Bruckner, Anton: geistliche Chormusik - oder: im Anfang war das Wort

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    • eben angehört:

      Lionel schrieb:

      Pamela Coburn, Sopran / Ingeborg Danz, Alt / Christian Elsner, Tenor / Franz-Josef Selig, Bass
      Gächinger Kantorei Stuttgart
      Bach-Collegium Stuttgart
      Helmuth Rilling
      Das Problem hier ist der Schluss. Rilling wählt durchgehend etwas ruhigere Tempi, was o.k. ist. Nur beim letzten "non confundar in aeternum" startet er - nach einem riesigen Ritardando - hopplahopp bis zum Schluss durch. Vielleicht wollte er die Soprane nicht zu lange mit dem hohen C quälen. Aber der Ton ist gerade das Ziel der ganzen Entwicklung davor. Da kann man doch nicht aus Rücksicht auf sonstwas den Höhepunkt ein paar Takte vorverlegen und einen kurzen Rausschmeißer anhängen. Sorry das wirkt auf mich lächerlich.

      Jetzt wäre natürlich die Frage an Rosamunde, ob die Corydon-Aufnahme bei euch auf der Insel in Spotify verfügbar ist. Hier nicht.

      Mauerblümchen schrieb:

      Oder eventuell noch Barenboims Aufnahme aus Chicago.
      ja geht. Aber mir zu starsolistenmäßig.
    • Khampan schrieb:

      etzt wäre natürlich die Frage an Rosamunde, ob die Corydon-Aufnahme bei euch auf der Insel in Spotify verfügbar ist. Hier nicht.
      das ist leider die eine der beiden, die ich nicht gefunden habe :( , echt schade. Vielleicht finde ich sie ja auf youtube oder dann doch im Laden. aber erst hör ich mir das Te Deum mal richtig an. Gestern abend schon 1x getan mit Karajan. Sehr beeindruckendes Stück, da muss ich Dir zustimmen. Mal sehen, ob es auch für mich irgendwann Bruckners bestes Werk ist. Kann ich mir vorstellen.

      Die andere, die ich nicht auf Spotify gefunden habe, ist die von b-major hier im Thread, mit dem Engel Flügel....Arnold Schoenberg Chor.
    • Eine im Brucknerschen Willen sinnvolle Kopplung sind die Aufnahmen der 9.+ Te Deum , die es mit Bruno Walter gibt . Ich bevorzuge die CBS Aufnahme . die 9. ist von 1960 , das Te Deum mit Yeend , Lipton, Lloyd & Harrell aus 1953 . Ich habe noch einige - teils selbstgestrickte - Kombinationen , da für mich die neuerstellten Schlußsätze " nicht giltig" sind . Meine Meinung . Jedem sein Schlußsatz , meiner ist - wenn ich überhaupt einen brauche - dann das Te Deum . 100% von Bruckner .

      Te Deum als Bonus . Aus Wien : amazon.com/-/de/dp/B07WRYMJT7/…JT7&qid=1606214361&sr=8-1
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Kamikaze - You Yellow Fiend !"
    • Neu

      Agravain schrieb:

      Hallo Zusammen,

      meine erste Begegnung mit Bruckner fand über die Motetten statt, die allesamt zum Repertoire des Chores gehörten, in dem ich als Jugendlicher sang und die wir auch immer gern auf Konzertreisen mitgenommen haben. Herrliche Musik das, sphärisch, vergeistigt, glasklar. Dann galt es Bruckners "Te Deum" zu singen, das hier bisher noch nicht erwähnt wurde.
      Und was für ein folgenreiches Erlebnis war das für mich. Nicht nur, dass es mit Abstand das lauteste Werk war, das ich bis dato gesungen hatte ( :D ), es war auch mein "eye-opener" in Hinblick auf den Symphoniker Bruckner, von dem ich zwar wusste, dass er einen ganzen Schwung Symphonien komponiert hatte, von denen wir aber wiederum zu diesem Zeitpunkt keine wirklich bekannt war. Kurzum: Ich wurde Brucknerianer.

      Das "Te Deum" habe ich in mehreren Aufnahmen vorliegen, wobei ich mit keiner so hundertprozentig glücklich bin. Am liebsten höre ich noch die auf dieser CD enthaltene:



      Barenboim lässt sehr zupackend spielen, dass Werk drängt durchgehend nach vorn, ist nicht so statisch, wie ich bspw. Karajans Version aus dem Peterdom empfinde, gleichzeitig aber doch wesentlich wuchtiger als Rögners Aufnahme. Insgesamt empfinde ich die Einspielung als sehr rauschhafte, was dem Jubel des ambrosianischen Lobgesanges gut zu Gesicht steht.

      Mit der Großen Messe f-moll werde ich, obwohl ich auch diese einmal mitgeschmettert ( :D ) habe, nicht so recht warm, obgleich die mir vorliegende Einspielung unter Colin Davis technisch wie interpretatorisch einigermaßen ordentlich erscheint.




      :wink: Agravain
      Die von Agravain erwähnte Aufnahme der f-moll-Messe ist bis heute eigentlich mein Favorit geblieben, aber ich bin am Überlegen, welche Alternativen es gäbe? Für Empfehlungen bin ich dankbar :)
      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • Neu

      Caesar73 schrieb:

      Die von Agravain erwähnte Aufnahme der f-moll-Messe ist bis heute eigentlich mein Favorit geblieben, aber ich bin am Überlegen, welche Alternativen es gäbe? Für Empfehlungen bin ich dankbar
      Eine kann ich guten Gewissens empfehlen : die Live-Aufnahme aus der Abteikirche Ebrach 2015 mit Gerd Schaller am Pult . - Die 3.Messe ist ja auch in Hinblick auf die diversen Fassungen ein echter Bruckner , da bleibt es dem eigenen Geschmack überlassen , welche Aufnahme/Ausgabe man wählt . Bei mir ist der Mitschnitt einer BBC - Aufzeichnung aus dem Jahr 1981 mit Heather Harper, Jean Rigby, Keith Lewis, Richard Van Allen und dem Pilharmonia Orchestra & Chorus der Klassiker geworden . Es dirigierte Lovro von Matacic - und zwar genau so , wie man es von ihm kennt und erwartet . "Old School Bruckner" - oft gewaltig und mystisch . Ich mag das , wenn es gut gemacht ist , so wie hier . Leider ist die nicht offizielle Aufnahme schwer zu finden , und bislang kam von der BBC oder den Verwertern (etwa ICA ) noch nichts . Aber Schaller und - mit Abstrichen , da manchmal arg langsam - Celibidache EMI 1990 sind sehr hörenswert .

      Hörprobe : youtube.com/watch?v=Mk65wqavg5E
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