Mahler: Sinfonie Nr. 8 Es-Dur – Unterschätzter Höhepunkt(!?) im Schaffen eines Genies

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    • 12. Mai 2019: VIII. Mahler im Wiener Konzerthaus

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      Sadko schrieb:


      • So., 12. Mai 2019 (11:00): Wiener Konzerthaus / Großer Saal
        Gustav Mahler: Symphonie Nr. 8 Es-Dur in zwei Sätzen für großes Orchester, acht Solisten, zwei gemischte Chöre und Knabenchor (1906–1907)
        Wiener Philharmoniker
        Wiener Sängerknaben
        Wiener Singverein
        Wiener Singakademie
        Erin Wall, Magna Peccatrix (Sopran)
        Emily Magee, Una Poenitentium (Sopran)
        Regula Mühlemann, Mater Gloriosa (Sopran)
        Wiebke Lehmkuhl, Mulier Samaritana (Alt)
        Jennifer Johnston, Maria Aegyptiaca (Alt)
        Giorgio Berrugi, Doctor Marianus (Tenor)
        Peter Mattei, Pater Ecstaticus (Bariton)
        Georg Zeppenfeld, Pater Profundus (Bass)
        Franz Welser-Möst, Dirigent

      Ich wurde gefragt, wie mir dieses Konzert gefallen habe, und weil meine Kurzbeschreibung womöglich auch für andere interessant ist, antworte ich hiermit öffentlich. Falls es einen geeigneteren Thread gibt, würde ich bitten, den Beitrag nach Möglichkeit zu verschieben.

      Es war eine durchaus gute Aufführung, aber keine Sensation. Ich habe die VIII. Mahler zuletzt im Dezember 2017 im Wiener Musikverein mit den Tonkünstlern gehört - und insgesamt hat mir die damalige Aufführung besser gefallen als die heurige, obwohl ich damals einen Platz schräg über dem Orchester hatte und ich mir - im Ernst! - mehrmals die Ohren zuhalten musste. Die VIII. Mahler ist ja wirklich kein leises Stück, und über das Orchester setze ich mich da nicht mehr.

      Am besten haben mir Mattei und Zeppenfeld in diesen schwierigen Partien gefallen. Zeppenfeld hat keine sehr laute Stimme, es hat aber noch gepasst. Mattei ist super, ich würde ihn gern öfter hören. Die restlichen Frauen solide, bis auf Magee, die an sich eine gute Sängerin ist, aber dieser Rolle schon ganz deutlich entwachsen, bzw. ist die Stimme dafür schon zu ramponiert. Wirklich übel der Tenor, der alles nur so halb-angeschliffen hat, wirklich schlimm. Der Singverein war besser als üblich. Die Wiener Philharmoniker überwiegend sehr gut, aber die Trompeten und Flöten waren daneben. Welser-Möst war - wie üblich - zu schnell unterwegs, aber dem Ende zu ist er immer langsamer geworden, was soll das?
      Insgesamt eine Aufführung, die ich in der Oper als durchschnittliche Repertoirevorstellung beschreiben würde.
      Hilfreich war, dass die Sänger am Orgelbalkon platziert waren, da hört man sie auf der Galerie (wo ich gesessen bin) besser, als wenn sie vor dem Orchester gestanden wären.
    • Neu

      Jaaa, da sind wir einer Meinung! :)
      Die Baritonpartie in der VIII. Mahler-Symphonie liegt ja ziemlich hoch. Peter Mattei ist einer der wenigen, bei denen man nicht merkt, dass sie ihnen schwerfällt :) (so mein Eindruck und auch das, was ich nach der Aufführung gehört habe von Leuten, die mehr Hörerfahrung mit der VIII. Mahler haben als ich)