Science-Fiction Romane – die Favoriten der Capricciosi

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Science-Fiction Romane – die Favoriten der Capricciosi

      Und noch ein Ranking. - Ich halte Science-Fiction ja für eine völlig unterschätzte Gattung. Sicher, es gibt in diesem Genre viel zweitrangiges, auch einen Haufen Müll, aber die wirklich durchdachten und gut geschriebenen Werke eben auch. Und unter denen wiederum Perlen, die dem Leser, der Leserin eher noch als gleichwertige belletristische Romane, einen Ausblick in das Denkbare, in die Zukunft oder sogar in die menschliche Psyche geben.
      Das sind meine liebsten Zehn:

      1. George Orwell - 1984
      2. Michael Moorcock - I.N.R.I. - oder die Reise mit der Zeitmaschine
      3. Philip K. Dick - Ubik
      4. Mordecai Roshwald - Das Ultimatum
      5. Robert Anton Wilson - Illuminatus 1-3
      6. Carl Amery - Der Untergang der Stadt Passau
      7. Daniel F. Galouye - Der unendliche Mann
      8. Frederik Pohl - Gateway
      9. Philip José Farmer - Die Flußwelt der Zeit
      10. John Brunner - Zeiten ohne Zahl

      .




      --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

      Ich habe Schrauben in den Himmel gesteckt
      und die Rabenmuttern festgedreht
    • PK Dick:
      Flow my tears, the policeman said
      Martian Timeslip
      (seine anderen Romane warten noch auf mich, Kurzgeschichten kenne ich aber noch einen Band)

      Isaac Asimov:
      Caves of Steel
      (wiederum kenne ich eher (sehr überzeugende) Kurzgeschichten, ein oder zwei der anderen "Foundation"-Romane fand ich nicht so grandios)

      HG Wells:
      Die Insel des Dr Moreau
      Wenn der Schläfer erwacht
      (habe die auf dt. gelesen, daher die engl. Titel nicht parat)

      Stanislav Lem:
      Sterntagebücher

      Rober Heinlein:
      Stranger in a Strange Land

      Vielleicht fällt mir später noch mehr ein.

      Kater Murr
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)


    • Isaak Asimov: Die Foundation-Trilogie (Foundation / Foundation und Imperium / Zweite Foundation)
      Wunderbare Psychohistorik, knapp, trocken und doch spannend.



      Arthur C. Clarke: Die sieben Sonnen (verlinkt ist über das Bild die englische Fassung. Mit der deutschen Ausgabe klappte der Mechanismus nicht)
      Wenn man dieses Buch gelesen hat, versteht man den Film "2001 - Odyssee im Weltraum" etwas besser.
      Clark hat so seine eigene Vorstellung von den Göttern.




      Frank Herbert: Der Wüstenplanet. Band 1 - 6
      Wer all diese Phantastereien von Frank Herbert (ich nenne stellvertretend nur die Symbiose von Mensch und Wurm) begierig in sich hineinsaugt, der wird keine Langeweile empfinden.
      Freunde von Laserkanonen, Laserschwertern und "Skotty beam me up" werden schon den ersten Band nach kürzester Zeit beiseite legen. Bzw. haben es schon reihenweise getan.
    • :wink:

      Meine liebsten Science Fiction Bücher sind inzwischen von der Wirklichkeit eingeholt worden oder haben bereits zu ihrer Entstehungszeit Kontemporäres weiter ausgesponnen.

