Tatort - Das sonntägliche Krimi-Schlachtross

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    • Wie ich gelesen habe, produziert der SWR einen Tatort mit Ulrike Folkerts und Ben Becker? Einer der Handlungsorte wird Meisenheim am Sand sein, im Landkreis Kusel sein :) Erinnert Ihr Euch noch an einen der ersten Folkerts Tatorte von 1991, Tod im Häcksler? Ebenfalls mit Ben Becker :) Der sorgte damals ziemlich für Aufruhr hier in der Pfalz. Sämtliche Klischees über die Pfälzer als tumbe Hinterwälder wurden bedient :) Die ich auch absolut zurückweisen muss. Der Pfälzer im Allgemeinen ist gesellig frohsinning und mit einem hintergründigen Humor gesegnet :) Ich bin jedenfalls gespannt :D :D
      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • Das klingt allerdings spannend. Bei Ulrike Folkerts warte ich eh auf die dicke fette dvd Box wie bei Stoever und Münster und den Kölner, kaufte ich sofort
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Tod im Häcksler ist aber meiner Erinnerung nach richtig gut und vermutlich im erlauchten Kreise der ca. 10 bekanntesten Tatortepisoden aller Zeiten (nach Reifeprüfung etc.) angekommen. Ich fürchte, da können sowohl Ben Becker als auch Folkerts durch Vergleich nur verlieren. Überhaupt fände ich nicht verkehrt, wenn man für die knapp dienstälteste Tatortkommissarin Odenthal (sie hat ein paar Monate vor den Münchnern vor etwa 30 Jahren den Dienst angetreten) langsam mal den Ruhestand ins Auge fassen würde. Die sind in letzter Zeit fast immer enttäuschend gewesen.
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Kater Murr schrieb:

      Tod im Häcksler ist aber meiner Erinnerung nach richtig gut und vermutlich im erlauchten Kreise der ca. 10 bekanntesten Tatortepisoden aller Zeiten
      Kultstatus hat er zu recht - aber das Bilder der hiesigen Einheimischen war schon arg klischeebelastet. Unbestritten aber sehr gut gemacht - aber wenn Du in der Gegend um Frankenthal ältere Leute darauf ansprichst ....

      Du hast Recht: Folkerts und Becker können eigentlich nur verlieren :) Mit lauwarmen Aufgüssen ist das immer so eine Sache .... Und ja: Odenthal hätte sich den Ruhestand inzwischen verdient - die Tatorte mit ihr, hatten in letzter Zeit selten gute Drehbücher. Ganz finster, dieser Impro Tatort in Mundart ....
      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • Mit der Laienspieltruppe? Den fand ich, glaube ich, gar nicht sooo schlecht. Oder der mit diesem einsamen Hotel? Das ist einer der ganz wenigen, den ich nach 10-15 min ausgeschaltet habe. Sonst lasse ich den Tatort zwar durchaus mal ganz aus, aber wenn ich einmal begonnen habe, halte ich normalerweise auch durch.
      Dass Land/Provinz = Vorhölle (mindestens!) ist ja nichts neues. Es gibt schon in einer Sherlock-Holmes-Story mal einen langen Sermon Holmes' an Watson über die trügerische Idylle auf dem Land, dass es dort eigentlich viel verbrecherischer zuginge als in London usw. (was bzgl. des Jack-the-Ripper-Londons um 1890 sicher damals auch falsch war). Aber das Klischee wird auch in Tatort/Polizeiruf ad nauseam gedroschen. Neulich gab es doch mal einen mit einem eindeutigen "asshole victim", das (völlig unplausibel) ein gesamtes Dorf bezirzt hat und dann zwar nicht kollektiv gemeuchelt, aber doch verschwiegen entsorgt wurde. In nahezu jeder anderen Konstellation hätte so ein Film aufgrund des widerwärtigen Charakters des Opfers die Tat als eine Art Selbstverteidigung dargestellt. Aber den tumben Dorfidioten durfte man das natürlich nicht durchgehen lassen.
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • So hangelt man sich durch Flauten:





      Besser war es eh nimmer. Jetzt ist Herbst und dann kommt Winter und dies ist meine Lebensversicherung in Sachen Sonntagabende :D


      LG :sofa1:
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    • Kater Murr schrieb:

      Tod im Häcksler ist aber meiner Erinnerung nach richtig gut und vermutlich im erlauchten Kreise der ca. 10 bekanntesten Tatortepisoden aller Zeiten (nach Reifeprüfung etc.) angekommen.
      Der lief gerade heute Abend im SWR, zusammen mit einer Doku über den damaligen Skandal. Daß der Film nie wirklich real ist, zeigt schon die Fahrt Odenthals zu dem Ort, wo der Fall stattfindet: sie hat einen alten Käfer zur Verfügung und nimmt eine Fähre über den Rhein - etwas, was damals bestimmt nicht nötig war, doch es zeigt, daß dieser Ort überhöht ist, fern einer konkreten Realität, in einem Traumland des Bösen befindlich. Und alles darin ist so unfaßbar und verschwommen, daß man sich nicht mal wundern braucht, warum Odenthal den Fall letztendlich lösen kann. Tod im Häcksler darf man - wie es die Macher in der Doku auch bekräftigen - nicht als real nehmen, aber die Bewohner und viele andere Pfälzer wollten das nicht auf sich sitzen lassen. Nicht ganz von der Hand zu weisen: die Hintlerwäldler-Mentalität wird im Film wirklich mit dem Vorschlaghammer serviert... :hammer1:

      Meine Güte, was habe ich in den dreißig Minuten während der Doku gelacht: z.B. sagte der Bürgermeister des Ortes, in dem gedreht wurde, daß es der letzte Tatort gewesen sei, den er jemals sah... :megalol: :megalol: :megalol:

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