zwar trauere ich immer noch etwas dem kiffenden Stresow mit seinem Moped hinterher, aber die beiden sind schon ein guter Ersatz, und diese Verstrickung um den psychopathischen Vater herum ist ja wenigstens mal nachvollziehbar.
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • wes.walldorff schrieb:

      Sylvia Staude in der FR zum gestrigen zweiten Fall des neuen Teams aus Saarbrücken: die Sendeverantwortlichen...haben entweder nicht realisiert, dass das Zurichten von Frauenkörpern, das Schwelgen...in Blut und Schmerz nicht mehr angesagt sind. Oder es ist ihnen egal. That's it I would say
      echt jetzt? Tatort ohne Mord ist doch wie Symphonie für Glasharmonika.
      und müssen die Toten jetzt auch schön nach Quote gezählt werden? das letzte Mal wars doch ein Mann, das war doch das Ding um irgendwelche Zwangsarbeiter rum? (und die Täterin war ne Frau...)
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • Ich fand den auch spannender und unterhaltsamer als alle anderen der vergangenen Wochen. Zwar etwas zu 'voll' an handlungssträngen (aber doch lieber so als die lahmheit aus wien und köln) und mir schien die hintergrundgeschichte schon in der ersten folge absurd überzogen, aber das wurde überraschend plausibel aufgegriffen und der brutale Vater hervorragend gespielt.
      Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
      (B. Pascal)
    • Soeben in Wiederholung auf N3: "Borowski und der Fluch der weißen Möve". Ein Mordfall / eine Art Psychodrama im Umfeld der Polizeiausbildungsschule. Der war sehr gut, aber wie es bei mir so ist - wenn meine Lieblingsteams antreten (Münster, Köln, Kiel) mag ich es ja immer - bin also zu subjektiv für brauchbare Wertungen...

      Wie immer, ich war recht begeistert.


      :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Fand den Tatort auch spannend. Sicherlich überkonstruiert und etwas überladen. Aber US-Thrillern und Skandinavien-Krimis gesteht man das ja i.a.R. auch zu. Zu gute halten muss man den Machern, dass sie es geschafft haben, dieses volle Programm in knapp 90 Minuten unterzubringen, ohne dass es gehetzt wirkte. Allerdings, wie gesagt, überkonstruiert.


      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
    • Wohl wahr, auf meine Art dürften meine diesbezgl. Wertungen gleichfalls s e h r subjektiv ausfallen: z. B. kenne ich mich in keiner anderen aktuellen Tatort-Stadt auch nur annähernd so gut aus wie in Dortmund, z. B. fühle ich mich dem Weltekel des Wiener Ermittlers Moritz Eisner einfach verdammt nahe 8) - da verzeiht man dann so manches...

      In aller Regel waren mir Action & Thriller freilich schon zu Jugendzeiten unsympathisch - als Mitte der 70er relativ zeitnah erst der allererste 'weiße Hai' , dann das allererste Star Wars Movie herauskam, hatte ich in beiden Fällen nicht mal ansatzweise Lust, dafür Lebenszeit zu verschwenden...

      zudem hält sich in meiner (buddhistischen) Religion hartnäckig die These, dass die Wirkung von 2 Wochen Meditation (aufs allgemeine runtergebrochen sag' ich mal: die Wirkung einer jeden Musik, die innerhalb zweier Wochen zur Recreation des Gemüts >JSBach< beigetragen hat) bereits durch den Konsum eines Action-Films quasi weggebeamt ist - ich sage ja nicht, dass ich mir ein derart krasses Statement zu eigen mache, aber über die Jahre (u. Jahrzehnte) beeinflusst es einen natürlich.....

      Der Krimi / Thriller ist für mich Chabrols 'Das Biest muss sterben' resp. Clouzots 'Lohn der Angst' (von letzterem tunlichst die 142min. Langfassung ! / dass beides bereits etliche Jahrzehnte alt, mag kein Zufall sein!) - abgesehen davon müsste ich in meiner DVD-Sammlung (unter den Tonfilmen jedenfalls) schon lange suchen...