      An erster Stelle mag ich gerne Jules Verne nennen. Alle seine Werke haben etwas wunderbar Phantastisches. Leider habe ich ihn noch nicht im Original lesen können, aber mein Französisch ist auf dem Weg der Besserung. Vielleicht klappt es ja mal.
      Dann drei großartige Werke, die in etwa aus gleicher Zeit stammen und sich mit totalitären oder ähnlichen gesellschaftlichen Entwicklungen auseinandersetzen:
      Das bereits genannte "1984" von George Orwell ist gekonnt erzählt und zieht einen richtig in den Bann. Hier ist manche Idee gar nicht so neu, sondern konnte in der Praxis der Diktaturen seiner Zeit bereits deutlich abgelesen werden.
      Dann "Brave New World" von Aldous Huxley, wieder gut geschrieben, auch eine Zukunftsvorstellung, deren Inhalte sich zum Teil bereits in unserer Zeit wieder finden.
      Eines meiner liebsten literarischen Werke überhaupt ist "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury. Eine wunderbar spannende Erzählung, mit vielen reflektierenden Passagen über gesellschaftliche Fragen. Die Verfilmung von Truffaut ist sehr gelungen, aber jedem sei natürlich noch mehr die Lektüre empfohlen, vor allem im Original. Im Reclam Verlag gibt es eine Schulausgabe mit Vokabelhilfen und kleinen Kommentaren.
      So sehr belesen bin ich in dem Genre eigentlich nicht, aber hervorragend gefallen haben mir die Bücher von William Gibson, die "Newromancer-Trilogie" und ,zuletzt gelesen, auch "Pattern Recognition".

      Ausser Konkurrenz, weil es nur zum Teil Passagen mit dieser Thematik hat (die Hauptperson wird auch auf einen fremden Planeten entführt und erlernt dabei ein sehr interessantes Zeitverständnis) und weil es einfach zu gut ist. Das Buch, dass ich bisher am häufigsten gelesen habe: "Slaughterhouse Five" von Kurt Vonnegut.

      Gruß, Frank
    • Ich bin momentan nicht in der Situation, mich vors Regal stellen zu können, daher vergesse ich vielleicht wieder etwas. Aber schon bevor der Name genannt wurde, war mir Kurt Vonnegut eingefallen, von dem ich noch zwei Werke, die vielleicht etwas eindeutiger zur SciFi gehören, nennen möchte:

      The Sirens of Titan
      Cat's Cradle

      (Bei Fahrenheit 451 habe ich zuerst den Film gesehen, danach hat mich das Buch irgendwie relativ kalt gelassen. An großartiger "sozialer" SciFi könnte man wohl auch noch A Clockwork Orange nennen.)

      Kater Murr
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Ad hoc fallen mir ein:

      1. Stanislaw Lem "Sterntagebücher" und "Solaris"
      2. Boris und Arkadi Strugatzki "Picknick am Wegesrand" "Das Experiment" "Es ist nicht leicht ein Gott zu sein"
      3. Neal Stephenson "Cryptonomicon" (geht das noch als SF durch ?)
      4. Dan Simmons "Die Hyperion-Gesänge" und "Endymion"
      5. Wolfgang Jeschke "Der letzte Tag der Schöpfung"
      6. Douglas Adams "Per Anhalter durch die Galaxis
      7. Robert Charles Wilson "Die Chronoliten"
      8. J.G. Ballard "Die Stimmen der Zeit" und "Vom Leben und Tod Gottes" (Erzählungen)
      9. Philpp K. Dick "Blade Runner" und "Der dunkle Schirm" (bei 2001 gab es mal eine Gesamtausgabe und ich Trottel habe sie nicht gekauft)
      10. Greg Bear "Das Darwin Virus"
      11. Andreas Eschbach "Quest"
      12. Orson Scott Card "Das große Spiel"
      13. Larry Niven/Jerry Pournelle "Luzifers Hammer" und "Fußfall"

