Bizet, "Carmen" - Staatsoper Hamburg, 15.4.2010

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    • Bizet, "Carmen" - Staatsoper Hamburg, 15.4.2010

      bereits 30 jahre ist die inszenierung von piero faggioni alt und man sieht es ihr auch an allen ecken und kanten an.
      (die 2 jahre ältere wiener staatsoperninszenierung kommt dagegen fast wie neu daher)

      für mich war es die bisher schwächste inszenierung (und auch aufführung)einer "carmen" überhaupt.
      3 1/2 stunden quält man sich durch ein uninspiriertes einheitsbühnenbild(enzio frigerio)und in der personenregie scheint dem regisseur nicht viel eingefallen zu sein.(oder es ist davon nicht mehr viel übrig).

      wären wenigstens die sängerischen leistungen halbwegs akzeptabel gewesen,hätte man viell. darüber hinwegsehen können.
      die carmen sang hadar halévy,leider mit sehr wenig ausstrahlung.(auch die kastagnetten retteneten da nichts)
      don josé gesungen von yonghoon lee hingegen hat mir sehr gut gefallen,zumindest sängerisch,darstellerisch allerdings kam er über ein standardrepetoir von ein bissl hände ringen nicht hinaus.
      viel schlimmer aber noch war kyung-il ko.(zuniga)
      davide damiani sang den escamillo ganz passabel,aber unter einem torero stelle ich mir was anderes vor.(jung,vor allem schlank)
      die micaéla wurde von der jungen vida mikneviciute,einem mitglied des int. opernstudios,gesungen.darstellerisch hat sie mir sehr gut gefallen,sängerisch weniger,aber dem hamburger publikum hat sie gefallen.sie wurde mit bravos überschüttet.(viell. weil sie so jung ist.noch lernt.ich weiss nicht)
      trine w. lund (frasquita) und ann-beth solvang (mercedes) fand ich rund um klasse.
      die musikal. leitung lag in den händen von alexander joel und hat mich auch nicht von den stühlen gerissen.

      hätte ich mich bloss f. das neumeier-ballett (nijinsky) vorgestern abend entschieden.

      lg yago