      < < = = beim vorgestrigen Mord an der Schülerin würde ich schon eher von Hinrichtung sprechen - solches nehme ich gerne (indirekt) per - gutem! - Dokumentarfilm (auch ausgiebiger) zur Kenntnis, aber bittschön nicht auch noch als Fiktion!! U N D einer der allerallerersten Tatorte (geschrieben und inszeniert von keinem geringeren als Eberhard Fechner) Tatort - Folge 006 - Frankfurter Gold (1971) - YouTube handelt ''nur'' von einem Wirtschaftsverbrechen - ob es sich da um eine einmalige Ausnahme gehandelt hat, kann ich nicht sagen....

      :wink:
      Das Schlimmste ist Konsequenz >Bruno Maderna< Fleiß ist gefährlich >Henning Venske ''Inventur''< Majo ist ätzend >Gus Van Sant ''Paranoid Park''<
    • Du schreibst, lieber wes.walldorf (ich bin zu dumm um für die Kopierfunktion hier) :

      "zudem hält sich in meiner (buddhistischen) Religion hartnäckig die These, dass die Wirkung von 2 Wochen [i]Meditation (aufs allgemeine runtergebrochen sag' ich mal: die Wirkung einer jeden Musik, die innerhalb zweier Wochen zur Recreation des Gemüts >JSBach< beigetragen hat) bereits durch den Konsum eines Action-Films quasi weggebeamt ist[/i]"

      Diese These stimmt.

      :)
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      (Shunryu Suzuki)
    • Also, ich bin ein eher unkritischer Tatort-Fan, fand den am letzten Sonntag aber eher unterirdisch, weil er vor logischen und sonstigen Fehlern nur so strotzte, die mir das Gucken einfach verleidet haben. Beispiele?
      1. Ein Mann erwacht nach 15 Jahren aus dem Koma, kann innerhalb von wenigen Tagen aber schon wieder flüssig sprechen und sogar - deutlich überdimensionierte - Hanteln locker gen Himmel stemmen und kilometerweit mit dem Rollstuhl zu fahren. Auch ist er sofort in der Lage, mit detektivischem Spürsinn die Geschichte seine "Unfalls" zu widerlegen...
      2. Die Lügengeschichte des Sohnes basiert wesentlich darauf, dass er und sein Vater in einer kleinen Garage trainieren und solange eine Rauchentwicklung nicht bemerken, bis der Vater ohnmächtig umkippt? Also wirklich, welcher Polizist (der damals ja wohl involviert gewesen sein muss) glaubt denn sowas???
      3. Der sadistische heutige Killer (da finde ich Kai Wiesinger jetzt nicht direkt die Ideal-Besetzung) jubelt seinem eigenen Sohn (!) Beweismittel unter, um diesem den Mord in die Schuhe zu schieben...???
      4. Wiesinger schiebt sich im finalen Showdown das Messer in die Hosentasche, hat es dann aber im Gürtel stecken...
      5. und, und, und...
      Nee, aus meiner Sicht war das "too much" - ich gebe dem Team aber gerne wieder eine Chance...
      Mit herzlichen Grüßen

      Mercurio
    • Lieber Mercurio,

      ich stimme überall zu. (War der Vater tatsächlich "gerade aufgewacht"? Das habe ich zwar auch so verstanden, habe mich aber hinterher gefragt, ob dies doch schon vorher gewesen war. ABer wie auch immer, sehr unglaubwürdig.) Kai Wiesinger (ich hatte spontan gedacht, dass ich den schon viele Jahre nicht mehr gesehen habe) als psychopathischer, sadistischen Triebtäter...naja.. das Problem ist weniger Kai Wiesinger als die Glaubwürdigkeit der Tatserie (hatte er nicht von mehr als 8 Opfern gesprochen?), mit Pfeil und Bogen im Wald, etc.