      ... to be continued
    • Ein weites Feld, hier nur eine kleine Auswahl:

      van Vogt, Slan
      Blish, A case of conscience
      Aldiss, Frankenstein unbound
      Dick, Ubik
      Keyes, Flowers for Algernoon
      le Guin, The left hand of darkness
      Bester, The demolished man
      Vidal, Messiah
      Vonnegut jr., The Sirens of titan
      Miller, A canticle for Leibowitz
      Baxter, The timeships
      Bulgakov, Der Meister und Margarita
      Amery, Das Königsprojekt
      Heinlein, Farnham´s freehold
      Heinlei, The door into summer

      etcetcetc
    • Auf einer Höhe mit den Klassikern des Genres und davon abgesehen einfach extrem intelligent geschrieben (und brilliant übersetzt): Neal Stephenson's Anathem. Muss man lesen. Sofort. (Wie so vieles... natürlich auch sein Cryptonomicon, aber ob man das als Science Fiction durchgehen lassen will, sei dahingestellt, lieber zatopek.)
    • Konrad Nachtigall schrieb:

      Auf einer Höhe mit den Klassikern des Genres und davon abgesehen einfach extrem intelligent geschrieben (und brilliant übersetzt): Neal Stephenson's Anathem. Muss man lesen. Sofort. (Wie so vieles... natürlich auch sein Cryptonomicon, aber ob man das als Science Fiction durchgehen lassen will, sei dahingestellt, lieber zatopek.)
      "Anathem" steht schon recht lange noch immer ungelesen in meinem Regal. Das muss sich ändern !

      Stephenson ist in meinen Augen einer der besten amerikanischen Schriftsteller. Deshalb kommen noch seine beiden frühen Bände auf die Liste (die sind unzweifelhaft SF):

      14. Neil Stephenson "Snow Chrash"
      15. Neil Stephenson "Diamond Age" (mach mir die Jodie Foster ...)
      16. William Gibson "Die Neuromacer-Triologie" (wie konnte ich den bloss bisher vergessen ???)
    • Meine allmorgendliche und allabendliche Zuglektüre bildet derzeit nach "SS-GB" von Len Deighton und "Fatherland" von Robert Harris, PK Dick`s Alternativweltroman "The man in the high castle". Alle drei Romane beackern die Thematik, dass die Alliierten den 2. Weltkrieg "verloren" hätten.
    • Also "Fatherland" ist großartig, habe ich sicher drei oder vier Mal gelesen. Dicks "Man in the high castle" fand ich eher entäuschend, gemessen daran, was er sonst so geschrieben hat. "SS-GB" fand ich sehr schlecht geschrieben, lahmarschig. In dem Genre ist auch ein Roman von Stephen Fry richtungsweisend: "Making history".




      --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

      Ich habe Schrauben in den Himmel gesteckt
      und die Rabenmuttern festgedreht
    • seit meinem 13. - also genau 55 jahre her - bin ich SF-fanatiker.

      Es begann damals mit einer kurzgeschichte von asimov. über den computer "multivac", der eigentlich alles auf erde regelte. immer mehr arbeit leisten musste, denn immer mehr gebiete zugeteilt wurden.
      am ende versucht er sich selbst zu vernichten. als dann einer der wärter ihm fragte "multivac, was möchtest du am liebsten", antwortet das gehirn "ich möchte sterben".
      also asimov an erster stelle. auch wegen seine foundationbücher. begonnen als trilogie, wurden sie später mit noch zwei bücher ausgebreitet, wodurch eine verbindung zu stande kam mit seinen robotdetektivegeschichten. unglaublich gut.

      humor darf nie fehlen, und so muß unbedingt lloyd biggle genannt werden.

      ebenso jack vance, dessen bücher wirklich perlen sind.

      aber auch heinlein schrieb bücher, wobei ich sehr oft laut lachen musste. die dennoch äußerst gut sind.

      vergiß auch silverberg nicht, der mit seinem majipoortrilogie etwas schrieb, daß sowohl n hauch von vance als von herbert hat.

      und ja, frank herberts serie (brauch ich nicht weiter zu erörtern, nicht wahr), ist erste sahne.

      zimmer-bradley schrieb bücher die sich auf darkover abspielen. teils fantasy, teils SF. fabelhaft.

      ich könnte soviel schreiber nennen. und dann komm ich nicht einmal an bücher. laß es also hierbei.
      Wirklich schöne Musik rührt
    • Ich lese ja eigentlich keine Sci-Fi-Romane, daher kenne ich auch diesen nicht:



      Aber das Google-Spiel zum 60. Erscheinungstag habe ich doch gemacht, eine, wie ich finde, sehr hübsche Ehrung des Altmeisters.