      Spannend fand ich ihn aber trotzdem. Weil ich ja auch viele Schweden-Krimis oder US-Thriller spannend finde, bei denen man es mit ähnlichen Tätertypen zu tun hat.

      Die Figur des (erwachten) Vaters finde ich auch etwas überstrapaziert... aber das Thema wird ja sicherlich weiter gehen, und bestenfalls wieder für Spannung sorgen.


      maticus
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    • Der Vater ist nicht vor ein paar tagen aufgewacht. Es wird zwar keine genaue zeit gesagt, aber meinem Verständnis nach war er mehrere Wochen oder sogar monate in der Reha-Therapie. Solche raffungen sind häufig.
      Mein Problem war eher schon in der ersten folge, dass ich einen einzelkämpferwehrsportgruppenvater ca. 1960 geboren, der seinen Sohn um 2000-2005 derartig triezt, ohne dass jemand einschreitet, nicht glaubwürdig finde. Bei Serienmördern muss man nachsichtig sein. Die gibt es im Krimi halt 100 mal häufiger als in Wirklichkeit.
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    • Was ja auch gut so ist! Eine solche Häufung gibt es allenfalls in Klassik-Foren... :D
      "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
      but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
      - H. W. M.
    • Übrigens, ist ja schön, dass die ARD bei ihren Tatorten seit einiger Zeit auch die Musik mit angibt. Wäre nur schön, wenn sie da etwas weniger ignorant wären. Bei diesem Tatort sind die Informationen zu Schostakowitschs Walzer folgende:
      Titel | Komponist | Interpret
      Suite for Jazz Orchestra No.2: Waltz from Eyes Wide ShutMario Mariani

      Dass es kein Stück aus der "Jazz-Suite" ist, wurde schon vor vielen Jahren geklärt. Geschenkt. Aber dass der Komponist gar nicht genannt wird, obwohl die Spalte "Komponist" ja existiert (allerdings leer gelassen wird), ist schon ärgerlicher. Zudem könnte man dem Eintrag entnehmen, es würde sich um Filmmusik handeln, die extra für Kubricks Film "Eyes Wide Shut" geschrieben wurde. Das ist natürlich keineswegs richtig. (Obwohl stimmt, dass der Walzer ursprünglich für einen Film geschrieben wurde, "Die erste Staffel", Mitte der 1950 er Jahre... und natürlich auch in Eyes Wide Shut verwendet wurde.)


      maticus
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    • Den heutigen Schwarzwälderkirsch(ta)tort(e) fand ich sehr gelungen. Fand ich durchaus spannend (ergebnisoffen) und angenehm inszeniert. Schnörkellos, ohne viel Firlefanz.

      Dunkel in Erinerung habe ich, dass ein ähnliches Thema unlängst in einem Tatort behandelt wurde. Und ging es nicht auch um eine Schokoladenfirma? Aber vielleicht bringe ich da was durcheinander.


      maticus
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    • Heut Abend Münstertatort :clap: !
      Mit Hippiekommune, freiem Sex und Bongos! Mit Vaddern als Undercoveragent dortselbst! Songar Herr Buß vom Spiegel hat wenig zu meckern... Das Leben kann beschwerlich aber auch schön sein manchmal

      :sofa2:
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      (Shunryu Suzuki)
    • ... der Wein zum Münster-Tatort ist schon kühlgestellt ... ein 2015er Riesling Kabinett vom Weingut Jakob Schneider (Niederhausen). Letzte Flasche, was für einen Kabinett, wenn es kein Ausnahmekabinett ist, aber auch ok ist.

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher und die Gescheiten so voller Zweifel sind." - Bertrand Russell
    • Ich fühlte mich gut unterhalten - was will man mehr :)
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      (Shunryu Suzuki)