      :wink: Talestri
      One word is sufficient. But if one cannot find it?
      Virginia Woolf, Jacob's Room
    • Florian Voß schrieb:

      Also "Fatherland" ist großartig, habe ich sicher drei oder vier Mal gelesen. Dicks "Man in the high castle" fand ich eher entäuschend, gemessen daran, was er sonst so geschrieben hat. "SS-GB" fand ich sehr schlecht geschrieben, lahmarschig. In dem Genre ist auch ein Roman von Stephen Fry richtungsweisend: "Making history".


      SS-GB kenne ich nicht; die anderen drei gefielen mir alle nicht schlecht, wobei es lange her ist, dass ich "Fatherland" gelesen habe. "Man in the high castle" ist sicher kein typischer Dick, hat aber ein paar brillante Sachen drin (wie das Fälschen der Artefakte). Obwohl es auch schon einige Jahre her ist, fand ich "Making History" von denen vielleicht sogar am besten (bis auf den backtothefuture-mäßigen Schluss).

      Weniger als alternative history (obwohl es das auch ist), aber ingesamt ziemlich gut, düster und bizarr, ist Ransmayrs Morbus Kitahara. (SF hätte ich das aber nicht genannt, es sei denn, man nennt jegliche alternative history SF).
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Kater Murr schrieb:

      Florian Voß schrieb:

      Also "Fatherland" ist großartig, habe ich sicher drei oder vier Mal gelesen. Dicks "Man in the high castle" fand ich eher entäuschend, gemessen daran, was er sonst so geschrieben hat. "SS-GB" fand ich sehr schlecht geschrieben, lahmarschig. In dem Genre ist auch ein Roman von Stephen Fry richtungsweisend: "Making history".


      SS-GB kenne ich nicht; die anderen drei gefielen mir alle nicht schlecht, wobei es lange her ist, dass ich "Fatherland" gelesen habe. "Man in the high castle" ist sicher kein typischer Dick, hat aber ein paar brillante Sachen drin (wie das Fälschen der Artefakte). Obwohl es auch schon einige Jahre her ist, fand ich "Making History" von denen vielleicht sogar am besten (bis auf den backtothefuture-mäßigen Schluss).

      Weniger als alternative history (obwohl es das auch ist), aber ingesamt ziemlich gut, düster und bizarr, ist Ransmayrs Morbus Kitahara. (SF hätte ich das aber nicht genannt, es sei denn, man nennt jegliche alternative history SF).


      Jaaaaa, Morbus Kithahara. Wahrscheinlich der beste deutsche Roman der 90er, nicht nur in dem Genre der Alternativ-Welten. Großartig geschrieben, spannend, eindringlich. Ein eigener Mythos wird dort geschaffen.




      --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

      Ich habe Schrauben in den Himmel gesteckt
      und die Rabenmuttern festgedreht
    • Yukon schrieb:



      Bester, The demolished man


      Das habe ich neulich gelesen. Kann den Kultstatus nicht so ganz nachvollziehen, obwohl die Ideen und der Plot brillant sind. Der Protagonist nervt etwas (bzw. eigentlich beide, sowohl Ben als auch der Obergedankenleser) und ein paar Elemente sind etwas trashig.


      Miller, A canticle for Leibowitz


      Das fand ich etwas dröge und zu offensichtlich moralisierend.



      Bulgakov, Der Meister und Margarita


      SF? eher vielleicht Satire mit phantastischen Zügen (die mir beinahe etwas zu abgedreht waren), aber sicher ein grandioses Buch. (Ich hatte vor der Lektüre etwas völlig anderes erwartet.)
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)